Alternative für mobile Internetnutzer mit Prepaid-Zugangstarif
Die in Prepaid-Paketen angebotenen
UMTS-Surf-Sticks unterstützen in den meisten Fällen
lediglich Datenempfangsraten von bis zu 3,6 MBit/s - das zeigt unser
jüngster Surf-Stick-Vergleich. Leistungsfähigere,
HSPA-fähigere UMTS-Surf-Sticks kosten in den Shops der Mobilfunkbetreiber
normalerweise ab knapp unter 90 Euro. Vom finnischen
Handy-Hersteller kommt mit dem CS-15 eine weitere, im freien
Handel verfügbare Alternative für mobile Internetnutzer. Der UMTS-Surf-Stick
unterstützt nicht nur höhere Datenraten von bis zu 10,2 MBit/s im Downstream
und bis zu 5,76 MBit/s im Upstream, sondern ist mit einem Kaufpreis ab
77 Euro auch etwas günstiger als viele andere
HSPA-fähige UMTS-Surf-Sticks. Wir haben den
Surf-Stick Nokia CS-15 im Test ausprobiert.
Für die Zukunft gerüstet
UMTS-Surf-Stick Nokia CS-15
Der 87 mal 27 mal 13 Millimeter kleine und 32 Gramm leichte, dunkelgraue
Surf-Stick funkt in den GSM-Netzen um 850, 900,
1 800 und 1 900 MHz und unterstützt neben UMTS und HSPA auch die
GPRS-Erweiterung EDGE, die
für schnellere Datenübertragungsraten außerhalb des UMTS-Netzbereichs sorgt. Dank
der Performance des Nokia CS-15 beim Datenversand und beim Datenempfang ist der
Surf-Stick für die nächsten Schritte des Breitband-Netzausbaus der Mobilfunkbetreiber
gerüstet. Vereinzelt werden in den UMTS-Netzen schon Daten-Uploads mit theoretischen
14,4 MBit/s im Downstream und 5,76 MBit/s im Upstream erreicht.
Zum Vergleich: Der zurzeit ab 84 Euro erhältliche UMTS-Surf-Stick
XS Stick W14 von 4G Systems unterstützt HSPA mit bis zu 7,2 MBit/s
im Downstream und bis zu 5,76 MBit/s im Upstream. Diese Datenraten reichen für
das normale Surfen im Internet, den Abruf und Versand von E-Mails mit größeren
Anhängen, fürs mobile Chatten und auch für Videostreaming auf den Laptop vollkommen
aus.
Kein Speicherkarten-Steckplatz
UMTS-Surf-Stick Nokia CS-15
Was der XS Stick W14 von 4G Systems allerdings zusätzlich aufweist,
ist ein Steckkartenplatz für eine
wechselbare Speicherkarte im microSD-Format.
Einen solchen gibt es beim Nokia-Stick CS-15 nicht, so dass dieses Gerät nur
als Modem und zum SMS-Versenden, nicht aber als
Datenspeicher verwendet werden kann. Auch gibt es keine Anschluss-Möglichkeit für
eine externe Antenne, um den GSM- oder UMTS-Empfang zu verbessern. Ausgeliefert
wird der Nokia CS-15 mit dem USB-Verlängerungskabel CA-150, einem kleinen
Trageriemen und einer Kurzanleitung.
Da der Surf-Stick von Nokia ohne SIM- oder Net-Lock
verkauft wird, kann die SIM-Karte eines beliebigen Mobilfunkanbieters eingesetzt
werden. Statt eines herausziehbaren SIM-Karten-Slots besitzt der UMTS-Surf-Sticks
nur einem im Gehäuse verborgenen Steckplatz. Wie bei einem Handy muss der Nutzer
also erst das Gehäuse öffnen, um die SIM-Karte zum mobilen Surfen im Internet
einzulegen.
Genutzt werden kann das Gerät an Rechnern mit einem der Betriebssysteme
Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Mac OS X und Linux
(beispielsweise Ubuntu 9.04). Zu den Systemvoraussetzungen gehören ein
USB-1.1-Anschluss, 350 MB freier Festplattenspeicher sowie ein
500-MHz-Prozessor. Die Stromversorgung erfolgt über den USB-Anschluss des
Notebooks.
Installation der Laptop-Software direkt vom Surf-Stick aus
Verbindungsmanager-Software
Auf dem Nokia CS-15 installiert ist - so wie bei vielen anderen
UMTS-Surf-Sticks auch - die Verbindungsmanager-Software (hier: "Nokia Internet
Modem 3.8.62.40"), die sich nach dem Einstecken des Sticks an den USB-Anschluss
eines kompatiblen Notebooks direkt auf den Rechner übertragen lässt. So ist eine
Software-Installation auf dem Laptop von einer eingelegten CD aus nicht notwendig.
Auch ein Netbook-Nutzer muss so kein externes Laufwerk zu
Hilfe nehmen, um das Verbindungsmanager-Programm auf seinem Mini-Rechner
aufzuspielen. Die Bedienung der Software ist leicht verständlich.
Das Programm unterstützt mehrere Sprachen und bietet dem mobilen Internetnutzer
einen Datenverbrauchszähler, der auch das Abspeichern der Verbrauchsstatistiken
erlaubt, das automatische Erkennen von Standard-Profilen sowie die Möglichkeit,
neue Profile manuell einzurichten. Am Bildschirm wird auch der aktuell verfügbare
Netzstandard angezeigt - am Stick selbst gibt es keine grün, blau oder rot
leuchtende LED. In der Software kann der Nutzer des Nokia-Surf-Sticks auch
festlegen, ob er nur im GSM- oder im UMTS-Netz oder lediglich bevorzugt im GSM-
oder UMTS-Netz surfen möchte.
Nicht möglich sind die Guthaben-Abfrage und die Neuaufladung von Surf-Guthaben
bei Nutzung einer Prepaid-SIM-Karte.
Der Nokia-Stick CS-15 ist leicht zu installieren und bietet theoretische
Datenübertragungsraten, die heute kaum in den UMTS-Netzen realisiert werden.
Da der Kaufpreis für den Nokia CS-15 nur wenig über den für einen
Prepaid-Surf-Stick liegt, eignet sich der Nokia-Stick durchaus als Alternative
für mobile Internetnutzer mit Prepaid-Zugangstarif. Auf Zusatz-Features wie
einen Datenspeicher oder DVB-T-Empfang müssen Nutzer des Nokia CS-15
allerdings verzichten.
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