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Nokia X7 im Test: Symbian-Smartphone mit AMOLED-Touchscreen25.06.2011
13:43 Touchscreen-Handy mit Symbian Anna kostet bei Media Markt 379 EuroInhaltsverzeichnis:1. Das Nokia X7 richtet sich mehr an Multimedia-Fans2. Mobiles Internet, Multimedia. Navigation und Telefonie ![]() Nokia X7 mit Homescreen-Ansicht Das Nokia E6 und das Nokia X7 sind die ersten beiden Handys mit der neuen Betriebssystemsversion Symbian Anna. Während sich jedoch E6 vorranging an Business-Anwender richtet, wird das Nokia X7 über einen großen kapazitiven AMOLED-Touchscreen bedient und eignet sich vor allem für Multimedia-Anwendungen unterwegs. Was das Smartphone neben der aktuellen Symbian-Version und dem brillanten Bildschirm bietet, haben wir im Handy-Test untersucht. Kontrastreicher und farbkräftiger AMOLED-Touchscreen des Nokia X7Der Multitouch-fähige Touchscreen des Nokia X7 mit kratzfester Gorillaglas-Oberfläche misst 10,2 Zentimeter in der Diagonalen, löst dabei aber nur 640 mal 360 Pixel auf. Zum Vergleich: Andere aktuelle Smartphones mit 4-Zoll-Display wie beispielsweise das Samsung Galaxy S bieten eine Auflösung von 800 mal 480 Pixel. Die vergleichsweise geringe Auflösung des Nokia-X7-Displays fällt zwar beim Navigieren durchs Handy-Menü noch nicht auf, Texte in kleinerer Schriftgröße auf Webseiten lassen sich so jedoch schwerer ablesen, und auch beim Ansehen von Videoclips im 16:9-Format wirkt das Bild nicht so scharf wie auf manch anderem Highend-Smartphone. AMOLED-Displays bauen auf organischen Leuchtdioden (OLEDs) auf, stellen Inhalte dadurch kontrastreicher dar und weisen einen deutlich geringeren Stromverbrauch als LCDs auf. Durch die Größe, den stärkeren Kontrast und die Farbkraft des AMOLED-Bildschirms des Nokia X7 wirkt das Menü aufgeräumter, und die Schaltflächen auf den bis zu drei Homescreens und die neu gestalteten bunten Symbole des Symbian-Anna-Systems kommen stärker zur Geltung als beim Nokia E6. Unterhalb des Hauptmenüs mit seinen zwölf großen Symbolen trifft der Nutzer auf die schon von früheren Symbian-Versionen bekannte Ebenenstruktur. Insgesamt wirkt das System des Nokia X7 jedoch recht schwerfällig: Viele Anwendungen brauchen beim Starten vergleichsweise lange Ladezeiten, die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens könnte auch besser sein. Scrollläufe werden beispielsweise immer wieder durch kleine Hakern unterbrochen - bei einem reinen Touchscreen-Handy wie dem X7 stören solche Verzögerungen bei der Fingerbedienung. Für die Rechenleistung des Nokia X7 ist wie beim E6 ein ARM11-Prozessor mit einer Taktrate von 680 MHz zuständig, das Business-Gerät mit seinem kleineren Display scheint damit aber besser auszukommen. Mobiles Surfen im Internet mit dem Symbian-BrowserBeim mobilen Surfen im Internet mit dem neuen Standard-Browser von Symbian, der viele Flash-10- und einige HTML5-Elemente unterstützt, kommt der Nutzer mit weniger Klicks als bei einem Handy mit einer älteren Symbian-Version aus. Nur durch das Fehlen einer mechanischen Zurück-Taste unterhalb des Displays ist das Zurückblättern zu zuvor besuchten Seiten etwas komplizierter als in anderen Browsern. Besonderheit des Browsers auf reinen Touchscreen-Handys wie dem Nokia X7: Bei einer Texteingabe in der URL-Leiste oder einem anderen Eingabefeld blendet sich die virtuelle Volltastatur nicht nur im Querformat, sondern auch im Hochformat in den Browser ein.
Datenübertragungen per WLAN n oder HSPA mit bis zu 10,2 MBit/sFür mobile Datenübertragungen unterstützt das Quadband-GSM-Gerät HSPA mit Datenübertragungsraten von bis zu 10,2 MBit/s im Downstream und 2 MBit/s im Upstream. Auch erlaubt das Gerät den möglicherweise kostenfreien Zugriff auf Internet-Dienste per WLAN n, dient bei Bedarf selbst als WLAN-Hotspot und kann als Modem für ein Laptop eingesetzt werden (Tethering). Im Menü des Nokia X7 kann der Nutzer festlegen, dass sich das Smartphone beispielsweise nur in einem bekannten WLAN verbindet oder der Nutzer vor jedem Verbindungsaufbau über das Mobilfunknetz die möglicherweise kostenpflichtige Verbindung jeweils erst freigeben muss. Auch lässt sich die Reihenfolge der möglichen Netzzugangspunkte festlegen. Das ist auch bei einem üblicherweise ständig mit dem Internet verbundenen Smartphone sinnvoll, denn so kann der Nutzer bei Bedarf den Geldbeutel oder den gebuchten Daten-Tarif schonen. Bei datenintensiven Online-Anwendungen wie beispielsweise der CNN-Videostreaming-App wird der Nutzer auch standardmäßig gefragt, ob er den Aufbau einer Internetverbindung zulassen möchte. Kein regulärer Autofokus, sondern Kamera mit EDoF-TechnologieAn Bord sind zudem eine 8-Megapixel-Kamera mit Videoaufnahme in HD-Qualität (720p) und zwei LED-Leuchten, ein Medienplayer sowie ein UKW-Radio. Die Kamera des X7 kommt wie beim Communicator-Nachfolger Nokia E7 ohne regulären Autofokus, sondern mit EDoF-Technologie (Extended Depth of Field) daher. Bei EDoF-Kameras bastelt die Software das fertige Bild aus mehreren geschossenen Aufnahmen zusammen und soll so trotz der festen Einstellung für eine größere Tiefenschärfe sorgen. Das klappt jedoch nur, solange die Motive aus der Entfernung fotografiert werden. Bei Nah- und Makro-Aufnahmen versagt diese Technologie. Farben werden dagegen natürlich wiedergegeben, und auch mit stärkeren Kontrasten in den Motiven kommt die Kamera des Nokia X7 (Brennweite: 4,3 Millimeter, Blende: F2,8) gut zurecht. Auf der zweiten Seite unseres Testberichts zum X7 lesen Sie, was das Nokia-Smartphone mit dem Apple iPhone verbindet.
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