Einsteiger-Smartphone

Nokia 700 im Test: Kompaktes Smartphone mit Symbian Belle

Kleiner Formfaktor hat auch Nachteile
AAA

Der finnische Handy-Riese Nokia setzt bei seinen neuen Smartphones bekanntlich auf das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7, mit dem Lumia 800 und dem Lumia 710 sind die ersten Modelle bereits im Handel. In Sachen Marktanteile ist das mit Abstand beste Pferd im Stall von Nokia aber nach wie vor die Symbian-Plattform. Die aktuelle Version des Betriebssystems trägt den Namen Belle, die Bezeichnung Symbian verschweigt der Hersteller. Mit dem Nokia 700 gibt es nun ein vergleichsweise günstiges Smartphone mit Symbian Belle, das im kompakten Formfaktor daher kommt. Im Test hinterlässt das Nokia 700 einen etwas zwiespältigen Eindruck.

Nokia 700

Nokia 7000 im TestNokia 700 im Test Beim Design des Nokia 700 sind die Finnen eigene Wege gegangen. Statt dem allgemeinen Trend zu immer größeren Displays und damit auch größeren Smartphones zu folgen, ist das nur 95 Gramm leichte und mit einem 3,2 Zoll großen Display ausgestattete Handy angenehm kompakt geraten. Es verschwindet problemlos in der Hosentasche und fällt dort dank des geringen Gewichtes auch nicht weiter auf. An der Vorderseite, unterhalb der Knöpfe für Anrufen, Auflegen und "Home", hat das Gehäuse eine charakteristische Kante - ganz klar eine Geschmackssache, die aber in jedem Fall hervorsticht. Die Verarbeitung macht einen tadellosen Eindruck, das Metallgehäuse wirkt sehr stabil und doch elegant. Die Akku-Klappe ist mit einem kleinen Schieberegler verschlossen, der mit dem Fingernagel bedient werden muss. Einzig die Anschlüsse an der Oberseite - Ladebuchse, Kopfhöreranschluss und USB-Port - wirken etwas lieblos ins Gehäuse gestanzt. Auf die Ladebuchse hätte Nokia zudem verzichten und stattdessen ein USB-Ladegerät anbieten können.

Single-Core-Prozessor und Symbian Belle passen gut zusammen

Gutes, aber kleines Display am Nokia 700Gutes, aber kleines Display am Nokia 700 Die weitere Ausstattung siedelt das Nokia 700 in der Smartphone-Mittelklasse an. Der Prozessor, der das Handy antreibt, hat einen Rechenerkern und eine Taktfrequenz von 1 GHz zu bieten, der Arbeitsspeicher beträgt 512 MB, intern stehen 2 GB Speicherplatz zur Verfügung, die per Speicherkarte um bis zu 32 GB erweitert werden können. Dank der Tatsache, dass Symbian Belle recht ressourcenschonend arbeitet und als Eigenentwicklung gut auf die Nokia-Hardware abgestimmt ist, reicht die Geschwindigkeit der Plattform für die alltäglichen Aufgaben absolut aus. Das Nokia 700 reagiert zügig auf Eingaben, nennenswerte Denkpausen leistete sich das Handy im Test nicht.

Mobile Datenübertragungen erledigt das Nokia 700 dank der entsprechenden Standards sehr flott. Via Mobilfunk sind mit HSPA Geschwindigkeiten von maximal 5,76 MBit/s im Up- und 14,4 MBit/s im Downstream möglich, im WLAN-Betrieb wird auch der schnelle Standard 802.11 n unterstützt. Bei der Gesprächsqualität leistet sich Nokia ebenfalls keinen Ausrutscher, beide Gesprächspartner sind im Regelfall klar und deutlich zu verstehen.

Anschlüsse an der OberseiteAnschlüsse an der Oberseite Das Betriebssystem Symbian Belle kommt standardmäßig mit drei Homescreens daher, diese Zahl lässt sich allerdings durch den Benutzer erweitern. Auf den jeweiligen Ansichten lassen sich Icons und Widgets platzieren, sie haben zudem alle eigene Hintergrundbilder. Was die Zahl der Apps angeht, kann Symbian Belle zwar nicht mit iOS und Android mithalten, hat aber durchaus einiges an Auswahl zu bieten. Nokia installiert bereits einige Anwendungen vor, darunter auch die sehr gute Karten- und Navigationslösung Nokia Maps. Das Hauptmenü besteht, ähnlich wie bei Android, aus einem Raster an Icons, durch das der Nutzer scrollen kann. Auch NFC-Unterstützung bringt das Nokia 700 mit Symbian Belle mit, die Funktion lässt sich auf einem der drei Homescreens ein- und ausschalten. Insgesamt macht Symbian Belle durchaus viele Dinge richtig, eine echte Faszination kommt aber nicht wirklich auf. Das System ist solide und funktional, aber wenig aufregend.

Auf der zweiten Seite erfahren Sie, wo die Probleme mit dem kleinen Formfaktor liegen und wie unser Fazit ausfällt.

1 2 vorletzte