Newsletter 33/00 vom 21.12.2000
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 21.12.2000 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Auswertung unserer großen Umfrage
  2. Weltweit fast kostenlos telefonieren über web.de
  3. Viag und GTS 01040 verlängern ihre Angebote / Weihnachts-Telefonate mit 01051 gratis
  4. Verbraucher können ab Januar die Höhe Ihrer Telefonrechnung begrenzen
  5. Telekom-Großhandelsflatrate: Für den Flatrate-Endkunden keine gute Nachricht
  6. Mit WOL für 0,5 Pfennig pro Minute ins Internet
  7. Werbesubventionierte DSL-Flatrate für Arcor-ISDN-Kunden
  8. Viags zukünftige GPRS-Preise sind durchgesickert
  9. Handys vom Weihnachtsmann
  1. Auswertung unserer großen Umfrage

    Ein paar Wochen ist es schon her, dass unsere große Umfrage zur Zukunft der Telekommunikation auf unserer Homepage www.teltarif.de stand. Nun, inzwischen haben wir die über 11.000 ausgefüllten Fragebögen ausgewertet und einige interessante Ergebnisse gewonnen. So nutzen bereits 6,4 Prozent von Ihnen einen Anschluss, der nicht von der Deutschen Telekom installiert wurde. In der allgemeinen Bevölkerung sind es hingegen unter 2 Prozent. Im Internet-Bereich fällt beispielsweise auf, dass ISDN-Nutzer im Schnitt eine deutlich höhere Internetrechnung haben als Analoganschluss-Nutzer.

    Mit erscheinen dieses Newsletters geht der erste Teil der Auswertung der Umfrage auf unserer Homepage http://www.teltarif.de online. Der zweite Teil, Mobilfunk, folgt am Samstag, und der dritte Teil über Zukunftstrends am 1. Weihnachtsfeiertag. Schauen Sie einfach mal rein!

  2. Weltweit fast kostenlos telefonieren über web.de

    Das Portal web.de bietet im Rahmen seiner Messaging-Dienste auch kostenfreie, werbesubventionierte Internet-Telefonie innerhalb von Deutschland an. An Weihnachten und Silvester wird der Dienst auf eine Vielzahl europäischer Länder sowie die USA und Kanada erweitert. Dem Nutzer entstehen keine Kosten außer für die Internet-Einwahl. Die genauen Details haben wir auf folgender News-Seite für Sie zusammengetragen: http://www.teltarif.de/s/s3910.html  Weitere Informationen zur Internet-Telefonie und einen Test derselben finden Sie unter der URL: http://www.teltarif.de/i/inettel.html

    Wer lieber über das gewöhnliche Festnetz telefoniert, findet zur Weihnachtszeit ebenfalls eine Menge interessanter Angebote. 01051 und 01017 haben Sonderpreise für diverse Länder, während 010012 ab morgen die Tarife sogar dauerhaft senkt. Da die Länderliste lang ist, drucken wir diese nicht hier im Newsletter ab, sondern verweisen alle Interessierten auf die Tarifdatenbank auf www.teltarif.de . Mit dieser können Sie die Preise für Ihr Land gezielt abfragen.

  3. Viag und GTS 01040 verlängern ihre Angebote / Weihnachts-Telefonate mit 01051 gratis

    Entgegen anders lautenden Presseerklärungen wird sich GTS nun doch nicht vollständig aus dem Privatkundengeschäft zurückziehen. Wie uns Lothar Besancon aus der Presseabteilung des Düsseldorfer Anbieters mitteilte, wird das offene Call by Call über 01040 noch so gut angenommen, dass das Angebot "bis auf weiteres" fortgeführt wird. Der seit dem 10. August aktuelle Tarif bleibt weiterhin gültig. Auch die beiden Auskunftsdienste 11822 (Inlands-Auskunft) und 11823 (Auslands-Auskunft) wurden noch nicht, wie ursprünglich geplant, abgeschaltet und laufen ebenfalls auf unbestimmte Zeit weiter.

    Pre-Selection für Privatkunden hingegen sei nach festem Zeitplan beendet worden, so Herr Besancon. Der zur Unterscheidung von Privat- und Geschäftskunden geforderte Mindestumsatz von 500 Mark sei jedoch keine absolute Grenze: GTS habe auch Interesse, kleine und mittelständische Unternehmen mit geringerem Umsatz als Kunden zu gewinnen.

    Auch Viag Interkom verlängert sein ursprünglich bis Jahresende befristetes Angebot "Kalte Nächte, heiße Telefone". Somit kann man nun bis einschließlich 31. März 2001 von 21 bis 6 Uhr für nur 3,3 Pfennig pro Minute ins deutsche Festnetz telefonieren. Das Angebot gilt sowohl für Preselection-Kunden, als auch für Nutzer des Call-by-Call über die 01090.

    Mit der erneuten Offensive bleibt Viag, gemeinsam mit Super24, in der Zeit von 22 bis 6 Uhr an der Tabellenspitze. Dabei dürfte es in der Regel deutlich einfacher sein, bei Viag eine freie Leitung zu ergattern als bei Super24. Von 21 bis 22 Uhr kann man allerdings für 3,2 Pfennig pro Minute über die 01066 von Interoute noch einen Tick günstiger telefonieren.

    Der Düsseldorfer Telefon-Discounter 01051 will seine Kunden zur Weihnachtszeit beschenken. Vom 18. bis zum 26. Dezember werden täglich 500.000 Freiminuten für innerdeutsche Ferngespräche nach dem Zufallsprinzip verschenkt. Wenn nach dem Wählen anstelle der gewohnten Tarifansage die Stimme des "Crazy Weihnachtsmanns" ertönt, ist das folgende Gespräch gebührenfrei.

    Ertönt der Weihnachtsmanns allerdings nicht, so telefoniert man mit 01051 rund um die Uhr für 7 Pfennig die Minute. Das ist gerade an Feiertagen relativ teuer, weil dann bei den Mitbewerbern der günstige Nebenzeit-Tarif gilt.

  4. Verbraucher können ab Januar die Höhe Ihrer Telefonrechnung begrenzen

    Verbraucher in Deutschland können ab dem 1. Januar 2001 ihre Telefonrechnungen im Vorhinein auf feste Beträge begrenzen. Wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) am Mittwoch in Bonn mitteilte, kann ein Kunde seinem Telefon- oder Internetanbieter vorgeben, "bis zu welcher monatlichen Höhe er die Dienstleistung in Anspruch nehmen will". Dies gelte auch für Mobildienste. Die Anbieter können laut Regulierungsbehörde wählen, wie sie die Kunden über den Kostenstand informieren: Möglich seien die Anzeige am Endgerät, die mit einer Sperrfunktion verknüpft werden könne, Prepaid-Karten, die mit einer bestimmten Summe geladen werden, oder eine Ansage, sobald sich die Kosten dem Entgeltlimit näherten.

    Bereits bei der Liberalisierung des Telefonmarktes in Deutschland 1998 hatte die Behörde die Möglichkeit für ein Gebührenlimit einführen wollen. Das Vorhaben wurde wegen angeblicher technischer Probleme jahrelang verschoben. Zuletzt hatten die Firmen aber einen gemeinsamen Standard für die Übermittlung von Gebührenimpulsen zwischen den Netzen verschiedener Anbieter entwickelt.

    In ihrem Amtsblatt 24/2000 hat die Regulierungsbehörde heute ihre endgültige Auslegung des § 18 Telekommunikations-Kundenschutzverordnung (TKV) veröffentlicht. Daraus ergeben sich folgende Kernaussagen:

    • Für den Verbraucher muss die Umsetzung einfach und praktikabel sein, deshalb ist der jeweilige Teilnehmernetzbetreiber verpflichtet, diese Entgelte im Endgerät des Kunden zusammenzuführen.
    • Der § 18 TKV gilt generell für das Angebot von Telekommunikationsdienstleistungen. Damit sind neben dem Sprachtelefondienst im Fest- und Mobilfunknetz auch Daten- und Mehrwertdienste erfasst.
    • Die Entgelte für internationales Roaming werden von § 18 TKV nicht abgedeckt.
    • Der Anspruch des Verbrauchers besteht in der Regel gegenüber seinem jeweiligen Vertragspartner, also auch gegenüber den Anbietern von Preselection, Call-by-Call, Auskunftsdiensten, Telefonmehrwertdiensten sowie Internet-by-Call.
    Unklar ist bisher jedoch noch, wie diese Vorgaben seitens der Anbieter umgesetzt werden können, da die Abrechnungen vieler Anbieter erst verspätet zur Verfügung stehen. Auch die Übermittlung der Kosten während eines Gespräches funktioniert noch nicht bei allen Anbietern einwandfrei. Bei der RegTP geht man allerdings davon aus, dass sich die Telekommunikationsanbieter an die neuen Spielregeln halten werden, schließlich waren sie an der Entwicklung der technischen Standards für die Umsetzung dieser Vorgaben beteiligt.

  5. Telekom-Großhandelsflatrate: Für den Flatrate-Endkunden keine gute Nachricht

    Seit Freitag bietet die Deutsche Telekom ihren Wettbewerbern eine sogenannte Großhandelsflatrate an. Pro S2M-Anschluss (dieser entspricht 30 ISDN-Kanälen à 64kBit) wird pauschal ein Preis von 4800 Mark pro Monat gefordert. Das Angebot kann an allen 1600 Vermittlungsstellen der Telekom in Anspruch genommen werden. Dafür können dann beliebig viele Einwahlverbindungen von Internet-Nutzern, die an derselben Vermittlungsstelle angeschlossen sind, abgewickelt werden.

    Bei diesen Konditionen wird es dennoch für den Endkunden kaum Ersparnisse bei den Flatrate-Preisen geben. Denn auch bei dem neuen Angebot der Deutschen Telekom trägt der Internet-Service-Provider und nicht die Deutsche Telekom das Risiko, dass seine Flatrate-Kunden Standleitungen ins Internet aufbauen. Zwar betragen die Kosten für den ISP bei Rund-um-die-Uhr-Surfern nur noch 160 Mark netto im Vergleich zu bisher über 500 Mark, doch sind diese Kosten weiterhin deutlich höher als der von AOL und T-Online vorgegebene Flatrate-Marktpreis von knapp 80 Mark brutto.

    Zuverlässige Flatrates, also quasi Standleitungen, können mit diesen Konditionen nicht kostendeckend angeboten werden, da in diesem Fall maximal 30 Kunden pro S2M-Port geschaltet werden können. Das macht dann 160 Mark pro Kunde, zuzüglich Mehrwertsteuer, Gewinnspanne des Providers und Kosten für die Weitervermittlung ins Internet. Einzige Möglichkeit, eine günstige Flatrate anzubieten, ist die Mischkalkulation: Der Provider muss dann mehr als 30 Flatrate-Kunden pro S2M-Anschluss aufnehmen.

    Dazu eine Rechnung: Wenn das Verhältnis zwischen Kunden und der zur Verfügung stehenden Einwahl-Ports 10:1 beträgt, betragen die Zugangskosten für der Internet-Provider nur noch etwa 20 Mark monatlich. Auf jeden Nutzer kommen dann allerdings maximal 2 Stunden und 24 Minuten Online-Zeit täglich - und das bei optimaler Auslastung rund um die Uhr. Entsprechend gering wäre in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit, zur Hauptzeit einen freien Port zu erwischen. Da aber Flatrate-Kunden keine Durchschnitts-, sondern Vielsurfer sind, kann man zu Peak-Zeiten (beispielsweise abends nach der Arbeit) eine Auslastung von 75 Prozent und mehr annehmen. Wenn es dann permanent ein Besetztzeichen bei der Einwahl gibt, verschwindet der Billig-Flatrate-Anbieter zwangsläufig so schnell von der Bildfläche, wie er dort aufgetaucht ist. Für eine Flatrate, die 24 Stunden am Tag zuverlässig funktioniert, müsste der Kunde eines Telekom-Konkurrenten wie gesagt fast 200 Mark brutto zahlen, während Telekom-Kunden dieselbe Leistung für 79 Mark erhalten.

    Erwartungsgemäß wurde die Großhandelsflatrate bereits vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) kritisiert. Der Verband der Telekom-Wettbewerber kritisiert vor allem, dass die Deutsche Telekom die Flatrate an den etwa 1600 Teilnehmer-Vermittlungsstellen der DTAG anbieten will. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hatte als Obergrenze für ein effizientes Netz eine Zahl von maximal 475 Zusammenschaltungspunkten festgelegt. Um die von der Telekom vorgeschlagenen über 1000 zusätzlichen Vermittlungsstellen anzuschließen, müssten die Wettbewerber weit darüber hinaus gehende Investitionen in den Netzausbau stecken oder die Anmietung teurer Zuleitungen der Telekom in Kauf nehmen. Auf diesem Wege versuche die Telekom nun die Entscheidung der RegTP auszuhebeln, die Kosten in die Höhe zu treiben und so attraktive Angebote für die Kunden der Wettbewerber zu verhindern, sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner dazu.

    Die Regulierungsbehörde möchte zu der Großhandelsflatrate noch überhaupt keinen Kommentar abgeben. Ein Behördensprecher sagte am Donnerstag, die Telekom habe ein Angebot unterbreitet, wozu sie verpflichtet worden sei. Das ehemalige Monopolunternehmen genieße aber Vertragsfreiheit bei den Internet-Tarifen und müsse deshalb das Angebot nicht genehmigen lassen. Die Behörde könne die von der Telekom verlangten Preise nur nachträglich überprüfen. Details der Vereinbarung will die Telekom den Angaben zufolge der Regulierungsbehörde noch vorstellen.

    Es steht dem Internet-Service-Provider aber frei, die von der Telekom per Flatrate eingekaufte Leistung dem Endkunden weiterhin minutenbasiert abzurechnen. Musste der ISP der Telekom für Internet by Call zur Hauptzeit mindestens 1,71 Pfennig pro Minute für so genannte Interconnect-Kosten bezahlen, kann er über die Großhandels-Flatrate bei guter Auslastung die Kosten auf unter einen Pfennig pro Minute drücken. Wird diese Preissenkung an die Verbraucher weitergegeben, so wird Internet by Call nochmal 20 bis 25 Prozent günstiger. Zu Zeiten geringer Auslastung - beispielsweise nachts - könnten ungenutzte Kapazitäten zum Schleuderpreis vermarktet werden. Der "Nachtsurf zum halben Preis" ist somit in greifbare Nähe gerückt.

  6. Mit WOL für 0,5 Pfennig pro Minute ins Internet

    Bei World Online können 100.000 Neukunden, die sich zwischen dem 15. Dezember 2000 und dem 28. Februar 2001 anmelden, für 0,5 Pfennig pro Minute surfen. Dieses Angebot ist allerdings auf fünf Online-Stunden pro Monat beschränkt. Für jede weitere Minute gilt dann der Standardtarif von 2,6 Pfennig pro Minute. Abgerechnet wird bei WOL im 30-Sekunden-Takt. World Online legt damit eine abgespeckte Version seiner Aktion vom Oktober neu auf, bei der die ersten 100.000 Neukunden jeden Monat zehn Stunden lang zum 0,5-Pfennig-Tarif surfen konnten.

  7. Werbesubventionierte DSL-Flatrate für Arcor-ISDN-Kunden

    Der Hattersheimer Anbieter GlobalMediaNet (GMN) wirbt mit einer "kostenlosen" 128-kBit-DSL-Flatrate. Die einzige Voraussetzung für die Nutzung des Angebots ist ein ISDN-Anschluss bei Arcor für 59,90 Mark pro Monat. Zusätzlich fällt eine einmalige Anschlussgebühr von 50 Mark an. Monatliche Kosten kommen aber tatsächlich nicht auf einen zu. Wem die 128 kBit nicht ausreichen, kann auch eine "reduzierte" DSL-Flatrate mit 768 kBit für 29 Mark monatlich bestellen. Auch hier beträgt die Anschlussgebühr 50 Mark. Zum Vergleich: Die Grundgebühr für den regulären Arcor DSL-ISDN-Anschluss mit der 128 kBit-Flatrate beträgt 98,90 Mark monatlich.

    Es handelt sich allerdings um ein werbesubventioniertes Angebot. Während des Surfens wird über eine spezielle Software Werbung eingespielt. Diese Software darf nicht verändert werden und bleibt Eigentum von GMN. Bei der Anmeldung müssen die Kunden einen Fragebogen ausfüllen, der über das Interessenprofil des Nutzers Auskunft geben soll und so zielgerichtete Werbung ermöglicht. Mit der Anmeldung erklärt man sich auch einverstanden, dass die Daten aus Fragebogen und Surfverhalten gespeichert und für Werbezwecke ausgewertet werden.

    Die Vertragslaufzeiten für die vergünstigten Angebote betragen drei Monate, für den ISDN-Anschluss gelten die Vertragsbedingungen von Mannesmann-Arcor. Die werbesubventionierte DSL-Flatrate ist auf 50.000 User beschränkt. Der Wechsel eines bestehenden ISDN-Anschlusses von der Telekom zu Mannesmann ist für die Kunden kostenlos; die Beantragung eines neuen ISDN-Anschlusses kostet 50 Mark.

    NGI startet ebenfalls mit einem eigenen DSL-Angebot für Privatkunden. Mit 1 MBit/s Downstream und 256 kBit/s Upstream ist es leistungsfähiger, als das Privatkunden-DSL-Angebot der Deutschen Telekom. Doch mit 139 Mark im Monat (inklusive Flatrate) ist es auch deutlich teurer. Weitere Details finden Sie in unserem Newsticker online auf http://www.teltarif.de/s/s3909.html .

  8. Viags zukünftige GPRS-Preise sind durchgesickert

    Der Mobilfunkanbieter Viag Interkom leistete sich am vergangenen Wochenende einen aufschlussreichen Fehler: Bei der Design-Umstellung der Webpage gelangten auch Preis online, die da noch nicht stehen sollten. Speziell die neuen GPRS-Seiten von Viag verrieten mehr, als Viags Pressesprecher Roland Kuntze auf Anfrage bestätigen mochte. Es sei alles ein Versehen und die Preise seien noch nicht offiziell bekanntgegeben. Bei den Zahlen handele es sich lediglich um "Platzhalter". Die Seite wurde inzwischen verändert. Wenn man die versehentlich veröffentlichten Preise mit den bisherigen Verlautbarungen vergleicht, ist es aber recht wahrscheinlich, dass diese "Platzhalter" die zukünftige Preisstruktur korrekt wiedergeben.

    Dem zufolge kostet die einzelne WAP-Seite über GPRS 8 Pfennig, egal, wie groß oder klein diese ist. Bei Nutzung von GPRS für Datenübertragungen (nicht WAP) sind pro Online-Stunde 50 Pfennig zu bezahlen - zuzüglich 60 Pfennig pro 100 kB. Ab 20 MB halbiert sich der Preis auf 30 Pfennig pro 100 kB.

    Im Vergleich zu den bisher bekannten GPRS-Tarifen anderer Netzbetreiber sind die Kosten sehr günstig. Lediglich "always online" wird bei Viag relativ teuer sein, weil ja eine Grundgebühr von 50 Pfennig pro Stunde anfällt.

    Ein ähnliches Preisniveau hat auch der Mobilfunkbetreiber diAx im Nachbarland Schweiz. Es gibt dort keine Grundgebühren für GPRS und eine gesonderte Anmeldung ist auch nicht nötig. Die Übertragung von einem Kilobyte Daten kostet für alle diAx-Kunden 0,75 Rappen (0,97 Pfennig). Viag ist zwar pro Kilobyte günstiger, rechnet aber in ungünstigeren 100 kB-Blöcken ab und verlangt noch ein Entgelt für die Onlinezeit.

    Richtig teuer sind im Vergleich hingegen die Preise, die die D-Netze vorgestellt haben. Die Deutsche Telekom beispielsweise verlangt den Planungen zufolge für die Nutzung von GPRS 50 Pfennig pro Tag und zusätzlich 69 Pfennig pro 10 kB übertragenen Daten. Alternativ kann man auch pro Nutzungsstunde 50 Pfennig zahlen, dann kosten jeweils 10 kB noch 49 Pfennig.

    Die Vorteile und Nachteile von GPRS und die Unterschiede zu HSCSD und dem normalen Datenfunk können Sie in unserem Mobilfunk-Ratgeber auf http://www.teltarif.de/ nachlesen, wo wir eine spezielle Rubrik zum Thema "mobile Daten" eingerichtet haben.

  9. Handys vom Weihnachtsmann

    Nicht nur der Winter lässt auf sich warten, sondern auch die richtig tollen Weihnachtsaktionen der Mobilfunkanbieter. So kommt es auch, dass es nicht den Spitzen-Tarif gibt, den wir hier empfehlen können.

    Vielen Lesern bekannt ist der Magdeburger Internet-Handy-Shop, der bis Ende des Jahres Free24-Mobilfunktarif für das D1-, D2- und E-Plus-Netz anbietet. Der Free24 entspricht dem Tiny-Tarif von Telepassport, die Grundgebühr entfällt allerdings. Die Minutenpreise für diesen Tarif sind mit beispielsweise 1,49 Mark in der Hauptzeit für Gespräche ins Festnetz aber alles andere als "Tiny". Es gibt auch keine Ortsgespräche für 15 Pfennig pro Minute, wie das beispielsweise bei den ebenfalls grundgebührfreien Super24-Mobilfunktarifen der Fall ist. Dort bekommt man allerdings auch kein kostenloses Handy.

    Beim IHS gibt es jetzt das Panasonic GD50 dazu. Für das D1-Netz ist ein TRIUM-Laser mit einer Xtra-Karte und 25 Mark Startguthaben dabei. Die Mindestlaufzeit für die Mobilfunkverträge beträgt 24 Monate. Nach Ablauf dieser Zeit werden monatlich 12,95 Mark Grundgebühr fällig. Erfahrungsgemäß kommt es bei IHS gelegentlich zu Lieferverzögerungen und heftigen Streits in unserem Leserforum - trotzdem wollen wir dieses Angebot unseren neuen Lesern nicht vorenthalten.

    Bei der unter der gleichen Magdeburger Postadresse erreichbaren MagTel gibt es übrigens seit einiger Zeit ein Nokia 3210 und einen City-Roller kostenlos, wenn man einen Smarty-Special-Vertrag abschließt. Auch der Smarty-Special ist eine Klon des TPP-Tiny, allerdings fällt bei dieser Variante zwar keine Grundgebühr, aber ein Mindestgesprächsumsatz von 9,95 Mark monatlich an.

    Den Smarty-Tarif mit Mindestgesprächsumsatz von 9,95 Mark gibt es auch bei www.sparhandy.com, www.handylady.de und weiteren NetCom2000 Resellern. Bei Sparhandy.com gibt es wahlweise ein Siemens S35i, C35i oder M35i plus 100 Mark in bar zusätzlich. Für Nokia-Fans gibt es entweder das 3210 oder das 3310 plus 200 Mark Barauszahlung. Sämtliche Handys sind ohne SIM-Lock. Wer trotzdem kein Handy will, kann bei Vertragsabschluss 450 Mark kassieren. Auch dieses Angebot gilt bis zum 31. Dezember.

    Ein ähnliches Angebot hält auch der Passauer Anbieter obocom bereit, hier bekommt man für den Abschluss eines Netztel D2-Fun-Vertrages ein Ericsson A1018s plus 430 Mark Barauszahlung oder einen Warengutschein über 500 Mark. Der Netztel-D2-Fun kostet allerdings 24,95 Mark monatlich - die Behauptung des Händlers, dass der Tarif keine Grundgebühr koste, bezieht sich auf die Einmalzahlung, die man selbstverständlich auch für die Bezahlung der monatlichen Grundgebühr verwenden kann. Ansonsten entspricht dieses Angebot dem der Direktel, über das wir Sie bereits im letzten Newsletter informiert haben.

Dies war der letzte Newsletter vor Weihnachten. Im nächsten Newsletter werden wir einen Ausblick auf die Entwicklung des Marktes in 2001 geben - und unsere 2000er Prognosen vom letzten Jahr kritisch beäugen. Wir wünschen Ihnen ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch!
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