Hintergründe

Neue o2-Blue-All-in-Tarife: So können Bestandskunden wechseln

teltarif.de im Hintergrund-Gespräch mit o2 zu den neuen Allnet-Flats
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o2 Blue All-inSo bewirbt o2
sein neues Blue-All-in-Portfolio
Der Mobilfunk-Netzbetreiber o2 verkauft seit 1. März - wie berichtet - seine neuen Allnet-Flat-Angebote der Tarifreihe o2 Blue All-in. Insgesamt bietet o2 hier vier Tarifmodelle zu Monatspreisen zwischen 19,99 Euro und 49,99 Euro an. Allen gemein ist eine Telefonie- und SMS-Flatrate sowie eine lokal nutzbare Festnetz­nummer, die Unterschiede liegen vor allem beim monatlichen High-Speed-Volumen sowie der maximal nutzbaren Geschwindigkeit.

teltarif.de hatte nun die Gelegenheit, ein Hintergrund­gespräch mit dem Münchener Konzern zu den neuen Allnet-Flat-Tarifen zu führen - und auch kritische Fragen zu stellen. Christa Batzer und Robert Georg, beide Manager im Produkt-Marketing bei o2, standen uns Rede und Antwort. Georg hat die neuen All-in-Tarife miterarbeitet.

Tarifwechsel: Wer kann zu welchen Konditionen in die neuen All-in-Tarife wechseln?

In den vergangenen Wochen wandten sich immer wieder o2-Bestands­kunden mit der Frage an uns, unter welchen Bedingungen sie in die neuen o2-Blue-Tarif wechseln können. Einige beschwerten sich auch darüber, dass sie für den Tarifwechsel eine Gebühr von 100 Euro bezahlen sollen. Wir haben konkret nachgefragt, welche Regelungen für o2-Altkunden gelten - und Antwort erhalten.

Der Wechsel in die neuen Blue-All-in-Tarifmodelle (auch in die Flex-Varianten ohne feste Laufzeit) ist im Rahmen einer Vertrags­verlängerung generell gegen eine Gebühr von 4,99 Euro möglich. Nutzt der Kunde bislang einen laufzeitlosen Tarif, kann er jederzeit für dasselbe Entgelt in einen o2 Blue All-in mit oder ohne feste Vertrags­laufzeit wechseln.

Soll aus einem bestehenden Laufzeit­vertrag vorzeitig in einen o2 Blue All-in gewechselt werden, gilt: Wenn sich der durchschnittliche monatliche Rechnungs­betrag (Grundgebühr plus etwaige gebuchte Zusatzoptionen) durch den Wechsel erhöht, kann der Wechsel kostenfrei erfolgen. Anderenfalls wird eine Gebühr in Höhe von 100 Euro fällig. o2 betont, bei vorzeitigen Wechseln handele es sich um eine "freiwillige Leistung" des Unternehmens, je nach Einzelfall könne es auch Kulanz­lösungen geben.

Drosselung auf 32 kBit/s: Wollen "Bandbreite fair verteilen"

Wie berichtet, drosselt o2 in den neuen Blue-Tarifen die maximal mögliche Downstream-Geschwindigkeit nach Verbrauch des monatlich zur Verfügung stehenden High-Speed-Volumens auf nur noch 32 kBit/s. Diese Regelung hatte auch Vodafone bei seiner Red-Tariffamilie eingeführt. Die deutsche Telefónica-Marke verwies im Gespräch mit unserer Redaktion dann auch darauf, dass es sich einerseits um eine "marktübliche Regelung" handele.

Zum anderen geschehe diese Drosselung aber auch, um Netzressourcen zu schonen. "Das ist ein Aspekt der Fairness", sagt Georg. "Wir möchten die Bandbreite möglichst fair verteilen." Denn: "Auch bei reduzierter Geschwindigkeit wird hohe Last erzeugt, daher beschränken wir auf 32 kBit/s, um die Netz­kapazitäten sinnvoll und fair einzusetzen."

Alternative zum Surf-Upgrade: Volumen-"Reset" durch Buchung eines "Booster-Packs"

o2 Blue All-inDie o2-Blue-All-in-Tarife im Überblick Neben der Buchung verschiedener Surf-Upgrades - diese sind mit ein- oder 24-monatiger Mindestlaufzeit zu haben - haben Kunden übrigens auch die Möglichkeit, das monatlich zur Verfügung stehende, ungedrosselte Datenvolumen durch die Bestellung eines Booster-Packs zum Einmalbetrag von 5 Euro wieder zu "resetten", also von vorn beginnen zu lassen. Im o2 Blue All-in S und All-in M stehen damit erneute 50 MB beziehungsweise 500 MB zur Verfügung. Bei den größeren Paketen L und XL ist das neue Zusatzvolumen auf 500 MB gedeckelt; auch hier fallen einmalig 5 Euro für 500 MB neues High-Speed-Volumen an.

Derzeit ist die Bestellung eines solchen Booster-Packs nur über die Hotline möglich. Bei o2 arbeitet man aber daran, die Buchung künftig auch über andere Kanäle anzubieten.

o2: Wollten Tarifwelt mit neuem All-in-Portfolio deutlich vereinfachen

Mancher Kritiker hält o2 indes vor, dass der Kunde - entgegen der o2-Bewerbung ("Internet so viel Du willst. Telefonieren und SMS kostenlos.") - über den monatlichen Grundpreis trotzdem für Anrufe und Kurz­nachrichten bezahlen muss - und natürlich nicht 50 MB High-Speed-Volumen (im Falle des o2 Blue All-in S) zum Preis von knapp 20 Euro einkauft. "Natürlich kauft der Kunde ein Paket", hält Christa Batzer dagegen. Bei der o2-Darstellung handele es sich um "eine sehr aufmerksams­starke Werbebotschaft", die man mit einem Augenzwinkern verstanden wissen wolle.

Dennoch ist der Münchener Konzern davon überzeugt, dass seine neuen Allnet-Flat-Tarife überzeugen: "Die Menschen haben das Prinzip der neuen Tarife sehr schnell verstanden", sagt Batzer. "Die Mobilfunkwelt ist schon kompliziert genug. Wir wollten die Thematik stark vereinfachen."

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