- Jahresvorschau: Was bringt 2001?
Bei den Fern- und Auslandsgesprächen sind dieses Jahr nur noch
geringe Preissenkungen zu erwarten, da der Spielraum für die
Konkurrenten der Telekom gering geworden ist. Teilweise liegen
die abgerechneten Preise nur noch Pfennigbruchteile über den
harten Kosten, die vor allem aus den an die Telekom zu zahlenden
Interconnect-Kosten bestehen.
Preissenkungen könnte es wieder ab Mitte des Jahres geben, da
sich am 1. Juni 2001 die IC-Gebühren ändern. Im Bereich
der Ortsgespräche hängt hingegen die Entwicklung von den Vorgaben der
Politik ab. Es gibt eine EU-Richtlinie, die die EU-Mitgliedsstaaten
zur weiteren Öffnung der Ortsnetze zwingt, doch momentan scheint es
keiner mit der Umsetzung besonders eilig zu haben, würde man doch
damit der Deutschen Telekom ihre letzten Pfründe wegzunehmen.
Weitere Vorhersagen und genauere Erläuterungen zur Zukunft der
Festnetz-Telefonie finden Sie online in unserem Artikel unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s3961.html .
Im Internet-Bereich könnten sowohl die gesenkten IC-Kosten
ab Mitte 2001, als auch die Großhandelsflatrate zu günstigeren
Minutenpreisen führen. Ein "Flatrate-Revival" ist hingegen trotz
Großhandelsflatrate nicht zu erwarten, da diese einfach zu
unpraktikabel hinsichtlich der bundesweiten Bereitstellung von
Flatrates, sowie rechtlich zu unsicher ist. Weitere Details können
Sie auch hier online in unserem Artikel unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s3962.html
nachlesen.
Auch beim Mobilfunk sind 2001 keine größeren Preissenkungen
zu erwarten. Die Tendenz der letzten Tage ist sowieso, dass die
Preise rauf statt runter gehen. So hat E-Plus die Kosten für in- und
ausländische SMS "angepasst" (siehe weitere Meldungen in
diesem Newsletter) oder T-Mobil bei Privatkundenverträgen die
Kosten für Gespräche in die Fremdnetze zur Nebenzeit erhöht.
Den Mobilfunkkonzernen liegen die UMTS-Lizenzgebühren einfach
wie Blei im Magen. Hinzu kommen die Kosten für Abermillionen von
subventionierten Handys, die an Neukunden vergünstigt verkauft oder
gar verschenkt werden. Durch überhöhte Minutenpreise muss dieses
Geld dann wieder zurückverdient werden.
GPRS kommt langsamer als 1999 angekündigt. EDGE, das mehrfaches
ISDN-Tempo im GSM ermöglichen würde, dürfte zugunsten von UMTS
vermutlich ganz ausfallen. Und die Diskussion um Mobilfunkstrahlen
dürfte auch 2001 nicht verebben.
Auch hier wieder die URL für weitere Details:
http://www.teltarif.de/s/s3963.html
- Makabere Silvesterfeier: C-Netz ist aus
Nicht Böller, sondern Basisstationen wurden bei einer ungewöhnlichen
Silvesterfeier in Köln "abgeschossen": T-Mobil zelebrierte für
geladene Gäste die Abschaltung des Mobilfunknetzes C-Tel. Mit dabei
der ehemalige T-Mobil-Chef Norbert Hunsel, der die Preise für C-Tel
auf damals sensationelle Werte gesenkt hatte.
In der Silvesternacht konnten die Partygäste auf großen Monitoren
verfolgen, wie Sendersteuerung für Sendersteuerung abgeschaltet
wurde, um 00:44 Uhr waren alle Sender offline. Nun ist
Deutschland um einige Funklöcher reicher, denn C-Tel versorgte auch
Regionen, die wohl niemals vom D- oder gar E-Netz versorgt
werden dürften, weil es sich nicht lohnt oder den Netzbetreibern
zu aufwendig erscheint. Weitere Hintergrund-Informationen zum
ehemaligen C-Netz finden Sie auch auf unserer News-Seite
http://www.teltarif.de/s/s3960.html .
- Vodafone sollen Milliardenklagen wegen Handy-Strahlung drohen
Dem internationalen Mobilfunkanbieter Vodafone, zu dem in Deutschland
das D2-Netz gehört, drohen nach einem Pressebericht in Prozessen
wegen gesundheitsschädlicher Handy-Strahlung Schadenersatzzahlungen
in Milliardenhöhe. Wie die britische Tageszeitung "Times" letzten
Donnerstag berichtete, plant der prominente US-Anwalt Peter Angelos
im Frühjahr in den Vereinigten Staaten zwei Klagen gegen eine
Tochter des Unternehmens einzureichen. Sieben bis acht weitere
Verfahren sollten zu einem späteren Zeitpunkt im kommenden Jahr
angestrengt werden. Zur Zeit ist aber noch keines der Verfahren
anhängig. Angelos war der Zeitung zufolge schon in Prozessen
gegen die Tabakindustrie erfolgreich und hat demnach für seine
Mandanten in diesem Jahr Schadenersatz in Höhe von insgesamt von
4,2 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Mark) einklagen
können.
Ob der Prozess Erfolg haben wird, darf bezweifelt werden.
Schließlich tut sich die Wissenschaft schwer, Gesundheitsgefahren
durch Mobilfunkstrahlung hieb- und stichfest nachzuweisen oder zu
widerlegen. Details können Sie in unserem Hintergrundbericht zum
Strahlenrisiko im Mobilfunk-Ratgeber
auf unserer Homepage nachlesen.
- E-Plus: SMS teurer, GPRS zum Luxus-Preis
Nach der bereits in Kraft getretenen Preiserhöhung für Kurznachrichten (SMS)
ins Ausland plant E-Plus offenbar auch innerhalb Deutschlands höhere
SMS-Tarife. In der an den Fachhandel ausgelieferten Tariftabelle,
Ausgabe 12/2000, wird für Kurznachrichten in deutsche Fremdnetze
ein Preis von 39 statt bisher 29 Pfennig ausgewiesen.
Eine offizielle Bestätigung für den neuen Tarif gibt es bislang
nicht. Die Tatsache, dass E-Plus erst vor kurzem die Preise für den
SMS-Versand ins Ausland erhöht hat, sollte jedoch zu denken geben.
Schließlich begründete der Netzbetreiber auch hier sein Vorgehen
damit, sich lediglich der Preisgestaltung seiner Mitbewerber
anzupassen - und die nehmen für eine SMS in deutsche Fremdnetze
auch 39 Pfennig.
Auch Free & Easy-Kunden, die bislang
29 Pfennig für eine Kurznachricht gezahlt haben, müssen
möglicherweise mit höheren Preisen rechnen. Alle anderen
Netzbetreiber berechnen bei Prepaid-Karten - abgesehen von der
"LOOP-Happy-Hour" bei VIAG Interkom - 39 Pfennig.
Unterdessen kündigte E-Plus an, ebenfalls einen "Friendly User
Test" für die paketvermittelte mobile Datenübertragung GPRS
durchzuführen. E-Plus gab dazu eine Nummer heraus, unter der sich
Interessenten für den Test bewerben konnten. Offenbar wurde
diese Möglichkeit intensiv genutzt - denn E-Plus teilte schon
kurz später mit, dass man genügend Interessenten habe.
So richtig "friendly" dürften die "user" aber nicht mehr
sein, wenn sie die genauen Konditionen des "Tests" erfahren: Pro
übertragenes Kilobyte sollen nämlich 9 Pfennig bezahlt werden.
Nutzt man die mit dem Motorola-Handy anfangs mögliche Datenrate
von 28,8 kBit/s voll aus, kostet das GPRS-Vergnügen schlappe
15 Mark pro Minute! Bei HSCSD verlangt E-Plus trotz teilweise
noch höheren Datenraten bei Geschäftskunden nur 20 Pfennig
pro Minute!
- Callando: Grundgebührfreie Handy-Verträge, MP3-Player geschenkt
Callando bietet auf seiner Homepage
http://www.gratishandy.net ab sofort grundgebührfreie Handypakete für
beide D-Netze und E-plus an. Neben dem Motorola WAP-Handy T2288
kann sich der Kunde wahlweise einen MP3-Player, ein Festnetztelefon
oder einen CD-"Diskmen" auswählen. Bis zum 31. Januar wird
kein Anschlusspreis fällig.
Die Verträge werden über den Provider Telepassport
(MobilCom-Gruppe) aktiviert. Die Minutenpreise sind zum Teil
erheblich höher als bei Original-Tarifen der Netzbetreiber,
und teilweise sogar deutlich höher als bei Prepaid-Karten.
Der Mindestumsatz beträgt 9,95 Mark pro Monat.
Als Service-Nummer gibt Callando eine der teuren 0190-Nummer
(3,63 Mark/Min.) an.
Callando erklärte unserer Redaktion gegenüber, dass nur das
Motorola-Handy limitiert sei, da dieses Gerät durch Telepassport
abverkauft wird. Das angebotene Zubehör (MP3-Player, CD-Player
und Komfort-Telefon) stehe jedoch in ausreichender Anzahl zur
Verfügung.
Falls Sie beabsichtigen, dieses Angebot wegen dem MP3-Player
anzunehmen, so raten wir Ihnen, genau nachzurechnen. Den angebotenen
MP3-Player kann man für etwa 170 Mark auch im Einzelhandel
erwerben. Hinzurechnen sollte man noch die Kosten eine Speicherkarte
(etwa 150 Mark), da dieser Player ab Werk keinen Speicher
enthält.
- Viag Interkom soll in Festnetz- und Mobilfunkbereich aufgeteilt werden
Dem Telefonkonzern Viag Interkom droht
Presseinformationen zufolge nach der Übernahme durch British
Telecom (BT) die Aufspaltung. Das Unternehmen werde ähnlich
dem Mutterkonzern BT zumindest in einen Festnetz- und einen
Mobilfunkbereich aufgeteilt, meldete das Düsseldorfer "Handelsblatt"
am Dienstag unter Berufung auf Branchenkreise. Viag Interkom wollte
die Angaben demnach nicht kommentieren. Der Münchner Konzern setzt
bislang auf Festnetz- und Mobilangebote aus einer Hand.
Bei Viag Interkom hatte im August zunächst der Energiekonzern
E.ON den Verkauf seines 45-prozentigen Anteils an BT für
7,3 Milliarden Euro (14,3 Milliarden Mark) angekündigt.
Letzten Freitag gab auch die norwegische Telenor, die bislang zehn
Prozent an Viag Interkom hält, den geplanten Verkauf ihres Paketes
an den britischen Ex-Monopolisten bekannt. Die Anteile sollen mit
rund 1,6 Milliarden Euro bewertet werden.
- Preisänderungen bei TelDaFax, Viatel und Prompt
Ab dem 8. Januar gelten bei der Marburger
TelDaFax AG neue Auslandspreise, sowohl
für Vertragskunden als auch für die Nutzer der Call-by-Call-Vorwahl
01030.
Für 9,9 Pfennig die Minute telefoniert man bei
sekundengenauer Taktung nach Brüssel, Kopenhagen, Paris, London,
Dublin, Rom, Amsterdam, Oslo, Wien, Stockholm, Zürich und Madrid.
Der Preis ist sehr günstig, da diejenigen Konkurrenten, die vom
Minutenpreis noch etwas darunter liegen, zumeist im ungünstigeren
Minutentakt abrechnen. Im Falle von Dublin wird von TelDaFax
momentan sogar der Spitzenplatz der Tariftabelle erreicht.
Der Preis für Anrufe in die meisten europäischen Länder wird
von 21,9 auf 15,9 Pfennig pro Minute gesenkt.
Teurer werden aber Telefonate zu vielen außereuropäischen Ländern.
Hier gibt es Preiserhöhungen um bis zu 50 Pfennig pro Minute!
Ägypten und Jordanien steigen von 0,99 Mark auf 1,49 Mark;
Kuba, der Irak und Iran von 1,49 Mark auf 1,99 Mark
pro Minute.
Während TelDaFax seine Preiserhöhung rechtzeitig bekannt gab, hat Viatel seine Preise im offenen Call by
Call bereits zum 20. Dezember 2000 erhöht. Zwar wurde die
Preisänderung im Amtsblatt der Regulierungsbehörde veröffentlicht,
eine Presseerklärung aber nicht rechtzeitig übermittelt.
So telefoniert man jetzt während der Hauptzeit, also Montag bis
Freitag von 9-18 Uhr, ins deutsche Festnetz für 12 Pfennig
pro Minute, statt zuvor für 9,51 Pfennig. In der Nebenzeit, von
Montag bis Freitag 18 bis 21 Uhr, sowie das ganze Wochenende
kostet die Gesprächsminute nun 9 Pfennig pro Minute, statt
6,99 Pfennig. Für die restliche Zeit werden 6, statt vorher
5 Pfennig pro Minute fällig.
Der Preis für die Gesprächsminute in die Mobilfunknetze ist
von 48 auf 60 Pfennig gestiegen. In häufig angerufene europäischen
Nachbarländer, wie Belgien, Dänemark, Frankreich und Großbritannien,
telefoniert man für 18 Pfennig pro Minute, und nicht mehr für 14
Pfennig. Für Anrufe in die USA werden bei Viatel nun 15 Pfennig
pro Minute verlangt, statt vorher 12 Pfennig.
Bleibt anzumerken, dass für Kunden, die das angemeldete Call by Call oder
Preselection bei Viatel nutzen, alles beim Alten bleibt. Offenbar
will man keine Kunden im offenen Call-by-Call mehr.
Ebenfalls zum 20. Dezember hat die Münchner
Prompt GmbH ihre Tarife erhöht.
Wie üblich wurde diese Verschlechterung des Angebotes nicht an die
große Glocke gehängt, und wir erfuhren auch diese Änderung erst
beim Wälzen des aktuellen Amtsblattes der Regulierungsbehörde.
Glimpflich davon gekommen sind die Kunden, die das offene Call
by Call über die 01055 nutzen. Für sie erhöht sich lediglich
der Preis für Anrufe in die Länderzone "International 1" von
66 auf 77 Pfennig die Minute. Zu dieser Zone gehören
unter anderem Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien,
Israel und Rumänien. Um günstige Call-by-Call-Angebote für
ihr Zielland zu erhalten, werfen Sie einfach einen Blick
in unsere Tarifabfrage auf
http://www.teltarif.de/ .
Preselection-Kunden profitieren bei Prompt zwar weiterhin
vom kundenfreundlichen Sekundentakt, dafür wurden aber einige
Minutenpreise erhöht. So kosten Inlandsgespräche jetzt zur Hauptzeit
(Mo-Fr 9-18 Uhr) 10 und zur Nebenzeit 5 Pfennig pro Minute,
statt vorher 9 und 4 Pfennig. Anrufe in die Mobilfunknetze
und in die meisten europäischen Länder sowie nach USA uns Kanada
blieben von einer Preiserhöhung verschont. Teurer wurden aber
Telefonate in "fernere" Länder. Auch hier gibt Ihnen unsere
Datenbank online bereitwillig Auskunft.
- Telekom-Mitbewerber kritisieren Telekom-Preisvorstellungen für die "letzte Meile"
Bereits im letzten Newsletter hatten wir über die geplante
Preiserhöhung der Deutschen Telekom für die Miete der
Anschlussleitung berichtet: Statt bisher 29,23 Mark (brutto)
sollen ab 1. April 39,48 Mark pro Monat bezahlt werden.
Dagegen haben erwartungsgemäß die im Verband der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) organisierten
Mitbewerber der Telekom scharf protestiert: "Damit würde die
Deutsche Telekom von ihren Wettbewerbern über 50 Prozent mehr als
von ihren eigenen Kunden verlangen, und das für ein nacktes Kabel
ohne jede Technik und Service", sagte VATM-Präsident Dr. Joachim
Dreyer dazu. "In der Konsequenz müsste die DTAG wegen Preisdumping
nach der Vorgabe der EU-Kommission die eigenen Endkundentarife
[für Analoganschlüsse] entsprechend anheben. Höhere Preise für die
Kunden wollen wir aber auf gar keinen Fall", so Dreyer weiter.
Als einen "realistisch kalkulierten" Preis für die Anmietung
der Teilnehmeranschlussleitung gibt der VATM 15 Mark an, in
Ballungsgebieten noch "deutlich" weniger. Außerdem weist der VATM
auf die hohen Kosten für jede Umschaltung hin. Diese betragen
bis zu 337 Mark zuzüglich 100 Mark bei Kündigung.
Ein Telekom-Endkunde muss hingegen maximal 100 Mark für die
Anschaltung eines Analoganschlusses zahlen.
- 0130-Nummern abgeschaltet
Seit dem 1. Januar 2001 wird eine Entscheidung der
Regulierungsbehörde umgesetzt: Alle 0130-Nummern sind nicht
mehr erreichbar. Die kostenlosen "freecall"-Nummern beginnen
nun einheitlich mit 0800. Das hatte die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post entschieden. Hintergrund der
Umstellung ist die Anpassung an internationale Standards. Es
ist möglich, dass die Vorwahl 0130 künftig für andere Dienste
verwendet wird.
Davon betroffen ist auch der der Zugang zur T-Net-Box, dem
virtuellen Telekom-Anrufbeantworter. Wer die Umleitung noch auf
die alte 0130-Nummer eingestellt hat, muss als neue T-Net-Box-Nummer
die 0800 33 02424 programmieren, damit der Anrufbeantworter auch
weiterhin funktioniert.
- Verlängerung der SDSL-Promotionaktion von Claranet bis Ende Januar
Claranet verlängert die
Promotion-Aktion für ihre SDSL-Flatrate. Privat-
oder Geschäftskunden, die sich bis Ende Januar für das
Angebot entscheiden, können die Einrichtungsgebühr von
990 Mark sparen. Ursprünglich war das Ende der Aktion für
den 31. Dezember 2000 geplant. Aufgrund der sehr
große Nachfrage können die "Aktion für Schnelle" nun auch Kunden
nutzen, die mit der Anmeldung nicht ganz so schnell waren.
Die Flatrate selber kostet knapp 200 Mark monatlich,
ermöglicht 144 kBit Up- wie Downstream und enthält auch noch
eine eigene Domain und Webspace. Es darf ein ganzes Rechnernetz
angeschlossen werden. Soweit die 144 kBit ausreichen, ist das
für Geschäftskunden ein ordentliches Angebot. Privatnutzer surfen
mit der T-Online-DSL-Flatrate hingegen günstiger und schneller.
- Internet: Verbotene Weitergabe von Kundendaten - und Verbot von Nazi-Auktionen
Die Wechselwirkung von Internet und Gesellschaft wird immer stärker.
Eine der Folgen ist, dass sich auch die Gerichte immer öfter mit dem
Internet beschäftigen müssen. Jüngstes Beispiel: Ein Urteil in
Frankreich verbietet dem Portal Yahoo, auf seinen Auktionsseiten
Nazi-Objekte wie Hakenkreuz-Armbinden zu versteigern. Zwar bezieht
sich das Verbot nur auf Frankreich - doch dürfte es Yahoo kaum
möglich sein, seine Website genau so zu filtern, dass kein Franzose
die Nazi-Seite sieht. Also verbot es Yahoo generell, entsprechende
Objekte bei Yahoo anzubieten.
Im Hinsicht auf die Bekämpfung des Rechtsradikalismus sicherlich
zu begrüßen, beinhalten derartige Urteile auch eine Gefahr: Es
dürfte fast keine Inhalte im Internet geben, die nicht irgendwo
auf der Welt verboten sind. Je erfolgreicher das Internet, desto
schwerer könnte es werden, Inhalte anzubieten. Auch teltarif könnte
mit dem Problem der Illegalität konfrontiert werden: Die auf einer
Info-Seite vorgestellten Callback-Dienste
sind tatsächlich in diversen Ländern verboten.
Die deutsche Finanzverwaltung hat zum eigenen Nutzen eine
Suchmaschine der besonderen Art entwickelt: Diese findet alle
möglichen E-Commerce-Seiten und ermöglicht anschließend den
Abgleich mit einer Umsatzsteuer-Datenbank. Denn wenn Software
oder MP3-Titel per Internet gekauft und heruntergeladen werden,
geht das bisher oft an Zoll und Mehrwertsteuer vorbei.
Während sich im vorhergehenden Fall die Finanzämter um
ihre Steuern betrogen fühlen, sind es im folgenden Fall die
E-Commerce-Kunden um ihre Daten: Viele Online-Versandhändler
geben nämlich Kundendaten weiter. Selbst so namhafte Firmen wie
Neckermann, Otto oder Quelle sollen betroffen sein. Zwar wird den
Verbrauchern bei der Bestellung "Anonymität" zugesichert - diese
gilt aber offensichtlich nur für die SSL-verschlüsselte Übertragung
der Daten zum Server des Versandhändlers...
Wir hoffen, dass Sie ein paar schöne Feiertage verbracht hatten,
und wünschen Ihnen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr!
.
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