Unter der Lupe

Der selbsternannte Flaggschiff-Killer OnePlus 2 im Test

Wir haben das OnePlus 2 in den vergangenen Tagen intensiv genutzt und berichten darüber, wie sich der Flaggschiff-Killer im Alltag schlägt. In unserer Meldung finden Sie unter anderem Details zu Dual-SIM und LTE, Snapdragon 810 und OxygenOS.
AAA
Teilen (21)

Vergangene Woche hat OnePlus den Verkauf seines neuen Smartphones OnePlus 2 gestartet. Bereits vor dem Wochenende haben wir erste Eindrücke zum selbsternannten Flaggschiff-Killer vermittelt. In den vergangenen Tagen hatten wir das Gerät im Dauer-Einsatz. Im folgenden Bericht lesen Sie mehr zu den Erfahrungen, die wir dabei gemacht haben.

Das OnePlus 2 ist 151,8 mal 74,9 mal 9,9 Millimeter groß und 175 Gramm schwer. Es ist demnach alles andere als ein Leichtgewicht oder Handschmeichler, kommt allerdings auch mit 5,5 Zoll großem Touchscreen daher und im Vergleich zum Apple iPhone 6 Plus, dessen Display die gleichen Ausmaße wie der Bildschirm des OnePlus 2 hat, liegt das neue Handy des chinesischen Herstellers deutlich besser in der Hand.

Display mit Full-HD-Auflösung

Das OnePlus 2 unter der LupeDas OnePlus 2 unter der Lupe Beim Display hat OnePlus erneut eine Auflösung von 1080p gewählt. Die Pixeldichte beträgt 401 ppi. Dabei sind keine einzelnen Pixel erkennbar. Die Darstellung von Schriften, Fotos und Videos ist einwandfrei, so dass man eine noch höhere Auflösung, wie sie bei einigen Mitbewerbern mittlerweile üblich ist, nicht vermisst.

Der Touchscreen des OnePlus 2 ist darüber hinaus sehr hell. Das sorgt dafür, dass er auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist. Allerdings spiegelt das Display auch recht stark und es zieht Fingerabdrücke geradezu magisch an. Das ist ein deutlicher Minuspunkt gegenüber Geräten wie dem Apple iPhone 6 Plus oder dem HTC One M9, die wir zum Vergleich genutzt haben.

Qualcomm Snapdragon 810 läuft problemlos

OnePlus setzt bei seinem zweiten Smartphone auf den Qualcomm Snapdragon 810, der beispielsweise beim HTC One M9 für eine unnatürliche Wärmeentwicklung sorgt. Beim OnePlus 2 konnten wir diesbezüglich im normalen Betrieb keine Probleme feststellen. Erst beim Drehen eines längeren Videos mit 4K-Auflösung wurde das Gerät merklich warm.

Dem Prozessor hat der Hersteller bei der Version des Smartphones mit 64 GB Speicherplatz, die wir im Test zur Verfügung hatten, 4 GB Arbeitsspeicher mit auf den Weg gegeben. Diese Konfiguration sorgt dafür, dass das Betriebssystem absolut flüssig läuft und sich auch bei intensiver Nutzung keine Ruckler erlaubt.

OxygenOS erinnert an Stock Android

Blick ins Hauptmenü des neuen SmartphonesBlick ins Hauptmenü des neuen Smartphones Als Betriebssystem kommt das eigens für OnePlus entwickelte OxygenOS in der Version 2.0 zum Einsatz. Dieses basiert auf der aktuellen Android-Version 5.1.1. Dabei ist die Benutzeroberfläche auch stark an das Vorbild angelehnt. Das Menü entspricht nahezu dem von Stock Android und auch Bloatware suchen die Nutzer des OnePlus 2 vergeblich. Auch alle Google-Dienste sind vorinstalliert.

Allerdings wirkt die Software an der einen oder anderen Stelle noch nicht ganz ausgereift. So ist die deutsche Übersetzung bei den "Einstellungen" nicht immer ganz astrein und wer die Möglichkeit nutzt, sich gezielt auf eine Mobilfunk-Technologie festzulegen (beispielsweise LTE), der hat mit regelmäßigen Software-Abstürzen zu kämpfen, die OnePlus hoffentlich im Rahmen von Software-Updates noch in den Griff bekommt.

Auf Seite 2 lesen Sie, inwieweit OnePlus Verbesserungen an der Mobilfunk-Schnittstelle vorgenommen hat und welche Funktionen die Käufer des Smartphones möglicherweise vermissen.

1 2 3 vorletzte
Teilen (21)

Weitere Handy-Tests bei teltarif.de