- AOL bietet Flatrate ohne Jahresvertragsbindung
Es ist zur Rarität geworden, positives vom Flatratemarkt zu
berichten. Nach der wahren Pleitewelle der letzten Monate holt
AOL nun mit einer neuen Flatrate-Kampagne zum
Gegenschlag aus.
Durch Zufall flatterte der teltarif-Redaktion eine
Aktions-CD-ROM ins Haus, welche die schon bekannte
AOL-Flatrate für 78 Mark im Monat
anpries. Bei genauerem Hinsehen stellt sich jedoch heraus, dass
mehr hinter der Kampagne steckt, als nur einfache Werbung für die
Flatrate aus dem Hause Bertelsmann. So heißt es auf dem Booklet:
"Bei Anmeldung bis zum 31. Dezember 2000 keine
Jahresvertragsbindung."
Auf Rückfrage bei AOL-Pressesprecher Jens Nordlohne wurde
teltarif bestätigt, dass AOL derzeit zahlreiche dieser CD-ROMs
an ausgewählte Kunden verschicke, um diesen die Möglichkeit zu
geben, sich ohne feste Vertragsbindung für den Flatrate-Tarif
anzumelden. Als Hintergrund nannte Nordlohne, AOL möchte die
Resonanz auf ein solches Angebot testen, um der Regulierungsbehörde
(im Erfolgsfall) deutlich machen zu können, dass eine solche Flatrate
in Deutschland wirklich gebraucht wird.
- Kostenlose Ortsgespräche
Wovon alle Telefonkunden träumen, wird für Kunden der Stuttgarter
tesion bald Wirklichkeit: nach der
Erschließung verschiedener Ortsnetze in Baden-Württemberg bietet der
Regionalanbieter kostenlose Gespräche im jeweiligen Ortsnetz an.
Das Angebot gilt für Telefonate zu allen Anschlüssen, nicht nur
zu netzinternen. Allerdings benötigt man einen ISDN-Anschluss bei
tesion. Das Angebot startet am 13. November in Freiburg, ab
dem 1. Dezember geht es auch in Biberach, Stuttgart Innenstadt,
Karlsruhe und Mannheim los. Heilbronn folgt dann im neuen Jahr am
15. Januar. Die Grundgebühr für einen ISDN-Mehrgeräteanschluss
inklusive Ortsgesprächs-Flatrate beträgt 64 Mark im Monat, ein
Anlagenanschluss kommt auf 99 Mark monatlich. Einen "Haken"
hat das Angebot aber doch: Surfen kann man leider nicht kostenlos.
Es gibt zwar 5 Freistunden im Monat, aber jede weitere
Minute kostet 1,9 Pfennig. Internetverbindungen zu Nummern
im Ortsbereich will tesion ausfindig machen und den Nutzern in
Rechnung stellen.
Auf einen schönen Advent können sich auch
MEOCOM-Kunden und solche, die es jetzt
noch werden wollen, freuen: An allen vier Adventssonntagen können
sie bundesweit völlig kostenfrei zu allen Festnetzanschlüssen
telefonieren! Damit startet die lokale Telekommunikationsfirma
das diesjährige "Weihnachts-Rollout", früher auch Adventszeit
genannt. Wir dürfen also schon jetzt gespannt sein, was an
Weihnachtsangeboten noch auf uns zukommt.
- Genion: Kostenlos Sprachnachrichten verschicken
Mit zunehmender Zahl der Dienste gibt es auch beim Mobilfunk immer
mehr Spartricks wie den unten vorgestellten. Im Newsletter
können wir davon leider nur eine Auswahl vorstellen.
Schauen Sie mal im Nachrichten- oder Infobereich auf
http://www.teltarif.de vorbei, wenn Sie noch
weitere Tipps haben wollen.
Angekündigt wurde das Feature vom seinerzeitigen Produktmanager
der VIAG Interkom bereits auf der
Internationalen Funkausstellung vor mehr als einem Jahr, umgesetzt
wurde es erst jetzt: Über die Mailboxen des E2-Mobilfunknetzes kann
man jetzt auch Nachrichten austauschen oder empfangene Nachrichten
weiterleiten.
Wer Genion-Kunde ist und sich innerhalb seiner Homezone
befindet, zahlt dafür noch nicht einmal etwas, denn innerhalb der
Genion-Homezone ist der Zugriff auf die Mailbox kostenlos. Damit
ist kostenloser Nachrichtenaustausch möglich. Man darf nur nicht
den Gesprächspartner direkt anrufen, sondern muss zunächst seine
Mailbox anwählen, um dann per Menüpunkt 4 eine Nachricht an eine
andere Mailbox zu senden. Für den Empfänger ist das Abhören der
Nachricht kostenlos, wenn er ebenfalls Genion-Kunde ist und sich
in seiner Homezone aufhält.
Außen vor bleiben dagegen LOOP-Kunden, denn in die netzinternen
Anrufbeantworter der VIAG-Prepaidkarten wurde das neue Feature
nicht integriert.
E-Plus-Kunden in den neuen Business-Tarifen oder mit Verträgen
aus der Anfangszeit von E-Plus können die Mailbox ebenfalls
kostenlos nutzen. Auch die E-Plus-Mailbox erlaubt das Weiterleiten
von Nachrichten.
- Sich anrufen lassen und Geld verdienen
Es war ja zu erwarten gewesen: Wenn die Tarife immer weiter sinken,
dann kommt der Punkt, dass Telefonieren nicht nur kostenlos ist,
sondern der Nutzer auch noch Geld fürs Telefonieren bekommt.
Allerdings gilt dieses vorerst nur für den Angerufenen, und
nur für Prepaid-Kunden von Viag Interkom. Gestern bestätigte
Viag Interkom entsprechende Gerüchte. Pro
voller Gesprächsminute gibt es ein Guthaben von 3 Pfennig.
Dieses neue Produkt von VIAG Interkom heißt "EasyMoney". Auf
einem speziellen "EasyMoney"-Konto wird dabei zunächst der
entsprechende Betrag, der bei einem eingehenden Anruf "er-telefoniert"
wird, gutgeschrieben. Sind 2 Mark erreicht, wird diese Summe
auf das LOOP-Guthaben des jeweiligen Kunden übertragen. Gewertet
werden Anrufe aus dem Festnetz und von Mobiltelefonen. Ist man im
D1-Netz eingebucht, gibt es aber kein Geld.
Die "Zeche" zahlt bei diesem Modell - indirekt - der Anrufende.
Es bleibt im Sinne sinkender Preise zu hoffen, dass derartige
Rückvergütungen nicht überhand nehmen.
- Sich an-SMSen lassen und bares Geld verdienen
"Geld verdienen per SMS" ist das Motto des neuen Services der
Münchner MindMatics AG. Mit "SMS-You-Up" bietet das Unternehmen
allen Handynutzern die Möglichkeit, mit personalisierten Werbe-SMS
Geld zu verdienen. Der Nutzer erhält bis zu fünf Werbe-SMS pro Tag.
Pro SMS wird ihm ein Punktebonus im Gegenwert von 10 Pfennig
gutgeschrieben. Ist ein Geldbetrag von 30 DM erreicht,
soll eine Überweisung des Betrags auf das Bankkonto des Nutzers
erfolgen. Bis dahin muss man allerdings 300 SMS über sich ergehen
lassen. Ab sofort können sich Teilnehmer aller Mobilfunknetze
in Deutschland online unter
sms-you-up.de anmelden und
ihr eigenes Interessensprofil aus Bereichen wie Internet, Sport
oder Wirtschaft festlegen.
Fraglich ist allerdings, ob die Rechnung von MindMatics aufgehen
wird. Denn neben den 10 Pfennig Rückerstattung an den Empfänger
muss MindMatics auch noch die Kosten für den SMS-Versand finanzieren.
Rechnet man noch die im Werbebereich üblichen Agenturprovisionen
hinzu, kommt man auf einen Preis von ca. 20 Pfennig, zu dem
MindMatics die SMS an die Werbetreibenden verkaufen muss, um Gewinn
zu machen. Dieses ist ein sehr hoher Preis für einen Werbeträger,
der nur kurze Textnachrichten ohne Grafik oder Ton zulässt.
- E-Plus: SMS ins Festnetz schicken
Seit 1. November bietet E-Plus das
neue Produkt "SMS To Speech" an. Damit können sowohl Vertrags-
als auch Prepaid-Kunden für jeweils 39 Pfennig SMS-Meldungen
an eine Festnetznummer innerhalb Deutschlands verschicken.
Dem Empfänger wird die getippte Nachricht dann als gesprochene
Nachricht vorgetragen. Ist er nicht erreichbar, wird die Zustellung
48 Stunden lang wiederholt, wobei zwischen 23 und 6 Uhr
"Nachtruhe" herrscht.
Die Rufnummer des Absenders sowie Datum und Uhrzeit der
jeweiligen SMS werden ebenfalls angesagt. Es ist derzeit möglich,
Nachrichten auf Deutsch, Englisch und Französisch zu übermitteln.
Eine automatische Übersetzung der SMS innerhalb dieser drei Sprachen
soll in einigen Monaten angeboten werden.
- E-Plus setzt ebenfalls auf den GPRS-Standard
Auch der Düsseldorfer Mobilnetzbetreiber E-Plus will den neuen
Datenübertragungsstandard GPRS einführen. Als Starttermin wurde der
4. Dezember genannt. Die konkurrierende HSCSD-Technologie,
die E-Plus bereits seit dem vergangenen
Jahr unter dem Namen HSMD (High Speed Mobile Data) anbietet, soll
weiterhin betrieben werden.
Im Unterschied zu HSMD, wo nach Zeit abgerechnet wird, wird
bei GPRS die tatsächlich übertragene Datenmenge berechnet. Mit
Einführung von GPRS sollen zunächst 80 Prozent des E-Plus-Netzes
mit der neuen Technologie ausgerüstet sein. Im ersten Quartal 2000
werden nach E-Plus Angaben 100 Prozent des Netzes GPRS-tauglich
sein. Zunächst sollen Datenübertragungsraten von 20 Kilobit
pro Sekunde möglich sein, die bis Mitte des nächsten Jahres auf
40 kbit/s verdoppelt werden sollen.
Hier noch einmal die wesentlichen Merkmale der beiden
Standards für die schnelle Datenübertragung im Mobilfunkbereich:
Bei HSCSD werden mehrere gewöhnliche Gesprächs- bzw. Datenkanäle
aufgebaut. Statt mit 9600 bzw. 14400 bit/Sekunde surft man
dann mit dem zwei- bis dreifachen Tempo. Nachteil: Entsprechend
viele Sprachkanäle werden blockiert - Netzüberlastungen könnten
also noch öfter auftreten als bisher. Der Aufbau einer Verbindung
dauert relativ lange - es ist also nicht möglich, mal schnell
einen Internetkanal zuzuschalten, während z.B. eine große Webseite
übertragen wird.
GPRS geht einen komplett anderen Weg. Statt über Sprachkanäle
werden die Daten in Pakete gepackt und immer dann übertragen, wenn
Bedarf ist und freie Kapazitäten vorhanden sind. Wird beispielsweise
ein neuer Sprachkanal aufgebaut, weil in derselben Funkzelle ein
anderer Handy-Nutzer ein mobiles Gespräche beginnt, wird die Datenrate
bei GPRS entsprechend reduziert. Man bleibt in diesem Fall weiter
online, surft allerdings nicht mehr ganz so schnell wie bisher.
Durch den Paketmodus fällt das Problem des Verbindungsauf-
und -abbaus weg. Manche sagen deswegen, dass ein GPRS-Handy immer
online sei. Das ist aber irreführend, denn es werden bei GPRS nur
dann Daten übertragen, wenn das auch benötigt wird. Wer nicht
surft, hat somit bei GPRS auch keine Verbindung zum Netz, ist
also offline. Dennoch ist ein GPRS-Handy ständig in Bereitschaft
für Datentransfers, genauso, wie ein eingeschaltetes und in ein
Netz eingebuchtes Handy immer in Bereitschaft ist, einen Anruf
entgegenzunehmen.
- Kein Geschäft mit Prepaid-Kunden
Über die Hälfte der Mobilfunk-Einsteiger kauft sich heutzutage
eine Prepaidkarte. Im Paket
mit einem Handy, dessen echter Wert meist über 300 Mark
liegt, und einem Startguthaben von 25 Mark gibt es den
Mobilfunkanschluss auf Vorkasse bei allen Anbietern für unter
100 Mark. Die Mobilfunkanbieter hoffen dabei natürlich,
dass der Prepaidler die Kundengewinnungskosten durch höhere
Gesprächsgebühren wieder hereintelefoniert. Diese Rechnung scheint
aber nicht aufzugehen.
Auf der Systems in München sagte Uwe Bergheim, Vorsitzender
der Geschäftsführung bei E-Plus: "Der
Prepaid-Boom wird teilweise zu teuer erkauft. Die zu erwartenden
Umsätze mancher Kundengruppe rechtfertigen nicht immer die
enormen Kundengewinnungskosten vor allem bei den preisgünstigen
Prepaid-Paketen."
Auch bei den anderen Anbietern dürfte die Rentabilität in
diesem Kundensegment nicht viel besser aussehen. Es sind keine
Einzelfälle, wenn Kunden eine Prepaidkarte abtelefonieren,
wegschmeißen und sich eine neue kaufen, statt das Guthaben
mit einer Aufladekarte nachzuladen. Denn die Prepaidkarten
(ohne Handy) für Neukunden sind oftmals billiger zu haben als
Aufladekarten für Bestandskunden. Viele andere kaufen sich ein
Prepaid-Handy, um mal das mobile Telefonieren auszuprobieren,
nutzen es dann aber nicht.
Um dies zu verhindern, haben T-D1, D2 und e-plus
unlängst die Anzahl der Prepaidkarten
pro Kunde beschränkt. Dennoch scheint der Prepaid-Markt nach wie
vor eher schöne Kundenzahlen zu generieren als handfeste Umsätze.
- "Nur" 1,4 Milliarden für UMTS in Österreich - Schweizer Auktion demnächst
Die Versteigerung der österreichischen UMTS-Mobilfunklizenzen
ist mit einem Gesamterlös von "nur" 706 Millionen Euro
(1,38 Milliarden Mark) zu Ende gegangen. Nach nur zwei Tagen
haben alle sechs Bieter eine "kleine Lizenz" mit zwei Frequenzpaaren
erhalten. Dies sind die bestehenden Anbieter Mobilkom, tele.ring,
ONE und die Deutsche Telekom-Tochter max.mobil sowie die
"Neueinsteiger" Telefónica und Hutchison. Die Auktion wurde am
vergangenen Freitag nachmittag nach sechsstündiger Unterbrechung
wieder aufgenommen, nachdem die zuständige Regulierungsbehörde
Telekom Control ihren zuvor erhobenen Vorwurf der Absprache zwischen
den Anbietern fallengelassen hat.
Kurz vor dem geplanten Beginn der UMTS-Auktion in der Schweiz
am kommenden Montag haben ausländische Großkonzerne ihre Position
auf dem eidgenössischen Markt verstärkt. France Télécom übernahm
vom deutschen Energiekonzern E.ON dessen 42,5-prozentigen Anteil
am Schweizer Mobilfunkunternehmen Orange Communications und
verdoppelte damit seinen Einfluss. Der Schweizer Ex-Monopolist
Swisscom holte sich derweil den britischen Mobilfunkriesen
Vodafone ins Boot. Vodafone übernimmt einer Firmenmitteilung
zufolge für 4,5 Milliarden Franken (5,76 Milliarden Mark)
25 Prozent an der Swisscom Mobil AG. In der Schweiz sollen ab
Montag vier UMTS-Lizenzen zum Aufbau multimedia- und internetfähiger
Mobilfunknetze versteigert werden.
- Auslandsgespräche: Alaska und Hawaii billiger als USA
Das Telefonieren in die "exotischen Regionen" der USA ist bei
Onetel inzwischen billiger als ins
"Stammland": Bei Gesprächspreisen von 8,4 Pfennig pro
Minute nach Alaska und Hawaii irritiert der Standardtarif USA
mit 8,9 Pfennig pro Minute. So etwas ist möglich, da die
Gespräche nach Kanada und Hawaii teilweise andere Wege gehen, als
die in die anderen Bundesstaaten.
Auch ansonsten ist der Preisrutsch bei den Auslandstarifen
seit der letzten Woche bemerkenswert. Befragen Sie daher im
Zweifelsfall unsere Tarifdatenbank auf
unserer Homepage http://www.teltarif.de , um
zu überprüfen, ob sich auch für Ihre Destinationen etwas geändert
hat.
Nachdem die Drillisch Festnetz
GmbH zum 1. November an der Preisschraube für
Auslandgespräche gedreht hat, drehte der Frankfurter Anbieter
Onetel kräftig weiter: Für viele der
folgenden Ziele hat sich Onetel (Call-by-Call-Vorwahl: 01086) mit der
Preissenkung an die Tabellenspitze im offenen Call-by-Call geschoben.
Das Angebot gilt aber vorerst nur bis zum 31. Dezember diesen
Jahres:
- Alaska 8,4 Pf./Min.
- Armenien 60 Pf./Min.
- Aserbaidschan 60 Pf./Min.
- Bahrein 65 Pf./Min.
- Bangladesh 112 Pf./Min.
- Brunei 53 Pf./Min.
- Cookinseln 130 Pf./Min.
- Fidschi 125 Pf./Min.
- Georgien 45 Pf./Min.
- Hawaii 8,4 Pf./Min.
- Hong Kong 11 Pf./Min.
- Indonesien 50 Pf./Min.
- Irak 140 Pf./Min.
- Israel 20 Pf./Min.
- Jemen 130 Pf./Min.
- Kambodscha 97 Pf./Min.
- Kasachstan 50 Pf./Min.
- Kirgisistan 65 Pf./Min.
- Kiribati 128 Pf./Min.
- Korea (Nord) 90 Pf./Min.
- Kuwait 87 Pf./Min.
- Laos 123 Pf./Min.
- Libanon 80 Pf./Min.
- Malaysia 23 Pf./Min.
- Mikronesien 108 Pf./Min.
- Mongolei 115 Pf./Min.
- Nauru 100 Pf./Min.
- Nepal 135 Pf./Min.
- Neu-Kaledonien 75 Pf./Min.
- Neuseeland 11 Pf./Min.
- Oman 95 Pf./Min.
- Pakistan 125 Pf./Min.
- Palau 45 Pf./Min.
- Papua-Neuguinea 60 Pf./Min.
- Philippinen 45 Pf./Min.
- Katar 80 Pf./Min.
- Russland 39 Pf./Min.
- Samoa (West) 73 Pf./Min.
- Saudi Arabien 100 Pf./Min.
- Taiwan 20 Pf./Min.
- Tokelau 65 Pf./Min.
- Tonga 125 Pf./Min.
- Vietnam 148 Pf./Min.
- Zypern 35 Pf./Min.
Die Spitzenplätze für Japan (14,4 Pf./Min.), Singapur
(18 Pf./Min.), Thailand (57,7 Pf./Min.), Süd-Korea
(18 Pf./Min.) und die Salomonen (108 Pf./Min.) muss
sich Onetel mit anderen Anbietern teilen. Allerdings rechnet
Onetel im Minutentakt ab, während KDD Conos
(Vorwahl: 01063) beispielsweise einen 30-Sekundentakt anbietet,
was die bessere Wahl ist.
Trotz der Preisoffensive von Onetel hat
Drillisch (010050) einige Spitzenplätze
im offenen Call-by-Call halten können:
- China mit 46 Pf./Min.
- Dominikanische Republik 30 Pf./Min.
- El Salvador 56 Pf./Min.
- Süd-Korea 18 Pf./Min.
- Lettland 52 Pf./Min.
- Litauen 52 Pf./Min.
- Polen 32 Pf./Min.
- Singapur 18 Pf./Min.
- Tschechische Republik 31 Pf./Min.
- Ukraine 46 Pf./Min.
- Uruguay 73 Pf./Min.
Außerdem sind Moskau, St. Petersburg und Georgien jetzt auch im offenen Call-by-Call über die 010050 zu erreichen. Genau wie Onetel rechnet
Drillisch diese Tarife im Minutentakt ab. Pre-Selection-Kunden
profitieren von einer sekundengenauen Abrechnung. Wer sich bis
zum 30. November für eine Pre-Selection auf die 010050 entscheidet,
bekommt zudem ein Startguthaben von 44 Mark gutgeschrieben.
Auch bei Rapid Link hat sich einiges
geändert, leider nicht unbedingt zum positiven. Die Auslandstarife
teils gesenkt, teils erhöht. Besonders ärgerlich ist die jetzt
schlechtere Taktung beim Pre-Selection-Privat-Tarif. Rapid-Link
rechnet hier jetzt, wie auch beim Call-by-Call, im Minutentakt ab, und
nicht mehr sekundengenau. Lediglich bei den Spezialtarifen für
Mannheim, Frankfurt und Würzburg sowie beim Business-Tarif, der
nur über Pre-Selection nutzbar ist, wird weiterhin sekundengenau
tarifiert.
Nutzer des Business-Tarifs können sogar kostenlos ins Ausland
und in die Mobilfunknetze telefonieren, sofern die Gespräche kürzer
als 10 Sekunden sind. Seit dem 1. November gelten die
neuen Tarife. Günstiger telefoniert man dabei nur nach Kanada für
jetzt 13 Pfennig pro Minute, statt vorher 14 Pfennig, in
die spanischen Städte Madrid und Barcelona für 16 Pfennig pro
Minute statt 17 Pfennig, und in den Iran für 1,25 Mark pro
Minute statt bisher 1,67 Mark. Gespräche in die USA kosten
jetzt mit 13 Pfennig pro Minute einen Pfennig mehr. Anrufe in
die russischen Metropolen Moskau und Sankt Petersburg sind ebenfalls
teurer geworden und kosten jetzt 39 Pfennig pro Minute. Erhöht
wurden auch die Tarife für Telefonate nach Georgien, Singapur, Lima
in Peru, Kuala Lumpur in Malaysia und zu den Norfolk Islands.
Auch der Wiesbadener Telefonanbieter 01017 liefert neue Tarife,
statt sich um den bundesweiten Ausbau seines Call-by-Call-Angebotes
zu kümmern. Für alle, die schon über die 01017 telefonieren können,
hier einfach die neuen Preise (und in Klammern die alten):
- Bangladesh 117,4 Pf./min. (123 Pf./min.)
- Bulgarien 49,9 Pf./min. (50,7 Pf./min.)
- Estland 39,6 Pf./min. (39,7 Pf./min.)
- Fidschi 124,9 Pf./min. (111,1 Pf./min.)
- Finnland 15,8 Pf./min. (16 Pf./min.)
- Frankreich 10,7 Pf./min. (12,9 Pf./min.)
- Griechenland 31,9 Pf./min. (32,8 Pf./min.)
- Italien 12,9 Pf./min. (9,3 Pf./min.)
- Lettland 51,9 Pf./min. (52,7 Pf./min.)
- Türkei 37,8 Pf./min. (34,8 Pf./min.)
Außer bei den Anrufen ins italienische Festnetz, nach Fidschi und
in die Türkei werden alle genannten Ziele billiger.
Und last but not least hat Mannesmann
Arcor zum Monatsbeginn seine Auslandspreise in den Optionstarifen
Arcor Sunny, Sunny Pro und Sunny City gesenkt, und damit weitgehend
denen der Aktiv Plus-Option bei der Deutschen Telekom angepasst:
Sunny-Kunden telefonieren innerhalb Deutschlands in der Hauptzeit
(werktags von 9 bis 18 Uhr) für 9 statt 11 Pfennig
pro Minute, in der Nebenzeit werden 6 Pfennig berechnet. In
nahezu alle westeuropäischen Länder sowie in die USA und nach Kanada
können Sunny-Kunden nun rund um die Uhr für 9 Pfennig pro Minute
telefonieren. Damit hat sich der Minutenpreis für diese Destinationen
halbiert. Nach Portugal zahlt man für ein einminütiges Gespräch
19 Pfennig, eine Minute Griechenland, Tschechien oder Island ist
für 29 Pfennig zu haben. Einen Haken hat die Sache aber doch:
Arcor berechnet nun für Telefonate in ausländische Mobilfunknetze
einen Zuschlag von 23 Pfennig pro Minute, so dass man für ein
Gespräch zu einem Handy z.B. in Österreich, Großbritannien oder
Italien insgesamt 30 Pfennig pro Minute zahlt. Bestandskunden
werden automatisch auf die neuen Tarife umgestellt.
- Deutsche Telekom: Bessere Tarifanzeige bei Auslandsgesprächen
Die Deutsche Telekom hat eine technische
Möglichkeit gefunden, um ihren Kunden ab diesem Monat eine
differenzierte Tarifanzeige für Festnetz- und Mobilfunkziele
bei Standardverbindungen in die Länder zu ermöglichen, für die
Mobilfunkzuschläge berechnet werden. Bei Einführung dieser
Zuschläge zum 1. September 2000 war eine getrennte Anzeige
von Verbindungen ins Festnetz ohne Zuschläge und Verbindungen
in ausländische Mobilfunknetze mit den Zuschlägen aus technischen
Gründen in der Tarifanzeige am Telefon des Kunden nicht darstellbar.
Daher wurde als Übergangslösung die generelle Anzeige des höheren
Tarifs inklusive des Mobilfunkzuschlags auch für Festnetzverbindungen
angeboten.
Da sich die Telekom nicht in der Lage sah, kurzfristig die
Kapazitäten zu erweitern, hat sie jetzt eine Alternativlösung
erarbeitet. Dazu wird die spezielle Tarifanzeige des
"Vis-à-vis"-Tarifes im für Kunden in grenznahmen Bereichen
aufgehoben. Statt dessen wird hier jeweils der Standardtarif
angezeigt. Mit der so gewonnenen Datenkapazität ist nun eine
erweiterte Kennzahlenauswertung und damit eine Differenzierung
in der Tarifanzeige zwischen Festnetz- und Mobilfunkzielen bei
Standardverbindungen möglich geworden. Nach wie vor ist die
Tarifanzeige aber nicht völlig korrekt, da sie zumeist in einem
anderen Takt erfolgt, als die tatsächliche Abrechnung.
.
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