Newsletter 32/00 vom 14.12.2000
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 14.12.2000 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. D2 privat begründet sein schlechtes Ergebnis in unserer Prepaid-Umfrage
  2. Massenhaft günstige Handy-Bundles und Startguthaben zu Weihnachten
  3. Viag LOOP: Auslandsroaming - und Vertragsstrafe für SIM-Lock-Entfernung
  4. Mobilfunk: Xtra-Tarifwechsel teurer
  5. Fröhliches Namen-Tauschen: Aus Mannesmann wird Vodafone, aus Drillisch ElisaNet
  6. Festnetz: Inland teurer
  7. Ausland: Das übliche Gerangel um die Tabellenspitze
  8. Telekom-XXL-Tarif kann weiter angeboten werden
  9. AOL wirbt bei T-Online für 50-Mark-Flatrate
  10. Erste V.92-ready Modems von Elsa endlich im Handel
  1. D2 privat begründet sein schlechtes Ergebnis in unserer Prepaid-Umfrage

    Im letzten Newsletter hatten wir die Ergebnisse unserer Prepaid-Umfrage angekündigt. Sie können diese seit einigen Tagen online auf unserer Homepage www.teltarif.de auf der Seite http://www.teltarif.de/s/s3799.html nachlesen.

    Besonders schlecht abgeschnitten hatte der Netzbetreiber D2, der in allen Punkten die schlechtesten Ergebnisse erzielte. Wir baten D2 daher um eine Stellungnahme, die D2-Pressesprecher Matthias Andreesen abgab. Man sei sich, so sagte er, der Probleme sehr bewusst und bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten für die Kunden. Man sehe darin ein Ansporn für weitere Verbesserungen. Um die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen, habe man ein Bündel an Maßnahmen ergriffen. So wurden in diesem Jahr 2000 neue Basisstationen errichtet und der Ausbau der 1800MHz-Technik im großen Stil in Angriff genommen.

    Nach den ungewöhnlich langen Reparaturzeiten für CallYa-Handys befragt, sagte er, dass man insbesondere im Frühjahr und Sommer dieses Jahres Probleme mit defekten Sagem-Handys hatte und dass so auch der Service stark belastet war. Unter anderem durch Änderungen im Organisationsablauf konnte man die Reparaturdauer stark verkürzen. Die aktuellen Sagem-Handys wiesen eine normale Defekthäufigkeit auf. Man strebe die Reparatur eines defekten CallYa-Handys innerhalb weniger Tage an.

    In den vergangenen Monaten wurden durchschnittlich je eine Million neuer Kunden hinzugewonnen. Durch dieses schnelle Wachstum habe man Probleme nicht ganz vermeiden können. Um die stark beanspruchten Hotlines spürbar zu entlasten, wurde deren Personal um über 25% aufgestockt. In den nächsten Wochen werde man auch ein zusätzliches D2-CallCenter in Bautzen (Sachsen) eröffnet. Inzwischen habe man über 60% des Netzes mit einer neuen Software ausgestattet, welche die Abrechnung von SMS-Nachrichten in Echtzeit ermöglicht. Auch dies entlastete die Hotlines, da es bezüglich der späten Abrechnung und daraus entstandenen Minus-Guthaben sehr viele Anfragen gab.

    Soweit zur Stellungnahme. Viele Kunden werden sich aber fragen, warum Konkurrent T-D1 derart massive Probleme nicht hatte. Die Anzahl der Neukunden bei T-D1 dürfte ähnlich hoch gewesen sein.

    Die Ergebnisse unserer Umfrage sprechen eine deutliche Sprache. So gaben 37% derjenigen CallYa-Kunden an, welche ihr Handy schon einmal durch D2 reparieren lassen mussten, dass die Reparatur länger als einen Monat dauerte. Beim Konkurrenten T-D1 hingegen waren es gerade einmal 4%. Auch die Defektrate war mit 15% im Vergleich zu den anderen Anbietern bei D2 überdurchschnittlich hoch. E-plus konnte in dieser Disziplin mit gerade einmal 6% glänzen. Die Netz- und Service-Qualität wurde bei T-D1 am besten empfunden, D2 erhielt auch hier die negativsten Bewertungen.

    Trotz wiederholter Anfrage von teltarif gab der französische Handy-Hersteller Sagem bisher leider keine Erklärung zu den im Vergleich mit anderen Herstellern äußerst hohen Defektraten seiner CallYa-Handys ab. Wir werden wieder berichten, falls wir doch noch eine Stellungnahme bekommen.

  2. Massenhaft günstige Handy-Bundles und Startguthaben zu Weihnachten

    Die Weihnachtssaison ist im Mobilfunk endgültig angelaufen. Täglich werden der teltarif-Redaktion neue, noch verlockendere Handy-Bundles vorgestellt. Bei all den hohen Gesprächsguthaben und Kostenlos-Handys ist allerdings zu beachten, dass die Mobilfunkanbieter eigentlich nichts zu verschenken haben. Das Handy wird häufig mit hohen Minutenpreisen "bezahlt"; dasselbe gilt auch für die Gesprächsguthaben. Wenn die Gesprächsminute in ein anderes Mobilfunknetz zur Hauptzeit knapp 2 Mark kostet, kann man selbst hundert Mark Guthaben in unter einer Stunde aufbrauchen.

    Viele von den Bundles enthalten auch keine Original-Verträge der Netzbetreiber, sondern Angebote von Providern. Die Unterschiede zu den Original-Verträgen stecken hier oft im Detail - mal sind Gespräche in Fremdnetze noch teurer als bei den Netzbetreibern, mal ist kein so gutes Handy dabei, mal wird der Samstag auch zum teuren Werktagtarif abgerechnet, mal werden Preissenkungen nicht direkt weitergegeben, sondern nur nach kostenpflichtiger Vertragsumstellung inklusive Laufzeitverlängerung. Das heißt nicht, dass Provider-Verträge grundsätzlich schlecht sind - aber es ist eben auch nicht alles Gold, was glänzt.

    • Seit Anfang dieser Woche bis zum 24. Dezember bietet der Internethändler Direktel nette Weihnachtspakete an, beispielsweise den D2-fun-XMAS-Vertrag von Netztel. Für die Mindestlaufzeit von 24 Monaten wird der Kunde aber von der Grundgebühr befreit. Dafür kann man nicht mehr jede Option wählen, insbesondere nicht die günstige City-Option, sondern muss "Take 10" schalten lassen, die monatlich ein Gesprächsguthaben von 10 Mark enthält. Damit bekommt man zum kostenlosen Vertrag noch ein Gesamtguthaben von 240 Mark über die Laufzeit von 24 Monaten. Es wird weder eine Anschlussgebühr, noch eine Bereitstellungsgebühr berechnet.

      Allerdings gibt es kein kostenloses Handy dazu. Wer auch noch ein Handy geschenkt bekommen möchte, kann auf ein anderes Netztel-XMAS Angebot ausweichen: Den Netztel D2 fun XMAS-Tarif gibt es nämlich auch ganz ohne Option, also auch ohne Take 10, dafür aber mit einem Xtra-Pack, in dem ein ungelocktes Telit 220 E Handy inklusive 50 Mark Xtra-Guthaben, Ledertasche und Ladestation enthalten ist. Nach Abtelefonieren der Xtra-Karte kann man diese gegen die fun-XMAS-Karte tauschen.

      Weitere Informationen zu diesem Angebote finden Sie bei uns auf der Homepage www.teltarif.de in der News-Meldung http://www.teltarif.de/s/s3815.html .

    • Der Berliner Tk-Händler 1plus2.de bietet bei Abschluss eines 24-Monats-Talkline-Vertrages bis zum 28. Dezember ein Startguthaben von 500 Mark (Talkline E-Plus) bzw. 400 Mark (Talkline D1/D2). Ein Motorola-Handy T2288 ist auch dabei. Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie auf der Seite http://www.teltarif.de/s/s3800.html .
    • Der Krefelder Anbieter Victorvox bietet den Anfang des Monats eingeführten "Cheapy" jetzt auch für D2, allerdings nur bis zum 7. Januar 2001. Auch hier gilt: Cheapy ist nicht ganz so cheap wie der Name hoffen lässt. Die monatliche Grundgebühr beträgt 4,95 Mark, dazu kommt ein Mindestverbrauch von 10 Mark pro Monat und auch noch die Anschlussgebühr von 49,95 Mark. Und das bei Minutenpreisen von 1,29 Mark für Gespräche ins Festnetz am Samstag tagsüber! Andere verlangen zur selben Zeit nur 15 Pfennig pro Minute. Details stehen auf http://www.teltarif.de/s/s3812.html .

  3. Viag LOOP: Auslandsroaming - und Vertragsstrafe für SIM-Lock-Entfernung

    Viele Neuigkeiten gibt es diese Woche von VIAG-LOOP zu berichten: Das Entfernen des SIM-Lock ist jetzt offiziell verboten. Wenn ein Kunde "technische Änderungen an der Hard- oder Software des LOOP-Mobilfunkgerätes" vornimmt, behält sich VIAG Interkom die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen vor. VIAG Interkom ist damit der erste Anbieter, der sich direkt gegen Kunden wendet. Aus der Sicht des Netzbetreibers sind die Maßnahmen verständlich, weil zahlreiche SIM-Lock-Handys entsperrt und unabhängig von der Prepaid-Karte weiterverkauft werden. Auf diese Weise hat der Anbieter keine Chance, die Handy-Subventionen durch Gesprächsgebühren wieder hereinzuholen. Andererseits sollte es einem Verkäufer egal sein, was ein Käufer mit seiner erworbenen Ware anstellt. Dabei ist es unerheblich, ob das Gerät zwei Jahre in den Schrank gelegt, am ersten Tag nach dem Kauf entsorgt oder halt eben ent-SIM-lockt wird.

    Gute Nachricht: Ab dem 22. Dezember kann man mit der LOOP-Karte in 25 europäische Länder telefonieren. Abgehende Telefonate sind für VIAG Interkom-Kunden zum Teil günstiger als beim Konkurrenten T-D1, der bislang als einziger deutscher Netzbetreiber direktes Roaming - ohne separate Anmeldung und ohne Bonitätsprüfung - für Prepaid-Kunden angeboten hatte. Je nach Länderzone kostet bei Viag ein einminütiges Gespräch nach Deutschland zwischen 1,99 Mark und 3,99 Mark. Anrufe in andere Länder sind noch teurer. Eingehende Gespräche kosten bei LOOP 1,99 Mark pro Minute, während D1 hier "nur" 1,59 Mark verlangt. Bei Interesse können Sie weitere Preisdetails online in unserem Beitrag http://www.teltarif.de/s/s3813.html nachlesen.

    Um abgehende Gespräche zu führen, muss man der Reihe nach * 111 * Zielrufnummer # eingeben, die Eingabe mit der grünen Taste bestätigen und auf den Rückruf von VIAG Interkom warten, der dann die gewünschte Verbindung herstellt. Eingehende Gespräche können ganz normal - wie auch in Deutschland - entgegengenommen werden. Es soll auch möglich sein, vom Ausland aus seine Mailbox abzuhören oder den LOOP-Service anzurufen, z.B. um das Guthaben wieder aufzuladen. Aufladekarten sind allerdings nur in Deutschland erhältlich. Der SMS-Empfang ist auch beim Roaming kostenlos, SMS-Versand ist dagegen - wie auch beim D1-Xtra-Roaming - noch nicht möglich.

    In unserem Reise-Ratgeber auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zum mobilen Telefonieren im Ausland - und wie Sie dabei ganz kräftig sparen können.

  4. Mobilfunk: Xtra-Tarifwechsel teurer

    Eine Änderung gibt es auch bei der D1-Xtra-Card: Tarifwechsel kosten ab April nächsten Jahres 9,95 Mark. Laut der T-Mobil-Pressestelle ist zwar noch nichts entschieden, jedoch existiert eine interne Vertriebsinformation des Netzbetreibers mit diesem Inhalt. Auch ein Vermerk auf der Homepage von T-D1 hin weist darauf hin, dass man "bis 31. März 2001" seinen Xtra-Tarif kostenlos umstellen kann.

    Zum Schluss noch eine Meldung für alle, die beim mobil sein nicht unbedingt von Mobiltelefonierern gestört werden wollen: Eine Handy-freie Zone gibt es nur im ICE. In den ausgewiesenen Ruhezonen sind die Reisenden vor jeder Art Klingelmelodie sicher. Dafür gibt es auch ausgewiesene Handy-Abteile, selbstverständlich sowohl für Raucher wie für Nichtraucher - im teltarif-Forum wurde bereits über eine 'Zonen-Inflation' gewitzelt. Solche Abteile, in denen Repeater für guten Empfang sorgen, gibt es im Regionalzug aber noch nicht. Trotzdem muss man dort und in der S-Bahn telefonierenden Sitznachbarn ertragen - zumindest dann, wenn der Verkehrsbetrieb die Benutzung des Handys erlaubt.

  5. Fröhliches Namen-Tauschen: Aus Mannesmann wird Vodafone, aus Drillisch ElisaNet

    Bereits Anfang des Jahres waren Mannesmann und Vodafone nach einer gewaltigen Übernahmeschlacht fusioniert. Dabei war Vodafone - wenn auch nur minimal - der stärkere Partner. Trotz der Übernahme änderte sich für D2-Kunden in der Folge nur wenig. Doch wurde im Laufe dieses Jahres der Mannesmann-Konzern zerlegt. Geschäftsbereiche, die nicht mit Telekommunikation zu tun hatten, wie das Röhrengeschäft, die Herstellung von Luxus-Uhren oder der Maschinenbau, wurden an andere Firmen verkauft.

    Nun fällt auch der Name "Mannesmann": Ab 1. Januar wird es offiziell "D2 Vodafone" heißen. Vermutlich dürfte aber der Markenname D2 privat noch eine zeitlang daneben bestehen.

    Nicht ganz so lange war die Zeitspanne zwischen Übernahme und Umbenennung bei der Festnetz-Sparte von Drillisch. Diese firmiert ab sofort unter ElisaNet. Der Mobilfunk-Serviceprovider Drillisch AG bleibt hingegen unverändert erhalten: Drillisch trennte sich vom Festnetz-Geschäft, da sie dort im Gegensatz zum Mobilfunkbereich nie wirklich Fuß fassen konnten und nur Verluste einfuhren.

  6. Festnetz: Inland teurer

    One.Tel ändert ab heute die Preise. Zwischen 20 und 6 Uhr werden im offenen Call by Call über die 01086 ab heute 3,9 statt bisher 3,3 Pfennig pro Minute berechnet, eine Preiserhöhung um immerhin fast 20 Prozent. Nur angemeldete Kunden bezahlen weiterhin 3,3 Pfennig pro Minute.

  7. Ausland: Das übliche Gerangel um die Tabellenspitze

    Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Super24 und 01017.com ging, wie war es anders zu erwarten, auch in dieser Woche weiter. Wie immer unterboten sich beide Unternehmen gegenseitig um Zehntelpfennige für Telefonate in die osteuropäischen Nachbarländer. Tabellenführer ist derzeit 01017. Befragen Sie im Zweifelsfall unsere Tarifdatenbank auf http://www.teltarif.de/ , um den für Sie optimalen Preis zu ermitteln.

    Bei One.Tel kann man seit 7. Dezember wieder die "Overnight Happy Hour" nutzen. Dabei telefoniert man über die 01086 zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens günstig in die Festnetze einiger europäischer Länder sowie nach Australien und Kanada. Als Beispiel seien 10 Pfennig für Telefonate um den halben Globus nach Australien genannt. Dort herrscht dann aufgrund der Zeitverschiebung auch gerade Tag, so dass einen höchstens noch die eigene Müdigkeit von einer längeren nächtlichen Telefon-Session abhalten kann.

    Die 01051.com hat ihre Preise in einige Fernziele gesenkt und erreicht damit für die entsprechenden Länder den Spitzenplatz unserer Tariftabelle. Um zu erfahren, ob ein für Sie relevantes Gesprächsziel dabei ist, lesen Sie bitte unseren Beitrag auf der URL http://www.teltarif.de/s/s3840.html oder befragen sie die bereits erwähnte Tarifdatenbank. Die Liste aller Länder aufzuführen, würde diesen Newsletter doch erheblich in die Länge ziehen. Abgerechnet wird bei 01051 im Minutentakt.

  8. Telekom-XXL-Tarif kann weiter angeboten werden

    Der ursprünglich bis 31. Dezember befristete T-ISDN-XXL-Tarif der Deutschen Telekom kann weiter angeboten werden. T-ISDN-XXL kostet 59,90  Mark monatliche Grundgebühr und beinhaltet einen ISDN-Anschluss, die Aktiv-Plus-Tarifoption und Gratis-Gespräche ins deutsche Festnetz an Sonntagen und bundeseinheitlichen Feiertagen.

    Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) genehmigte die Verlängerung der Testphase bis 30. April 2001. Bis dahin können Nutzer den Tarif monatlich kündigen. Ab 1. Mai 2001 würde dann eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten gelten.

  9. AOL wirbt bei T-Online für 50-Mark-Flatrate

    Laut Capital hat AOL-Chef Uwe Heddendorp an den Vorstandsvorsitzenden von T-Online, Thomas Holtrop, geschrieben, und Werbung für eine Flatrate von unter 50 Mark gemacht. Diese ist nach Heddendorp nur möglich - und da hat er angesichts des AOL-Werbeetats grundsätzlich recht - wenn die Telekom die Einwahl für maximal ein Drittel dieses Preises abrechnet. Das hieße, die Großhandelsflatrate dürfte nicht mehr als 20 Mark kosten.

    Telekom-Chef Ron Sommer erklärte immerhin vor kurzem, dass das Unternehmen möglicherweise mit Internetpauschaltarifen nach dem britischen Modell leben könne. Das FRIACO-("Flat-Rate Internet Access Call Origination")-Modell sieht Pauschaltarife beim Internetzugang auf der Basis von angemieteten Kapazitäten vor. Damit könnte künftig nicht mehr nach Minuten, sondern nach einem Festpreis abgerechnet und für die Endkunden attraktivere Angebote kalkuliert werden. Ob er allerdings 20 Mark als monatlichen Preis akzeptieren wird, darf bezweifelt werden.

    Unterdessen strich die Telekom die Mindestlaufzeit für den analogen und ISDN-Flatrate-Tarife ersatzlos, so dass man ab sofort mit einer Frist von 6 Tagen zum Monatsende kündigen kann. Für Altkunden, die vor dem Beginn dieser Woche die Flatrate bestellt haben, gilt allerdings die Mindestlaufzeit von einem Jahr weiter, auch die DSL-Flatrate muss weiterhin für mindestens ein Jahr bezogen werden.

    Die neue Laufzeitregelung ist Segen und Fluch zugleich: Natürlich ist ein Vorteil, dass der Kunde nicht mehr so lange gebunden ist und bei günstigeren Angeboten schnell wechseln kann. Doch kann genausogut die Telekom bzw. T-Online kurzfristig kündigen, wenn die über das "normale" Telefonnetz abgewickelten Flatrates wieder abgeschafft werden sollen.

    Gleich einer ganzen Gruppe von Flatrates geht die Berliner Telefonfirma BerliKomm an den Kragen. Bei dieser sind nämlich alle Ortsgespräche kostenlos, und damit auch Verbindungen zum Provider, soweit dieser ebenfalls an das BerliKomm-Netz angeschlossen ist. Doch die vielen Einwahlverbindungen belasten das BerliKomm-Netz stark, so dass die BerliKomm künftig 1 Pfennig pro Minute für die Online-Einwahl berechnen will. Nur "echte" Ortsgespräche bleiben weiterhin kostenlos.

  10. Erste V.92-ready Modems von Elsa endlich im Handel

    Elsa liefert in dieser Woche die ersten V.92 Modems aus (MicroLink 56k fun USB zu 119 Mark und ELSA MicroLink 56k Internet II zu 109 Mark). Da noch kein deutscher Internet-Provider für die neue Übertragungstechnik gerüstet ist, werden die Modems vorerst mit V.90 Firmware arbeiten. Ein kostenloses Firmware-Update auf V.92 stellt Elsa zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung.

    Wie wir bereits berichteten, bietet der neue Modem-Standard V.92 eine um 40% schnellere Upload-Geschwindigkeit sowie eine deutlich verbesserte Komprimierungstechnik. Damit schwindet der Leistungsunterschied analoger Modems zur ISDN-Technik auf ein Minimum. Da bei einer V.92 Internet-Verbindung ein gleichzeitiges Entgegennehmen eines Anrufes möglich ist, wird die Vermarktung von ISDN für die Telefon-Anbieter in Zukunft schwerer werden, bietet ISDN inzwischen immer weniger Vorteile im Vergleich zum modernen analogen Telefonanschluss.


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