Der weltweit führende
Handy-Hersteller
Nokia
leidet stärker unter der Flaute auf dem Mobilfunkmarkt als erwartet
und sieht vorerst keine Aussicht auf neues Wachstum. Wie das
finnische Unternehmen heute in Helsinki bekannt gab, ging der
Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,6 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro zurück. Der Nettogewinn sank von 1,1 Milliarden Euro auf 287 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr rechnet der Branchenprimus nur noch mit einem
stabilen Marktanteil. Zuvor hatten die Finnen trotz der Krise noch
gehofft, ihren Marktanteil steigern zu können. Im zweiten Quartal kam
Nokia eigenen Schätzungen zufolge auf einen Marktanteil von 38 Prozent nach 37 Prozent im ersten Quartal. Vor einem Jahr hatten die
Finnen noch 40 Prozent Marktanteil. Nokia verkaufte zwischen April
und Juni mit rund 103 Millionen Geräten über 15 Prozent weniger als
noch vor einem Jahr.
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Durchschnittspreis pro Nokia-Handy nur noch 62 Euro

Der Nokia-Kurs brach nach den Neuigkeiten um rund 8,3 Prozent
ein. Vor allem die gesenkte Marktanteils-Prognose trübe die Stimmung,
sagte ein Marktteilnehmer. Auch der Umsatz und die Entwicklung der
Verkaufspreise hätten enttäuscht. Diese Kennzahl war erneut gesunken
die Finnen erkämpfen ihren hohen Marktanteil zum Teil mit
Billiggeräten. Die Handys kosteten im Durchschnitt 62 Euro - im
ersten Quartal waren es noch 65 Euro gewesen. Konkurrent Sony
Ericsson hatte seinen Durchschnittspreis im zweiten Quartal hingegen
leicht steigern können.
Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo sprach von einem "weiteren harten
Quartal". Allerdings scheine sich der Nachfragerückgang der Talsohle
zu nähern. An seiner negativen Jahresprognose für die gesamte Branche
hält Nokia trotzdem fest. Das Unternehmen rechnet weiterhin damit,
dass in der gesamten Branche rund zehn Prozent weniger Mobiltelefone
verkauft werden.
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