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Ausprobiert: Notion Ink Adam mit Honeycomb im kurzen Test

Das Display des Tablets ist ein zweischneidiges Schwert
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Notion Ink Adam im kurzen TestNotion Ink Adam im kurzen Test (Klicken für Bilderstrecke) Das Tablet namens Adam vom indischen Hersteller Notion Ink hat auch in Europa viel von sich reden gemacht. Das Android-Tablet kann mit innovativen Detail-Lösungen wie einer drehbaren Kamera punkten, es war zudem das erste Tablet mit dem mittlerweile weit verbreiteten Prozessor Nvidia Tegra 2. Auch beim Display geht das Notion Ink Adam neue Wege, denn zumindest optional ist hier ein Hybrid-Display von PixelQi verbaut, das auch in heller Umgebung mit seinem E-Reader-Modus gute ablesbar sein soll. Im kurzen Hands-On-Test mit dem indischen Tablet, das einen kleinen Zwischenstopp in der teltarif.de-Redaktion einlegte, konnte das Display in der Sonne glänzen - aber auch eigentlich nur da.

Der 10,1 Zoll große Bildschirm des Notion Ink Adam hat eine Auflösung 1 024 mal 600 Pixel, das ist mittlerweile vergleichsweise wenig. Das sieht man dann auch im normalen Modus recht deutlich, das Bild wirkt leicht körnig und hat eine Tendenz zu mangelnder Schärfe. Letzteres variiert allerdings je nach Anwendung und - etwa im Browser - dem Zoom-Faktor und damit der Schriftgröße. Nicht begeistern kann die Blickwinkelstabilität des Adam-Displays, hier hinkt der Exot deutlich hinter den Top-Modellen zurück. Schon leichtes Kippen des Tablets, vor allem in der Horizontalen, verzerrt Farben und Kontraste merklich. Immerhin reagiert der Touchscreen auf Fingereingaben meist ganz ordentlich, wenn auch nicht herausragend.

Im Sonnenlicht spielt das PixelQi-Display seinen Trumpf ausIm Sonnenlicht spielt das PixelQi-Display seinen Trumpf aus Auf Knopfdruck und ohne Verzögerung lässt sich aus dem normalen in den E-Reader-Modus wechseln. Die Darstellung wird dann ohne Hintergrundbeleuchtung realisiert, was einerseits viel Strom spart, andererseits aber auch nur in heller Umgebung wirklich nutzbar ist. Hier hat das Notion Ink Adam aber seine echte Stärke, denn selbst bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich das Display noch ordentlich ablesen. Zwar kommt das PixelQi-Display bei den Kontrasten nicht an einen echten E-Book-Reader mit E-Ink-Technologie heran, bietet aber dafür die deutlich flüssigere Darstellung und mehr Flexibilität. Zwar liegt über dem Display selbst noch eine glänzende Glasschicht, trotz allem funktioniert das Display wirklich gut - aber eben vor allem im E-Reader-Modus.

Viele Schnittstellen und hohes Gewicht am Notion Ink Adam

Angetrieben wird das Notion Ink Adam von einem Nvidia Tegra 2, der auch genügend Leistung für HD-Videos aufbringt. Auf dem hier getesteten Tablet kam allerdings das nicht offiziell freigegebene Android 3.0 Hoenycomb an Stelle der regulären Oberfläche zum Einsatz. Einige kleinere Probleme wie ein Abstürzen der Kamera-Applikation oder sporadisch auftretende Fehler beim Abspielen von YouTube-Videos dürften dem nicht vom Hersteller angepassten Betriebssystem geschuldet sein. Meist läuft Honeycomb allerdings gut und flüssig auf dem Notion Ink Adam, auch der Speicherkartenleser funktioniert.

USB und HDMI gehören zum guten TonUSB und HDMI gehören zum guten Ton Vorbildlich zeigte sich der Hersteller, was die Schnittstellen des Tablets angeht. Ein kleiner und zwei normalgroße USB-Ports sowie ein HDMI-Ausgang in voller Größe stehen dem Adam-Nutzer zur Verfügung, dazu ein Kartenleser und ein Kopfhörer-Ausgang. Das Notion Ink Adam ist recht kantig geraten, greift sich aber trotzdem gut an, auch wenn die Rückseite aus nicht besonders hochwertigen Kunststoff besteht. Die Verarbeitung ist ordentlich, aber nicht außergewöhnlich gut. Das Gewicht ist mit rund 820 Gramm allerdings einen Tick zu hoch ausgefallen, mit 14,7 bis 22 Millimeter ist das Adam zudem kein besonders dünnes Tablet. Das Tablet lässt sich eigentlich aus Indien bestellen, ist derzeit aber nicht lieferbar. Auf den europäischen Markt fokussiert ist der Hersteller offenbar nicht, so wird etwa kein Adapter für hierzulande gängige Steckdosen mitgeliefert.

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