- Regtp-Entscheidung: Flatrate für alle?
Nach unbestätigten Pressemeldungen soll die Telekom verpflichtet
werden, bis zum 1. Februar 2001 ihren Konkurrenten eine
Großhandelsflatrate anzubieten. Die Entscheidung über diese dritte
Form des Zugangs zum Telekom-Netz - neben dem bekannten Interconnect
sowie der "blanken" Kupfer-Doppelader - fiel bereits gestern, wird
aber erst heute bekannt gegeben. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung
dieses Newsletters ist sie also noch nicht bestätigt.
Wir werden morgen auf www.teltarif.de über
den genauen Wortlaut der Entscheidung und über die Pressekonferenz
der Regulierungsbehörde berichten. Insbesondere die Höhe der
Nutzungsentschädigung, die die Konkurrenten an die Telekom zahlen
müssen, ist noch nicht bekannt, und könnte sich in den nächsten
Monaten auch zum Zankapfel entwickeln.
Eine Großhandels-Flatrate würde es den Konkurrenten
ermöglichen, bei der Telekom zum Festpreis einzukaufen, um
anschließend Flatrate-Angebote unter eigenem Namen anbieten.
Da die Telekom die Nutzung ihrer Infrastruktur per Interconnect
derzeit nach Nutzungsdauer abrechnet, kann das Angebot einer
Flatrate zum zeitlich unbegrenzten
Internet-Surfen für die Wettbewerber zum Verlustgeschäft werden,
wenn ihre Kunden das Angebot intensiv nutzen. Nur die regionalen
Anbieter eigener Anschlüsse können die Flatrate sauber kalkulieren,
denn sie bezahlen lediglich eine feste Monatsmiete für die Nutzung
des Telekom-Kabels. Doch ist die Schaltung eigener Anschlüsse mit
immensen Investitionen verbunden.
Diverse Anbieter von Interconnect-basierten Flatrates hatten
deshalb ihre Angebote nach einigen Wochen wieder zurückgezogen oder
waren sogar pleite gegangen.
Selbst T-Online schreibt rote Zahlen.
Der Telekom schmeckt eine Großhandelsflatrate natürlich
nicht, sinken dadurch doch die Interconnect-Einnahmen. So warnt
der Technik-Vorstand Gerd Tenzer: "Wenn von hundert Kunden zehn
Kunden dauersurfen, kann nur noch einer telefonieren." Statt das
herkömmliche Telefonnetz Flatrate-fähig zu machen, würde die Telekom
lieber DSL forciert ausbauen. Das ist vom technologischen Standpunkt
auch nachvollziehbar: Die Vermittlung von Internetzugängen über
das ISDN-Festnetz ist alles andere als effizient.
Doch gibt es mehr als nur technische Gründe, die die Telekom
zu DSL hinziehen: Bei DSL ist die Telekom nämlich bisher überhaupt
nicht zum Interconnect verpflichtet. Es ist somit kein Wunder,
dass die Telekom DSL trotz Lieferschwierigkeiten weiterhin forciert.
Von 300.000 angemeldeten Kunden ist nämlich bisher nicht einmal
die Hälfte angeschlossen.
- Internet: Gratis-Surfen bei Comundo und E-Plus
Bei Comundo können Nutzer
des Plus- oder Profi-Tarifes an den
Sonntagen im November und Dezember in diesem Jahr sowie zwischen
Weihnachten und Neujahr (24.12.2000 bis einschließlich 01.01.2001)
kostenlos surfen. Dies sind insgesamt 15 Tage kostenloser
Internet-Zugang. Die neuen Preismodelle Plus und Profi bietet
der Internet Provider seit dem 9. November an. Im Comundo
Call-by-Call-Tarif kostet
die Online-Minute nach wie vor 2,5 Pfennig. Im Plus-Tarif
verpflichtet man sich zu einer Mindestnutzung von 15 Stunden im
Monat und surft dann für 2,2 Pfennig die Minute. Entscheidet
man sich, mindestens 25 Stunden abzunehmen, so surft man
im Profi-Tarif für 1,8 Pfennig die Minute, und nutzt so den
derzeit günstigsten Internet-by-Call-Tarif mit Mindestumsatz.
Die Gratis-Surf-Aktion gilt nur für die Tarife Plus
und Profi. Zu beachten ist dabei, dass sich die Zeit der
Mindestnutzung auf kostenpflichtige Stunden bezieht und nicht
an den Kostenlos-Tagen versurfbar ist. Zudem muss man sich mit
einer Mindestvertragslaufzeit von drei Monaten einverstanden
erklären. Damit muss man also mindestens 59,40 Mark für
drei Monate Comundo-Plus hinlegen, um 15 Tage unbegrenzt surfen
zu können.
Wer hingegen seine Freunde für AddCom
wirbt, wird mit 10 Mark pro geworbenen und aktiv surfenden
Neukunden belohnt. Für fleißige Werber winken Zusatzprämien bis
500 Mark. AddCom-Kunden können sich unter
http://www.addcom.de/mgm
als "Member-get-Member-Mitglied" freischalten lassen und erhalten
dann eine URL für Ihre Homepage, über die sich Freunde und Besucher
als Neukunden anmelden können. Zugleich hat AddCom die Aktion
"Neukunden surfen vier Wochen lang für 1 Pfennig pro Minute"
auf noch unbestimmte Zeit verlängert.
Wer hingegen schon länger mit dem
Gedanken gespielt hat, der großen Gemeinde der
T-Online-Nutzer beizutreten,
sollte sich bis zum 6. Dezember anmelden. So spart man für die
nächsten 9 Monate die monatliche Grundgebühr von 8 Mark.
Die Onlineminute kostet im T-Online-Eco-Tarif 2,9 Pfennig,
zum Angebot gehören auch 10 MB Speicherplatz für die
eigene Homepage, eine Online-Banking-Software und der T-Online
PC-Schutzbrief, der bis zum 31. Dezember 2001 nahezu alle
Sachschäden am heimischen Computer abdecken soll. Neukunden bekommen
außerdem noch 20 Freistunden.
Eine unerfreuliche Nachricht gibt es hingegen für Kunden von
Free4U: Wie uns der Kundenmanager,
Herr Hein, mitteilte, hat der bisherige Backbone-Partner
die Leitungen abgeschaltet, so dass derzeit keine Einwahl
möglich ist. Auch die Homepage von Free4U ist offline und
der E-Mail-Empfang betroffen.
Leider nannte uns Herr Hein keinen Grund für dieses Vorgehen,
so dass für Spekulationen über mögliche Zahlungsschwierigkeiten
weiterhin Raum bleibt. Der derzeit mit verschiedenen neuen
Partnern verhandelte Wechsel des Backbone-Providers könnte
für die Free4U-Kunden jedoch auch etwas Gutes nach sich
ziehen: Immerhin ist der seit vorigem Jahr Dezember gültige
Minutenpreis von 4,9 Pfennig inzwischen nicht mehr
konkurrenzfähig.
Wer wegen der Sperre ohnehin auf der Suche
nach einem neuen Provider ist, findet günstige Angebote über die
Internetabfrage
auf der teltarif-Startseite.
Zum Abschluss noch der Hinweis, dass Besitzer einer
Free&Easy-Karte
von E-Plusjetzt monatlich 60 Minuten
gratis im Internet surfen können - leider nur vom Festnetz aus.
Die Gratisstunde galt bisher nur für Vertragskunden. Eine kleine
Hürde hat E-Plus seinen Prepaid-Kunden allerdings auferlegt: Sie
müssen ihre Guthaben-Karte mindestens einmal nachgeladen haben.
Wenn die Gratisstunde abgesurft ist, kostet jede weitere Online
Minute 3,5 Pfennig in der Haupt- (9-18 Uhr) und
2,5 Pfennig in der Nebenzeit.
- E-Plus: Time&More-Minuten "übertragbar" - Roaming für Free&Easy
Einen eigene Newsletter-Abschnitt hat sich diesmal
E-Plus verdient. Wie schon beim
Internetzugang aus dem Festnetz, gibt es auch für den
Internetzugang aus dem Mobilfunknetz bei E-Plus eine Neuerung.
In der Nebenzeit von 18 bis 9 Uhr kostet die mobile Surfminute
jetzt nur noch 19 Pfennig. In der Hauptzeit gilt weiterhin
der alte Minutenpreis in Höhe von 39 Pfennig die Minute.
Kunden der Business-Tarife werden davon abweichend rund um die Uhr
20 Pfennig pro Minute berechnet.
Besitzer der Free&Easy-Karte sollen ab 1. Dezember
auch im Ausland telefonieren können. Wie von Teltarif bereits
angekündigt, ermöglicht nach T-D1 und
D2 Privat in Kürze auch E-Plus seinen
Prepaid-Kunden das Auslands-Roaming. Anfangs werden für das
Roaming mit Free&Easy ähnliche Spielregeln wie bei D2-CallYa
gelten. Das heißt, die Auslandsfreischaltung erfolgt nur nach
einer positiven Bonitätsprüfung und die im Ausland anfallenden
Gesprächskosten werden vom Bankkonto des Kunden und nicht vom
Guthaben auf der Prepaid-Karte eingezogen. Diese Regelung wurde
gewählt, da viele ausländische Netzbetreiber die verzögerungsfreie
der Abrechnungsdaten an Roamingpartner (noch) nicht unterstützen.
Das Prepaid-Guthaben könnte also längst erschöpft sein, wenn
nach Monaten die im Ausland entstandenen Kosten auftauchen.
Die Roaming-Aktivierung selbst ist für Free&Easy-Kunden
kostenlos. Es fallen keine Grundgebühren an, und es wird
kein Mindestumsatz erhoben. Genutzt werden können alle
Roaming-Partnernetze, die auch E-Plus-Kunden mit Laufzeitverträgen
offenstehen. Bei eingehenden Gesprächen zahlt man - wie als
E-Plus-Vertragskunde - innerhalb Europas 1,09 Mark pro Minute,
in Nordamerika 1,39 Mark pro Minute und in allen anderen
Ländern 2,99 Mark pro Minute. Hinzu kommen Kosten, die in einigen
Ländern (USA, Kanada) der ausländische Netzbetreiber berechnet. Für
abgehende Gespräche gelten die Tarife des Partnernetzes. Zusätzlich
erhebt E-Plus - wie auch bei Vertragskunden - einen Aufschlag von
25 Prozent.
Neuigkeiten gibt es auch für Time&More-Kunden aus dem Hause
E-Plus. In einer Händlermitteilung hat E-Plus seine Vertriebspartner
darauf hingewiesen, dass ab dem 1. Dezember dieses Jahres nicht
verbrauchte Inklusivminuten in den Tarifen ab Time&More 60 einmalig
in den Folgemonat übertragen werden können. Einmalig bedeutet in
diesem Fall, dass die Inklusivminuten im nächsten Monat wirklich
verbraucht werden müssen. Dieses Feature gilt sowohl für Neu-
als auch für Bestandskunden. Die Kunden in den Time&More 20-
und Time&More Student 20-Tarifen sind von dieser Neuerung
ausgenommen.
- MoPilot: WAPpen zum Ortstarif
Die Firma MoPilot
stellt ab sofort einen kostenlosen WAP-Gateway zur Verfügung.
Dadurch ist man nicht mehr auf die teuren WAP-Zugänge der
Netzbetreiber mit in der Regel 39 Pfennig pro Minute angewiesen,
sondern kann auch jeden anderen mobilen Internetzugang nutzen.
Durch die City-Option, die die Mehrzahl der Mobilfunk-Verträge
bietet, ist es beispielweise möglich, für 15 Pfennig pro Minute
über die Ortseinwahl von Dellnet
zu surfen. Über das Gateway von MoPilot kann man dann auch wappen.
Im Vergleich mit den 39 Pfennig pro Minute, welche
die Netzbetreiber für ihre eigenen WAP-Einwahlnummern
verlangen, ist dieser Zugang ein wahres Schnäppchen. Die
Konfigurationsdaten für Ihr Handy finden Sie auf unseren
WAP-Seiten auf
www.teltarif.de .
- Festnetz: Teledump bleibt uns mindestens bis Ende des Monats erhalten
Die Richter wollten sich gestern noch nicht festlegen, ob sich
der Düsseldorfer Anbieter Teledump
zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, oder ob die Telekom mit ihren
Abschaltungen nicht ein bisschen zu voreilig war. Um den Fall noch
einmal genau und gewissenhaft zu prüfen, wurde die Verfahrensfrist
bis zum 30. November verlängert. Bis dahin sind Orts-
und Ferngespräche über die umstrittenen Einwahlnummern 01051-031
bzw. 0192101 möglich. Einfach die genannte Nummer wählen, danach
die Ortsvorwahl und die Teilnehmer-Nummer. Ein kurzes Telefonat
(unter einer Minute) kostet so mit 5,5 Pfennig weniger als die
Hälfte als ein Telekom-Ortsgespräch.
Auch Mannesmann-Arcor hat sich
diese Woche etwas einfallen lassen, allerdings nichts ähnlich
spektakuläres: Pre-Selection- und Direktanschluss-Kunden können mit
der neuen Tarif-Option "Arcor family" zwei ausgewählte Festnetz-
und Handy-Nummern günstiger anrufen. Mit den Tarifen "Town-to-Town"
und "Arcor ISDN" können jeweils zwei Telefonnummern im deutschen
Festnetz und zwei Nummern in den D-Netzen ausgewählt werden.
Nummern im E-Plus- und VIAG Interkom-Mobilfunknetz können nicht
bei "Arcor family" mit einbezogen werden, vermutlich weil die
Interconnection-Preise der E-Netze für eingehende Gespräche aus
dem Festnetz etwas höher sind.
Kostet ein Ferngespräch bei Arcor normalerweise 18 Pfennig
pro Minute in der Hauptzeit, so zahlt man mit der "family"-Option zu
den gewählten Lieblingsnummern "nur" noch 9 Pfennig. Die Tarife
in der Nebenzeit bzw. Nacht (5 bzw. 4 Pfennig pro Minute)
bleiben unverändert. Interessant ist hingegen der Tarif zu den
Lieblingsnummern im D1- oder D2-Netz: hier zahlt man 24 Stunden
am Tag 39 Pfennig pro Minute. Die Einrichtung von "Arcor family"
ist kostenfrei.
Unerfreuliches gibt es diese Woche über
Tele2 zu berichten. Die Vertragsbedingungen
für Pre-Selection- und Smart Box (Router)-Kunden werden zum
22. November schlechter: Bei Anrufen zu Mobilnetzen gilt für
diese künftig der 60/1-Takt, das heißt, die genannten Kunden zahlen
künftig jeweils mindestens eine Minute, auch dann, wenn sie kürzer
telefonieren, zum Beispiel, weil die Mailbox rangeht. Erst danach
wird sekundengenau abgerechnet. Bislang galt der Sekundentakt ab
Gesprächsbeginn für alle Gespräche, künftig anscheinend nur noch
für Verbindungen zum Festnetz. Zugleich erhöht sich auch der Preis
für Gespräche in deutsche und europäische Mobilfunknetze. Ein
einminütiges Gespräch zu einem Handy kostet künftig 44
statt 38 Pfennig pro Minute.
Und zum Schluss haben wir noch ein leicht verfrühtes
Weihnachtsangebot zu vermelden: Das Büdelsdorfer
Telekommunikationunternehmen MobilCom
bietet jetzt eine limitierten Weihnachtsedition ihrer
neu ins Programm aufgenommenen Calling-Cards an. Mit der
MobilCom-Calling-Card sind deutschlandweite Festnetzgespräche
ab 9 Pfennig pro Minute möglich, Auslandsgespräche ab
29 Pfennig. Verbindungen von fest zu mobil und umgekehrt
kosten innerhalb Deutschlands 69 Pfennig pro Minute.
Gespräche von Handy zu Handy kosten 89 Pfennig pro Minute.
Die Weihnachtskarte ist im Wert von 20 Mark erhältlich und kann
von jedem tonwahlfähigen Telefon aus benutzt werden. Zu beachten
ist allerdings, dass aus den sagenhaften 222,22 Minuten,
die mit der Karte maximal abtelefoniert werden können, deutlich
weniger werden, wenn man sie für Mobilgespräche nutzt: Da bleiben
nämlich nur noch 22,5 Minuten übrig.
- Neue Auslandspreise dank Schlagabtausch zwischen Super24 und 01017
Super24 hat sich vor einer Woche zu
Tarifsenkungen für Telefonate in 30 Länder entschlossen.
Für viele Länder eroberte sich das Unternehmen damit den Spitzenplatz
der Tariftabelle zurück. So telefoniert man zum Beispiel nach
Frankreich mit Super24 jetzt für 8,4 Pfennig pro Minute oder
nach Japan für 14,3 Pfennig pro Minute. Außerdem sah sich der
Erfurter Discounter vorgestern zu einer erneuten Preissenkung für
acht Auslandsziele veranlasst, nachdem 01017.com versucht hatte,
ihm die Spitzenplätze streitig zu machen. Vorn liegt Super24 jetzt
zum Beispiel bei Telefonaten nach Bulgarien mit 49,7 Pfennig
pro Minute, nach Tschechien mit 30,7 Pfennig pro Minute sowie in
die baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen. Wie üblich
ist Super24 über die 01024 nutzbar; es gilt der Minutentakt.
Mit ihrer Aktion von Freitag, 10. November, mischte die
01017.com also ebenfalls im Kampf um die
Tabellen-Spitze mit. Durch ihre Preissenkungen für Telefonate
in viele osteuropäische Länder lag die 01017 für kurze Zeit um
jeweils ein Zehntelpfennig vor dem Angebot von Super24. Günstiger
telefonieren 01017-Kunden jetzt aber beispielsweise auch nach
Luxemburg und in die Schweiz oder nach Marokko und Südafrika.
Das Tarifkarussell in Bewegung hält auch die
01051 Telecom. Seit gestern gibt es eine
Sonderaktion bis Ende des Monats, bei der man für ungeschlagene
7 Pfennig pro Minute nach Österreich und 27 Pfennig pro
Minute nach Polen telefoniert. Vorwahl: 01051, Minutentakt.
Die Startec Global Communications GmbH senkte am 9. November
ihre Tarife speziell für die Länder des Nahen Ostens und die
nordafrikanischen Staaten. Jedoch werden nur für drei dieser Ziele
Spitzenpreise geboten. Am günstigsten telefoniert man mit Startec
jetzt nach Jordanien für 90 Pfennig pro Minute, nach Algerien
für 52 Pfennig pro Minute und in den Sudan für 77 Pfennig
pro Minute.
One.Tel will mit seiner Aktion "Overnight
Happy Hour" Nachtschwärmern Lust aufs Telefonieren machen. Vom
16. bis 30. November telefoniert man per Call-by-Call mit
der 01086 zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens in folgende
Länder am günstigsten:
- Australien 10 Pfennig pro Minute
- Belgien 8 Pfennig pro Minute
- Dänemark 8 Pfennig pro Minute
- Frankreich 8 Pfennig pro Minute
- Irland 10 Pfennig pro Minute
- Kanada 8 Pfennig pro Minute
- Norwegen 10 Pfennig pro Minute
- Tschechische Republik 27 Pfennig pro Minute.
Den billigsten Anbieter in Ihr Ziel-Land zu Ihrer Wunsch-Zeit
erfahren Sie - wie üblich - am einfachsten über unsere
Datenbank-Abfrage auf
http://www.teltarif.de/ .
- Telefonkonferenz zum Discountpreis
Telefonkonferenzen lassen sich ab sofort besonders günstig
über die britische Gesellschaft
Yac.com
abwickeln. Das letzte Mal hatten wir über YAC
berichtet, als sie persönliche
Rufnummern in Großbritannien ohne Grundgebühr, aber mit kostenloser
Weiterleitung nach Deutschland angeboten haben. Die Weiterleitung
nach Deutschland ist jetzt zwar nur noch auf Festnetztelefone
möglich, dafür können aber mehrere Leute eine solche Nummer anrufen
und dann in einer Telefonkonferenz miteinander sprechen.
YAC selbst verlangt für die Konferenz nichts, lediglich eine
Online-Anmeldung ist erforderlich. Allerdings muss jeder Teilnehmer
die Verbindungskosten zur YAC-Nummer in Großbritannien zahlen,
die wie eine Mobilfunknummer abgerechnet wird. Am günstigsten
ist derzeit TelDaFax (01030) mit
21,9 Pfennig pro Minute.
Einen ausführlichen Vergleich der Preise und Leistungen
von weiteren Angeboten für Konferenzschaltungen finden sie auf
unserer Telefonkonferenz-Seite
auf http://www.teltarif.de . Von der Homepage
aus finden Sie diese, indem Sie zunächst auf die Karteikarte
"Festnetz" klicken. Auf der erscheinenden Festnetz-Übersichtsseite
finden Sie in der rechten Navigationsleiste dann einen direkten
Link auf "Telefonkonferenz".
- Wo funktioniert die Übermittlung der Gebührenimpulse?
Bis vor kurzem war der Gebührenimpuls nur innerhalb des
Telekom-Netzes verfügbar. Bei Verbindungen über andere Anbieter und
Netzbetreiber erfolgte aus technischen Gründen keine Anzeige.
Seit Dienstag sollte die Übermittlung der Gebührenimpulse nun auch bei den
privaten Telefongesellschaften funktionieren.
Bisher gab nur Mannesmann Arcor die Bereitstellung dieses
Dienstmerkmales offiziell bekannt. Weiterhin erreichte uns ein
Leserhinweis, dass auch One.Tel den Gebührenimpuls
bereits übermittelt. Gestern erreichte
uns auch die Auskunft von Telegate, dass deren Auskunftsservice
bereits den Gebührenimpuls anzeigt.
Bei Anbietern, die den Gebührenimpuls nicht unterstützen, kann es
künftig Probleme geben, da die Telekom
bei denjenigen Kunden, die den Impuls bestellt haben, künftig nur
noch die Call-by-Call-Nummern zur Nutzung zulassen will, die auch
einen Impuls liefern. Gegen die Sperrung der Telefonfirmen "ohne"
hilft dann nur, den Gebührenimpuls bei der Telekom für seinen
Anschluss abzubestellen.
Aber selbst, wenn der Impuls klappt, ist er in den seltensten
Fällen genau. Die zu bezahlenden Entgelte werden nämlich auf
Vielfache von 12 Pfennig aufgerundet. Gemäß dem Prinzip "one fits
all" wird darüber hinaus ein einheitlicher Impuls für alle Nutzer
einer bestimmten Telefonfirma erzeugt, selbst dann, wenn diese
Firma bestimmten Nutzergruppen (z.B. Pre-Selection- oder Geschäftskunden)
Vorteile wie Rabatte oder günstigere Abrechnungstakte gewährt. Im
Zweifelsfall entspricht der Impuls dann dem teuersten der angebotenen
Tarife.
Leider können wir schlecht bundesweit testen, was
funktioniert und was nicht. Wenn Sie das Leistungsmerkmal
Gebührenimpuls haben, sind Sie daher aufgefordert, in unserem
Forum
zum Thema Ihre Erfahrungen zu schildern. Die URL lautet:
http://www.teltarif.de/cgi-bin/forum?forum=s3237
- Regionale Anbieter: Dreifach-Flatrate für Internet, Telefon und Strom
Die regionale Telekommunikations-Gesellschaft
Teleos GmbH bietet in Zusammenarbeit mit
den Elektrizitätswerken Minden-Ravensberg Kombi-Pakete aus Strom
plus Telefonie, bzw. Strom plus Telefonie und Internetzugang
an. Der Knüller daran sind die im Paket enthaltenen kostenlosen
Ortsgespräche, und zwar auch zu anderen Netzbetreibern, wie
z.B. der Deutschen Telekom. In einigen Paketen ist auch eine
Internet-Flatrate enthalten. Kunden können zwischen jeweils zwei
Tarifmodellen wählen. Das Paket "Strom & Fon 2" kostet 109 Mark
pro Monat. Dabei sind die Grundgebühr des ISDN-Anschlusses,
kostenlose Ortsgespräche und ein Stromkontingent von 2000 kWh
pro Jahr inbegriffen. "Strom & Fon 4", für 139 Mark im Monat,
enthält sogar ein Stromkontingent von 4000 kWh pro Jahr (das
entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch einer vierköpfigen
Familie, wenn man nicht gerade einen Durchlauferhitzer hat).
Möchte man das Paket "Strom & Fon Surf 2" nutzen, zahlt man dafür
186 Mark monatlich. Inbegriffen sind natürlich ebenfalls die
Grundgebühr für den ISDN-Anschluss, die kostenlosen Ortsgespräche und
das Stromkontingent von 2000 kWh pro Jahr. Außerdem umfasst
dieses Paket jedoch unbegrenzte Internetnutzung! Bei "Strom &
Fon Surf 4", mit einem Preis von 216 Mark pro Monat beträgt
das Stromkontingent wiederum 4000 kWh jährlich. Ist der
Stromverbrauch höher als das jeweils erworbene Kontingent, zahlt man
dann 22 Pfennig pro kWh.
Auch "ohne Strom, aber mit Internet" ist möglich: "Fon &
Surf" kostet 129 Mark im Monat. Auch hier sind Grundgebühr
für den ISDN-Anschluss, Gratis-Ortsgespräche und unbeschränkte
Internetnutzung enthalten. Die Telefonkosten entsprechen den oben
genannten.
Ohne Strom gibt es die Flatrates auch bei anderen
regionalen Anbietern. Hier bürgert sich in diesem Newsletter
anscheinend ein Standardpreis von 49 Mark im Monat
ein.
ChemTel Telekommunikations GmbH heißt
der Regionalcarrier aus Chemnitz, der ab 1. Dezember
mit einem Internet-Pauschalangebot für 49 Mark
monatlich starten will. Voraussetzung ist ein ChemTel
ISDN-Vollanschluss, der eine sekundengenaue Abrechnung
bietet. Für einen Basis-ISDN-Mehrgeräteanschluss wird eine
Grundgebühr von 44,08 Mark pro Monat fällig.
Möchte man den Internet-Direktzugang per SDSL nutzen -
interessant für Geschäftskunden - fallen für die Ersteinrichtung
von "ChemConnect" 2.030 Mark an. Man kann zwischen
Übertragungsraten für Up- und Download von 512, 1.024 und
2.048 kBit pro Sekunde wählen. Die "langsamste" Variante
kostet dabei beispielsweise 290 Mark Grundgebühr im Monat.
Abgerechnet wird nur der tatsächliche Datentransfer. Hier gibt es
einen Staffelpreis, der sich zwischen 138 und 103 Mark pro GB
bewegt, also am oberen Ende der Preisskala liegt.
Das Wuppertaler Telekommunikationsunternehmen
TeleBeL startet zum 15. Dezember
eine neue Flatrate: Mit der Internet:Flat ist das unbegrenzte
Surfvergnügen ebenfalls für 49 Mark pro Monat zu haben.
Voraussetzung ist allerdings der Telefonanschluss ISDN:Plus
bzw. ISDN:XL von TeleBeL. Ersterer kommt auf 36 Mark im
Monat, die XL-Variante schlägt mit 45 Mark im Monat zu Buche.
Ebenfalls zum 15. Dezember bietet das Unternehmen neue
Preise für Verbindungen ins Internet an, die nicht durch einen
Flatrate-Tarif abgedeckt werden. Beim Telefonanschluss ISDN:Plus
kostet die Onlineminute künftig 2,4 Pfennig; beim Anschluss
ISDN:XL zahlt der Kunde 1,4 Pfennig pro Minute. Die Abrechnung
erfolgt bei diesen Tarifen sekundengenau.
Schnelles Internet im hohen Norden gibt es bei
KomTel. Das regionale
Telekommunikationsunternehmen startet am 1. Dezember
in fünf Städten Schleswig-Holsteins ein eigenes ADSL-Angebot.
KomTel tritt damit in Flensburg, Schleswig, Rendsburg, Neumünster
und Lübeck in direkte Konkurrenz zum T-DSL-Angebot der Deutschen
Telekom. Voraussetzung ist der direkte Anschluss an das KomTel-Netz.
Die Kunden haben dann die Wahl zwischen einer sekundengenauen
Abrechnung, je nach Nutzungsdauer des ADSL-Internetzugangs, und
verschiedenen Flatrate-Angeboten. Beiden Alternativen gemeinsam ist
eine Grundgebühr von 30 Mark im Monat für die Bereitstellung des
ADSL-Zugangs. KomTel bietet die ADSL-Verbindungen ab 128 kbit/s
gestaffelt bis zur maximalen Bandbreite von 768 kbit/s an.
Entsprechend abgestuft sind auch die Preise. Sie reichen von
10 Mark für die 128 kbit-Flatrate bis hin zu 50 Mark
für die schnellste Alternative. Vergleichbare Abstufungen gibt es
auch bei der zeitabhängigen Nutzung der ADSL-Technologie.
- UMTS: Allgemeine technische Probleme lassen an baldiger Einführung zweifeln
Fast 100 Milliarden Mark haben sechs Konzerne für die
UMTS-Lizenzen in Deutschland ausgegeben. Galt während der
Versteigerung noch das Motto "buy oder bye bye", werden sich die
Vorstände der Mobilfunkunternehmen in den nächsten Jahren aber
wiederholt fragen, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, statt auf
UMTS auf einen forcierten Ausbau von GSM zu setzen.
Probleme beim Aufbau von UMTS-Netzen könnte vor allem
bereiten, dass es sich bei UMTS gleich um ein ganzes Paket
von Standards handelt. Als sich nämlich die wesentlichen
Player im Mobilfunk-Bereich zusammensetzten, um den digitalen
Mobilfunk-Standard der Zukunft zu beschließen, brachte jeder
unterschiedliche Anforderungen mit in die Ehe ein. So wurden
möglichst hohe Datenraten und möglichst flexible Funkzellen ebenso
gefordert, wie bestimmte Codierungsverfahren oder die Möglichkeit
zum Roaming mit bestehenden Funknetzen. Heraus kam so etwas wie
eine eierlegende Wollmilchsau.
Entsprechend schwierig wird es werden, Endgeräte zu entwickeln,
die wirklich in allen UMTS-Netzen einwandfrei funktionieren. Die vom
ISDN bekannten Probleme, dass manche Billig-Telefonanlage trotz
Euro-ISDN in unseren Nachbarländern nicht oder nur eingeschränkt
funktioniert, lassen ahnen, wo es hingehen wird.
Auch die Erfahrungen mit neuen Mobilfunk-Diensten wie WAP
oder GPRS lässt nichts Gutes hoffen, was es die Einführung
von UMTS angeht. Obwohl der Vermarktungsstart von WAP im
August '99 auf der IFA war, durfte sich
glücklich schätzen, wer bis Weihnachten '99 eines der wenigen
verfügbaren Nokia 7110 ergattert hatte. Statt sich über mobiles
Surfen zu freuen, klagten die Nutzer der ersten Stunde über laufende
Abstürze und Verbindungsabbrüche. WAP wurde zum Kalauer: "Where
Are the Phones" bzw. "Wechsle Akku Permanent". Letzteres wurde
notwendig, da mangels Reset-Knopf das Unterbrechen der Stromzufuhr
die einzige Möglichkeit war, ein abgestürztes Handy neu zu
"booten".
Natürlich arbeitete Nokia fleißig daran, die Firmware des 7110
zu verbessern, um die Probleme zu beseitigen. Unter Fachhändlern
gelten allerdings erst die Software-Versionen seit dem Herbst
'00 als stabil - ein Jahr nach dem Messe-Start.
Auch dem mobilen Datendienst GPRS droht ein ähnliches Schicksal.
Bereits kurz nach der Ankündigung im Herbst letzten Jahres, dass GPRS
ab Mitte 2000 verfügbar sein soll, gab es
erste Unkenrufe, die technische Probleme
am Horizont sahen. Zwar hat die Mobilkom
Austria GPRS tatsächlich im August 2000 gestartet, den Termin
"Mitte 2000" also nur um ein paar Monate überschritten. Doch es
gibt wieder das Problem, dass mit dem Motorola Timeport 260
(frühere Bezeichnung: Timeport P7389i) lediglich ein Endgerät zur
Verfügung steht. In Deutschland verschob T-D1 den Start erstmal ins
Jahr 2001 - offensichtlich waren während des halb-öffentlichen
Friendly User Tests noch zu viele Probleme
aufgetreten.
Warum soll es UMTS anders ergehen? Der Hauptgrund, UMTS
mit forciertem Tempo auszubauen, sind die hohen Kosten für die
UMTS-Lizenzen, die wie Blei in den Bilanzen der Tk-Unternehmen
liegen. Entsprechend hart sind die Vertragsstrafen, die die
Netzbetreiber mit den Ausrüstern vereinbaren, sollten die Ausrüster
nicht pünktlich liefern. Der Aufbau eines UMTS-Netzes könnte also
bis 2002 klappen. Doch was nützt das pünktlich installierte Netz,
wenn es keine Endgeräte gibt? Und selbst, wenn es UMTS-fähige
Endgeräte gibt, stellt sich die Frage, ob diese wirklich die Vorteile
des UMTS-Netzes wie größere Bandbreite brauchen oder gar sinnvoll
nutzen werden.
Im Zusammenhang von UMTS wird regelmäßig von "mobilen
Videokonferenzen" oder Multimedia-Inhalten geredet. Bis dato haben
aber die meisten Handys noch nicht einmal ein Farbdisplay, geschweige
denn einen CCD-Chip für die Kamera-Funktion. Wenn eine WAP-Seite
zwei Kilobyte lang ist, dann verweigern die Handys entweder die
Darstellung ganz (Nokia 7110) oder werden beim Scrollen unerträglich
langsam (Motorola). Bis die vielen Kilobit, die UMTS übertragen
kann, von Handys wirklich sinnvoll genutzt werden können, werden
folglich noch etliche Handy-Generationen ins Land gehen.
So verbleibt in der Anfangszeit die Anwendung, UMTS als
schnellen Internetzugang vom Laptop aus zu verwenden. Doch für
viele mobile Zwecke dürften die 43,2 kBit/Sekunde ausreichen,
die HSCSD bereits heute erreicht,
und die sich in den nächsten zwei Jahren noch steigern dürften.
UMTS wäre dafür nicht nötig.
So rückt eine ganz hausbackene Anwendung von UMTS in
den Vordergrund, vor allem für MobilCom und 3G, die zwar eine
UMTS-Lizenz, aber keine GSM-Lizenz haben: Man kann über UMTS auch
mobil telefonieren. Vielleicht sogar schon im Jahr 2002.
.
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