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Nokia Lumia 800 im kurzen Test: Eindrücke vom Windows Phone

04.11.2011
16:19

Edles Design, bekanntes System: Das Gerät kann auf den ersten Blick gefallen


Nokia will mit dem Lumia 800 an bessere Smartphone-Zeiten des Unternehmens anknüpfen, setzt aber auf einen riskanten Ansatz: Die Finnen vollziehen für ihr neues Flaggschiff einen Schwenk zu Windows Phone. Das System bekommt zwar gute Kritiken, die sich aber in der Praxis zumindest bisher nicht in einem besonders hohen Marktanteil niederschlagen. Das Lumia 800 gehört dabei zur zweiten Generation der Windows Phones, die direkt mit Mango-Update ausgeliefert werden.
Nokia Lumia 800
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Das Nokia Lumia 800 im ersten Test
Das Nokia Lumia 800 im ersten Test
Umso spannender ist die Frage, ob Nokia seinen Teil zu einer möglichen Erfolgsgeschichte beiträgt: Wir haben das Lumia 800 einem ersten, kurzen Test unterzogen und zeigen Ihnen, welchen Eindruck es hinterließ.

Erster Eindruck

Schon auf den ersten Blick kommt das Smartphone edel daher - in puncto Design gleicht das Lumia 800 übrigens dem Meego-Handy Nokia N9, das hierzulande offiziell nicht erhältlich ist. Das Touchscreen-Glas, übrigens eine kratzfeste Gorilla-Variante, hebt sich leicht gewölbt vom Gehäuse ab. Das Handy an sich ist aus Kunststoff, wirkt aber trotzdem alles andere als billig. Was das Äußere angeht, gibt es also zunächst nichts zu mäkeln. Das Gehäuse ist aus einem Stück gefertigt, die Geräte-Rückseite ist nicht entfernbar - der Akku im Lumia 800 ist fest verbaut. An der rechten Seite finden sich Tasten für die Lautstärkeregelung, zum Sperren und Entsperren des Displays und zum Auslösen der Kamera.

Das Lumia 800 arbeitet mit microSIM-Karte
Das Lumia 800 arbeitet mit microSIM-Karte
Wie bei Windows Phones üblich, lässt sich das Gerät (das mit 16 GB Speicher kommt) nicht per Speicherkarte erweitern. Über einen Einschub an der Oberseite des Gehäuses findet die SIM-Karte Platz im Gerät. Das Lumia 800 ist dabei eines der wenigen Handys auf dem Markt, die eine microSIM statt der "klassischen" SIM-Karte verwenden. Entsprechend muss sich der Nutzer einen Anbieter mit microSIM-Angebot suchen (wovon es allerdings mittlerweile zahlreiche gibt) - oder er bastelt sich die Karte selbst.

Nach dem Einschalten

Ist die Erstkonfiguration des Microsoft-Systems mit Angabe des Live-Accounts (auf Wunsch kann auch direkt ein neuer angelegt werden) sowie einigen Detail-Einstellungen erst mal erledigt, erscheint die Windows-Phone-Oberfläche im Metro-Design. Windows Phones unterscheiden sich hier generell nur in Nuancen, Hersteller-spezifische Aufsätze wie bei Android-Smartphones gibt es nicht. Das muss kein Nachteil sein, denn die Handhabung von Windows Phone ist durchdacht und das Metro-Design kann gefallen (muss es aber eben auch nicht). Es bleibt also Geschmackssache, ob man Desktops wie bei iOS oder Android mit einem anderen Bedienkonzept präferiert oder eben die spartanische Metro-Oberfläche.

Metro-Look beim Nokia Lumia 800
Metro-Look beim Nokia Lumia 800
Für alle, die das Konzept noch nicht kennen: Bei der Metro-Umgebung befinden sich auf der Startseite Kacheln für bestimmte Themenbereiche und auf Wunsch auch für einzelne Apps oder Kontakte. Die Kacheln liefern dabei "Live"-Informationen, das heißt, zum Beispiel Hinweise auf die Zahl neuer Anrufe, SMS oder E-Mails, aber zum Beispiel auch über neue Twitter-Tweets und ähnliches. Ein eigenes Hintergrundbild gibt es nicht. Weitere Apps finden sich auf einem weiteren Bildschirm, der diese ebenfalls in spartanischer, aber übersichtlicher Optik als Liste liefert.

Die Steuerung

Die Steuerung per Touchscreen läuft flüssig, das Handy reagiert prompt und zuverlässig auf die Steuerung per Finger. Dies dürfte vornehmlich auf die generell hohen Hardware-Vorgaben seitens Microsoft zurückzuführen sein, die auch bei anderen Windows Phones gelten. Beim Lumia 800 werkelt im Innern übrigens ein 1,4-GHz-Prozessor.

Das Display basiert auch AMOLED-Technik und kann mit gutem Kontrast und scharfer Darstellung punkten. Zwar haben andere Windows Phones größere Displays als die hier verbaute 3,7-Zoll-Variante zu bieten, doch große Smartphones sind nicht jedermanns Sache. Das Lumia 800 passt zumindest problemlos in jede Hosentasche. Zudem gilt, dass alle Windows Phones mit "Einheitsauflösung" von 480 mal 800 Pixel arbeiten - ein größeres Display führt also nicht dazu, das auf dem Bildschirm mehr präsentiert wird, zudem erhöht ein kleines Display hier die Zahl der Bildpunkte pro Fläche.

Nokia-spezifische Software

Lumia 800 mit Nokia Navigation
Lumia 800 mit Nokia Navigation
Die Hardware ist also gelungen, das System bekannt. Nun sind auch andere Windows Phones gut verarbeitet und lassen unter der Haube keine Wünsche offen - die Finnen brauchen also Besonderheiten, um sich trotzdem von der Konkurrenz abzuheben. Dazu zählen unter anderem Nokia Navigation, eine vollwertige Navigations-Lösung inklusive Turn-by-Turn-Feature, also sprachgeführter Orientierung, sowie Nokia Music, ein spezieller Musikdienst. In unserem in Kürze folgenden ausführlichen Test werden wir diese Features genau unter die Lupe nehmen - ebenso wie Kamera und weitere Details des Lumia 800.

Erstes Fazit

Keine Frage: Das Nokia Lumia 800 kommt edel daher, kann in puncto Performance auf den ersten Blick überzeugen und wird gerade durch die kostenlose Navigation für manchen Nutzer einen Mehrwert gegenüber anderen Windows Phones bieten. Ob Nokia mit dem Smartphone der Durchbruch gelingt, ist trotzdem offen: Der Erfolg steht und fällt mit der Akzeptanz des Betriebssystems.

Tipp am Rande: In vielen Online-Shops kostet das Lumia 800 aktuell rund 500 Euro - ein stolzer Preis. Bei Windows Phones lohnt es sich, zumindest nach den Erfahrungen mit der ersten Generation, mit einem Kauf ein bisschen zu warten: Der Preisverfall bei diesen Geräten war immens - und dann gab (und gibt) es wirkliche Schnäppchen, bei denen hochwertige Hardware zum unschlagbaren Preis zu haben ist.

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Schlechte Recherche, ... Müller2 26.11.11 19:55
RE: Schlechte Recherche, ... Fony 26.11.11 11:32
RE: Schlechte Recherche, ... horstkarl 26.11.11 11:09
RE: Schlechte Recherche, ... mirdochegal 24.11.11 19:15
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre