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o2 automatisiert Prozess für Rufnummernportierung

"Scheitern der Portierung in Zukunft nahezu ausgeschlossen"
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o2 automatisiert Prozess für Rufnummernportierungo2 automatisiert Prozess für Rufnummernportierung Seit Mai haben Mobilfunk-Kunden in Deutschland gemäß der aktuellen Fassung des Telekommunikationsgesetzes die Möglichkeit, ihre Rufnummer auch vor Vertragsende zu einem anderen Anbieter mitzunehmen. Zunächst haben die Netzbetreiber dies über manuelle Prozesse realisiert. Spätestens zum 1. Dezember sollte es eine automatisierte Lösung geben. Offenbar wurde dieser Termin nun zumindest bei o2 vorgezogen.

Der Münchner Mobilfunk-Netzbetreiber teilte nun seinen Fachhändlern mit, zum 10. September entfalle eine der drei bisherigen Portierungsauswahlmöglichkeiten. Hintergrund sei ein neuer automatisierter Prozess für die Mitnahme einer Handynummer von einem anderen Netzbetreiber, Provider oder Discounter.

Wie das Unternehmen weiter erklärte, stehe die Portierung nach Beendigung des bestehenden Vertrags beim bisherigen Dienstleister mit o2-Rufnummernvergabe bei Scheitern des Portierungsversuchs ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Die Handynummer könne auch weiterhin zum Vertragsende portiert werden, jedoch werde bei einem Scheitern der Portierung keine Rufnummer von o2 mehr aktiviert. Aufgrund der neuen Vorschriften sei ein Scheitern der Portierung in Zukunft jedoch nahezu ausgeschlossen.

Die deutsche Telefónica-Marke bietet darüber hinaus die sofortige Aktivierung des Vertrags an. Für den Zeitraum bis zur Portierung der Handynummer, die noch bei einem anderen Anbieter geschaltet ist, erhält der Kunde in diesem Fall übergangsweise eine neue Rufnummer von o2. Diese wird nach der Portierung durch die angestammte Nummer des Kunden ersetzt.

Für Geschäftskunden auch Portierung zu Wunsch-Zeitpunkt möglich

Ebenfalls möglich ist den Angaben zufolge die nachträgliche Portierung. Dabei wird die bei anderem anderen Netzbetreiber, Service-Provider oder Discounter gehostete Rufnummer auf einen bestehenden o2-Vertrag übertragen. Die o2-Nummer wird in diesem Fall durch die portierte Handynummer ersetzt. Zum Start des neuen Portierungsprozesses will o2 Geschäftskunden zusätzlich die Rufnummern-Portierung zu einem Wunschzeitpunkt anbieten.

Wie o2 weiter mitteilte, werden noch ausstehende Portierungsanfragen für die weggefallene Variante zur Mitnahme einer Handynummer automatisch auf die "Portierung zum Vertragsende ohne Aktivierung einer o2-Rufnummer bei Scheitern der Portierung" umgestellt. Sobald eine Übertragung der Rufnummer erfolgt ist, informiert o2 den Kunden per SMS darüber, dass er nun unter seiner neuen Nummer erreichbar ist.

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