Übernahme

Die Fusion ist durch: Telefónica schließt Übernahme von E-Plus ab (Update)

E-Plus ist jetzt eine hundertprozentige Tochter von o2 - und Thorsten Dirks Chef des fusionierten Anbieters.
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Telefónica Deutschland schließt Übernahme von E-Plus abTelefónica Deutschland schließt Übernahme von E-Plus ab Telefónica Deutschland (o2) hat die Übernahme von E-Plus abgeschlossen und wird damit an der Kundenzahl gemessen zum größten Mobilfunkanbieter Deutschlands. Nachdem die europäischen Kartellbehörden die Fusion abgesegnet haben, sei E-Plus nun eine hundertprozentige Tochter des deutschen o2-Netzbetreibers, teilte das Unternehmen in München mit. Der bisherige E-Plus-Eigentümer, die niederländische KPN, erhält von Telefónica Deutschland eine Barzahlung und Aktien des neuen Unternehmens im Wert von insgesamt rund 8,5 Milliarden Euro. Um den Kaufpreis zu stemmen, hat Telefónica Deutschland eine milliardenschwere Kapitalerhöhung eingeleitet.

Neuer Vorstandschef des fusionierten Anbieters wird der bisherige E-Plus-Chef Thorsten Dirks. Markus Haas wird COO, Rachel Empey CFO.

o2 muss Frequenzen abgeben

Ende August hatte die EU die Übernahme genehmigt. Im Gegenzug für die Erlaubnis hatte Telefónica unter anderem zugesagt, Netzkapazitäten an den Anbieter Drillisch abzugeben. Drillisch wird darüber hinaus Mobilfunk-Shops von o2 übernehmen.

o2 wird im Laufe der nächsten Monate Pläne entwickeln müssen, wie die beiden noch getrennt operierenden Netze zusammengeschaltet werden. Welche technischen Probleme dabei zu lösen sind, haben wir in einem Hintergrund-Artikel näher beleuchtet. Sicher ist, dass die beiden Unternehmen schon recht bald Frequenzen abgeben müssen. Die Bundesnetzagentur will dies bis zum Ende des Jahres 2015 erreichen. Deswegen werden die ursprünglich bis 2016 vergebenen Lizenzen wohl bereits im Jahr 2015 versteigert. Genaue Details zur Frequenzvergabe und die Folgen für die Netzbetreiber erfahren sie in unserem Artikel zur Neuvergabe der GSM-Frequenzen.

Telefónica und E-Plus wollen mit dem Zusammenschluss Kosten sparen, Ziel sind rund fünf Milliarden Euro an Synergien. "Durch die Synergien beim Zusammenschluss der beiden Unternehmen werden wir auch Mehrwert für unsere Aktionäre schaffen", sagt Rachel Empey, CFO der Telefónica Deutschland Holding AG. "Sie sollen auch weiterhin von einer attraktiven Dividende profitieren, während Telefónica Deutschland seine finanzielle Flexibilität behält."

Welche Folgen die Fusion für die Kunden hat, haben wir in einer weiteren Meldung zusammengefasst.

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