Quartalszahlen

o2 wächst weiter mit mobilem Datenverkehr

19,114 Millionen aktive SIM-Karten und ARPU von 14 Euro
AAA

o2 hat seine ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang vorgelegt. Die Zahlen betreffen das dritte Quartal 2012, der Börsengang erfolgte Ende Oktober. René Schuster zeigte sich in einer Presseerklärung "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis. "Es spiegelt unsere Strategie der Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts im Postpaid-Segment wider", wird er zitiert. Er sei überzeugt, dass das Unternehmen den erfolgreichen Wachstumskurs in Deutschland langfristig weiterführen werde.

o2-Chef René Schuster legte gute o2-Zahlen voro2-Chef René Schuster legte gute o2-Zahlen vor Die von o2 gelieferten Zahlen sind nun deutlich umfangreicher als es bisher der Fall war. Alleine über sechs DIN-A4-Seiten erstrecken sich die in der Pressemitteilung bereitgestellten Zahlen. Analysten dürften wohl noch mehr zu sehen bekommen. Einige Kennzahlen aus diesem Zahlenwust fassen wir - wie gewohnt - an dieser Stelle zusammen.

19,114 Millionen SIM-Karten im o2-Netz

Zum Stichtag 30. September waren im o2-Netz 19,114 Millionen SIM-Karten aktiviert. Das sind stolze 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das größte Wachstum erzielte der Mobilfunker dabei im Markt der Vertragskunden. Hier legten die Münchener um 10,3 Prozent zu, so dass nun 51,7 Prozent aller o2-Mobilfunk-Kunden Vertragskunden sind. Die Smartphone-Penetration gibt o2 mit 24,3 Prozent an. Diese Zahl generiert der Mobilfunker aus der Zahl der Kunden, die einen Smartphone-Tarif gebucht haben, geteilt durch die Zahl aller Mobilfunkkunden. Dabei werden M2M-Kunden aber auch Kunden mit Surfstick-Tarifen abgezogen.

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) lag bei 14 Euro. Den Löwenanteil machten dabei die Vertragskunden aus, die einen Umsatz von 21,80 Euro im Schnitt erzielten. Diese Zahl liegt 2,8 Prozent unterhalb des Vorjahresquartals, der Gesamt-ARPU jedoch 0,3 Prozent darüber. Datentransfer hatte einen Anteil von 57,9 Prozent des ARPU (SMS ausgenommen). Das sind 6,4 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.

o2 verliert direkte Festnetzkunden

Im Festnetzmarkt zählte o2 2,296 Millionen Kunden. Das sind zwar 12,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, doch gleichzeitig weniger als im zweiten Quartal. Binnen drei Monaten kündigten 61 000 Kunden ihren o2-DSL-Anschluss. Bei den schon länger nicht mehr vermarkteten IPTV-Anschlüssen verlor o2 folgerichtig ebenfalls: Das System wird für nur noch 65 000 Kunden betrieben. Immerhin: 310 000 Kunden nutzen nach Schmalbandzugänge, die noch aus der Zeit der Übernahme von AOL durch Alice vorhanden sind. Alice wurde schon vor einigen Jahren von o2 übernommen, die Einwahlplattform jedoch nie abgeschaltet. Weitere 1,1 Millionen Kunden nutzen zudem das o2 Festnetz, zahlen aber an einen anderen Anbieter. o2 arbeitet hier im Wholesale-Geschäft als Dienstleister für andere Anbieter.

Der Umsatz des Konzerns lag bei rund 1,32 Milliarden Euro. Auch beim Gewinn legte der Anbieter zu. Während vor einem Jahr unterm Strich 14 Millionen Euro standen, sind es nun 53 Millionen Euro.

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