Der erfolgsgewohnte Handyhersteller
Nokia meldet
erstmals rote Zahlen aus dem
Mobilfunk-Geschäft. Wie das Unternehmen
heute in Helsinki berichtete, brachte das dritte Quartal
einen Nettoverlust von 913 Millionen Euro nach einem Überschuss von
rund einer Milliarde vor einem Jahr. Hauptgrund seien operative
Verluste bei der Netzwerksparte Nokia Siemens Networks von 1,1 Milliarden Euro, hieß es weiter. Der größte Teil dieser Verluste
entstammt Wertberichtigungen.
Beim eigentlichen Handygeschäft schrumpfte Nokias Betriebsgewinn
in den letzten drei Monaten um 51 Prozent auf 785 Millionen Euro. Der
Konzernumsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um
19,8 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Die Zahl verkaufter
Mobiltelefone sank um 8 Prozent auf 108,5 Millionen Einheiten.
Für das vierte Quartal sei mit einem weiteren Schrumpfen der Nachfrage um
7 Prozent zu rechnen, hieß es weiter. Die Nokia-Aktie sackte
nach Bekanntwerden der Zwischenbilanz deutlich ab.
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