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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 06.09.2010 |
Für viele Nutzer ersetzt das Notebook
die Stereoanlage: Es spielt Radiostationen aus der ganzen Welt, zeigt
im Live-Stream selbst Musikvideos der abseitigsten Bands und lagert
die gesamte Songsammlung seines Besitzers. Mitglieder der Generation
Praktikum schätzen auch, dass er wesentlich leichter in den
Umzugskarton passt. Doch lässt sich mit dem Klapprechner auch richtig
Musik hören, kann er einen satten, klaren Sound erzeugen?
Die Antwort auf diese Frage hängt wie so oft von den Ansprüchen des Einzelnen ab. Laut Thomas Rau von der Zeitschrift PC Welt bieten 15 bis 17 Zoll große Laptops mit ihren integrierten Lautsprechern bereits "einen ordentlichen Sound" für Otto Normalmusikhörer. Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin sagt: "Über eingebaute Lautsprecher müssen wir nicht reden, die haben nur eine Alibifunktion". Und für Bernhard Rietschel, Hardware-Experte der Zeitschrift Audio, sind selbst kleine Aktivboxen nur "Computer-Brüllwürfel". ![]() Brüllwürfel aus der Vor-Laptop-Zeit Welche Qualität der Klang am Ende hat, hängt von mehreren Faktoren ab. Der erste ist, wie stark die Musik komprimiert ist. "Wer Musik als MP3 hört, braucht keine hochwertige Anlage", sagt Rau. Denn aus den ausgedünnten Digital-Songs könne kein satter Sound entstehen. Knaak widerspricht: Wurde die Musik mit 192 kBit/s oder gar mit 256 kBit/s digitalisiert, sei der Klang "von einer CD nicht zu unterscheiden". Darunter sollten Nutzer aber nicht gehen. Rietschel empfiehlt, vor dem Kopieren von CDs stets "verlustfrei speichern" anzuklicken. Das verbraucht zwar mehr Speicherplatz pro Song. Dafür kann das Album dann aber in vollkommener CD-Qualität abgespielt werden.
Flaschenhals Komprimierung
Externe Soundkarte verbessert den Klang nicht
Schwächelt der Ausgang, bieten sich Boxen an, die sich direkt über
USB-Kabel an den Rechner anschließen lassen. Diese haben laut
Rietschel aber auch Nachteile: "Für den Schreibtisch sind sie fast zu
groß und für das Wohnzimmer zu klein." Außerdem seien ihre Kabel nur
wenige Meter lang.
dpa / Marie-Anne Winter
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