Strategie

LTE: o2 plant offenbar eigene Komplettpakete für Voice & Internet

Zudem möglicherweise früherer LTE-Start als bislang angekündigt
AAA

Der Münchener Mobilfunker o2 will - wie berichtet - am 1. Juli mit seinem LTE-Netz an den Start gehen. Eine entsprechende Ankündigung hatte das Unternehmen auf seiner CeBIT-Pressekonferenz gemacht. Möglicherweise geht es mit dem LTE-Start sogar noch etwas schneller: Der o2-Geschäftsführer Corporate und Legal Affairs, Markus Haas, hält auch einen Start im Juni für "gut möglich".

Fährt Telefónica o2 seine Investitionen runter?

Allerdings: Abseits des Aufbaus des o2-LTE-Netzes auf 800 Megahertz könnte der Konzern seine Investitionen möglicherweise einschränken. Denn die im Falle der E-Netze gute Halbierung der Mobilfunk-Terminierungsentgelte macht sich auch bei der deutschen Telefónica-Marke bemerkbar und drückt die Einnahmen. Markus Haas, mit dem wir am Rande der CeBIT sprachen, hielt es für durchaus denkbar, dass künftige Investitionen - etwa in den LTE-Ausbau auf 2,6 GHz oder beim Thema VDSL - reduziert werden könnten. Die Investitionsplanung für die kommenden Jahre stehe bald an, sagte Haas. Und bei der Bewertung des Standorts Deutschland spielten auch die Terminierungsentgelte eine Rolle.

o2 plant offenbar LTE-Komplettpakete

o2-Geschäftsführer Markus Haaso2-Geschäftsführer
Markus Haas
Im Zuge des LTE-Rollouts plant man bei o2 offenbar auch ein eigenes LTE-Komplett-Angebot, bei dem die Nutzer zuhause sowohl via LTE surfen als auch telefonieren. Ähnliche Pläne hat Informationen unserer Redaktion zufolge auch Vodafone - hier könnte die Bekanntgabe entsprechender Komplettpakete bereits kurzfristig erfolgen.

Bei o2 bietet man mit o2 DSL entsprechende Komplettpakete auch über die klassische Kupferleitung an. LTE-Komplettpakete würden das Portfolio daher gut ergänzen - was auch Markus Haas im Gespräch mit teltarif.de indirekt bestätigte: "Es spricht viel dafür, dass unsere Strategie auch bei LTE beibehalten wird."

Mobiles Bezahlen: o2 lockt Händler mit Vorteilen

Das Thema mobiles Bezahlen per Handy oder Smartphone - idealerweise über den Standard NFC, der aktuell in immer mehr Geräten inkludiert wird - spielt bei o2 derzeit eine wichtige Rolle. Über die Mobile-Payment-Allianz mpass, bei der auch Vodafone und die Deutsche Telekom im Boot sind, will man dem mobilen, bargeldlosen Zahlen endlich zum Durchbruch verhelfen. Dabei soll sich die Akzeptanz des mpass-Systems auch für den Händler lohnen: Dieser, sagt Haas, habe zum einen den Vorteil des bargeldlosen Geldeingangs, gleichzeitig sollen die Gebühren pro Transaktion "sehr attraktiv" sein.

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