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Opera auf über 100 Millionen Geräten im Einsatz

12.04.2010
11:34

Die Hälfte der Nutzer surft auf dem Smartphone

Opera meldet, dass im März 100 Millionen Nutzer einen der Opera-Browser einsetzten. Die Zahl teilt sich laut Unternehmensangaben auf jeweils 50 Millionen auf Desktop- und Smartphone-Installationen. In der ersten Gruppe fasst Opera die Betriebssysteme Windows, Mac OS und Linux zusammen und spricht von März 2009 und März 2010 von einem monatlichen Zuwachs von 30 Prozent. Zusätzlich erwähnt der Browser-Hersteller eine nicht genau spezifizierte Anzahl von Installationen auf Spielekonsolen, Fernsehern und Set-Top-Boxen. Die Nutzerzahlen dürften allerdings etwas geringer als von Opera angegeben ausfallen, da es dem Unternehmen kaum möglich sein dürfte, Parallelinstallationen auf mehreren Geräten ein und demselben Nutzer zuzuordnen.

Opera-Mini: Turbo-Funktion spart Bandbreite

Opera sei auf dem richtigen Weg, so der CEO des Unternehmens, Lars Boilesen. Für das starke Wachstum der Nutzerzahlen macht das Unternehmen die aktuelle Opera-Generation 10.5x verantwortlich, die im Vergleich zur Vorgängerversion eine sieben mal schnellere JavaScript-Engine enthielte. Im Bereich der Smartphones erwähnt Opera vor allem die Turbo-Funktion, mit der mobile Nutzer einen Teil der Bandbreite sparen können. Einmal aktiviert, gelangen Internetseiten nicht direkt auf das mobile Endgerät, sondern werden in einem Zwischenschritt von Opera-Servern komprimiert. Die gesparte Datenmenge ist nicht nur für volumenbasierte Tarife oder solche mit Drosselungsgrenze interessant, sondern sorgt auch für einen schnelleren Seitenaufbau.

Opera-Unite macht den Browser zum Web-Server

Opera auf einem BlackBerry.
Die Verfügbarkeit für diverse Smartphone-Plattformen ist einer der Gründe der steigenden Opera-Nutzerzahlen.
Nutzer, die Opera parallel auf einem oder mehreren Desktops oder auf ihrem Smartphone einsetzen, können ihre Lesezeichen über verschiedene Installationen hinweg synchronisieren. Etwas Ähnliches gibt es aber auch in Form von Erweiterungen für die Konkurrenz-Browser Firefox und Internet-Explorer. Mit Opera Unite haben die Norweger über die reinen Client-Funktionen hinaus ein Paket im Angebot, das auch eine Hosting-Funktion bietet. Damit wird der eigene Rechner zum Server für Fotogalerien, Internetseiten, Dateien oder Musik-Streams. Welche der Funktionen letztendlich für die steigenden Nutzerzahlen von Opera verantwortlich ist, lässt sich nicht genau sagen. Die steigende Anzahl von Opera-Installationen birgt aber auch die Gefahr, dass in Zukunft vermehrt auf den Browser angepasste Schadsoftware den Weg ins Internet findet. Bisher war es für Online-Verbrecher wenig sinnvoll, ihre Arbeit auf potenzielle Sicherheitslücken einer Software auszurichten, die im Verhältnis zur Konkurrenz kaum jemand nutzt.

 
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-12, Erwachsene ab 14 Jahre