System-on-Chip

Nvidia Tegra 4i: Neuer Quad-Core-Chip mit LTE-Unterstützung

Referenzdesign soll günstigere Smartphones ermöglichen
AAA

Das Referenz-Smartphone Phoenix aufgeschraubt.Das Referenz-Smartphone Phoenix aufgeschraubt. Nvidia hat mit dem Tegra 4i einen neuen Chip vorgestellt, der über ein integriertes LTE-Modem verfügt. Trotz der recht ähnlich klingenden Bezeichnung unterscheidet sich der neue Chip sehr deutlich von seinem Gegenpart ohne "i" im Namen. Über den Chipsatz Nvidia Tegra 4 hat teltarif.de bereits ausführlich berichtet. Der Tegra 4i ist demgegenüber deutlich abgespeckt. Das soll allerdings auch den Einsatz des Chips in Mittelklasse-Smartphones erleichtern.

LTE-Modem jetzt im Chip integriert

Mit dem Tegra 4i erhält das Modem i500 mit LTE-Unterstützung Einzug in den Prozessor. Auch der Tegra-4-Chip setzt auf dieses Modem, allerdings nur optional. Das Modem verfügt über acht programmierbare Kerne, so dass die Unterstützung von neuen Frequenzen und ganzen Mobilfunk-Standards später zu integrieren sein soll. Im LTE-Modus soll laut Angaben von Nvidia der Tegra 4i Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s unterstützen.

Nvidia positioniert den Tegra 4i nicht in der High-End-Klasse. Der Tegra 4i soll leistungsfähige Smartphones zu überschaubaren Kosten ermöglichen. Genaue Preise nennt Nvidia jedoch nicht. Der Chip soll auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt werden. teltarif.de wird ausführlich von dieser Messe berichten und live vor Ort sein.

Nvidia "Phoenix": Referenzdesign für günstige Smartphones mit Tegra 4i

Das Referenz-Smartphone Phoenix aus mehreren Blickwinkeln.Das Referenz-Smartphone Phoenix aus mehreren Blickwinkeln. Um die Möglichkeiten des Chips zu demonstrieren, hat Nvidia auch ein Referenzdesign eines Smartphones unter der Bezeichnung Nvidia Phoenix vorgestellt. Dieses soll Herstellern die Entwicklung eigener Smartphones mit dem Tegra-4i-Prozessor erleichtern. Mit diesem Konzept ist Nvidia seit langem auf dem Markt für PC-Grafikkarten erfolgreich. Viele Hersteller setzen auf Nvidias Referenzdesign und verändern an der Hardware nur wenig. Auch für Smartphone-Hersteller könnte dies attraktiv sein, da diese so die Entwicklungskosten und -zeiträume reduzieren können.

Das Referenzdesign "Phoenix" setzt auf einen 5-Zoll-Touchscreen mit der Full-HD-Auflösung 1080p. Auf den Pressebildern ist seitlich ein HDMI-Anschluss (Mini- oder Micro-HDMI) zu erkennen. Direkt daneben ist ein Micro-USB-Anschluss verbaut. Die Kamera soll mit 13 Megapixel auflösen. Das Gehäuse soll 8 Millimeter dünn sein. Damit entspricht das Referenzdesign von Nvidia ungefähr der aktuellen Riege von Full-HD-Smartphones. Das Referenz-Smartphone von Nvidia wird auf dem MWC in Barcelona der Öffentlichkeit präsentiert.

Technische Daten: ARM Cortex A9 mit Companion-Core

Während der Tegra-4-Chipsatz auf die ARM-Architektur Cortex A15 setzt, basiert die Architektur des Tegra 4i auf der Vorgänger-Generation Cortex A9. Das ermöglicht stromsparendere Chips. Wie das die Leistungsfähigkeit des Chips beeinträchtigt, dazu macht Nvidia keine Angaben. Auch im Grafik-Sektor hat Nvidia den Chip etwas abgespeckt. Statt auf 72 Grafikeinheiten kann der Tegra 4i nur auf 60 zurückgreifen. Das sind gegenüber dem Tegra 3 aber immerhin noch fünfmal so viele. Auch der Tegra 4i setzt auf den Companion-Core, der für wenig anspruchsvolle Aufgaben genutzt wird und den anderen Rechenkernen ermöglicht, häufiger in energiesparenden Modi zu schlummern.

Der Tegra 4i soll mit 2,3 GHz getaktet sein. Das Weblog The Verge nennt weitere technische Daten. So soll der Chip lediglich 2 GB Arbeitsspeicher unterstützen. Als maximale Displayauflösung wird Full-HD (1920 mal 1200 Pixel) genannt. Maximal diese Auflösung werde auch an einem HDMI-Anschluss ausgegeben. Der Tegra 4 unterstützt als High-End-Chip 4 GB Arbeitsspeicher und eine Display-Auflösung von bis zu 3200 mal 2000 Pixel. Beide Tegra-4-Chips haben die neue Kamera-Technologie Chimera integriert, mit der besonders hochwertige Bilder möglich sein sollen. Über Details dazu haben wir zur Vorstellung auf der CES berichtet.

Mehr zum Thema Nvidia