Interview

o2: "Sind stolz, Teil der Investition zurückzugeben"

o2-Chef Schuster im Interview mit dem Berliner Tagesspiegel
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o2-Chef René Schustero2-Chef René Schuster o2-Chef René Schuster ist nach eigenem Bekunden stolz darauf, dem Mutterkonzern Telefónica durch den im Oktober erfolgten Börsengang einen Teil der aus Spanien getätigten Investitionen zurückgeben zu können. Dem Berliner Tagesspiegel sagte der Manager, es schmerze nicht, dass die erlösten 1,45 Milliarden Euro nicht dem deutschen Unternehmen zur Verfügung stehen, sondern nach Spanien fließen. "In den vergangenen fünf Jahren hat Telefónica mehr als sechs Milliarden Euro in Deutschland investiert", so Schuster. So etwas tue man nur, wenn man an den Markt glaube und erfolgreich sei. Dank der Investitionen habe man wachsen können. "Wir können mit dem auskommen, was wir selbst erwirtschaften, und auch ausreichend investieren. Und wir sind stolz, dass wir dem Mutterkonzern einen Teil der Investitionen durch den Börsengang zurückgeben konnten", wird der Manager in der Tageszeitung zitiert.

Einen Preiskampf im Markt kann Schuster nicht feststellen, "sondern einen guten Wettbewerb, in dem wir mit absolut wettbewerbsfähigen Preisen agieren". o2 decke das gesamte Spektrum ab, "beginnend mit günstigen Prepaid- und Postpaid-Angeboten". Eigene Hardware werde o2 jedoch nicht produzieren. "Wir sind ein Mobilfunkunternehmen." Das sei ein erfolgreiches Geschäft, darauf werde man sich weiter konzentrieren. "Wir machen keine Hardware."

"Netztests sind immer nur eine Momentaufnahme"

Angesprochen auf das Abschneiden des o2-Netzes in diversen Netztests in den vergangenen Wochen, bei denen o2 in der Regel eine gute Telefonqualität aber weniger gute Internet-Qualitäten attestiert wurden, sagte Schuster dem Tagesspiegel, derartige Tests seien immer nur eine Momentaufnahme. Gleichzeitig dienen sie jedoch auch als guter Indikator, um die Qualität eines Netzes zu erfassen. Die Qualität der Netze könne jedoch von Tag zu Tag schwanken. "Test sind gut und sinnvoll, aber sie bilden nicht exakt die Realität ab." Wer ein Jahr lang jeden Tag die Netze an einem bestimmten Ort vergleiche, werde zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

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