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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Ein Blick ins Handy-Testlabor von Nokia20.03.2010
16:25 Hier geht es ums Kaputtmachen
Willkommen in der Handy-Folterkammer! Im Rahmen der weltweiten "Nokia Quality Kampagne"
boten die Finnen Journalisten erstmals die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Science
Park Ulm zu blicken. Hier konnten wir live erleben, mit welchem Aufwand der Hersteller
die Grenzen der Belastbarkeit auslotet. "Wir sind für das Kaputtmachen da!" Dieser
saloppe Spruch des Abteilungsleiters Testlabor Wolfgang Kratz gibt nicht einmal
ansatzweise wieder, welchen finanziellen und wissenschaftlichen Kraftakt der 1998
eröffneten Science Park Ulm leisten muss, um sicherzustellen, dass Mobiltelefone auf
dem Weltmarkt nicht durch Mangelerscheinungen negativ auffallen. Qualität bedeutet laut
Nokia nämlich, dass der Kunde und nicht das Produkt zum
Unternehmen zurückkommt.
![]() Nokia Testlabor: Gebäude Speziell um diese Aufgabe kümmert sich das 2002 erbaute Nokia Testlabor in Ulm. Hier werden Produkte von ersten virtuellen Tests bis hin zur Marktfreigabe mindestens sechs Monate begleitet. Eine Prozedur, die einer puren Materialschlacht gleicht, denn bis zu 300 Prototypen werden pro Gerät verschlissen, bis das Labor die Freigabe für die Markteinführung erteilt. Aufs Jahr gerechnet sind das zwischen 8 000 und 10 000 Handys, Smartphones und andere Komponenten, die in den Labors systematisch "gequält" werden. Der kleine LaborkosmosWer bei Labortests nur an den obligatorischen Falltest denkt, irrt sich gewaltig. Mittlerweile durchlaufen die Geräte zwei getrennte Parcours, die je nach Komplexität der Prototypen bis zu 300 Einzeltests beinhalten. Grundsätzlich wird zwischen dem Test- und dem Analyselabor unterschieden. Während man sich bei der Analyse vornehmlich auf die zum Teil hochkomplexe Fehlersuche spezialisiert hat, gibt in den Testlabors drei Abteilungen, in denen die Belastbarkeit nach unterschiedlichen Kriterien überprüft wird.
Bei den Umwelttests stehen vor allem Einflüsse wie Feuchtigkeit, Staub und extreme
Temperaturen auf dem Programm. Drehen, Quetschen oder der freie Fall auf einem
Steinblock sind die Prozeduren, die die Handys bei den mechanische Tests überstehen
müssen. Hier werden Geräte in unzähligen Zyklen bis zur Schmerzgrenze und darüber
hinaus belastet. Bei den Zuverlässigkeitstests werden in komplexeren Kombinationstests
Alltagssituationen simuliert. Ein Klassiker ist der sogenannte "Jeans-Test", um
festzustellen, wie empfindlich die Oberfläche auf Abrieb und Abfärbungen
reagiert.
Die Ansprüche an die Härtetests sind laut Nokia nicht nur vielfältig sondern auch besonders hoch. Die Tests entsprächen nicht nur den gesetzlichen Mindestanforderungen, sondern lägen weit daüber hinaus. Was das im Einzelnen bedeutet, dokumentiert unsere Fotostrecke aus dem Testlabor von sehr anschaulich. Sie öffnen die Bildergalerie, indem Sie das nebenstehende Bild anklicken. Ulf Schneider
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