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Handys mit grünem Herz: Hauptsache, man siehts nicht

18.09.2010
14:57

Umweltfreundlichere Mobiltelefone in der Übersicht

Inhaltsverzeichnis:

1. Kurswechsel wie in der Auto-Branche
2. Solarpanels bei Samsung, nicht bei Sony Ericsson
3. Das gibts bei LG, Nokia, Motorola & Co.

Autowerbung hat sich in den vergangenen Jahren gravierend gewandelt. War früher vor allem von Pferdestärken, leistungsstarken Motoren und dem Platzangebot die Rede, hat sich der Fokus heute verschoben. Im Mittelpunkt stehen nun geringer Verbrauch, niedriger CO2-Ausstoß und eine gute Öko-Bilanz. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Handy-Hersteller auf den Zug aufspringen.

Ein ökologisch einwandfreies Handy zu produzieren, gelingt allerdings keinem Hersteller. So werden wie bei PCs auch bei der Produktion von Handys eine Reihe von seltenen Metallen wie etwa Tantal für Kondensatoren und Indium für Displays eingesetzt. Die Förderung solcher Metalle geht mit einem hohen Energieverbrauch und besonders in Afrika und China mit gravierenden Umweltschäden einher. Auf Bauteile mit diesen Rohstoffen kann jedoch derzeit kaum ein Elektronik-Hersteller verzichten.

Daher setzen die Handy-Hersteller bei den den aktuell erhältlichen "Öko-Handys", die wir hier vorstellen, vor allem bei den Kunststoff-Schalen und dem Energieverbrauch der Geräte an. Während der eine Hersteller vor allem auf Recycling-Materialien achtet, verbaut der andere Solarpanels, um das Gerät auch unabhängig von der Steckdose aufladen zu können. Wir zeigen, welche umweltfreundlicheren Handys es momentan auf dem Markt gibt, was sie leisten und ob sie wirklich Vorteile mit sich bringen.

Sony Ericsson: Green-Heart-Serie

Sony Ericsson Cedar
Sony Ericsson Cedar
2008 stellte Sony Ericsson erstmals sein Green-Heart-Konzept vor. In der damaligen Pressemitteilung verwies der Konzern darauf, von der Organisation Greenpeace zum grünsten Unternehmen 2008 gewählt worden zu sein – und dies solle nun ausgebaut werden. Alle Green-Heart-Handys zeichnen sich durch eine kleine Verpackung aus, die Bedienungsanleitungen sind elektronisch im Gerät hinterlegt (und nicht mehr auf Papier gedruckt), die Gehäuse bestehen zu mindestens 50 Prozent aus Recycling-Kunststoff, und im Lieferumfang befinden sich energiesparende Ladegeräte. Außerdem verfügen die Geräte über einen Display-Lichtsensor zur Helligkeitssteuerung, der sich aber auch bei Handys ohne Öko-Anstrich mittlerweile etabliert hat und die Akku-Leistung erhöhen kann. Sony Ericsson installiert außerdem diverse Programme wie etwa einen CO2-Rechner auf seinen Green-Heart-Geräten. Das erste Modell dieser Reihe war das Barren-Handy C901 mit 5-Megapixel-Kamera und UMTS/HSPA.

In der Einsteiger- bis Mittelklasse positioniert sich das Naite. Mit einem 2,2-Zoll-Display, einer 2-Megapixel-Kamera, MP3-Player und Bluetooth sind wichtige Ausstattungsmerkmale vorhanden. Auch der Datenturbo HSDPA ist an Bord. Die Maße von nur 108 mal 47 mal 13 Millimeter machen es zudem Hosentaschen-tauglich. Mit Preisen ab etwa 85 Euro ohne Vertrag in Online-Shops ist das Naite zudem ein Preisschnäppchen. Zu ähnlichen Preisen wird auch das Sony Ericsson Cedar erhältlich sein, das in Kürze als neues Green-Heart-Handy auf den Markt kommen soll. Auch die technischen Daten sind vergleichbar zum Naite. Sony Ericsson Naite
Sony Ericsson Naite

Die beiden Handy-Modelle Elm und Hazel unterscheiden sich nur wenig voneinander. Während das Elm im klassischen Barrenformat kommt, hat sich Sony Ericsson beim Hazel für die Sliderform entschieden. Dadurch fällt das Display des Hazel größer aus (2,2 gegen 2,6 Zoll). Ansonsten verfügen Elm und Hazel über die gleichen Funktionen: Für ordentliche Bilder sorgt eine 5-Megapixel-Kamera, ins Internet gehts per HSDPA oder WLAN. Durch den eingebauten GPS-Chip können Sie die Geräte auch zur Standortbestimmung oder zur Navigation nutzen. Am größten sind die Unterschiede bei Gewicht und Preis: Mit 120 Gramm wiegt das Hazel satte 30 Gramm mehr als das Elm. Für das Elm müssen Sie zurzeit etwa 140 Euro einplanen, während der Kaufpreis ohne Vertrag für das Hazel mindestens 30 Euro höher ausfällt.

Auf der zweiten Seite unseres Öko-Handy-Überblicks lesen Sie unter anderem, welche umweltfreundlicheren Features Samsung-Handys bieten.
 

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
Öko? Einfach nur praktisch! BuergerFloy. 18.09.10 23:23
RE: warum nicht mehr ... koelli 18.09.10 22:03
RE: warum nicht mehr ... DenSch 18.09.10 21:30
warum nicht mehr Recycling-Kunststoff? koelli 18.09.10 15:20
  

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre