Aufgerüstet

So versorgen o2 und E-Plus das Oktoberfest mit Mobilfunk

Sechs Millionen Besucher werden beim Oktoberfest an 16 Tagen erwartet - eine massive Herausforderung für die Mobilfunknetze. Telefónica gibt bekannt, wie E-Plus- und o2-Netz dafür fit gemacht wurden.
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So versorgen o2 und E-Plus das Oktoberfest mit MobilfunkSo versorgen o2 und E-Plus das Oktoberfest mit Mobilfunk Das Oktoberfest in München bleibt eines der größten Volksfeste der Welt - jährlich strömen rund sechs Millionen Besucher in die bayerische Metropole, um auf der Wiesn zu feiern. Nicht nur für die Wiesnwirte, Schausteller, Notfallhelfer und Anwohner ist das Fest eine große Herausforderung - auch die Mobilfunknetze werden rund um die Theresienwiese beansprucht wie nur selten.

Fast jedes Jahr geben die Netzbetreiber von sich aus oder auf Anfrage bekannt, inwieweit sie die Netze aufrüsten, damit die Nutzer technisch möglichst ungestört telefonieren und surfen können. Denn das Selfie mit Maßkrug und Hendl will sich natürlich kein Wiesnbesucher durch ein schlechtes Mobilfunknetz verderben lassen.

LTE und UMTS: Bessere Versorgung durch zusätzliche Basisstationen

Heute gibt Telefónica bekannt, inwieweit o2- und E-Plus-Netz rund um die Theresienwiese für den Andrang aufgerüstet wurden. Für die schnelle Internet-Anbindung der besucher hat der Konzern für E-Plus Kunden zehn zusätzliche LTE-Stationen aufgestellt, für o2-Kunden sind es 12 zusätzliche Stationen. Mit Carrier Aggregation will Telefónica einem Nutzer mehrere einzelne Frequenzblöcke zuweisen und so die maximale Datenrate pro Nutzer erhöhen. Wer über das o2-Netz per Voice over LTE telefoniert, soll von kürzeren Rufaufbauzeiten profitieren. teltarif.de ist gespannt auf erste Leserrückmeldungen aus München, die dies bestätige oder dementieren.

Eine Tatsache ist allerdings, dass viele Kunden noch überhaupt kein LTE-fähiges Smartphone haben oder den Tarif eines o2-Discounters nutzen, der nicht für LTE freigeschaltet ist. Zur Erinnerung: Im Rahmen der Option "Highspeed für alle" sind immerhin E-Plus-Kunden bis Jahresende ohne Aufpreis für das E-Plus-LTE-Netz freigeschaltet.

Viele Nutzer sind also darauf angewiesen, per UMTS, HSPA oder HSPA+ zu kommunizieren. Hierfür steht immerhin das National Roaming zwischen o2- und E-Plus-Netz zur Verfügung. Wenn Wiesn-Besucher in ihrem eigenen Netz keinen oder einen nur schlechten Empfang haben, sollten sie automatisch in das jeweils andere Netz umgebucht werden. Trotzdem hat Telefónica auch die 3G-Netze aufgerüstet: 28 zusätzliche UMTS-Stationen von E-Plus sollen die bereits vorhandenen 40 UMTS-Stationen von o2 ergänzen. Insgesamt sorgen somit 68 UMTS-Stationen für die Versorgung des Oktoberfestes.

Wichtig ist auch, dass der Empfang nicht nur im Freien gut klappt, sondern in den zum Teil riesigen und übervollen Festzelten mit 5000 bis 8000 Innen-Sitzplätzen. Hierzu hat Telefónica nach eigenen Angaben fünf zusätzliche Indoor-Stationen aufgebaut, allerdings ohne Hinweis, wo diese sich befinden. Die größten Festzelte nach Fassungsvermögen sind traditionell Paulaner-Festhalle, Hacker-Festzelt, Hofbräu-Festzelt, Augustiner-Bräu, Bräurosl, Schottenhamel, Ochsenbraterei, Armbrustschützenzelt und Löwenbräu-Festzelt.

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