Hands-On

Nokia Lumia 900: Windows-Phone-Flaggschiff im kurzen Test

Verkauf des neuen Smartphones startet in wenigen Tagen
Aus Berlin berichtet
AAA

Nokia Lumia 900 ausprobiertNokia Lumia 900 ausprobiert
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Auf dem Mobile World Congress 2012 (MWC) in Barcelona im Februar wurde das Nokia Lumia 900 vorgestellt, nun kommt das neue Handy in einigen Tagen auf den Markt. Das neue Top-Modell mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone zeigt bei der optischen Gestaltung eine starke Verwandtschaft zum etwas kleineren Nokia Lumia 800, weist aber bei näherer Betrachtung doch einige Unterschiede auf. Wir haben das Lumia 900 auf einer Nokia-Veranstaltung in Berlin zum zweiten Mal nach der Messe in der katalanischen Metoprole anschauen und ausprobieren können.

Nokia Lumia 900

Das Nokia Lumia 900 steckt wie das Lumia 800 in einem Unibody-Gehäuse aus Polycarbonat. Die weiße Variante kommt mit einer glatten Oberfläche daher, die anderen Modelle sind wie gehabt matt. An der Oberseite verzichtet Nokia nun auf die etwas fummelige und fragil wirkende Klappe über dem USB-Port, und auch die Schublade für die SIM-Karte wurde etwas anders gestaltet und muss nun mit einem Werkzeug oder einer Büroklammer gelöst werden. Das mit einer Diagonale von 4,3 Zoll angenehm große Display des Nokia Lumia 900 ist nicht mehr an den Rändern leicht gebogen und geht direkt in das restliche Gehäuse über, sondern gerade und mit einem niedrigen Rand umgeben. Das soll die Stabilität erhöhen und die kratzfeste Oberfläche zusätzlich schützen. Ansonsten entsprechen die Knöpfe und Schnittstellen des Lumia 900 weitgehend denen des Lumia 800, auch die 8-Megapixel-Kamera von Carl Zeiss an der Rückseite ist identisch. Zudem gibt es allerdings noch eine weitere Linse für Videotelefonie an der Vorderseite.

Schnell trotz Single-Core-Prozessor

Die Oberseite wurde neu gestaltetDie Oberseite wurde neu gestaltet
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Bei der Benutzung zeigt sich das Nokia Lumia 900 wie erwartet flott. Trotz des einzelnen Rechenkerns bringt der 1,4 GHz schnelle Prozessor genügend Leistung mit, um Windows Phone schnell und ohne Verzögerungen oder Ruckler laufen zu lassen. Wie auch das Lumia 610 beherrscht das Lumia 900 direkt zum Start WLAN-Tethering - das Lumia 800 wartet hier noch immer auf das entsprechende Software-Update. Das große Display bietet satte Farben, eine hervorragende und gleichmäßige Helligkeit und an den Rändern noch schärfere Kontraste als beim Lumia 800. Hier scheint sich der Schwenk zurück zu einem geraden, nicht am Rand gebogenen Display zu lohnen. Durch die Clear-Black-Technologie von Nokia erscheinen die dunklen Stellen des Displays in einem satten Schwarz. Die Auflösung ist bei 480 mal 800 Pixel geblieben.

Der interne Speicher liegt beim Nokia Lumia 900 weiterhin bei 16 GB, eine Version mit 32 GB soll es bisher unbestätigten Gerüchten zufolge später ebenfalls geben. Eine wechselbare Speicherkarte gibt es aufgrund der Restriktionen von Microsoft nicht. Der Akku mit seiner Kapazität von 1 830 mAh sollte genügend Ausdauer besitzen, das Lumia 900 einen ganzen Tag lang durchhalten zu lassen. Dies muss, genau wie viele andere Dinge, aber noch in einem ausführlichen Test überprüft werden.

Verkaufsstart am kommenden Samstag

Von links nach recht: Nokia Lumia 610, 800 und 900Von links nach recht: Nokia Lumia 610, 800
und 900 (Klicken für mehr Bilder)
Mittlerweile gibt es auch verlässliche Neuigkeiten, was den Verkaufsstart des neuen Windows-Phone-Flaggschiffs von Nokia angeht. Wie der Hersteller im Gespräch mit teltarif.de bestätigte, beginnt der Verkauf des Nokia Lumia 900 am kommenden Samstag, dem 9. Juni. Während die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers bei satten 579 Euro liegt, haben die großen Online-Händler das Smartphone zum Start bereits deutlich günstiger im Sortiment. Im Regelfall werden 499 Euro für das Nokia Lumia 900 verlangt, der Preis bezieht sich auf das Handy allein ohne Mobilfunk-Vertrag oder Provider-Branding. Als Farbvarianten stehen Schwarz, Weiß und Cyan zur Verfügung. Seit Kurzem ist auch das Einsteiger-Smartphone Nokia Lumia 610 erhältlich.

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