- D2 privat begründet sein schlechtes Ergebnis in unserer Prepaid-Umfrage
Im letzten Newsletter hatten wir die Ergebnisse unserer
Prepaid-Umfrage angekündigt. Sie können diese seit einigen
Tagen online auf unserer Homepage www.teltarif.de auf der Seite
http://www.teltarif.de/s/s3799.html
nachlesen.
Besonders schlecht abgeschnitten hatte der Netzbetreiber
D2, der in allen Punkten die schlechtesten Ergebnisse
erzielte. Wir baten D2 daher um eine Stellungnahme, die
D2-Pressesprecher Matthias Andreesen abgab.
Man sei sich, so sagte er, der Probleme sehr bewusst und bedauere
die entstandenen Unannehmlichkeiten für die Kunden. Man sehe darin
ein Ansporn für weitere Verbesserungen. Um die Kundenzufriedenheit
weiter zu erhöhen, habe man ein Bündel an Maßnahmen ergriffen.
So wurden in diesem Jahr 2000 neue Basisstationen errichtet und der
Ausbau der 1800MHz-Technik im großen Stil in Angriff genommen.
Nach den ungewöhnlich langen Reparaturzeiten für
CallYa-Handys befragt, sagte er, dass man insbesondere im
Frühjahr und Sommer dieses Jahres Probleme mit defekten
Sagem-Handys hatte und dass so
auch der Service stark belastet war. Unter anderem durch Änderungen
im Organisationsablauf konnte man die Reparaturdauer stark verkürzen.
Die aktuellen Sagem-Handys wiesen eine normale Defekthäufigkeit auf.
Man strebe die Reparatur eines defekten CallYa-Handys innerhalb
weniger Tage an.
In den vergangenen Monaten wurden durchschnittlich je eine
Million neuer Kunden hinzugewonnen. Durch dieses schnelle Wachstum
habe man Probleme nicht ganz vermeiden können. Um die stark
beanspruchten Hotlines spürbar zu entlasten, wurde deren Personal
um über 25% aufgestockt. In den nächsten Wochen werde man auch
ein zusätzliches D2-CallCenter in Bautzen (Sachsen) eröffnet.
Inzwischen habe man über 60% des Netzes mit einer neuen Software
ausgestattet, welche die Abrechnung von SMS-Nachrichten in Echtzeit
ermöglicht. Auch dies entlastete die Hotlines, da es bezüglich der
späten Abrechnung und daraus entstandenen Minus-Guthaben sehr viele
Anfragen gab.
Soweit zur Stellungnahme. Viele Kunden werden sich aber fragen,
warum Konkurrent T-D1
derart massive Probleme nicht hatte. Die Anzahl der Neukunden bei
T-D1 dürfte ähnlich hoch gewesen sein.
Die Ergebnisse unserer Umfrage sprechen eine deutliche
Sprache. So gaben 37% derjenigen CallYa-Kunden an, welche
ihr Handy schon einmal durch D2 reparieren lassen mussten,
dass die Reparatur länger als einen Monat dauerte. Beim
Konkurrenten T-D1 hingegen waren es gerade einmal 4%. Auch die
Defektrate
war mit 15% im Vergleich zu den anderen
Anbietern bei D2 überdurchschnittlich hoch.
E-plus konnte
in dieser Disziplin mit gerade einmal 6% glänzen.
Die Netz- und
Service-Qualität wurde
bei T-D1 am besten empfunden, D2 erhielt auch hier die negativsten
Bewertungen.
Trotz wiederholter Anfrage von teltarif gab der französische
Handy-Hersteller Sagem
bisher leider keine Erklärung zu den im Vergleich mit anderen
Herstellern äußerst hohen Defektraten seiner CallYa-Handys ab.
Wir werden wieder berichten, falls wir doch noch eine Stellungnahme
bekommen.
- Massenhaft günstige Handy-Bundles und Startguthaben zu Weihnachten
Die Weihnachtssaison ist im Mobilfunk endgültig angelaufen.
Täglich werden der teltarif-Redaktion neue, noch verlockendere
Handy-Bundles vorgestellt. Bei all den hohen Gesprächsguthaben
und Kostenlos-Handys ist allerdings zu beachten, dass die
Mobilfunkanbieter eigentlich nichts zu verschenken haben. Das
Handy wird häufig mit hohen Minutenpreisen "bezahlt"; dasselbe
gilt auch für die Gesprächsguthaben. Wenn die Gesprächsminute in
ein anderes Mobilfunknetz zur Hauptzeit knapp 2 Mark kostet,
kann man selbst hundert Mark Guthaben in unter einer Stunde
aufbrauchen.
Viele von den Bundles enthalten auch keine Original-Verträge der
Netzbetreiber, sondern Angebote von Providern. Die Unterschiede
zu den Original-Verträgen stecken hier oft im Detail - mal sind
Gespräche in Fremdnetze noch teurer als bei den Netzbetreibern,
mal ist kein so gutes Handy dabei, mal wird der Samstag auch
zum teuren Werktagtarif abgerechnet, mal werden Preissenkungen
nicht direkt weitergegeben, sondern nur nach kostenpflichtiger
Vertragsumstellung inklusive Laufzeitverlängerung. Das heißt nicht,
dass Provider-Verträge grundsätzlich schlecht sind - aber es ist
eben auch nicht alles Gold, was glänzt.
- Seit Anfang dieser Woche bis zum 24. Dezember
bietet der Internethändler Direktel nette
Weihnachtspakete an, beispielsweise
den D2-fun-XMAS-Vertrag von Netztel.
Für die Mindestlaufzeit von 24 Monaten wird der Kunde aber
von der Grundgebühr befreit. Dafür kann man nicht mehr jede
Option wählen, insbesondere nicht die günstige City-Option,
sondern muss "Take 10" schalten lassen, die monatlich ein
Gesprächsguthaben von 10 Mark enthält. Damit bekommt man
zum kostenlosen Vertrag noch ein Gesamtguthaben von 240 Mark
über die Laufzeit von 24 Monaten. Es wird weder eine
Anschlussgebühr, noch eine Bereitstellungsgebühr berechnet.
Allerdings gibt es kein kostenloses Handy dazu. Wer
auch noch ein Handy geschenkt bekommen möchte, kann auf ein
anderes Netztel-XMAS Angebot ausweichen: Den Netztel D2 fun
XMAS-Tarif gibt es nämlich auch ganz ohne Option, also auch
ohne Take 10, dafür aber mit einem Xtra-Pack, in
dem ein ungelocktes Telit 220 E Handy inklusive 50 Mark
Xtra-Guthaben, Ledertasche und Ladestation enthalten ist.
Nach Abtelefonieren der Xtra-Karte kann man diese gegen die
fun-XMAS-Karte tauschen.
Weitere Informationen zu diesem Angebote finden Sie bei
uns auf der Homepage www.teltarif.de in der News-Meldung
http://www.teltarif.de/s/s3815.html .
- Der Berliner Tk-Händler 1plus2.de bietet bei Abschluss eines
24-Monats-Talkline-Vertrages bis
zum 28. Dezember ein Startguthaben von 500 Mark
(Talkline E-Plus) bzw. 400 Mark (Talkline D1/D2). Ein
Motorola-Handy T2288 ist auch dabei. Weitere Informationen
zu diesem Angebot finden Sie auf der Seite
http://www.teltarif.de/s/s3800.html .
- Der Krefelder Anbieter Victorvox
bietet den Anfang des Monats eingeführten
"Cheapy" jetzt auch für D2,
allerdings nur bis zum 7. Januar 2001. Auch hier
gilt: Cheapy ist nicht ganz so cheap wie der Name hoffen
lässt. Die monatliche Grundgebühr beträgt 4,95 Mark,
dazu kommt ein Mindestverbrauch von 10 Mark pro Monat
und auch noch die Anschlussgebühr von 49,95 Mark. Und
das bei Minutenpreisen von 1,29 Mark für Gespräche
ins Festnetz am Samstag tagsüber! Andere verlangen zur selben
Zeit nur 15 Pfennig pro Minute. Details stehen auf
http://www.teltarif.de/s/s3812.html .
- Viag LOOP: Auslandsroaming - und Vertragsstrafe für SIM-Lock-Entfernung
Viele Neuigkeiten gibt es diese Woche von
VIAG-LOOP zu berichten: Das
Entfernen des SIM-Lock ist jetzt offiziell verboten. Wenn ein
Kunde "technische Änderungen an der Hard- oder Software des
LOOP-Mobilfunkgerätes" vornimmt, behält sich
VIAG Interkom die Geltendmachung von
Schadenersatzansprüchen vor. VIAG Interkom ist damit der erste
Anbieter, der sich direkt gegen Kunden wendet. Aus der Sicht des
Netzbetreibers sind die Maßnahmen verständlich, weil zahlreiche
SIM-Lock-Handys entsperrt und unabhängig von der Prepaid-Karte
weiterverkauft werden. Auf diese Weise hat der Anbieter keine
Chance, die Handy-Subventionen durch Gesprächsgebühren wieder
hereinzuholen. Andererseits sollte es einem Verkäufer egal sein,
was ein Käufer mit seiner erworbenen Ware anstellt. Dabei ist es
unerheblich, ob das Gerät zwei Jahre in den Schrank gelegt, am ersten
Tag nach dem Kauf entsorgt oder halt eben ent-SIM-lockt wird.
Gute Nachricht: Ab dem 22. Dezember kann man mit der
LOOP-Karte in 25 europäische Länder telefonieren. Abgehende
Telefonate sind für VIAG Interkom-Kunden zum Teil günstiger als beim
Konkurrenten T-D1, der bislang als einziger deutscher Netzbetreiber
direktes Roaming - ohne separate Anmeldung und ohne Bonitätsprüfung
- für Prepaid-Kunden angeboten hatte. Je nach Länderzone kostet
bei Viag ein einminütiges Gespräch nach Deutschland zwischen
1,99 Mark und 3,99 Mark. Anrufe in andere Länder sind
noch teurer. Eingehende Gespräche kosten bei LOOP 1,99 Mark
pro Minute, während D1 hier "nur" 1,59 Mark verlangt. Bei
Interesse können Sie weitere Preisdetails online in unserem Beitrag
http://www.teltarif.de/s/s3813.html
nachlesen.
Um abgehende Gespräche zu führen, muss man der Reihe nach
* 111 * Zielrufnummer # eingeben, die Eingabe
mit der grünen Taste bestätigen und auf den Rückruf von VIAG
Interkom warten, der dann die gewünschte Verbindung herstellt.
Eingehende Gespräche können ganz normal - wie auch in Deutschland -
entgegengenommen werden. Es soll auch möglich sein, vom Ausland
aus seine Mailbox abzuhören oder den LOOP-Service anzurufen, z.B. um
das Guthaben wieder aufzuladen. Aufladekarten sind allerdings nur
in Deutschland erhältlich. Der SMS-Empfang ist auch beim Roaming
kostenlos, SMS-Versand ist dagegen - wie auch beim D1-Xtra-Roaming -
noch nicht möglich.
In unserem Reise-Ratgeber auf unserer
Homepage finden Sie weitere Informationen zum mobilen Telefonieren
im Ausland - und wie Sie dabei ganz kräftig sparen können.
- Mobilfunk: Xtra-Tarifwechsel teurer
Eine Änderung gibt es auch bei der
D1-Xtra-Card: Tarifwechsel kosten ab
April nächsten Jahres 9,95 Mark. Laut der T-Mobil-Pressestelle
ist zwar noch nichts entschieden, jedoch existiert eine interne
Vertriebsinformation des Netzbetreibers mit diesem Inhalt. Auch ein
Vermerk auf der Homepage von T-D1 hin weist darauf hin, dass man
"bis 31. März 2001" seinen Xtra-Tarif kostenlos umstellen kann.
Zum Schluss noch eine Meldung für alle, die beim mobil sein
nicht unbedingt von Mobiltelefonierern gestört werden wollen: Eine
Handy-freie Zone gibt es nur im ICE. In den ausgewiesenen Ruhezonen
sind die Reisenden vor jeder Art Klingelmelodie sicher. Dafür gibt
es auch ausgewiesene Handy-Abteile, selbstverständlich sowohl für
Raucher wie für Nichtraucher - im teltarif-Forum wurde bereits über
eine 'Zonen-Inflation' gewitzelt. Solche Abteile, in denen Repeater
für guten Empfang sorgen, gibt es im Regionalzug aber noch nicht.
Trotzdem muss man dort und in der S-Bahn telefonierenden Sitznachbarn
ertragen - zumindest dann, wenn der Verkehrsbetrieb die Benutzung
des Handys erlaubt.
- Fröhliches Namen-Tauschen: Aus Mannesmann wird Vodafone, aus Drillisch ElisaNet
Bereits Anfang des Jahres waren Mannesmann und Vodafone nach einer
gewaltigen Übernahmeschlacht fusioniert. Dabei war Vodafone - wenn
auch nur minimal - der stärkere Partner. Trotz der Übernahme änderte
sich für D2-Kunden in der Folge nur wenig. Doch wurde im Laufe
dieses Jahres der Mannesmann-Konzern zerlegt. Geschäftsbereiche, die
nicht mit Telekommunikation zu tun hatten, wie das Röhrengeschäft,
die Herstellung von Luxus-Uhren oder der Maschinenbau, wurden an
andere Firmen verkauft.
Nun fällt auch der Name "Mannesmann": Ab 1. Januar wird es
offiziell "D2 Vodafone" heißen. Vermutlich dürfte aber der
Markenname D2 privat noch eine zeitlang
daneben bestehen.
Nicht ganz so lange war die Zeitspanne zwischen Übernahme und
Umbenennung bei der Festnetz-Sparte von
Drillisch. Diese firmiert ab sofort
unter ElisaNet. Der Mobilfunk-Serviceprovider
Drillisch AG bleibt hingegen unverändert
erhalten: Drillisch trennte sich vom Festnetz-Geschäft, da sie dort
im Gegensatz zum Mobilfunkbereich nie wirklich Fuß fassen konnten
und nur Verluste einfuhren.
- Festnetz: Inland teurer
One.Tel ändert ab heute die Preise.
Zwischen 20 und 6 Uhr werden im offenen Call by Call über
die 01086 ab heute 3,9 statt bisher 3,3 Pfennig pro Minute
berechnet, eine Preiserhöhung um immerhin fast 20 Prozent.
Nur angemeldete Kunden bezahlen weiterhin 3,3 Pfennig pro
Minute.
- Ausland: Das übliche Gerangel um die Tabellenspitze
Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen
Super24 und
01017.com ging, wie war es anders
zu erwarten, auch in dieser Woche weiter. Wie immer
unterboten sich beide Unternehmen
gegenseitig um Zehntelpfennige für Telefonate in die osteuropäischen
Nachbarländer. Tabellenführer ist derzeit 01017. Befragen Sie im
Zweifelsfall unsere Tarifdatenbank auf
http://www.teltarif.de/ , um den für Sie optimalen Preis
zu ermitteln.
Bei One.Tel kann man seit
7. Dezember wieder die "Overnight
Happy Hour" nutzen. Dabei telefoniert man über die 01086
zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens günstig in die
Festnetze einiger europäischer Länder sowie nach Australien
und Kanada. Als Beispiel seien 10 Pfennig für Telefonate
um den halben Globus nach Australien genannt. Dort herrscht
dann aufgrund der Zeitverschiebung auch gerade Tag, so dass
einen höchstens noch die eigene Müdigkeit von einer längeren
nächtlichen Telefon-Session abhalten kann.
Die 01051.com hat ihre Preise in
einige Fernziele gesenkt und erreicht damit für die entsprechenden
Länder den Spitzenplatz unserer Tariftabelle. Um zu erfahren,
ob ein für Sie relevantes Gesprächsziel dabei ist, lesen Sie
bitte unseren Beitrag auf der URL
http://www.teltarif.de/s/s3840.html
oder befragen sie die bereits erwähnte Tarifdatenbank. Die
Liste aller Länder aufzuführen, würde diesen Newsletter doch
erheblich in die Länge ziehen. Abgerechnet wird bei 01051 im
Minutentakt.
- Telekom-XXL-Tarif kann weiter angeboten werden
Der ursprünglich bis 31. Dezember befristete T-ISDN-XXL-Tarif
der Deutschen Telekom kann weiter
angeboten werden. T-ISDN-XXL kostet
59,90 Mark monatliche Grundgebühr und beinhaltet einen
ISDN-Anschluss, die Aktiv-Plus-Tarifoption und Gratis-Gespräche
ins deutsche Festnetz an Sonntagen und bundeseinheitlichen
Feiertagen.
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post (RegTP) genehmigte die Verlängerung der Testphase bis
30. April 2001. Bis dahin können Nutzer den Tarif
monatlich kündigen. Ab 1. Mai 2001 würde dann eine
Mindestlaufzeit von sechs Monaten gelten.
- AOL wirbt bei T-Online für 50-Mark-Flatrate
Laut Capital hat AOL-Chef Uwe Heddendorp an den Vorstandsvorsitzenden
von T-Online, Thomas Holtrop, geschrieben, und Werbung für
eine Flatrate von unter 50 Mark gemacht. Diese ist nach
Heddendorp nur möglich - und da hat er angesichts des AOL-Werbeetats
grundsätzlich recht - wenn die Telekom die Einwahl für maximal ein
Drittel dieses Preises abrechnet. Das hieße, die Großhandelsflatrate
dürfte nicht mehr als 20 Mark kosten.
Telekom-Chef Ron Sommer erklärte immerhin vor kurzem, dass das
Unternehmen möglicherweise mit Internetpauschaltarifen nach dem
britischen Modell leben könne. Das FRIACO-("Flat-Rate Internet
Access Call Origination")-Modell sieht Pauschaltarife beim
Internetzugang auf der Basis von angemieteten Kapazitäten vor.
Damit könnte künftig nicht mehr nach Minuten, sondern nach einem
Festpreis abgerechnet und für die Endkunden attraktivere Angebote
kalkuliert werden. Ob er allerdings 20 Mark als monatlichen
Preis akzeptieren wird, darf bezweifelt werden.
Unterdessen strich die Telekom die Mindestlaufzeit für den
analogen und ISDN-Flatrate-Tarife ersatzlos, so dass man ab sofort
mit einer Frist von 6 Tagen zum Monatsende kündigen kann.
Für Altkunden, die vor dem Beginn dieser Woche die Flatrate bestellt
haben, gilt allerdings die Mindestlaufzeit von einem Jahr weiter,
auch die DSL-Flatrate muss weiterhin für mindestens ein Jahr bezogen
werden.
Die neue Laufzeitregelung ist Segen und Fluch zugleich: Natürlich
ist ein Vorteil, dass der Kunde nicht mehr so lange gebunden ist und
bei günstigeren Angeboten schnell wechseln kann. Doch kann genausogut
die Telekom bzw. T-Online kurzfristig kündigen, wenn die über
das "normale" Telefonnetz abgewickelten Flatrates wieder abgeschafft
werden sollen.
Gleich einer ganzen Gruppe von Flatrates geht die Berliner
Telefonfirma BerliKomm an den Kragen.
Bei dieser sind nämlich alle Ortsgespräche kostenlos, und
damit auch Verbindungen zum Provider, soweit dieser ebenfalls
an das BerliKomm-Netz angeschlossen ist. Doch die vielen
Einwahlverbindungen belasten das BerliKomm-Netz stark, so dass
die BerliKomm künftig 1 Pfennig pro Minute für die
Online-Einwahl berechnen will. Nur "echte" Ortsgespräche bleiben
weiterhin kostenlos.
- Erste V.92-ready Modems von Elsa endlich im Handel
Elsa liefert in dieser Woche die ersten V.92 Modems aus (MicroLink
56k fun USB zu 119 Mark und ELSA MicroLink 56k Internet II zu
109 Mark). Da noch kein deutscher Internet-Provider für die
neue Übertragungstechnik gerüstet ist, werden die Modems vorerst
mit V.90 Firmware arbeiten. Ein kostenloses Firmware-Update auf
V.92 stellt Elsa zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung.
Wie wir bereits berichteten,
bietet der neue Modem-Standard V.92 eine um 40% schnellere
Upload-Geschwindigkeit sowie eine deutlich verbesserte
Komprimierungstechnik. Damit schwindet der Leistungsunterschied
analoger Modems zur ISDN-Technik auf ein Minimum. Da bei einer V.92
Internet-Verbindung ein gleichzeitiges Entgegennehmen eines Anrufes
möglich ist, wird die Vermarktung von ISDN für die Telefon-Anbieter
in Zukunft schwerer werden, bietet ISDN inzwischen immer weniger
Vorteile im Vergleich zum modernen analogen Telefonanschluss.
.
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