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Nvidia Shield Tablet im Test: Nicht nur für Spiele gut

Mit dem Shield Tablet richtet sich Nvidia vor allem an Gamer. Deswegen ist es äußerst leistungsstark. Aber auch für Surfer und Multimedia-Enthusiasten ist einiges geboten. Unser Test zeigt, ob der Spagat zwischen beiden Welten gelungen ist.
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Nvidia hatte zuletzt etwas Pech: Der an sich potente Chipsatz Tegra 3 kam wegen seiner schwachen Grafikleistung in Verruf, der Tegra 4 fand sich in kaum einem Tablet oder Smart­phone wieder. Die neue Chip-Generation Tegra K1 soll dies alles vergessen machen. Und um dies zu beweisen, hat Nvidia kurzerhand das Shield Tablet konstruiert, das sich seit einigen Wochen in unserer Redaktion beweisen muss. Es soll Gamern Laune bereiten. Aber können auch weniger auf Spiele fixierte Nutzer mit dem Shield Tablet etwas anfangen? Unser Test verrät es.

Verarbeitung: Schwer bedienbare Knöpfe

Nvidia Shield Tablet im TestNvidia Shield Tablet: Der Spiele- und Multimedia-Tausendsassa im Test Das Shield Tablet von Nvidia ist mit einem 8-Zoll-Touchscreen ausgestattet. Die hohe Auflösung von 1 920 mal 1 200 Pixel ist für die Darstellung von Texten wichtig. Unser Testexemplar litt allerdings darunter, dass das Displayglas schon bei mittlerem Druck die Pixelmatrix berührte, was zu Verzerrungen im Bild führte. Auch ein zweites Austauschgerät zeigte dieses Verhalten.

Die Verarbeitung geht ansonsten grundsätzlich in Ordnung, aber die mechanischen Tasten zum An- und Ausschalten und Regeln der Lautstärke sind sehr schwergängig und schlecht zu erreichen.

Extra zu erwerben gibt es ein Schutz-Cover, das sich zu einem Tablet-Ständer falten lässt. Diese Funktion ist bei längeren Spiele-Sessions ganz nützlich, denn so lässt sich das Tablet besser und stabiler halten. Ein echtes Leichtgewicht ist das Tablet trotz seiner Größe nicht. Im Gegenteil: Es wirkt eher wuchtig.

Benchmarks: Dank 3D-Chip ganz vorne mit dabei

Rückseite des Nvidia Shield TabletRückseite des Nvidia Shield Tablet Das Shield Tablet verfügt über einen der schnellsten Prozessoren, die es für einen Android-Handheld überhaupt gibt - die Rede ist vom Nvidia Tegra K1 in der Quadcore-Ausführung und mit 32-Bit-Architektur. Das Highlight ist aber der Chip für Grafikberechnungen, der auf erprobten Desktop-Technologien beruht.

Dementsprechend haben wir mit dem Tablet einige Benchmarks ausgeführt und aufwändige Spiele ausgeführt. In Sachen Benchmarks macht dem Nvidia Shield Tablet kaum jemandem etwas vor. Die Resultate liegen meist weit vor der Konkurrenz. Mehr als 55 000 Punkte erhielten wir bei Antutu. Ein genauerer Blick auf die Ergebnisse zeigt aber auch: Bei Antutu kann sich der Tegra K1 vor allem deswegen absetzen, weil die 3D-Funktionen des Grafikchips sehr schnell sind. Der Vorsprung auf Tablets mit einem Snapdragon 800 im Bereich Multitasking oder 2D-Grafik ist nicht sehr groß.

Der separat zu erwerbende Game ControllerDer separat zu erwerbende Game Controller Auch bei Spielen ist jederzeit spürbar, dass das Tablet über genügend Leistungsreserven verfügt. Selbst bei höchsten Details ruckelte keines der Spiele, die wir installierten. Diese Vorstellung ist Nvidia gelungen - auch in den nächsten Monaten dürfte sich die Konkurrenz die Zähne am Tegra-K1-Grafikchip ausbeißen.

Um die Performance beim Webbrowsen zu messen, ließen wir ein Javascript-Benchmark laufen - Octane von Google. Auch hier kommt das Shield Tablet auf beeindruckende Werte - denkbar sind hier auch Effekte, die durch das Update auf Android 5.0 Lollipop entstehen. Jedenfalls stehen am Ende 7 194 Punkte - ein für Android-Tablets hervorragendes Ergebnis. Hier kommt wohl zum Tragen, dass Nvidias Prozessor bestimmte im Alltag wichtige Berechnungen schneller ausführen kann als die Snapdragon-Konkurrenz.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns natürlich den Leistungsdaten des Nvidia-Boliden, zeigen aber auch auf, für wen - außer für Spiele-Freaks - das Tablet noch interessant sein könnte. Außerdem beleuchten wir erste Probleme, die unter Android Lollipop aufgetreten sind.

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