Börsengang

o2: LTE-Netzausbau bis 2014 soll nicht zu teuer werden

Telefónica bestätigt offiziell Börsengang der deutschen Tochter o2
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o2-Börsengango2 soll noch in diesem Jahr an die Börse Der spanische Telekom­munikations­konzern Telefónica hat offiziell bestätigt, seine deutsche Tochter - die hierzulande den Mobilfunk-Anbieter o2 betreibt - an die Frankfurter Börse zu bringen. Nach Angaben des Unternehmens sei die Börsennotierung "noch im Jahr 2012" geplant, nach Medienberichten könnte die Erst-Notiz im Prime Standard der Frankfurter Wert­papier­börse noch im Oktober erfolgen.

Wie viel Geld will Madrid mit der deutschen Tochter erlösen?

Insidern zufolge will der spanische Konzern mit dem Verkauf von bis zu 20 Prozent der deutschen Tochter rund 1,5 Milliarden Euro erlösen. Fraglich bleibt, wie hoch Telefónica die Preisspanne für die o2-Aktien ansetzen wird. Denn der Börsengang könnte in Gefahr geraten, wenn der hochverschuldete spanische Telekomkonzern das Rad überdreht: "Es wird nur klappen, wenn Madrid nicht zu gierig ist" zitierte die FTD vor kurzem einen Manager. Die spanische Mutter ist aktuell mit rund 58 Milliarden Euro verschuldet.

Telefónica Deutschland hat angekündigt, im kommenden Jahr eine Dividende von rund 500 Millionen Euro für das Jahr 2012 vorschlagen zu wollen. In den kommenden Jahren solle die auszuschüttende Dividende weiter erhöht werden.

o2: Werden Marktanteil in Deutschland weiter erhöhen

Die eigene Zukunft hierzulande sieht Telefónica indes rosig: "Mit seinem starken Marken-Portfolio, insbesondere mit der Kernmarke o2, und der hohen Kunden­zufriedenheit positioniert sich Telefónica Deutschland als innovativer Herausforderer in Deutschland. Das Unternehmen beabsichtigt, seinen Marktanteil im Mobilfunkmarkt durch die fortlaufende Entwicklung zu erhöhen."

LTE-Ausbau soll nicht zu teuer werden

Mehr Einnahmen will o2 vor allem durch das Datengeschäft erzielen. Hier habe man das "Potenzial frühzeitig erkannt und seinen Fokus auf derartige Angebote gelegt". Mit den "jüngsten Investitionen in LTE, in das neue Produktangebot und digitale Dienste" wolle man "zusätzliche Ertragssteigerungen" bewerkstelligen. Das LTE-Netz will o2 vor allem in den Jahren 2013 und 2014 ausrollen. o2 geht aber nicht davon aus, "dass die Investitionen das Niveau des 3G-Ausbaus im Jahr 2010 überschreiten werden. Nach 2014 sollen diese Ausgaben weiter sinken."

Um Kunden enger an das Unternehmen zu binden, will o2 Konvergenz-Angebote - hier meint das Unternehmen Produkte im Festnetz- und Mobilfunk-Bereich - weiter ausbauen und neben der stärken Kundenbindung auch höhere Umsätze pro Kunde erzielen.

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