Statement

Probleme bei o2: "Sind vom Smartphone-Boom überrannt worden"

Ärgste Netzüberlastungs-Probleme sollen bis Ende des Jahres beseitigt werden
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o2-Netzproblemeo2 räumt Überlastungsprobleme
in seinem Netz ein
Mitte vergangener Woche berichteten wir über die Initiative "Wir sind Einzelfall", die der Berliner Entwickler Matthias Bauer aufgrund von Überlastungs­phänomenen im Netz von o2 - vor allem in punkto mobilem Internet - ins Leben gerufen hat, nachdem der Kundenservice des Münchener Mobilfunkers Bauers Probleme oftmals als "Einzelfall" bezeichnet hatte. Das Projekt stieß auf reges Interesse bei Medien und ebenfalls betroffenen Kunden - bis Montag hatten sich bereits mehr als 6 400 o2-Nutzer mit ihren Problemen auf der Website [Link auf http://wir-sind-einzelfall.de/ entfernt, da Seite nicht mehr erreichbar] von Bauer eingetragen.

Wie dargestellt, hatte sich in einer ersten Auswertung der Fälle gezeigt, dass sich die Probleme - mit deutlichem Abstand - auf die Städte Berlin und Hamburg konzentrierten. Danach folgten München, Mannheim, Frankfurt/Main und Köln. Viele o2-User beschwerten sich indes auch über Störungen bei der Telefonie: Mehr als je 30 Prozent der Einträge bezogen sich auf Problembilder wie "Anrufe brechen ab", "kein Netz" oder "eingehende / ausgehende Telefonate kommen nicht durch".

o2 räumt die Probleme ein

o2 bestätigte nun im Gespräch mit teltarif.de, dass man in den besagten Großstädten / Ballungsräumen tatsächlich mit Netzüberlastungen zu kämpfen hat. Probleme träten einerseits durch den innerhalb eines Jahres verdoppelten Anteil an Smartphones im Netz auf, die "always on" seien. Zum anderen müsse das Datenvolumen im Netz, das sich ebenfalls binnen eines Jahres verdoppelt habe, auch von den Bassistationen abgeführt werden.

Man hoffe, so o2, durch "dreistellige [Anm.: einen dreistelligen Millionenbetrag] Investitionen in den Netzausbau" bald wieder "die gewohnte Qualität zu erreichen". Die ärgsten Problemstellen sollen bis Ende des Jahres beseitigt werden, verspricht die deutsche Telefónica-Marke. "Wir sind vom Smartphone-Boom überrannt worden", gibt o2-Sprecher Albert Fetsch offen zu.

Lösungssuche an der Hotline

"Jeder Kunde, der Einschränkungen hat, soll sich an die Hotline wenden", rät der o2-Pressesprecher. Hier werde "das Problem analysiert" und möglichst eine individuelle Lösung gefunden. Eine Möglichkeit stellen dabei auch Gutschriften dar. Generell, so Fetsch, sei o2 ein sehr kulanter Netzbetreiber auf dem deutschen Mobilfunk-Markt.

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