teltarif.de MOBIL · DIENSTE
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 23.05.2013 

Bewegungsprofile in Geodiensten nutzen dem Betreiber

13.06.2012
10:07

Google Latitude: Qualität der Daten kann stark schwanken

Von mit Material von dpa
Google Latitude: Standortverlauf am Beispiel einer Bahnfahrt von Berlin nach Frankfurt
Google Latitude: Standortverlauf am Beispiel einer Bahnfahrt von Berlin nach Frankfurt
Nutzer von Geodiensten auf mobilen Geräten sollten sich bewusst sein, dass sie den Betreibern solcher Dienste eine Vielzahl von persönlichen Informationen liefern. Mal geschieht dies ganz offen wie beim "Einchecken" an bestimmten Orten in Facebook oder Foursquare. Mal werden die Daten nur im Hintergrund erfasst.

So wurde im vergangenen Jahr bekannt, dass iPhone und iPad ohne Wissen ihrer Nutzer deren jeweilige Aufenthaltsorte lückenlos registrierten. Die Daten wurden in einer versteckten Datei gespeichert. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte damals eine gesetzliche Grundlage zur Regelung von Ortungsdiensten auf Smartphones und sagte: "Dieses Tracking, dieses Verfolgen eines jeden Schritts darf es nicht geben."

Apple hat diese Praxis mit einem Software-Update eingestellt. Sorge bereitet den Datenschützern vor allem die Möglichkeit, Ortsdaten mit anderen Nutzerdaten zu verknüpfen, so dass lückenlose Tätigkeits- und Bewegungsprofile erstellt werden können.

Auch die Mobilfunkanbieter müssen aus technischen Gründen sowie zur Erstellung von Rechnungen Aufenthaltsorte erfassen. Dies ist kein böser Wille, sondern gehört zu den Grundlagen eines Mobilfunknetzes. Ein im Netz eingebuchtes Mobiltelefon sendet in regelmäßigen Abständen den eigenen Standort ans Mobilfunknetz, damit das Netz weiß, in welcher Funkzelle sich der Nutzer gerade aufhält und Telefonate sowie SMS entsprechend weiterleitet. Bei der Deutschen Telekom heißt es, dass immer nur der aktuelle Aufenthaltsort bekannt sei. Vorherige Ortungen würden gelöscht. Ermittlungsbehörden können allerdings im Rahmen einer Funkzellenabfrage oder einer stillen SMS den Aufenthaltsort eines mutmaßlichen Verbrechers innerhalb von Städten mit engmaschigem Mobilfunknetz recht genau ermitteln.

Beispiel Google Latitude: Ortungsdaten manchmal sehr genau, manchmal nicht

Eine wesentlich genauere Ortung findet über den in Smartphones eingebauten GPS-Sensor statt. In Verbindung mit Diensten wie beispielsweise Google Latitude kann sich der Smartphone-Nutzer dazu entscheiden, seine eigenen Standorte in regelmäßigen Abständen auf Google-Server übertragen zu lassen. Die an einem Tag zurückgelegte Route lässt sich dann auf Google Maps anzeigen. Dafür muss das Smartphone sich mindestens einmal täglich mit dem Internet verbinden können

teltarif.de hat in einem über mehrere Wochen durchgeführten Test herausgefunden, dass die von Google Latitude erfassten Daten nicht immer zu 100 Prozent vollständig sind. Bei der Genauigkeit haben wir auch eine große Diskrepanz festgestellt: Manche der erfassten Daten sind so genau, dass sie ein exaktes Bewegungsprofil erlauben, an anderen Tagen gab es bei den aufgezeichneten Orten Abweichungen von mehreren Kilometern.

In den Datenschutzbestimmungen weist Google darauf hin, dass der Standortverlauf grundsätzlich nur vom Nutzer selbst eingesehen werden kann. Nur wenn der Anwender den aktuellen Standort explizit freigibt, können Freunde oder Verwandte sehen, wo der Smartphone-Inhaber sich gerade herumtreibt. Problematisch bleibt aber, dass Google jederzeit auf diese Daten zugreifen und diese auch nutzen könnte - beispielsweise für Werbung.

Weitere Meldungen zum Thema Ortung RSS

RSS Empfehlen Drucken
Anzeige:
Ausland inklusive: o2 BLUE ALL-IN L PROFESSIONAL Smart-Option: 200 Min + 200 SMS + InternetFlat 200. Nur 9,90€!
Allnet-Spar-Flat - FLAT in alle Handynetze nur 19,85 €/Monat! iPhone 20€/mtl. + Allnet Flat 19,90€/mtl. bestellen

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Weitere News vom 13.06.2012:

- Smart-TV-Trends auf der Anga Cable 2012
- Neues Tarifmodell BASE all in: Altkunden können ab Juli wechseln
- RevealDay: ICANN gibt neue Top Level Domains bekannt
- Amazon Appstore: Deutschlandstart im Sommer
- "Goodbye, Häuschen": o2 zeigt kein Homezone-Logo mehr an
- Hybrid-Box: Kabel, Satellit, DVB-T und Internet in einem
- Wirbel um "Joyn": Telekom rechtfertigt Preise für Messaging-Dienst
- Mit o2-Reiseoption für 19 Cent pro Minute im Ausland telefonieren
- Digitalradio auf der Anga Cable 2012
- E-Postident: Deutsche Post erläutert Sicherheitskonzept
- Nokia steht kurz vor Verkauf der Luxusmarke Vertu
- TV-Branche sieht Zukunft in nichtlinearem Angebot
- Aldi Talk All-In Flat: 2000 Einheiten plus Daten-Flat für 19,99 Euro
- Bewegungsprofile in Geodiensten nutzen dem Betreiber
- Diskussion: Kabelanbieter wollen Marktstellung weiter auskosten
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Werbung
hier klicken!

hier klicken!


 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2013 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB] · [Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 290 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre