Börsengang

Börsengang: Telefónica strebt hohe o2-Bewertung an

Bewertung soll offenbar weit oberhalb des üblichen Niveaus erfolgen
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Die spanische Telefónica will aus o2 möglichst viel rausholenDie spanische Telefónica will aus o2 möglichst viel rausholen Noch in diesem Jahr sollen Teile des deutschen Mobilfunkers o2 an die Börse gebracht werden. Die spanische Telefónica, Muttergesellschaft von o2, will damit einen Teil ihrer Schulden tilgen. Um einen möglichst hohen Teil der Schulden ausgleichen zu können, soll o2 nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zu einem überdurchschnittlichen Wert an die Börse gebracht werden. Analysten und Investoren reagieren jedoch offenbar zurückhaltend.

Die FTD bezieht sich auf "mit der Angelegenheit vertraute Personen", die berichtet, dass Berater von Telefónica bei ersten Investorentreffen die Nachfrage nach Aktien am oberen Ende der Spanne bei einer vorläufigen Bewertung des 6,5- bis 7-fachen geschätzten Ebitda 2013 prüften. Die kleinste kursierende Preisspanne sei im Bereich des 5,5- bis 6-fachen Ebitda. Üblich sei ein Wert von 5,8 heißt es in dem Bericht. Das Ebitda, an dem sich der Wert berechnet, ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Bewertung von Unternehmen.

Details zum Börsengang noch unklar

"Ich sehe nicht ein, warum ich dem Telefónica-Management einen Gefallen tun und mehr für die Aktien bezahlen sollte, als sie wert sind", wird ein Vermögensverwalter und Investor aus Dublin in der FTD zitiert. Befürchtet wird, dass Telefónica künftig weitere Aktien platzieren werde und diese zusätzlichen Aktien dann die Kurse drücken könnten.

o2 soll nicht komplett an die Börse gebracht werden. Es kursieren Zahlen, dass um die 20 Prozent des Unternehmens in den Handel gehen sollen, der Rest aber beim Mehrheitseigner Telefónica bleiben soll. Bestätigt wurde das bislang nicht. Auch um das Datum des Börsengangs gibt es Spekulationen. Während an der einen Stelle der 7. November zu hören ist, sagen andere "noch im Oktober". Ein Börsengang soll etwa 1,5 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Ob ein Börsengang für Privatanleger interessant ist, richtet sich auch danach, wieviele Anteilsscheine o2 insgesamt ausgibt und wie hoch der Zeichnungskurs pro Aktie sein wird. Je weniger Anteilsscheine ausgegeben werden, desto teurer ist jede einzelne Aktie und desto weniger interessant ist das Wertpapier für private Investoren.

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