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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 29.05.2012 |
Serien und Filme per Online-Rekorder aufnehmen und brennen12.06.2010
15:32 Dienste sind aber rechtlich umstritten
Beim Wort Videorekorder ergreift die einen pure Nostalgie und die Erinnerung an die schwarzen
VHS-Kassetten, die anderen wähnen sich im Technikmuseum. Längst haben Festplatten- und
DVD-Rekorder dieser Erfindung aus dem letzten Jahrhundert den Rang abgelaufen. Und doch lebt
sie noch, ausgerechnet im Internet. Online-Videorekorder nehmen keinen Platz im Wohnzimmer
weg, sie benötigen keine Kassetten und bieten doch beinahe unbegrenzte
Aufnahmemöglichkeit. Softwaregestützte Dienste wie Shift.tv, Save.tv,
Bong.tv oder onlineTVrecorder (onlinetvrecorder.com) sind einfach zu bedienen und
übersichtlich. Dort scrollen Nutzer durch eine elektronische Programmzeitschrift
(EPG) und programmieren Sendungen auf Knopfdruck. Bei OnlineTVRecorder geht das sogar
kostenlos, die anderen Dienste verlangen zwischen 5 und 10 Euro pro Monat.
Für den Nutzer gibt es viel Komfort beim Programmieren. Beispielsweise lässt sich vor dem Urlaub bequem einstellen, dass alle Folgen der Lieblingsserie aufgenommen werden. Heimkehrer laden die Folgen anschließend entweder herunter oder sehen sich die Serie per Livestream an, eine schnelle Breitband-Internet-Verbindung vorausgesetzt. Das geht dank persönlichen Passworts von jedem Computer aus. Empfehlenswert sind Breitband-Internet-Anschlüsse mit mindestens 6 MBit/s Downstream-Bandbreite, beispielsweise per DSL oder Kabel-Internet, damit die Bilder ruckelfrei übertragen werden. Nutzer müssen allerdings Qualitätseinbußen akzeptieren. So geben alle momentan verfügbaren Dienste kein HDTV wieder, sondern maximal PAL-Auflösung im Format 720 mal 576 Pixel. Dabei zeigen sich Artefakte und unschöne Farbpunkte. Auch Fußball-Fans sollten sich jetzt zur Weltmeisterschaft in Südafrika keine allzu großen Hoffnungen auf ein Archiv aller Spiele mittels der Online-Angebote machen. Die sehr schnellen Bewegungen müssen digitalisiert und dann auch noch ins Format MP4 und DivX komprimiert werden, was weiteren Qualitätsverlust mit sich bringt. Dienste unterscheiden sich durch Zahl der Fernsehsender
Dennoch bekommt Save.TV von Troitsch die besten Noten für die Bildqualität und ist zudem wohl das am meisten genutzte Angebot dieser Art. Deshalb muss man sich zu Stoßzeiten etwa am Sonntagabend auf einen länger dauernden Downloadvorgang der im Schnitt 600 bis 800 MB großen Filme, wie etwa einen "Tatort", einstellen. Der Dienst erlaubt einen 14-tägigen Test, in dem der Nutzer maximal 3 000 Minuten Fernsehsendungen speichern kann. Zum Vergleich: Shift.TV bietet zwei Stunden gratis an. Wer ein solchen Dienst nur einmal unverbindlich ausprobieren möchte, sollte darauf achten, dass er das Probeabo rechtzeitig wieder kündigt - sonst fallen Monatskosten an. Bei Save.TV sind das je nach Laufzeit zwischen 5 und 10 Euro pro Monat. Dafür werden die persönlichen Downloads vier Wochen auf dem Server gespeichert. Zum Vergleich: Die Filme von ARD und ZDF in den Mediatheken werden nur eine Woche nach Ausstrahlung noch bereitgehalten. Und im Gegensatz zu Mediathek-Angeboten können etwa Serienfans beim Online-Rekorder ihre Aufnahmen problemlos herunterladen und auch auf DVD brennen.
Online-Videorekorder sind rechtlich umstrittenInternetdienste wie Shift.tv, Save.tv, Bong.tv oder Online-Videorekorder bieten - größtenteils kostenpflichtig - die Möglichkeit, TV-Sendungen ohne spezielle Hardware wie einen Rekorder oder eine TV-Karte aufzuzeichnen. Das passiert für jeden Nutzer individuell und passwortgeschützt, wobei er aus einer Art elektronischer Programmzeitschrift mit Mausklick auswählen kann. Die Daten liegen dann auf den Servern der Anbieter und können von dort entweder mit weit verbreiteten Programmen wie dem Windows Media Player auf jedem beliebigen PC mit DSL-Anschluss online angesehen, also gestreamt, oder auch heruntergeladen werden. Die Filme lassen sich auch ohne Einschränkungen brennen. Dadurch sind die Online-Videorekorder rechtlich umstritten.
Björn Brodersen mit Material von ddp
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