Bereits seit einigen Wochen ist das Nokia
N900 auf dem
deutschen Markt erhältlich. Inzwischen hat der
Hersteller zwei
Updates für das
Maemo-Betriebssystem
veröffentlicht. Damit wurde der anfangs nicht verfügbare
Ovi-Store
freigeschaltet. Zudem hat
Nokia einige zunächst noch vorhandene
Programm-Fehler behoben. Wir haben ein Seriengerät des
Smartphones
einem Test unterzogen, nachdem wir im
Herbst bereits ein
Vorserienmodell testen konnten..

Nokia N900
Foto: Nokia
Das Nokia N900 wirkt sehr hochwertig. Die Verarbeitung ist gut. Allerdings ist das
Handy auch im Vergleich zu anderen aktuellen Smartphones groß und
schwer, so dass es nur noch bedingt Hosen- oder Westentaschen-tauglich ist. Beim ersten
Start werden zunächst die Einstellungen für Land, Uhrzeit und Datum vorgenommen. Der
GPRS/
UMTS-
Internet-
Zugang
wird anhand der eingelegten SIM-Karte automatisch eingerichtet. Lediglich
WLAN-Zugänge müssen nachträglich angelegt werden.
Das Startmenü ist im Auslieferungszustand komplett leer. Hier haben die Nutzer aber die
Möglichkeit, häufig benötigte Anwendungen oder Widgets zu hinterlegen, so dass diese
"auf einen Klick" zur Verfügung stehen. Am oberen
Bildschirm-Rand
gibt es unter anderem die Uhr, das S-Meter und Informationen zum Netz und den WLAN-Status.
Darüber hinaus ist von hier aus das Hauptmenü zu erreichen.
Touchscreen, Tastatur und Benutzeroberfläche sind Mankos


N900-Telefonschnittstelle
Foto: Nokia
Schon bei den ersten Schritten mit dem neuen Nokia-Flaggschiff fällt allerdings ein
Manko gegenüber anderen aktuellen Touchscreen-Handys
wie dem Apple iPhone 3G S oder dem
Motorola Milestone auf: Der Touchscreen reagiert
nur, wenn man einen recht deutlichen Druck ausübt. Ebenfalls negativ fällt auf, dass
es keine Taste gibt, mit der die Telefon-Schnittstelle direkt erreichbar wäre.
Hierzu muss man sich beispielsweise ins Hauptmenü begeben oder den Ein/Aus-Schalter
auf der Seite betätigen, über den auch das Telefon zugänglich ist.
Das Hauptmenü erinnert trotz des Maemo-Betriebssystems an die
Symbian-Handys von Nokia. Dennoch ist
es für Neueinsteiger zunächst recht schwer und überhaupt nicht intuitiv bedienbar, zumal
man sich zuerst das Wissen darüber aneignen muss, welche Features in welchen Untermenüs
versteckt sind. Ein Handbuch liefert Nokia nicht mit. So sucht man nach einer
Firmware-Aktualisierung vielleicht nicht unbedingt im Programm-Manager, der sich
zudem auf Seite 2 des Hauptmenüs versteckt.
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Firmware-Update schnell und unkompliziert

Die Updates wiederum lassen sich schnell und unkompliziert über den am Handy vorhandenen
Internet-Zugang ausführen. Hat man einmal das richtige Menü gefunden, so ist die
Vorgehensweise selbsterklärend. Nach dem Update bootet das Nokia N900 neu. Danach sind
alle Einstellungen wieder vorhanden. Möchte man dennoch auf Nummer sicher gehen, so steht
auch eine Funktion zur Verfügung, die Backups ermöglicht. Das ist bei
Android beispielsweise nur mit
Zusatz-Software möglich.
Die Telefon-Schnittstelle hat einen guten Empfang. Sie buchte sich allerdings in unserem
Test nur sehr träge ins UMTS-Netz ein. Ferner dauert es einige Sekunden, bis eine Kontakt-Liste
mit rund 500 Einträgen geöffnet wird. Während dieser Zeit kann das N900 auch
ansonsten nicht bedient werden. Versucht man dies dennoch, so erscheint der Hinweis, die
Telefon-Schnittstelle reagiere gerade nicht.
Mit GSM-Codes kommt das im Nokia N900 integrierte Telefon
nicht zurecht. Versucht man, beispielsweise auf diesem Weg eine Rufumleitung einzurichten,
so wird angezeigt, es handele sich um eine ungültige Rufnummer. Telefoniert man mit dem
N900, so ist man positiv überrascht: Die Sprachqualität ist sehr gut und es sind auch bei
ungünstigem Empfang mit entsprechend höherer Sendeleistung der GSM-Schnittstelle keine
Störgeräusche zu hören. Hier hinterlassen andere aktuelle Smartphones wie das Apple iPhone
3G S, das Palm Pre oder das Motorola Milestone ein
deutlich schlechteres Bild.
Wie die E-Mail-Nutzung am Nokia N900 klappt, wie sich der Web-Browser macht und welche
Multimedia-Fähigkeiten das Handy bietet, lesen Sie auf Seite 2.
nächste Seite: Ideal für E-Mail-Fans: POP3, IMAP4 und Microsoft Exchange
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