Newsletter 14/01 vom 05.04.2001
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 05.04.2001 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Wird heute um 12 Uhr TelDaFax abgeschaltet?
  2. Umfangreiche Preisanpassungen bei Call-by-Call-Anbietern
  3. Sonderangebote und dauerhafte Preissenkungen bei 01051 und Teledump
  4. Verwaltungsgericht Köln: Handynummern müssen ab Februar 2002 übertragbar sein
  5. Leider kein Aprilscherz: Netzbetreiber wollen wieder Anschlussgebühr verlangen
  6. Die neuen Einsteigertarife
  7. Entscheidungen der RegTP in der Kritik; T-DSL bleibt billig
  8. Claranet führt Einwahlentgelt ein und Internet by Call von Callino wird teurer
  9. Zwei AddCom-Reseller bieten im April und Mai Onlinestunden für 0,5 Pf./Min.
  10. flat4you bietet neue Flatrates für Privat- und Geschäftskunden an
  11. Strato hat interne Probleme und verliert viele "Visitenkarten"
  1. Wird heute um 12 Uhr TelDaFax abgeschaltet?

    Nachdem es vergangenen Donnerstag hieß, dass der Hauptaktionär der TelDaFax Aktiengesellschaft - World Access - vor dem vor dem Bankrott stehe, (TelDaFax: Im Schatten des Bankrotts) ist Teldafax selbst erheblich ins Trudeln geraten. Am vergangenen Montag beantragte das Unternehmen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren. Die Deutsche Telekom kappte daraufhin wichtige Leitungen des Marburger Unternehmens, so dass am Montag beispielsweise Handys vorübergehend nicht über 01030 erreichbar waren. TelDaFax lautet die Gespräche jetzt aber über andere Telefongesellschaften, so dass diese Ausfälle wieder behoben sind. Einen Zwischenbericht finden Sie unter der URL http://www.teltarif.de/s/s4859.html.

    Für das verschuldete Telekommunikationsunternehmen TelDaFax zeichnet sich dennoch ein kleiner Silberstreifen am Horizont ab: World Access stehe für "gewisse Forderungen der Deutschen Telekom" bis Anfang kommender Woche ein, sagte der Präsident des US-Gesellschaft, Walter Burmeister, am Dienstag in Frankfurt. Genaue Angaben zur Höhe des Betrages machte er nicht. Es hieß aber, dass die Gesellschaft über flüssige Mittel in Höhe von umgerechnet 220 Millionen Mark verfüge. Diese stammten aus dem Verkauf von Produktionsstätten. Weitere 50 Millionen US-Dollar will das Unternehmen durch Veräußerungen in Neuseeland und Australien erzielen. Gerüchte, dass auch World Access in finanziellen Schwierigkeiten stecke, wies das Unternehmen zurück. Ebenfalls stört, dass World Access auch als möglicher Retter von Star Telecom gehandelt wurde, jedoch hier vor zwei Monaten die Abschaltung nicht verhindern konnte.

    Darüber hinaus möchte die Deutsche Telekom ungeachtet der Zahlungsbereitschaft ihren Druck auf den säumigen Konkurrenten aufrecht erhalten. Die Service-Leitungen 0180 und 0190 sowie Zugänge zum Mobilfunk blieben wegen der Schulden von TelDaFax gekappt, sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek am Dienstag in Bonn. Die Telekom werde auch sämtliche Leitungen sperren, falls die Zahlungen nicht erfolgten, bleibe darüber aber mit TelDaFax im Gespräch. Gestern hieß es dann, dass die Abschaltung für heute Mittag geplant sei.

    Weder die Telekom noch TelDaFax machten Angaben über die genaue Höhe der unbeglichenen Rechnungen. In Branchenkreisen ist von rund 85 Millionen Mark die Rede. Der Insolvenzverwalter Bernd Reuss will nun zunächst die Sperrung der übrigen Leitungen durch die Telekom verhindern. Um ein rasches Aus zu verhindern, seien schon 23 Millionen Mark an die Telekom gezahlt worden. Dies Angaben wurden von der Telekom nicht bestätigt.

    Von einer Abschaltung betroffen wären vor allem solche Kunden, die eigene Service- oder Mehrwertnummern (0800, 0900/0190, 0180x usw.) über TelDaFax geschaltet haben. Denn diese Nummern wären nach einer Abschaltung nicht mehr erreichbar. Wer hingegen nur Call-by-Call oder Pre-Selection über TelDaFax nutzt, kann jederzeit per Call-by-Call auf andere Anbieter ausweichen.

    Ob uns die 01030 erhalten bleibt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Denn die Insolvenz muss nicht unbedingt das Aus der Firma nach sich ziehen. So hat NGI, die bereits Ende letzten Jahres Insolvenz anmeldeten, wohl einen Partner gefunden, der das Geschäft übernimmt.

    Wir werden auf http://www.teltarif.de selbstverständlich weiter aktuell über das Geschehen berichten.

  2. Umfangreiche Preisanpassungen bei Call-by-Call-Anbietern

    In den letzten Tagen gab es einige Preisanpassungen - in vielen Fällen nach oben. So beendet der Anbieter Callino seine laufende Sonderaktion für Auslandsgespräche zum 9. April. Gespräche in die Festnetze einiger europäischer Ziele (zum Beispiel Griechenland, Kroatien, Polen) kosten im Call by Call nun 35,9 Pfennig die Minute und das ganztags. Für Anrufe in internationale Mobilfunknetze erhebt Callino nun generell einen Aufschlag von 45 Pfennig die Minute. Deutsche Ferngespräche kosten ab dem 9. April 9,9 Pfennig pro Minute und der Internetzugang im Tarif surf callino wird ganztags mit 2,9 Pfennig die Minute und 6 Pfennig Einwahlgebühr berechnet. Ausführliche Infos können sie der News unter http://www.teltarif.de/s/s4867.html entnehmen.

    Auch Versatel erhebt ab sofort einen Aufschlag für Gespräche in ausländische Mobilfunknetze der Tarifzonen "Bestcountry" und "EU Plus". Der Minutenaufschlag beträgt 45 Pfennig und wird zusätzlich zum Zieltarif berechnet.

    Der Anbieter Comundo hebt die Preise für seine Internettarife an. Nach Aufbrauchen des günstigen Kontingents an Mindestumsatz-Minuten zahlt der Kunde nicht wie bisher zwischen 1,8 Pfennig und 2,2 Pfennig die Minute, sondern 2,5 Pfennig. Ein neuer Tarif für 2,9 Pfennig die Minute plus 6 Pfennig Einwahlgebühr wird eingeführt - Vorteil ist die Abrechnung über die Telefonrechnung. Kunden aus Laufzeitverträgen haben ein Sonderkündigungsrecht. Nähere Infos unter http://www.teltarif.de/s/s4874.html .

    Prompt senkt die Preise für Gespräche in deutsche Mobilfunknetze. Die Aktion gilt befristet bis 30. April und betrifft das offene Call by Call über die 01055. Anrufe in die D-Netze kosten 37,8 Pfennig die Minute und die E-Netze erreicht der Kunde für 42 Pfennig pro Minute. Die Tabellenspitze führt Prompt nicht an (Teledump ist mit 37,5 Pfennig in die D-Netze billliger), die Tarife sind aber günstig.

    OneTel macht Schluss mit den drei Tarifzeiten für angemeldetes Call-by-Call-Kunden. Ab 27. April gibt es nur noch die Unterteilung in Hauptzeit (6 bis 20 Uhr) und Nebenzeit (übrige Zeit). Die Gesprächsminute im Deutschlandferntarif kosten tagsüber dann nur noch 6 Pfennig, in der Nebenzeit aber mit 4 Pfennig etwas mehr als bisher.

    Mache Anbieter passen ihre Preise nicht an, sondern verschwinden einfach vom Markt. Die Einwahlgasse des Anbieters 01017 ist seit Tagen nicht zu erreichen. Die Hotline kann den Kunden nicht weiterhelfen. Da das Angebot ohnehin nur in wenigen Vorwahlbereichen nutzbar war, ist der Kreis der Betroffenen nicht sehr groß.

    Schauen Sie im Zweifelsfall in unsere Tarifabfrage auf http://www.teltarif.de rein - dort erfahren Sie, wer auch nach diesen ganzen Preisänderungen für Sie der günstigste Anbieter ist!

  3. Sonderangebote und dauerhafte Preissenkungen bei 01051 und Teledump

    Zum 1. April war der Call-by-Call-Anbieter 01051 erstaunlicherweise nicht zum Scherzen aufgelegt und hat den Preis für deutschlandweite Festnetzgespräche ernsthaft von 7 auf 6 Pfennig pro Minute gesenkt. Der Tarif gilt, wie bei 01051 üblich, rund um die Uhr und zwar noch bis zum 7. April. Vor jedem Gespräch wird der Teilnehmer über den aktuellen Minutenpreis informiert und nach dem Telefonat erfährt er, was es tatsächlich gekostet hat.

    Der 01051-Ableger Teledump scheint sich ebenfalls alle Mühe geben zu wollen, um im Gespräch zu bleiben: Alle Call-by-Call-Gespräche über die 0190031 ins nationale Festnetz kosten seit dem 30. März nur noch 5,5 Pfennig pro Minute und Gespräche in die Mobilnetze ab dem 1. April 37,5 Pfennig pro Minute. Weiterhin gelten seit dem 1. April "dauerhaft" folgende Minutenpreise in die jeweiligen ausländischen Festnetze: Australien 10 Pfennig, Niederlande 7,5 Pfennig, Dänemark 8,5 Pfennig und Spanien 10,5 Pfennig.

    Am 6. April 2001 geht Teledump noch weiter mit seiner Preisoffensive und senkt die Minutenpreise für Auslandsgespräche in die Festnetze folgender Länder: USA 8 Pfennig, Frankreich 8 Pfennig, Schweiz 8,5 Pfennig und Polen 29 Pfennig pro Minute. Wie immer gelten die Tarife von Teledump rund um die Uhr und werden vor jedem Gespräch, wie auch bei 01051, zur Sicherheit noch einmal von der kostenlosen Tarifansage durchgegeben.

  4. Verwaltungsgericht Köln: Handynummern müssen ab Februar 2002 übertragbar sein

    Handynutzer haben bei einem Wechsel des Netzbetreibers einen Anspruch auf die Beibehaltung ihrer Rufnummer. Das Verwaltungsgericht Köln habe eine Klage zweier Mobilfunkunternehmer gegen die Anwendung der so genannten Netzbetreiberportabilität auf den Mobilfunkbereich abgewiesen, berichtete ein Sprecher des Gerichts vergangenen Dienstag. Wie bereits in einem früheren Newsletter berichtet, müssen nach einer Anweisung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) alle Netzbetreiber die gesetzlich verankerte Übertragbarkeit von Telefonnummern bis zum 1. Februar 2002 sicherstellen.

    Der Ansicht der Kläger, die Kosten seien dabei höher als der Nutzen, widersprachen die Richter in ihrer Urteilsbegründung. Die Möglichkeit, seine Telefonnummer beizubehalten, erfordere zwar umfangreiche Investitionen bei den Mobilfunkunternehmen, sie fördere aber gleichzeitig den Wettbewerb und könne so zu niedrigeren Preisen sowie zu besseren Dienstleistungen führen.

  5. Leider kein Aprilscherz: Netzbetreiber wollen wieder Anschlussgebühr verlangen

    Am ersten April gab es nicht nur eine Menge Scherze, sondern auch wichtige Veränderungen. Nachdem die beiden D-Netz-Betreiber noch vor zwei Wochen angekündigt hatten, ab 1. April wieder die Anschlussgebühr beim Abschluss neuer Laufzeitverträge zu berechnen, hat T-D1 dieses Vorhaben inzwischen teilweise wieder zurückgezogen. Nur im neuen TellySmart- Tarif, der seit Montag angeboten wird, sowie bei Abschluss des DataOnly-Tarifs, berechnet T-Mobil 49,95 Mark bei Aktivierung der SIM-Karte.

    E-Plus verlangt seit Montag wieder eine Anschlussgebühr, wenn Kunden neue Verträge abschließen. Im Gegenzug zahlt man aber bis zum 30. Juni keine monatliche Grundgebühr. Bislang war diese Aktion bis 31. Mai begrenzt.

    Bei D2 greift das Ende der Anschlussgebührenbefreiung erst nach Ostern und damit gut drei Wochen später als ursprünglich geplant. Offenbar erhofft sich Vodafone vom Ostergeschäft noch einmal einen kräftigen Kundenzuwachs. Das Take 10-Guthaben kann man künftig auch für SMS-Nachrichten nutzen, D2-Fun-Kunden erhalten die Tarifoption EuroCall ohne zusätzliche Grundgebühr und D2-Kunden in den Tarifen Classic und Classic Premium erhalten 100 bzw. 200 Inklusivminuten für netzinterne Telefonate am Wochenende. Bei Kunden, die sich im April für die Tarife D2-Fun, D2-Classic oder D2-ClassicPremium entscheiden, verzichtet D2 Vodafone auf die Anschlussgebühr.

    Viag Interkom berechnet auch im April keine Aktivierungsgebühr. Das im März zusätzlich ausgezahlte Startguthaben von 51 Mark fällt aber weg. Außerdem gelten ab 17. April die neuen Bezeichnungen für die E2-Tarife, sowie die neuen Tarife Genion Starter und Genion Duo. Ebenfalls neu ab Dienstag nach Ostern: Die neue "Local"-Tarifoption ermöglicht bundesweit Gespräche zu einer Wunschortsvorwahl für 69 statt 99 Pfennig pro Minute in der Hauptzeit.

    Ab dem 15. April berechnet auch der Erfurter Telefondiscounter Super24 bei allen Mobilfunktarifen im D1-, D2- und E-Plus- Netz eine einmalige Anschlussgebühr von 49,95 Mark.

  6. Die neuen Einsteigertarife

    Seit Montag, dem 2. April, können D2-Neukunden mit dem Einsteiger-Tarif D2-Sun für eine monatliche Grundgebühr von 9,95 Mark plus zehn Mark Mindestumsatz mobil telefonieren. Der D2-Sun erinnert auffällig an den neuen Einsteiger-Tarif von T-Mobil, Telly Smart, der ebenfalls seit Montag angeboten wird. Ab Anfang Mai wird D2-Sun auf Wunsch auch allen D2-Bestandskunden zum Wechsel angeboten.

    Ein Telefonat ins deutsche Festnetz mit D2-Sun kostet werktags von 8 bis 18 Uhr pro Minute 99 Pfennig, in der Nebenzeit noch 39 Pfennig. Und auch die Wochenend-Minutenpreise sehen denen vom Telly Smart auffällig ähnlich: Von freitags 20 Uhr bis sonntags 24 Uhr kostet die Gesprächsminute ins deutsche Festnetz 15 Pfennig. Weitere Informationen finden Sie in der entsprechenden Meldung unter der URL http://www.teltarif.de/s/s4837.html .

    Netzbetreiber E-Plus macht es mit seinem neuen Einsteiger-Tarif besonders spannend: Nach dem Deutschlands Nummer drei im Mobilfunk bereits im Amtsblatt der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) einen neuen Wenigtelefonierer-Tarif angekündigt hatte, wurde der neue Privat-Tarif ohne die Angabe von Gründen wieder gestoppt. Ein neuer Einführungstermin steht noch nicht fest. Die Konditionen hätten fast dem normalen Privat-Tarif entsprochen. Vielleicht will E-Plus noch einmal nachbessern, nachdem die Karten der Konkurrenz jetzt auf dem Tische liegen.

    Auch die Elmshorner Telefongesellschaft Talkline bietet ab sofort im D1- und D2-Netz je einen Tarif mit 9,95 Mark monatlicher Grundgebühr und 10 Mark monatlichem Mindestumsatz an. Die Tarife nennen sich - wie bei T-Mobil bzw. D2 Vodafone - TellySmart und D2 Sun. Auch die Minutenpreise entsprechen denen der Netzbetreiber. Talkline wirbt ausdrücklich damit, dass die Kunden alle zwei Jahre ein neues Handy erhalten, während die Netzbetreiber auf der CeBIT angekündigt hatten, die Gerätesubventionen schrittweise abzubauen. Ferner bietet Talkline eine 24-monatige Gerätegarantie.

    Neu bei dem Elmshorner Provider ist auch "Get 77", das Pendant zu Get 10 bzw. Take 10. Diese Tarifoption ist für Talkline-Kunden im D1-TellyLocal- und D2-Fun-Tarif nutzbar und beinhaltet jeweils 77 Freiminuten für Gespräche ins nationale Festnetz am Wochenende.

  7. Entscheidungen der RegTP in der Kritik; T-DSL bleibt billig

    Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat ein Machtwort gesprochen. Die Preise für T-DSL von der Deutschen Telekom sind in Ordnung. Nach wirtschaftlichen Aspekten ist es danach vertretbar, nicht völlig kostendeckend zu arbeiten, und dem Verbraucher schaden niedrige Preise nach Meinung der RegTP nicht. Das sogenannte Line Sharing muss unterdessen in den kommenden Monaten von der Telekom gewährleistet werden. Dieses ermöglicht es Konkurrenten der Telekom, DSL auf demselben Kabel anzubieten, wie der gewöhnliche Telefonanschluss (analog oder ISDN) oder Telekom. Das ist sinnvoller als die bisherige Lösung, bei der der Konkurrent eine eigene Anschlussleitung mieten muss.

    Versatel wertet die Entscheidung vom Freitag aufgrund der nicht beanstandeten DSL-Preise der Telekom als "verfrühten Aprilscherz" und will sein in Aussicht gestelltes DSL-Angebot überdenken. Der Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (BREKO) findet, dass das de facto Monopol der Telekom auf DSL nicht dauerhaft zu Niedrigpreisen führen wird - der Kunde werde letztendlich der "Dumme" sein.

    Die Telekom wurde aber nicht nur bestätigt. Die Miete für den Zugang zur Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) wurde um eine Mark gesenkt. Die Telekom hatte eine Erhöhung um fast zehn Mark gefordert. Die Telekom muss zudem in Zukunft ihre Leistungen im Ortsnetzbereich auch Resellern wie zum Beispiel Debitel verkaufen, die den Kunden dann virtuelle Anschlüsse anbieten können. Diese Art der Leistungs-Vermarktung ist vor allem aus dem Mobilfunkbereich bekannt.

    Die leichte Verringerung der Anschluss-Miete und die Einrichtung von virtuellen Netzbetreibern geht dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten nicht weit genug. Vor allem Privatkunden würden auch künftig nicht von einem größeren Wettbewerb im Ortsnetz profitieren. Auch der BREKO sieht die Chance "vertan" für mehr Wettbewerb im Ortsnetz.

    Für ausführliche Infos lesen Sie die entsprechenden Artikel auf teltarif unter http://www.teltarif.de/s/s4817.html und unter http://www.teltarif.de/s/s4819.html .

  8. Claranet führt Einwahlentgelt ein und Internet by Call von Callino wird teurer

    Der Internetprovider Claranet sah sich nach eigenen Worten gezwungen, zum 1. April ein Einwahlentgelt von 4,9 Pfennig pro Einwahl einzuführen, um sein Internet-by-Call-Angebot nicht vom Markt nehmen zu müssen. Die Minutenpreise von 3,79 Pfennig in der Hauptzeit und 2,49 Pfennig in der Nebenzeit (18 bis 9 Uhr, am Wochenende und bundesweiten Feiertagen) bleiben jedoch unverändert, ebenso die sekundengenaue Abrechnung.

    Claranet begründete die Entscheidung mit der Neuregelung des Inkasso-Verfahrens durch die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP), die ein "harter Schlag" für den Wettbewerb gewesen sei. Den Kunden wurde die "geringfügige Tarifanpassung" Ende März auf der Website bekannt gegeben.

    Als Trostpflaster wird der Webspace von 30 auf 50 Megabyte pro User erweitert und Claranet bietet nun Software-Kompression und ISDN-Kanalbündelung an. Bei letzterer wird neben den doppelten Minutenentgelten allerdings auch das Einwahlentgelt zweifach berechnet.

    Ein Einwahlentgelt von 6 Pfennig berechnete Callino seinen Internet-by-Call-Kunden schon lange, doch zum 9. April wird das Surfen teurer: Zu diesem Zeitpunkt entfällt der Nachttarif von 2,5 Pfennig pro Minute, so dass rund um die Uhr 2,9 Pfennig verlangt werden. Abgerechnet wird im Minutentakt. Für die Kunden des Internet-Tarifes surf callino plus ändert sich hingegen nichts.

  9. Zwei AddCom-Reseller bieten im April und Mai Onlinestunden für 0,5 Pf./Min.

    Wer sich im April und Mai bei den beiden AddCom-Resellern call2surf und Lake24.de erstmalig als Neukunde anmeldet, surft in diesen beiden Monaten jeweils fünf Stunden für einen halben Pfennig pro Minute. Wer sich allerdings erst im Mai anmeldet, kommt nur in den Genuss von fünf verbilligten Onlinestunden. Danach gilt bei beiden Anbietern der reguläre Tarif von 2,45 Pfennig pro Minute bei sekundengenauer Berechnung. Alle weiteren relevanten Details des Angebots entnehmen Sie bitte unseren Anbieterseiten.

    Leser, die dieses Angebot nutzen möchten, aber bereits in der Vergangenheit bei AddCom direkt oder einem der anderen AddCom-Reseller angemeldet waren, können die "Frühjahrsaktion" von call2surf und Lake24.de übrigens nicht mehr in Anspruch nehmen. "Neukunde" heißt im Zusammenhang mit dieser und ähnlichen Aktionen stets, absoluter Neukunde bei AddCom, war von der für die Betreuung der Reseller bei AddCom zuständigen Stelle zu erfahren!

  10. flat4you bietet neue Flatrates für Privat- und Geschäftskunden an

    flat4you versucht sich erneut an einer Flatrate, nachdem das bisherige Angebot premiumflat zu 199 Mark im Monat eingestellt werden musste: Die Flatrate flat4you privateflat sei "speziell auf die Belange im privaten Bereich ausgelegt" und kostet monatlich 239 Mark. Einmalig sind 220 Mark für die Einrichtung zu zahlen. "Hohe Verfügbarkeit" mit "konstant hoher Bandbreite" und "genügend" Einwahlservern ist laut Eigenwerbung des Anbieters dabei selbstverständlich. Zudem erhält der Kunde auf Wunsch eine feste IP-Adresse, darf die Flatrate aber nicht als Standleitung nutzen. Die Anbindung an ein privates Netzwerk soll hingegen erlaubt sein und auch der Traffic sei unbeschränkt. Es gibt laut Anmeldeformular keine Mindestvertragslaufzeit. Demnach ist das Vertragsverhältnis entsprechend den AGB jederzeit mit einer Frist von sieben Tagen zum Monatsende "schriftlich per Postbrief" kündbar.

    Die Einwahl ist sowohl über ISDN (64 Kilobit pro Sekunde) als auch mit analogem Modem über eine 0800er Rufnummer möglich. Gegen einen monatlichen Aufpreis von zehn Mark kann auch die sogenannte private-skyflat genutzt werden. Die Leistungsmerkmale entsprechen hierbei den oben genannten zuzüglich folgender Besonderheiten: Es gibt einen Rückkanal über Satellit, Download bis zu zwei Megabit pro Sekunde (Spitzenwert laut Astra) und E-Mail-Benachrichtigungen erfolgen auch offline.

    Für 339 Mark monatlich ist von flat4you nun auch wieder eine Flatrate im Angebot, die geschäftlich genutzt werden darf. Die weiteren Details entnehmen Sie bitte der Anbieterseite auf teltarif.

  11. Strato hat interne Probleme und verliert viele "Visitenkarten"

    Der Internet-Provider Strato hatte in der vergangenen Woche erhebliche Server-Probleme. Viele Präsenzen, die beim Anbieter gehostet sind, waren dauerhaft nicht erreichbar. Das Unternehmen wollte einen externen Angriff nicht ausschließen - schließlich wäre dies nicht das erste mal gewesen (siehe dazu auch http://www.teltarif.de/s/s2437.html ). Wie inzwischen bekannt wurde, handelte es sich aber um interne Probleme die zu einem Ausfall der Speichereinheiten bei Strato führten.

    Die Mehrzahl der Präsenzen ist laut Aussage des Unternehmens wieder hergestellt. Bei den vorübergehend nicht erreichbaren Präsenzen handele es sich nur um "Visitenkarten".


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