- Talk2Friends: Telekom beantragt kostenlose Citygespräche bei der RegTP
Die Deutsche Telekom hat sich etwas Feines einfallen lassen, um ihren
lokalen und regionalen Wettbewerbern das Leben schwer zu machen:
In der aktuellen Ausgabe des Amtsblattes der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post (RegTP) findet sich ein Genehmigungsantrag
für einen Optionstarif, der kostenlose Ortsgespräche ermöglicht.
Konkret plant die Telekom folgendes: Gegen eine einmalige
Einrichtungsgebühr von 15 Mark sowie 4,99 Mark monatlich,
jeweils pro Mehrfachrufnummer, kann man in der Zeit von 12 bis
20 Uhr andere ISDN-Mehrgeräteanschlüsse im Tarifbereich
City, für die der Talk2Friends-Tarif ebenfalls vereinbart
wurde, unentgeltlich anrufen. Eine wichtige Einschränkung:
Die erste Mehrfachrufnummer des ISDN-Anschlusses kann nicht als
Talk2Friends-Nummer vereinbart werden. Außerdem gibt es einen
kleinen Wermutstropfen: Dieses Angebot des Ex-Monopolisten schließt
alle Kunden aus, die auf einen anderen Verbindungsnetzbetreiber
pre-selected sind.
Sollte die RegTP den Tarif genehmigen, sind zwei Entwicklungen
absehbar: Dieser Optionstarif dürfte aufgrund der Monopolstruktur im
Ortsnetzbereich zum stärksten gefragten Optionstarif der Deutschen
Telekom avancieren. Und die kleinen lokalen bzw. regionalen
Anbieter, wie BerliKomm oder osnatel, werden ihrer bislang einzigen
Domäne beraubt: Kostenlose Ortsgespräche.
Unklar ist, wie Internet-Provider reagieren werden. Denn
prinzipiell wäre es ja möglich, die Kundeneinwahl nicht über
Primärmultiplexe (je 30 Kanäle), sondern auch über ganz normale
ISDN-S0-Anschlüsse (je 2 Kanäle) abzuwickeln. Leider wäre die
sich so ergebende "5-Mark-Flatrate" aber nur im Zeitraum zwischen
12 und 20 Uhr nutzbar.
- Ab 9 Pf./Min. mit der Telekom ins Ausland telefonieren
Die von der Deutschen Telekom im Juli
beantragte Auslands-Preissenkung für
Kunden des Optionstarifs AktivPlus
wurde jetzt offensichtlich von der Regulierungsbehörde genehmigt.
Wie wir aus dem Unternehmen nahestehenden Kreisen erfahren konnten,
gilt der neue Tarif bereits ab dem 1. Oktober. Dann zahlen
AktivPlus-Kunden für Gespräche nach Andorra, Belgien, Dänemark,
Finnland, Frankreich, Gibraltar, Großbritannien, Irland, Italien,
Kanada, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande,
Norwegen, Österreich, San Marino, Schweden, Spanien, sowie in den
Vatikanstadt und in die USA nur noch 9 Pfennig pro Minute,
also ebensoviel wie für ein Ferngespräch zu Hauptzeit.
Telefonate nach Portugal und Puerto Rico werden 19 Pfennig,
nach Griechenland, Island und Tschechien 29 Pfennig die
Minute kosten. Für 39 Pfennig pro Minute telefonieren
AktivPlus-Kunden nach Jugoslawien, Kroatien, Polen, Slowenien,
in die Slowakei, die Türkei, sowie nach Ungarn und Zypern.
Wenn man einmal von der 9,90 Mark teuren
AktivPlus-Grundgebühr absieht, spielt die Deutsche Telekom mit
dieser Preise-Offensive ganz vorne in unserer Tariftabelle mit.
Bei einigen Ländern - wie Österreich, Italien und Spanien - bietet
der Ex-Monopolist sogar den günstigsten Preis. Hinzu kommt, dass man
mit einer Leitung von der Deutschen Telekom auch meistens durchkommt.
- RegTP: Weiteres Untersuchungsverfahren gegen Deutsche Telekom
Nachdem wir im letzten Newsletter berichteten, dass sich die
Regulierungsbehörde für eine Gleichbehandlung von T-Online und den
Mitbewerbern durch die Deutsche Telekom einsetzen will, steht nun ein
weiteres "förmliches Verfahren" gegen den Ex-Monopolisten ins Haus.
Das letzte Mal waren die unzähligen Flatrate-Pleiten der Anlass, nun
ist es der mangelnde Wettbewerb im Ortsnetz. Nach einem Bericht
des Handelsblattes beklagte Chef-Regulierer Klaus-Dieter Scheurle
auf einer Colt-Presseveranstaltung in Rom,
dass die Deutsche Telekom im Ortsnetzbereich immer noch einen
Marktanteil von fast 98 Prozent hat.
Dabei steht einem regen Wettbewerb zahlreicher Telekomunternehmen
eigentlich nichts entgegen: Die Deutsche
Telekom AG muss ihren Wettbewerbern die so genannte
letzte Meile Kupferdraht vermieten,
wenn diese das wünschen. Dazu müssen die Telekom-Konkurrenten ihr
Netz an den Hauptverteilern mit dem Telekom-Netz verknüpfen. Beim
Zugang zu diesen Technikräumen türmten sich regelmäßig Hindernisse
auf, kritisiert etwa der VATM, der Verband der Telekom-Wettbewerber.
Absprachen für Termine vor Ort dauerten Wochen. Plötzlich seien
Räume voll, wegen einer zu schwachen Klimaanlage nicht geeignet,
oder der Schlüssel sei nirgends zu finden. Außerdem beschäftige
die Telekom Subunternehmer, die keine Ahnung von der Technik hätten,
beschwert sich Colt Deutschland-Chef Horst Enzelmüller.
Diese Missstände will Scheurle jetzt förmlich untersuchen.
"Die Wettbewerber sind allerdings selber Schuld, wenn sie
derartige Fälle nicht bei der Regulierungsbehörde anzeigen", wies
er Kritik am späten Eingreifen zurück. Ein Regulierer könne nur
effektiv arbeiten, wenn die Unternehmen ihm die Fakten lieferten,
so Scheurle. Er äußerte den Verdacht, dass die Telekom Wettbewerb
so lange verhindern wolle, bis sie mit eigenen DSL-Verbindungen
einen Großteil Breitband-Marktes für sich reserviert habe - zum
Teil auch durch Einsatz von Dumpingpreisen.
- Talkline: Adweb-Nutzer können einen Tag kostenlos surfen und
sieben Tage lang den Preis drücken
Die Talkline GmbH startete zwei
Aktionen für ihre Internet-Kunden. Zum einen können Nutzer
des werbesubventionierten adweb-Tarifs am 3. Oktober, dem
10. Jahrestag der Deutschen Einheit, 24 Stunden
lang kostenlos surfen. Sie melden sich dazu einfach direkt
am 3. Oktober unter
www.talknet.de an.
Wer nach dem 3. Oktober weiter bei adweb bleiben möchte,
ist mit 1,8 Pfennig pro Minute für maximal 15 Stunden
im Monat dabei. Dafür gibt es ständige Werbeeinblendungen auf
dem Bildschirm.
Mit der zweiten Talkline-Aktion bestimmen die Kunden
selbst, wie viel der talknet-adweb-Tarif künftig kosten wird.
Vom 27. September bis 3. Oktober senkt jede Neuanmeldung
den Preis. Mit 5.000 Anmeldungen wird der Preis um 0,1
Pfennig fallen. Mit steigender Anmelderzahl wird die Preissenkung
zwar langsamer, wie tief der Tarif aber letztendlich tatsächlich
fällt, bleibt abzuwarten. Laut Auskunft des Unternehmens ist bei
1,0 Pfennig pro Minute die "natürliche Grenze" erreicht.
- VIAG Interkom: Ab 1. Oktober nächtliche Ferngespräche für 3,3 Pfennig
Mit einer Wiederauflage der Sommer-Aktion, diesmal unter
dem winterlichen Titel "Kalte Nächte, heiße Telefone",
erreicht VIAG Interkom gemeinsam mit
Super24 und Onetel
den Spitzenplatz der Tariftabelle für Gespräche zwischen 21 und
6 Uhr: Ab dem 1. Oktober kosten nächtliche Ferngespräche
über die 01090 3,3 Pfennig pro Minute. Die Aktion ist bis
zum 31. Dezember befristet.
Außerdem verlängert FITphone seine
"Startaktion" um einen Monat bis zum 31. Oktober. Damit
kosten Ferngespräche über die 010021 weiterhin wochentags von 9 bis
10 Uhr 6,5 Pfennig und in der übrigen Zeit 7,5 Pfennig
pro Minute. So sichert sich der finnische Anbieter noch für diesen
Monat den akzeptablen vierten Tabellenplatz für Gespräche morgens
von 9 bis 10 Uhr. Ab dem 1. November werden dann rund
um die Uhr 8 Pfennig verlangt.
Abgerechnet werden Gespräche im offenen Call by Call über die
010021 im Minutentakt. Eine günstigere Taktung gibt es bei FITphone
im angemeldeten Call by Call (sekundengenau nach der ersten Minute)
und bei Pre-Selection (Sekundentakt).
- E-Plus stellt neue Tarife für Geschäftskunden in Aussicht
Nachdem E-Plus mit Angeboten für
Geschäftskunden bisher eher im Verborgenen wirkte, sollen ab dem
2. Oktober drei neue Tarife mit entsprechendem Werbeaufwand der
Öffentlichkeit vorgestellt werden. Auch wenn uns die Pressestelle
bis zum Redaktionsschluss nicht sagen konnte, ob es sich bei
den in einem Händlerfax bekanntgegebenen Preisen um Brutto- oder
Netto-Preise handelt, lassen sich doch einige wichtige Eckdaten
aufzählen:
Die Grundgebühr für den Tarif Business medium beläuft sich auf
30 Mark, während Business large mit 40 Mark und Business high mit
50 Mark pro Monat zu Buche schlagen. Für Gespräche in das deutsche
Festnetz werden ebenso wie für Anrufe innerhalb des E-Plus-Netzes 50,
25 bzw. 15 Pfennig (medium/large/high) in der Minute fällig.
In der City- oder Partner&Family-Option kosten Telefonate 10
(large/high) bzw. 15 Pfennig (medium) pro Minute. Der
City-Tarif gilt dabei bei E-Plus für alle Gespräche zu einer vorher
festgelegten Vorwahl, auch dann, wenn man sich woanders befindet.
Mobile Gespräche zur Firmenzentrale kosten damit bei large bzw.
high nur noch wenig mehr als Festnetzgespräche zur Geschäftszeit.
Telefonate in andere deutsche Mobilfunknetze kosten
80 Pfennig, wenn der Medium-Tarif gewählt ist, wohingegen
large-Kunden nur noch 50 Pfennig und high-Kunden 40 Pfennig
zahlen. Eine Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenzeit gibt
es nicht, was zumindest "business medium" abends und am Wochenende
vergleichsweise teuer macht. Die Abrechnung erfolgt kundenfreundlich
durchgängig im Sekundentakt.
Das Abhören der Mailbox ist in allen drei Tarifmodellen
kostenlos. Hier kehrt E-Plus zu einer alten von vielen Kunden
vermissten Stärke wieder zurück. Beim E-Netz-Pionier hat man sich
noch eine weitere hübsche Neuheit ausgedacht: Ausschließlich für
diese drei Business Tarife gibt es den kostenlosen E-Plus TarifCheck,
welcher auf Basis des Nutzungsverhaltens über drei Monate hinweg
für das folgende Quartal den jeweils günstigsten Tarif empfiehlt.
Will der Kunde dieser Empfehlung folgen, so kann er - ebenfalls
ohne weitere Kosten - durch einen Anruf bei der Business-Hotline
einen Tarifwechsel veranlassen.
Fazit: Abgesehen von der hohen Grundgebühr sind die Produkte
"large" und "high" eine preislich sehr interessante Bereicherung des
Mobilfunkmarktes. Nur zur "Vereinfachung" der Mobilfunktarife, die
E-Plus vor allem im Fernsehen intensiv im Zusammenhang mit Time &
More bewirbt, tragen die drei neuen Tarife mit Sicherheit nicht bei.
- Ericsson bringt zwei neue Handys in die Läden
Der Mobiltelefonhersteller Ericsson geht mit drei neuen Produkten
auf den Markt. So kann man seit kurzem das Einsteigerhandy
A2618 kaufen, das durch leichte Bedienung und modisches Design
überzeugt. Es bietet Voice Dialing sowie Anrufannahme
und Anrufablehnung per Sprachbefehl. Durch sein vierzeiliges
Grafik-Display und seine einfache Menüführung ist es besonders
für Handy-Einsteiger geeignet. Integriert sind drei Spiele.
Das A2618 gibt es wahlweise mit Nickel-Metallhydrid-Akku als
"Reliance-Paket" oder mit Lithium-Ionen-Akku als "Premium-Paket".
Es wird ohne Kartenvertrag 499 Mark kosten.
Das "Sport-Handy" R310s ist ebenfalls jetzt in den Geschäften
zu haben. Es ist wasser-, stoß- und staubgeschützt und übersteht
deshalb viele sportliche Aktivitäten unbeschadet. Gummieinlagen
im Gehäuse, Goretex-Membranen an Mikrofon und Lautsprecher sowie
Silikondichtungen und gummiummantelte Anschlussbuchsen machen es
so widerstandsfähig. Das R310s bietet neben Voice-Dialing und
sprachgesteuerter Anrufannahme bzw. -ablehnung auch Vibrationsalarm
und umfangreiches Zubehör. In der mitgelieferten Kunststofftrommel
finden außer dem Gerät noch weitere Utensilien Platz und Schutz.
Der Preis für das R310s beträgt 699 Mark ohne Vertrag.
- Privatel-Aktion: Trium-Galaxy-Handy für 38,88 Mark
Als Antwort auf eine Aktion des Kaffeerösters Tschibo vor gut
vierzehn Tagen, gibt es ab sofort bei den rund 3000 Fachhändlern
von Privatel ein spezielles Angebot: Wer für 38,88 Mark
ein Mitsubishi Trium Galaxy mit einer D2-CallYa-Karte
inklusive 25 Mark Startguthaben erwirbt, bekommt ein Pfund
TransFair-Kaffee gratis dazu. Das Gerät ist - wie bei dieser
Preisklasse zu erwarten - auf die Karte SIM-gelockt.
Die Privatel-Händler, die dieses Angebot in ihr Sortiment
aufgenommen haben, können direkt bei Privatel in Hamburg unter der
Rufnummer 040/236410 erfragt werden.
- Mobile High-Speed-Daten zum High Price
T-Mobil hat die Teilnehmer des gerade
laufenden GPRS-Friendly User Tests mit
den ersten Preismodellen für den künftigen Datenübertragungsstandard
konfrontiert. Das Ergebnis: GPRS wird - sollten die derzeitigen
Tarife tatsächlich eingeführt werden - ein teurer Spaß.
Das Tarifmodell A sieht vor, dass man pro GPRS-Nutzungstag
eine Grundgebühr von 50 Pfennig zahlt. Dazu kommen
69 Pfennig pro angefangenen 10 Kilobyte. Beim Tarifmodell
B zahlt man sogar pro Nutzungsstunde 50 Pfennig sowie pro
angefangene 10 kB 49 Pfennig. Ähnliche Preise sind
bereits Ende Juli von D2-Privat bekannt
geworden.
Ob sich GPRS unter diesen Umständen am Markt durchsetzen
kann, bleibt abzuwarten. Der Download einer großen E-Mail (1
Megabyte) auf dem Laptop würde zu den genannten Preisen 49,50 bis
69,50 Mark kosten. Nutzt man die bisherigen Datendienste
mit 9,6 kBit pro Sekunde, dauert der Download derselben Datei
hingegen unter guten Bedingungen 16 mobile Online-Minuten, was je
nach Netz, Tarif und Zeitzone zwischen 2,40 und 11 Mark kostet.
GPRS ist bei dieser Anwendung folglich 6 bis 29-fach teurer als
die konventionellen Datendienste!
Eine Preisersparnis bringt GPRS allenfalls bei der Nutzung
von WAP-Diensten, wo große Online-Zeiten kleinen Datenmengen
gegenüberstehen. Doch bei mehr als zwei bis drei Klicks zu je
2 Kilobyte zu Minute gilt auch hier, dass GPRS teurer ist
als konventionelles WAP.
Für das Konkurrenz-System HSCSD gibt es erste Preismodelle vom
Branchenprimus D2-Privat. Demnach können
die Nutzer zwischen zwei Modellen wählen. Entweder man zahlt eine
zusätzliche monatliche Grundgebühr von 15 Mark und surft trotz
höherer Datenrate zu den normalen D2-Minutenpreisen im Internet,
oder man zahlt jeweils für alle Timeslots (Kanäle), die man bei
der Datenübertragung gerade belegt. Beispiel: Der Internet-Zugang
kostet 39 Pfennig in der Haupt- (6-22 Uhr) und 19 Pfennig
pro Minute in der Nebenzeit. Bündelt man für HSCSD drei Kanäle,
so käme man auf einen Minutenpreis von 1,17 Mark bzw. 57 Pfennig
die Minute, wenn man nicht die Variante mit Extra-Grundgebühr
wählt.
Damit bietet D2 eine Alternative zu E-Plus, die schon seit Ende
letzten Jahres HSCSD mit nur 15 Mark zusätzlicher Grundgebühr
anbieten. Umgekehrt will jetzt übrigens auch E-Plus GPRS anbieten.
Der Testbetrieb soll im Oktober beginnen.
- Flatrate-Sterben: MIC schweigt genauso wie die Anderen
Im letzten Newsletter sah die Redaktion noch Licht im Flatrate-Dunkel
rund um den ins Straucheln geratenen Flatrate-Anbieter
MIC. Aber auch er verhielt sich
nach den scheinbar immer gleichen ungeschriebenen Gesetzen des
Flatrate-Sterbens: erst abschalten, dann Kunden informieren, und
die Medien mögen bitte gleich ganz außen vor bleiben.
Am 21. September war es soweit:
MIC war nicht mehr erreichbar. Auf der Portalseite www.funone.de
wurde bekannt gegeben, dass die Firma Medien Info Center GmbH ihren
Flatratebetrieb nicht aufrecht erhalten könne, da ihr Provider,
die AACS-GmbH, die notwendigen Leitungen nicht mehr zur Verfügung
stellen kann. Die Telekom hatte bereits alle Telefonleitungen
und die Online Connect Plattform von AACS gesperrt. Den besorgten
Kunden wurde versichert, dass bereits abgebuchte Monatsgebühren für
Oktober zurückerstattet würden. Sogar von anteiliger Rückzahlung
der vorausbezahlten Beiträge für die Fun-Flat 66 und die
Fun-Flat 75 war von Seiten eines Firmensprechers die Rede.
Bei diesen Angeboten mussten immerhin fünf Monatsbeiträge im Voraus
bezahlt werden.
Mittlerweile wurde bekannt, dass
der hier schon genannte Internet-Provider AACS-GmbH mit Sitz in
Buxtehude beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung
eines Insolvenzverfahrens gestellt hat. Die Geschäftsführung
von AACS liegt in den Händen von Martin Hinsch, der dieselbe
Funktion bei MIC inne hat. Somit mehren sich die Hinweise, dass
es auch für MIC schwierig werden könnte, die gegenüber ihren
Kunden in Aussicht gestellte Gebührenrückerstattung zu leisten.
Vom zuständigen Amtsgericht in Tostedt wurde bestätigt, dass
noch kein Insolvenzantrag von MIC vorliege. Übrigens hat MIC auf
seiner Homepage eine neue Kunden-Hotline bekanntgegeben: unter der
kostenpflichtigen "Mehrwertnummer" 0190-706375 (2,42 Mark pro
Minute) sollen geplagte Kunden ihre Anliegen vorbringen können.
Doch steht unter der Nummer gleich der Hinweis, dass Anrufe zu
dieser eh keinen Sinn machen; alle Hinweise seien auch auf der
Homepage von funone abrufbar.
- Sicher vor der Kostenfalle: Limit für Telefonrechnung ab 2001
Die Vorgabe einer Obergrenze für
die Telefonrechnung, egal ob bei Festnetz oder Mobilfunk,
hat viele Vorteile: Familien mit knapper Haushaltskasse können
besser kalkulieren, Handynutzer müssen nicht auf Prepaid-Karten
ausweichen, um die Kosten in den Griff zu bekommen und auch durch
missbräuchliche Nutzung entstehende hohe Telefonrechnungen können
beschränkt werden.
Die Telekommunikations-Kundenschutzverordnung sieht in §18 die
Möglichkeit vor, dass ein Kunde seine monatlichen Telefonkosten
beschränkt: Wird das Limit erreicht, muss die Telefonfirma den
Anschluss für abgehende Telefonate sperren. Aus "technischen
Gründen" wurde dieser Paragraph 1998 für zwei Jahre ausgesetzt.
Nun läuft derzeit ein Anhörungsverfahren zur technischen Umsetzung,
damit die Kostenlimitierung Anfang kommenden Jahres eingeführt
werden kann.
Die Verbraucherverbände sehen jedoch noch Ergänzungsbedarf:
So sollte besser erkennbar sein, wann das vorgegebene Limit
ausgeschöpft ist. Derzeit ist die Kontrolle lediglich über das
Display des Telefons vorgesehen. Eine Ansage vor Erreichen des
Limits würde Nutzern älterer Apparate und sehbehinderten Menschen die
Kostenkontrolle wesentlich erleichtern. Nach Erreichen des Limits
sollte der Anschluss noch erreichbar sein, abgehende Telefonate
allerdings dürften bis zum Beginn der nächsten Abrechnungsperiode
nicht mehr möglich sein. Das Einrichten eines Limits dürfe keine
zusätzlichen Kosten verursachen. Bestenfalls bei Änderung sei eine
kleine Gebühr akzeptabel.
Nach den derzeitigen Entwürfen sollen Gespräche mit dem
Mobiltelefon im Ausland von der Möglichkeit zur Limitierung
ausgenommen sein. Das ist natürlich unschön, denn gerade das Roaming
ist eine besonders starke Kostenfalle. Hier ist zu fordern, dass
die Mobilnetzbetreiber es wenigstens ermöglichen, eine Roaming-Sperre
ohne zusätzliche Kosten einzurichten.
Bereits vor rund eineinhalb Jahren hatte sich Teltarif dieses
Themas angenommen. Die damals gestellte
Frage ist immer noch aktuell: Gibt es die netzübergreifende
Tarifinformation gerade deswegen nicht, weil bisher kein
gesetzlicher Zwang dazu bestand? Im Hinblick auf die Schaltung
von Gebührenimpulsen bei Nutzung von
Call-by-Call-Anbietern gibt es ab dem 14. November diesen
Jahres zumindest eine kleine Verbesserung: Dann sollen auch bei der
Nutzung eines privaten Netzbetreibers die Gebühren angezeigt werden.
.
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