
Das ø-Car vor dem Einbau
Wer ein
iPhone oder einen iPod hat, kommt früher oder später auf die Idee, dieses Gerät mit seinem
Autoradio zu koppeln. Wege dafür gibt es viele, haben doch die meisten Radios entweder einen Line-In-Eingang
oder sind
Bluetooth-fähig. Seit einem der frühen Softwareupdates beherrscht
das iPhone auch das entsprechende
Bluetooth-Profil A2DP. Dabei klappt sogar bei einigen Radios das Weiterschalten von Tracks, bzw. das Stoppen
und Starten der Musik über die Radiobedienelemente. Zusätzlich wird meist über ein Adapterkabel das iPhone
am Zigarettenanzünder geladen. Solche Lösungen erfüllen zwar ihren Zweck, allerdings bleiben die multimedialen
Fähigkeiten der Apple-Geräte weitestgehend ungenutzt. Zusätzlich nerven die ein oder zwei Kabel und wer keine
Autohalterung besitzt muss sich zudem immer noch überlegen, wo er die Geräte ablegt.
Dieser Probleme hat sich die französische Firma
Oxygen Audio angenommen und Anfang
2011 das "ø-Car"-Autoradio
auf den Markt gebracht, das ein iPhone oder iPod touch als Display und Bedienelement verwendet.
Hardware & Einbau im Test

Das ø-Car vor dem Einbau mit ausgefahrener Halterung
Das "ø-Car" ist ein normales DIN-1-Radio, das mit einem Einbaurahmen und den notwendigen ISO-Stecker-Anschlüssen
geliefert wird und das somit bei den meisten Autos ohne Basteln anzuschließen sein sollte. Das Gehäuse ist nicht
allzu schwer und macht einen stabilen und wertigen Eindruck. Auffällig ist, dass es nur ein einziges Bedienelement
gibt, einen großen runden Drehknopf auf der linke Seite. Die restliche Front wird eingenommen von einer Halterung, die ein
iPhone 3G(S) oder iPhone 4(S), oder einen iPod Touch aufnehmen kann. Erst damit wird das Radio überhaupt
benutzbar. Damit die Geräte vernünftig sitzen, werden zwei Plastikschalen mitgeliefert in die ein iPhone 3G(S) oder
in die zweite ein iPhone 4(S) / iPod Touch passen. Da die Hüllen aus Plastik sind, helfen sie auch gleichzeitig gegen
das iPhone 4 - Antennenproblem. Ein CD- oder DVD-Laufwerk gibt es nicht.
Der Einbau in ein Auto mit ISO-Steckern gelingt im Test ohne Probleme. Der Hersteller liefert den ISO-Steckersatz
mit zusätzlichen Steckverbindern aus, so das man einzelne Adern (Plus, Dauerplus, Masse etc.) tauschen kann,
sollte der Stecker am Auto doch anders belegt sein. Ist der Einbaurahmen fest eingesetzt, sitzt auch das Radio
straff und ohne Wackeln im Rahmen. Auch bei Kopfsteinpflasterstraßen ist uns kein Klappern aufgefallen.
Ruckeln verstellt die Position des iPhone

Bereit für das iPhone
Die Halterung für iPhone / iPod kann durch kurzes Drücken entriegelt werden und fährt dann etwa
5 Zentimeter aus dem
Gerät heraus. Im ausgefahrenen Zustand ist sie dann um 90 Grad rotier- und um 15 Grad neigbar. Ein
Einstellring hinter der Halterung dient zum Fixieren der Halterung. Leider kommt es trotz der Fixierung bei unebenen
Straßen, gerade bei permanentem Ruckeln, immer wieder vor, das sich die Halterung samt iPhone / iPod nach
unten neigt.
Das iPhone sitzt mit der Schale, die sich sehr leicht an- und abklicken lässt, sehr gut in der Halterung. Einmal
eingeschaltet, wird das Telefon (oder der iPod) auch gleich geladen. Sämtliche Audiosignale des iPhones werden
nun über die am Radio angeschlossenen Lautsprecher wiedergegeben.
Zusätzlich gibt es noch einen Videoausgang, an den man ein externes Display anschließen kann. So kann man
die Passagiere im Fond des Wagens mit einem Video bespaßen. Praktischerweise lassen sich alle auf dem
iPhone / iPod installierten Apps nutzen, wobei man während der Fahrt als Fahrer aufs Spielen und Videoschauen
verzichten sollte. Eine Autopilot-App gibt es nämlich noch nicht.
Eine eingebaute Bluetooth-Freisprecheinrichtung komplettiert die angebotenen Features. Allerdings muss man
das Radio trotzdem es schon mit dem Telefon verbunden ist, zusätzlich noch per Bluetooth koppeln. Zum Lieferumfang
gehört auch ein Mikrofon mit recht langem Kabel, das man im Auto verbauen kann.
Wem die 55 Watt Ausgangsleistung der 4 Lautsprecherausgänge nicht reichen, der findet zusätzlich noch
zwei Cinch-Anschlüsse für einen Verstärker und einen Subwoofer-Ausgang.
Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie sich die Software für "ø-Car" schlägt und wie unser Gesamt-Fazit
ausfällt.
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