4G

LTE von o2 in Mittelfranken im kurzen Test

Mobiles LTE-Netz von o2 wird seit einem Monat vermarktet
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LTE von o2 mit dem HTC One XLLTE von o2 mit dem HTC One XL Bereits Ende Juni und somit vor dem offiziellen Vermarktungsstart hatten wir die Möglichkeit, LTE von o2 in der Innenstadt von Nürnberg einem Test zu unterziehen. Seit dem 3. Juli wird das Netz in Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie in Dresden zur Nutzung mit dem Smartphone, dem Tablet und dem Surfstick vermarktet.

HTC One XL

Am vergangenen Wochenende hatten wir - einen Monat nach dem Vermarktungsstart - erneut die Möglichkeit, LTE von o2 in Mittelfranken zu testen. Dazu verwendeten wir ein HTC One XL, das mit einer SIM-Karte im Tarif o2 Blue L ausgestattet war. Dieser Tarif sieht als einer von zwei Smartphone-Preismodellen von o2 die LTE-Nutzung vor.

Erste LTE-Signale schon vor der Stadtgrenzte

Schon auf der Autobahn buchte sich das Smartphone auf der Höhe von Erlangen automatisch ins 4G-Netz ein. Die Empfangsqualität war zunächst recht schwach. Als wir die Stadtgrenze von Fürth erreicht hatten, signalisierte das HTC One XL jedoch vollen Empfang. Hier führten wir auch einen ersten Performance-Test durch.

Beim ersten Speedtest kamen wir auf 16 MBit/s im Downstream sowie 10 MBit/s im Upstream. Die Ansprechzeit lag bei etwa 50 ms. Die Messwerte bei weiteren Tests waren sehr unterschiedlich, zumal auch die LTE-Netzabdeckung von o2 in Fürth noch sehr durchwachsen ist.

Selbst in der Innenstadt von Fürth gab es während unseres Tests Straßenzüge, in denen sich das HTC One XL wegen zu schwachem 4G-Signal ins UMTS-Netz umgebucht hatte. Andererseits verzeichneten wir in weniger zentral gelegenen Stadtteilen überraschend gute Signale. Dabei gilt es bedenken, dass sich das Netz nach wie vor im Aufbau befindet und noch nicht alle Basisstationen in Betrieb sind.

CSFB mit Problemen für MultiCard-Nutzer

Wenn nur eine SIM-Karte genutzt wird, funktioniert auch der sogenannte Circuit Switched Fallback (CSFB) einwandfrei. Das heißt, bei einem eingehenden Telefonat bucht sich das Smartphone automatisch vom LTE-Netz ins UMTS-Netz um, wo der Anruf entgegengenommen werden kann, während im 4G-Netz noch keine Sprachtelefonate möglich sind - es sei denn, man weicht auf Internet-Telefonie-Lösungen aus.

Problematisch ist das CSFB-Feature für Nutzer einer MultiCard, wie sich im Test gezeigt hat. So buchte sich das HTC One XL zwar beim Empfang eines Telefonats ins UMTS-Netz um. Der eingehende Anruf wurde dann aber auf einem anderen Handy des gleichen Anschlusses signalisiert, das in den MultiCard-Einstellungen eigentlich eine niedrigere Priorität hat.

Offenbar dauert das Umbuchen ins UMTS-Netz in diesem Fall zu lange, so dass das Telefonat an die nächste SIM-Karte weitergegeben wird. Das wird technisch nicht anders machbar sein, zumal der Netzstandard-Wechsel bei eingehenden Anrufen immer ein bis zwei Sekunden Zeit in Anspruch nimmt.

Wer ein LTE-Smartphone in Verbindung mit einer MultiCard nutzt, sollte daher andere Handys immer dann, wenn sie nicht benötigt werden, ausschalten oder über die Netzstandard-Wahl in den Einstellungen des LTE-Smartphones die 4G-Nutzung abschalten, wenn das schnelle Datennetz gerade nicht gebraucht wird.

Keine Handover-Probleme zwischen 3G und 2G

Eine weitere Erfahrung machten wir im mobilen Betrieb mit dem HTC One XL in Mittelfranken. Hier gab es im Gegensatz zu unseren früheren Tests im Rhein-Main-Gebiet und in Berlin keine Probleme beim Handover während eines Gesprächs vom UMTS- ins GSM-Netz. Demnach scheint nicht allein die Firmware des Smartphones, sondern auch die Netz-Konfiguration bei o2 für den Fehler verantwortlich zu sein.

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