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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
nokia money: Bezahlen mit dem Prepaid-Handy statt einem Konto03.09.2009
12:57 Mobiles Bezahlsystem für Entwicklungsländer
Etwa eine Milliarde Menschen in der Welt haben aktuell ein
klassisches Bankkonto, alleine Nokia
hat aber weltweit bereits mehr als 1,1 Milliarden Kunden, die mit einem
Handy des finnischen Marktführers telefonieren. Weitere
drei Milliarden Handys sind auf der ganzen Welt beim Kunden.
Viele Menschen halten sich zudem speziell in den Entwicklungsländern
weit entfernt vom klassischen Banksystem auf.
Diese Hintergründe waren Anstoß für etliche Unternehmen, das
Handy als Element in einem mobilen Zahlungssystem
zu nutzen.
Auf der Nokia-Hausmesse in Stuttgart präsentierten der finnische Hersteller und das Technologieunternehmen obopay das neue Bezahlsystem nokia money, das bereits in der vergangenen Woche kurz vorgestellt wurde. nokia money: Prepaid-Modell auch für BanktransaktionenKerngedanke von nokia money ist ein Prepaid-Zahlungsmodell, die Kunden und Nutzer müssen also vorab Geld auf das "Handykonto" laden, das dann im Einzelhandel oder unter anderen Nutzern aufgebraucht werden kann. Ziel ist die Abwicklung des tagtäglichen Zahlungsverkehrs auf elektronischem Weg - einerseits, um diesen komfortabler, andererseits aber auch sicherer zu machen. Zielgruppe von nokia money sind sicherlich nicht die Kunden in der ersten Welt, sondern die vielfach mit günstigen Handys ausgestatteten Kunden der zweiten und dritten Welt. Die Nutzung von nokia money soll nach Darstellung von Nokia und obopay so einfach wie ein Telefongespräch oder der Versand einer SMS sein. Der Geldversand erfolgt an die Mobilfunknummer etwa eines Händlers oder einer Privatperson, sofern dieser auch bei nokia money teilnimmt. Kern von nokia money ist ein einfaches Java-Programm, das auf viele Handys - auch Nicht-Nokia-Handys! - geladen werden kann und sehr ressourcenschonend sein soll. Zusätzlich zum Java-Programm braucht man für die Nutzung von nokia money eine Registrierung und Freischaltung, die man bei einer der Akzeptanzstellen vornehmen kann. Das Programm selbst ist passwortgeschützt, wie auch zur Bestätigung jeder Transaktion ein weiteres Passwort eingegeben werden muss. Beide Passwörter können vom Nutzer individuell festgelegt werden. Bargeld-Transfer per verschlüsselter SMSDer eigentliche Geldtransfer funktioniert dann per verschlüsselter SMS an einen nokia-money-Server. Zum Geldversand bzw. Bezahlen reicht die Eingabe einer Handynummer, weitere Kontodaten sind nicht nötig. Ist der Empfänger noch kein Teilnehmer bei nokia money, so bekommt dieser einen Hinweis mit der Bitte um Registrierung. Kommt dieser der Registrierungsbitte nicht binnen Tagen nach, geht das Geld automatisch zurück an den Sender. nokia money soll zusammen mit den Mobilfunk-Netzbetreibern in ausgewählten Ländern voraussichtlich in Asien und Afrika ab Jahresanfang 2010 starten. Nokia kümmert sich dabei etwa um den Aufbau eines breiten Netzes an Akzeptanzstellen, bei denen etwa das Guthaben aufgeladen werden kann. Dort soll dann eine Nutzung von nokia money auch ganz ohne Handy möglich sein. Anzeige:
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