Aufgepasst

Gefahr für Kinder: Online-Fotos können Aufenthaltsort verraten

Auf Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen achten
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Gefahr für KinderGefahr für Kinder Laden Kinder mit dem Smartphone Fotos in sozialen Netzwerken hoch, verraten sie damit manchmal, wo sie gerade sind. Das funktioniert auf Internetseiten wie Facebook mit dem sogenannten Geotagging, einer automatischen Ortsbestimmung. Eltern sollten diese Funktion im Profil ihres Kindes ausschalten, rät die Initiative "Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht". Fotos aus dem Osterurlaub direkt hochzuladen, könnten Eltern grundsätzlich ruhig erlauben. Aber sie sollten die Bilder zusammen mit ihren Kindern auswählen, empfehlen die Experten.

Verhindern sollten sie dabei, dass der Nachwuchs in der Bildbeschreibung Angaben zu seinem Aufenthaltsort macht. Auch der vollständige Name und die Telefonnummer sollten dort nicht auftauchen, warnt die Initiative.

Auf Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen achten

Sind auf den Fotos Personen zu erkennen, gelten Persönlichkeitsrechte. Eltern sollten deshalb bei der Bildauswahl entweder darauf achten, dass niemand deutlich zu erkennen ist, oder sie müssen die Fotografierten fragen, ob ein Bild mit ihrem Gesicht online erscheinen darf. Sind Kinder abgelichtet - etwa Freunde des eigenen Kindes - müssen die Erziehungsberechtigten ihr Einverständnis zum Hochladen geben.

Geben die Abgelichteten ihr Okay, gibt es noch einen letzten Fallstrick: Ist die automatische Gesichtserkennung aktiviert, schlägt das Netzwerk verschiedene Personen vor, die der auf dem Bild ähnlich sehen. Klickt der User einen der Vorschläge an, verlinkt er das Bild automatisch mit dem Profil der abgebildeten Person. Das wollen aber manche nicht. Deshalb sollte auch die Gesichterkennung deaktiviert sein, rät die Initiative.

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