- Nach dem Dominoprinzip in die Flatrate-Pleite
Die vergangenen zwei Wochen dürften vor allem für Flatrate-Kunden
eine äußerst bewegende Zeit gewesen sein, mussten sie doch eine
bis jetzt beispiellose Folge des Scheiterns von Flatrate-Anbietern
erleben. Ende August trat Surf1, einer der ersten Flatrate-Anbieter
in Deutschland, auf die Bremse und gab bekannt, den Preis für seine
Flatrate schlicht und einfach zu verdoppeln: 139 Euro statt
bisher 139 Mark. Am 29. August wurde die Hälfte der
Flatrate-Accounts gesperrt und dieser Schritt mit vertragswidriger
Mehrfachnutzung des Zugangs begründet. Zwei Tage später war es
dann amtlich: Surf1 ist pleite!
Der Dortmunder Anbieter Sonne wurde
auffällig, als er sogenannten "Power-Usern" den Zugang sperrte.
Sonne warf dieser Kundenspezies nahezu ununterbrochene Online-Zeiten
ohne Datentransfer vor. Dadurch würden "normale" Nutzer nicht
mehr ins Netz gelangen. Seither ist es nicht mehr möglich, sich
bei Sonne anzumelden.
Der 1. September brachte das Ende der Flatrate von
CISMA. Absehbar war diese Entwicklung
ebenfalls schon seit Mitte August. Der CISMA-Reseller flat4you ist
somit natürlich auch aus dem Spiel. Gar nur zwei Wochen lang war
das Internet-Pauschalangebot von DUSnet
nutzbar. Auch dieser Provider trat am 4. September den völligen
Rückzug an. Bei der Medien-Info-Center GmbH sah man sich genötigt,
nach eigenen Angaben ungefähr 500 von 31.000 Kunden den Zugang
zu Funone zu sperren, da diese gegen die AGBs des Unternehmens
verstoßen hätten. Aber immerhin ist FunOne noch online.
Alle hier genannten Internet-Providern, die sich auf das glatte
Eis des Produkts "Flatrate" begeben hatten, haben Gemeinsamkeiten:
Sie suchen die Gründe für ihr Scheitern bei den vermeintlich
ungehemmten Dauernutzern, bei Engpässen der Infrastruktur und bei
den "schlechten Rahmenbedingungen für eine Flatrate in Deutschland".
Für die Kunden dieser angeschlagenen oder untergegangenen Angebote
sieht es düster aus: Auch, wenn vom einen oder anderen Anbieter
Beteuerungen vorliegen, die bereits bezahlten Gebühren würden an
die Nutzer zurückgezahlt, gibt es auch genügend andere, die klar
gemacht haben: Es gibt kein Geld zurück. Die Kunden haben also
ein Produkt bezahlt, das es nicht mehr gibt. Der Schaden ist auf
beiden Seiten groß.
Unbegrenzte Leistung gegen einen Pauschalpreis abgeben zu wollen,
wenn die eigenen Kosten zeitabhängig sind, ist eine Gratwanderung,
bei der wiederholt diverse Anbieter abgestürzt sind. Verkalkuliert
haben sich diese Unternehmen sicher nicht einfach nur auf der
Zahlenseite. Im hartumkämpften Markt ist die Flatrate auch ein
Instrument, um Öffentlichkeit zu erzielen und Kunden zu gewinnen.
Wer gegen die PR-Maschinerien der großen Anbieter keine Chance hat,
muss ein Spiel ohne Netz und doppelten Boden wagen, um überhaupt
wahrgenommen zu werden. Man setzte auf ein Kundenverhalten,
welches vielleicht so gar nicht existiert.
Auf sicherem Boden stehen hingegen die regional handelnden
Flatrate-Anbieter mit eigenem Telefonnetz. Diese müssen nicht für
jede Online-Minute ihrer Kunden 1 bis 2 Pfennig an die Deutsche
Telekom als Interconnect-Gebühren abführen. Vielmehr gibt es eine
pauschale monatliche Leitungsmiete für den Kupferdraht der "letzten
Meile", wenn man das Kabel zum Kunden nicht selber gezogen hat.
Ein weiterer Kostenblock sind die Abschreibungen für die notwendige
Infrastruktur wie Telefon-Vermittlungsanlagen, Internet-Modempools
und das Backbone. Doch die Höhe dieser Abschreibungen ist leicht
kalkulierbar und auf die Zahl der Flatrate-Nutzer umlegbar.
Die Großen in der Branche stehen ebenfalls weitestgehend ohne
Probleme dar. T-Online ist mit der Entwicklung der Flatrate seit dem
Start sehr zufrieden. Das Unternehmen hat Sondervereinbarungen mit
der Muttergesellschaft Deutsche Telekom, da Internet-Einwahlen in den
Vermittlungsstellen der Deutschen Telekom andere, oft kürzere, Wege
gehen, als gewöhnliche Interconnect-Verbindungen. Mannesmann Arcor
bietet seine Flatrate nur den eigenen Telefonkunden an, handelt hier
also ähnlich wie die regionalen Anbieter. Bei Arcor war man schon
von Anfang an der Überzeugung, dass Interconnection-Gebühren auf
Minutenbasis einem Flatrate-Angebot jede Chance nehmen.
AOL und Medien-Info-Center verbleiben als Flatrate-Anbieter
ohne eigenes Telefonnetz. Beide verfügen jedoch zum Beispiel durch
E-Commerce-Aktivitäten über weitere Einnahmequellen, so dass das
Pauschalangebot durch Mischfinanzierung abgesichert sein sollte.
Die von beiden verwendete proprietäre Einwahlsoftware dürfte
auch dazu genutzt werden, sinnlose Dauernutzung zu unterbinden,
indem automatisch aufgelegt wird, wenn keine Benutzer-Interaktion
erkennbar ist.
- Wider dem Flatrate-Sterben: Regionalanbieter entdecken den pauschalen Internetzugang
Die derzeit wohl günstigste seriöse Flatrate wird ab Mitte September
der Nürnberger City-Carrier NEFkom für
29 Mark im Monat anbieten. Nutzen kann man das Angebot leider
nur, wenn man bei NEFkom einen Telefonanschluss hat, der 29 Mark
(Analog) oder 43,50 Mark (ISDN) im Monat kostet. Dieser ist
derzeit in den Städten Nürnberg, Erlangen und Fürth erhältlich.
Von Montag bis Freitag in der Zeit von 16 bis 6 Uhr und an
den Wochenenden rund um die Uhr sind mit der Monatspauschale von
29 Mark dann alle Kosten des Internetzugangs abgedeckt.
Weitere Anmelde- oder Einrichtungskosten entstehen nicht.
Wer außerhalb der Nebenzeit surfen will, bezahlt den bei NEFkom
üblichen Preis von 1,9 Pfennig in der Minute. Bei Nutzung
der Kanalbündelung werden für den zweiten Kanal ebenfalls
1,9 Pfennig fällig. Die Mindestvertragslaufzeit für diese
Flatrate beträgt 3 Monate.
Neues gibts es auch vom Regionalanbieter EWE
Tel, dessen ISDN-Anschlüsse derzeit in rund 150 Städten
und Gemeinden im Nordwesten Deutschlands, z.B. in Bremen, Oldenburg,
Delmenhorst, Bremervörde und Wilhelmshaven angeboten werden. Die im
Juni eingeführten Internetpauschaltarife der Oldenburger Firma wurden
zum 1. September um den neuen Tarif "Flatrate Plus" ergänzt.
Mit dieser neuen Tarifvariante ermöglicht das Unternehmen seinen
Kunden mit ISDN-Anschluss eine Kanalbündelung, so dass sich die
Übertragungsbandbreite von 64 auf 128 kbit pro Sekunde erhöht.
Kostete die bisherige Ein-Kanal-Flatrate, die auch in Zukunft weiter
angeboten wird, monatlich 68,43 Mark, so steigt der Preis
in der "Flatrate Plus"-Variante auf 97,77 Mark. Das heißt,
für rund 20 Mark mehr als bei den Pauschaltarif-Angeboten
von z.B. T-Online,
AOL und NGI hat man die
doppelte Performance.
Auch die Teilzeit-Flatrates "Flat Net Easy" (täglich von 8 bis
16 Uhr oder 16 bis 24 Uhr) und "Flat Net Profi (täglich von
08.00 bis 24.00 Uhr) werden zusätzlich in der "Plus"-Variante
angeboten. "Flat Net Easy" kostet mit Kanalbündelung 78,21 statt
48,88 Mark, "Flat Net Profi" verteuert sich von 58,66 auf
87,99 Mark. Bei den EWE Tel-Internet-Pauschalangeboten gibt
es keine Mindestvertragslaufzeit, keine Einrichtungsgebühr, kein
Einwahlentgelt und keine Volumenbegrenzung.
Seit 1. September können auch Kunden des Bielefelder
Regionalanbieters BITel eine Internet-Flatrate
nutzen. Der monatliche Preis beträgt 69 Mark. BITel richtet
sich mit dem Angebot vor allem an Privatkunden und kleinere
Unternehmen in Bielefeld. Voraussetzung für die Nutzung
der BITel-Flatrate ist ein ISDN-Mehrgeräte-Anschluss. Diesen
"BITel-Komfort-Anschluss" gibt es für einen Preis von 38 Mark
im Monat. Wer ein vergleichbares Angebot bei der Deutschen Telekom
nutzen will, fährt teurer. So kostet die T-Online-Flatrate jeden
Monat 10 Mark mehr, ein ISDN-Anschluss kommt auf immerhin
44,89 Mark. Während die Telekom ihre Flatrate-Kunden für ein
ganzes Jahr bindet, sind es bei BITel nur sechs Monate.
Dass es eine schnelle Verbindung ins Internet per
DSL-Technik auch bei regionalen Anbietern geben kann, beweist
Citykom Münster. Im Rahmen einer
Sonderaktion werden die Preise für die erst Ende Juli eingeführten
C-DSL-Produkte günstiger. In Verbindung mit einem ISDN-Vollanschluss
zu monatlich 39,90 Mark beträgt der Aufpreis für C-DSL
statt 55 Mark künftig nur noch 14,50 Mark im Monat.
In Kombination mit einem Analoganschluss zu monatlich 24,40 Mark
müssen monatlich 29,50 Mark Grundgebühr für C-DSL hinzugerechnet
werden. Dieses Angebot ist zunächst auf zwölf Monate befristet.
Neben der Grundgebühr sinkt auch die einmalige Bereitstellungsgebühr
für die DSL-Endgeräte (Modem und Splitter) von 299 Mark auf
99 Mark.
Auch der Preis für den zeitlich unbegrenzten Internetzugang
always.on wird von 75 Mark auf 45 Mark reduziert.
Summa summarum bezahlt der Nutzer für den Telefonanschluss mit C-DSL
und der Flatrate 99,40 Mark im Monat - 70 Mark weniger
als bisher. Damit ist das jetzt vorgestellte Citykom-Angebot 9,47
Mark günstiger als die Deutsche Telekom mit ihren Produkten T-ISDN
plus T-DSL und der T-Online Flatrate DSL. Zur Zeit können gut drei
Viertel der Münsteraner Haushalte das C-DSL-Angebot nutzen.
Im Interesse der Kunden ist zu hoffen, dass weitere regionale
Anbieter hier nachziehen. Es wäre schade, wenn der Flatrate- und
DSL-Markt alleine der Deutschen Telekom überlassen bliebe.
- Internet: Arcor legt neue Spitzenpreise vor - Surfen mit Tiscali ab 1,79 Pf./Min
Mannesmann Arcor senkt den Minutenpreis fürs
Internet im easy-Tarif und streicht den bisherigen Mindestumsatz in
Höhe von 16,80 Mark. Die Online-Minute kostet ab sofort Montags
bis Freitags von 9 bis 18 Uhr 2,9 und in der übrigen Zeit
1,9 Pfennig. Abgerechnet wird im Minutentakt. Im easy-Tarif
fallen zwar weder Grundgebühr noch Mindestumsatz an, allerdings ist
eine Anmeldung erforderlich. In dieser Klasse - Internet by Call mit
Anmeldung aber ohne Mindestumsatz oder Grundgebühr - erobert Arcor
easy damit die Tabellenspitze in der Zeit von 22 bis 9 Uhr sowie
am Wochenende von 22 bis 19 Uhr. Rund um die Uhr surft man
mit Arcor power für 1,9 Pfennig die Minute. Allerdings fällt
dann ein Mindestumsatz in Höhe von 22,80 Mark an.
Wenn es nach Comundo geht, dauert der
Sommer in diesem Jahr bis zum 30. September. Der zu Lycos
Europe gehörende Internetprovider bietet mit dieser Verlängerung
seines Sommerspecials den Zugang zum Internet für 2,5 Pfennig
pro Minute. Der Preis gilt rund um die Uhr und wird im Minutentakt
abgerechnet. Zur Nutzung dieses Angebots ist eine Zugangssoftware
erforderlich. Diese kann von der Homepage heruntergeladen oder
über die Kunden-Hotline 01805-534455 angefordert werden.
Seit dem 1. September bietet
TiscaliNet den Internet-Zugang mit
Stundenkontingenten zu festen Preisen an. Dieses unter dem Namen
"TimeSurf" geführte Preismodell beinhaltet Zeitkontingente mit zehn,
zwanzig und vierzig Stunden. Die jeweiligen Paketpreise ergeben sich
aus dem Grundpreisen zu 1,79 bis 2,39 Pfennig pro Minute.
So kostet zum Beispiel das Paket "TimeSurf 20" bei einem
Minutenpreis von 2,29 Pfennig 27,48 Mark im Monat.
Zehn Stunden Internet sind für 14,34 Mark, vierzig Stunden für
42,96 Mark zu haben. Allerdings wird dieser Preis unabhängig
von der Nutzung erhoben: Wer weniger als zwanzig Stunden im Monat
online ist, muss trotzdem den vollen Grundpreis zahlen. Surft man
über die fest gebuchte Zeit hinaus, schlägt dies dann auch gleich
mit 3,99 Pfennig in der Minute zu Buche. Immerhin werden
die Online-Zeiten im Sekundentakt abgerechnet.
Die "TimeSurf"-Tarife sind in den folgenden 23 "Tiscali-Cities"
nutzbar: Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bremen, Dortmund, Dresden,
Düsseldorf, Erfurt, Essen, Frankfurt a.M., Hamburg, Hannover,
Karlsruhe, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, München,
Nürnberg, Rostock, Stuttgart und Würzburg.
Eine etwas ungewöhnliche Kombination von Gratis-Internetzugang
und dem Online-Handel von Wertpapieren bietet
1&1 Internet in Zusamenarbeit
mit Internet-Broker Consors. 60 Freiminuten täglich,
2,9 Pfennig für jede weitere Minute rund um die Uhr und
9,90 Mark Grundgebühr im Monat sind die Eckdaten des Tarifs
"Easy Internet Broking". Wer mindestens einen Aktienkauf- oder
Verkauf über diesen Zugang tätigt, bekommt im entsprechenden Monat
auch die Grundgebühr erlassen. Der Zugang beinhaltet 20 MB
Speicherplatz für die eigene Homepage und 10 E-Mail-Adressen.
Außerdem wird eine Benachrichtigung über den E-Mail-Eingang per SMS
für 6 Pfennig pro Nachricht angeboten. Die 60 täglichen
Freiminuten können auf mehrere Sitzungen am Tag verteilt
werden. Berücksichtigen muss man beim Preis außerdem, dass das
ConSors-Wertpapier-Depot eine jährliche Verwaltungsgebühr kostet.
- Festnetz: Gratisminuten bei Tele2 und sparen mit den Regionalanbietern
Der Düsseldorfer Telefonanbieter Tele2
belohnt die Werbung von Neukunden schon seit einiger Zeit mit
Gratisminuten. Aktuell bekommt man für jeden neu geworbenen Kunden
100 Freiminuten - und das Beste daran ist, dass nicht nur der
Werber, sondern auch der Geworbene diesen Bonus erhält. Dazu muss
man auf der Homepage von Tele2 ein entsprechendes Formular ausfüllen.
Leider kann man sich das Guthaben nicht auszahlen lassen, sondern
muss die Gratisminuten mit Ferngesprächen ins deutsche Festnetz
vertelefonieren. Innerhalb dieses Angebotes können maximal
10 Neukunden geworben werden.
Für Freunde der 0700-Allzweck-Nummer gibt es ein neues Angebot
von M-Net. Die persönliche Rufnummer ist
bei diesem Anbieter ohne weitere Gebühren erhältlich, derzeit ist
aber nur eine Weiterleitung auf eine Nummer ins Festnetz möglich.
Wer sich eine "Persönliche Rufnummer" einrichten möchte, kommt um die
Zahlung einer Gebühr von 125 Mark nicht herum. Diesen Betrag
zieht die Regulierungsbehörde (RegTP) grundsätzlich für die Zuteilung
jener achtstelligen Ziffernkombination ein, die sich an die Vorwahl
0700 anschließt.
Die Münchener M-net Telekommunikations GmbH bietet die
Wunsch-Wahl dann aber ohne weitere Kosten an. Die entscheidenden
Vorteile der Persönlichen Rufnummer, zum Beispiel automatisch
die Anrufe an verschiedene Ziele wie zuhause, im Büro oder aufs
Mobiltelefon weiterleiten zu lassen, sind aber noch nicht umsetzbar.
Im nächsten Jahr sollen diese Möglichkeiten dann allerdings
zur Verfügung stehen - vermutlich werden Weiterleitungen zum
Mobiltelefon oder auf einen Festnetzanschluss im Ausland dann aber
kostenpflichtig. Zur Portierung auf die gewünschte Festnetznummer
stellt M-net auf der Homepage ein Antragsformular zum Herunterladen
zu Verfügung. Der Wunschanschluss kann dann per Fax (089 /
2361-5909) festgelegt werden.
Telefonkunden in Weimar, Jena und Oßmannstedt können
beim Jenaer Anbieter JelloCom einen
ISDN-Komfort-Anschluss für 29 Mark monatliche Grundgebühr
erhalten. JelloCom ist hier 20 Mark billiger als die
Deutsche Telekom. Für Ortsgespräche werden tagsüber 8 und in der
Nebenzeit 5 Pfennig pro Minute fällig. Ferngespräche innerhalb
Deutschlands kosten 18 Pfennig in der Hauptzeit, von 18 bis
9 Uhr und an Wochenenden kostet die Minute 8 Pfennig.
Diese Gesprächspreise liegen auf und in der Nebenzeit sogar über
Telekomniveau. Für einen Gebührenaufschlag von 6 Mark ist der
Internetanschluss mit Minutenpreis auf 2,9 Pfennig rund um die
Uhr erhältlich. Wer öfter zum Telefon greift, und dabei vor allem
in die Ferne und ins Ausland wählt, sollte daran denken, dass der
Grundpreisvorsprung schnell an die Gesprächsgebühren verlorengehen
kann, denn Call by Call mit JelloCom nicht mehr möglich.
Bereits zum 1. September hatte der Regionalanbieter
EWE Tel die Preise für seine
Vollanschluss-Kunden im Tarif "direct plus" gesenkt. Dieser Tarif,
der einen monatlichen Aufpreis von 8,90 Mark zum normalen
Anschluss (analog 24 Mark, ISDN 39 Mark monatlich) kostet,
ermöglicht nun Regio50-Gespräche zum City-Tarif. Damit kann man bei
EWE tel im Umkreis von 50 Kilkometern ab 3 Pfennig
telefonieren - in der Nebenzeit von 6 bis 18 Uhr und am
Wochenende. Auch Ferngespräche werden billiger: Der Minutenpreis
sinkt von 12 Pfennig in der Hauptzeit und 6 Pfennig in der
Nebenzeit auf 9 bzw. 5 Pfennig in der Minute. Auch der
Hauptzeit-Preis für Gespräche in die E-Netze zur Hauptzeit wird
von 63 auf 45 Pfennig pro Minute gesenkt. Abgerechnet wird
im Minutentakt.
- Olympiade der Auslandstarife: Kampf um Zehntelpfennig statt Zehntelsekunden
Zirka zwei Wochen vor Eröffnung der Olympischen
Sommerspiele in Australien begannen die deutschen
Telefonfirmen bereits ihren eigenen "Wettkampf", nämlich den
um den günstigsten Minutenpreis während der Spiele.
So eröffnete Super24 (01024)
mit 13,4 Pfennig pro Minute, um damit Callino
(01075) herauszufordern. Callino zog darauf mit 12,9 Pfennig pro Minute nach. Nur wenige Tage später lag Super24 wieder vorn: Seit 1. September gelten 12,8 Pfennig pro Minute.
KDD-Conos (01063) mischte zwischenzeitlich mit 12,9 Pfennig pro Minute ebenfalls im Kampf
um die Spitze mit, scheiterte aber an Super24. KDD-Conos hat dafür den günstigeren 30-Sekunden-Takt, während
Super24 und Callino im Minutentakt abrechnen. Die Folge: Bei
einem 3,5-Minuten-Telefonat ist KDD-Conos trotz des marginal
schlechteren Minutenpreises über 10 Prozent günstiger als
Super 24.
Doch als vierter Mitstreiter schaltete sich
Rapid Link (01065) in den Wettbewerb ein und erreichte eine neue Dimension: 10 Pfennig pro Minute sind die bisher unerreichte Spitze,
allerdings mit der Einschränkung, dass bei diesem Anbieter
eine Anmeldung erforderlich ist. Wer sich für Pre-Selection entscheidet, erhält sogar eine sekundengenaue Abrechnung.
Alle weiteren Details zu diesem Anbieter finden Sie - wie gewohnt -
auf der Anbieterseite zu Rapid Link
auf unserer Homepage http://www.teltarif.de/ .
Interessant ist darüber hinaus das reine Call-by-Call-Angebot
von 3U: Über die 01078 telefoniert man für
13,8 Pfennig pro Minute im Sekundentakt nach Australien.
Zum Vergleich: Vor der Deregulierung bezahlte man über
2 Mark pro Minute für Telefonate nach "down under".
Die neuen Preise entsprechen daher einem Preisverfall von über
95 Prozent! Zugleich bekommt man heute auch noch eine bessere
Sprachqualität, denn statt über verrauschte und stark verzögernde
Satelliten-Transponder werden die Gespräche zunehmend über digitale
Glasfaser-Seekabel geführt.
Alle bisher genannten Angebote gelten nur in das australische
Festnetz. Möchte man in die australischen Mobilfunknetze
telefonieren, ist KDD-Conos beispielsweise nicht an der
Spitze vertreten, denn man bezahlt 37,9 Pfennig pro Minute.
Abgerechnet wird aber auch hier im 30-Sekunden-Takt. Etwas günstiger
telefoniert man bei Interoute (01066),
nämlich für 36 Pfennig pro Minute. Führende Anbieter ins
australische Mobilfunknetz sind aber RSL COM
(01015) mit 24 Pfennig pro Minute und bisher ungeschlagen
FITphone (010021) mit supergünstigen
18 Pfennig pro Minute.
Außerhalb des Wettstreits um Australien hat
Super24 ab heute neue Preise zu zwölf
Auslandszielen. Bei allen Ländern holt sich Super24 den
Spitzenplatz von Callino oder
KDD-Conos zurück. Gespräche in die Festnetze
folgender Staaten werden billiger:
- Belgien 10,8 Pfennig
- Bulgarien 50,8 Pfennig
- Japan 17,7 Pfennig
- Kroatien 32,8 Pfennig
- Liechtenstein 13,8 Pfennig
- Neuseeland 12,8 Pfennig
- Polen 32,8 Pfennig
- Singapur 20,8 Pfennig
- Slowakische Republik 32,8 Pfennig
- Slowenien 32,8 Pfennig
- Tschechische Republik 32,8 Pfennig
- Ungarn 33,4 Pfennig
Super24 unterbietet die Wettbewerber in dieser neuen Runde wiederum
um einen zehntel Pfennig. Egal, der Trend der Auslandspreise nach
unten setzt sich fort, wenn auch in kleinen Schritten.
- Mobilfunk: Super24 bietet D1-Vertrag ohne Grundgebühr - Victorvox für Vieltelefonierer
Die MobilCom-Tochter Super24 hat jetzt die Bühne der
Mobilfunk-Provider betreten. Zur Auswahl stehen zwei Tarife, die
den original Netzbetreiber-Tarifen E-Plus-Privat und T-D1-Telly
entsprechen. Einziger Unterschied: 24 Monate lang fällt keine
Grundgebühr an. Dafür gibt es auch kein bezuschusstes Handy. Neu sind
derartige Aktionen nicht. Der Service-Provider Netztel bietet
seit einiger Zeit ebenfalls grundgebühr- und mindestumsatzfreie
Verträge für D1 und D2, leider aber nicht für E-Plus. Im Gegensatz
zum Angebot von Super24 beträgt bei der Teldafax-Tochter Netztel die
Vertragslaufzeit nur 12 Monate. Außerdem ist die Abrechnung im
10-Sekundentakt günstiger. Bei Netztel fällt aber eine Anmeldegebühr
von 55 Mark an, bei Super24 nicht.
Wenn Sie wissen wollen, welcher Tarif für Sie in Frage kommt,
wählen Sie die Profil-Abfrage
auf unserer Homepage http://www.teltarif.de/ an.
Dort können Sie zunächst abschätzen, wie viele Minuten Sie im Monat
vertelefonieren, und dann angeben, in welche Netze Sie telefonieren.
Danach bekommen Sie die für Sie günstigsten Tarife angezeigt.
Neue Handy-Tarife gibt es auch beim Service-Provider Victorvox.
Mit "Power Business" haben die Krefelder einen interesanten Tarif
für Vieltelefonierer aufgelegt. Rund um die Uhr kostet hier
die Telefonminute 19 Pfennig - und das bei sekundengenauer
Abrechnung. Netzinterne Gespräche kosten ganztägig 29 Pfennig pro
Minute. Die monatliche Grundgebühr beträgt im D1- und E-Plus-Netz
69,90 Mark, im D2-Netz 74,90 Mark. Das ist genauso teuer
wie zum Beispiel der Protel-Tarif von T-D1 bei 10-Sekunden-Takt.
Auch bei Victorvox ist in den D-Netzen die City-Option mit
Ortsgesprächen für 15 Pfennig pro Minute verfügbar, bei E-Plus
können die Optionen Regio oder Partner&Freunde gewählt werden, die
ebenfalls rund um die Uhr Gespräche für 15 Pfennig bieten.
Wer nicht nur viel telefoniert, sondern auch
dabei viel reist, ärgert sich sicher über die hohen
Roaming-Gebühren. Gleich zwei
Möglichkeiten, diese zu umgehen, gibt es nun aus dem Fürstentum
Liechtenstein. Nach der Viag Interkom-Tochter Montel, die wir
in unserem letzten Newsletter beschrieben haben, bietet nun
auch die Tele 2-Tochtergesellschaft Tango die Möglichkeit,
im gesamten deutschsprachigen Europa ohne Roamingkosten bei
eingehenden Gesprächen mobil zu bleiben. Tango betreibt zwar
auch ein Netz in Luxemburg, die 12,60 Mark teure Tarifoption
"Roam In" bekommt man aber nur von Tango Liechtenstein. "Roam In"
gibt es auch in Verbindung mit der grundgebührfreien Tango-Karte
"Hip Hop". Zum Vergleich: Montel ist mit 35 Euro im Monat
deutlich teurer.
Während Tango-Kunden in allen Roaming-Partnernetzen in
Deutschland, Österreich und der Schweiz "Roam In" nutzen können
(in Deutschland sind das alle vier GSM-Netze), gilt das kostenlose
Roaming bei Montel nur in den Netzen von VIAG Interkom (Deutschland),
One (Österreich) und Orange (Schweiz). Das ist ein großer Nachteil,
wenn man bedenkt, dass vor allem die Netze von VIAG Interkom
und Orange noch weit von einer Flächendeckung entfernt sind.
Für Tango-Kunden fällt aber nur bei eingehenden Gesprächen
der Roaming-Zuschlag weg. Für abgehende Gespräche fallen normale
Roamimgkosten an. Diese liegen bei rund 1,90 Mark pro Minute
tagsüber und 90 Pfennig in der Nebenzeit. Montel-Nutzer
telefonieren zum einheitlichen Preis von 0,30 Euro pro Minute.
Die Verträge bei beiden Netzbetreibern sind auch für deutsche
Kunden erhältlich. Montel ermöglicht die Anmeldung über seine
Homepage,
Tango Liechtenstein-Verträge können vor Ort in Liechtenstein
abgeschlossen werden. Alternativ kann man die Unterlagen auch beim
Tango-Hauptsitz in Luxemburg per eMail anfordern. Die E-Mail-Adresse
lautet info@tango.lu.
Wem der Umweg über Liechtenstein nicht gefällt, kann sich
auch - wie in unserem Reise-Ratgeber
auf teltarif beschrieben - eine ausländische Prepaid-Karte zulegen.
Wie man das komplizierte Auswechseln der SIM-Karte mit einem
Multi-SIM-Card-Modul umgeht, haben wir im letzten Newsletter
beschrieben. Jetzt gibt es vom italienischen Hersteller
Benefon ein Handy, das mit zwei SIM-Karten arbeitet: das
Benefon Twin. Damit kann man auch die
geschäftliche und private Telefonnummer bequem im selben Telefon
unterbringen. Wie auch beim SIM-Wechsel-Modul ist aber immer nur
ein Kartenleser aktiv. Um von der einen auf die andere SIM-Karte
zu wechseln, muss das Handy aus- und wieder eingeschaltet werden.
Ein neuese Handy gibt es auch von Nokia. Noch in diesem
Herbst soll das neue Einsteigermodell 3310 auf den Markt
kommen. Das Dualband-Gerät wiegt 132 Gramm, verfügt über
Vibrationsalarm, aber über keinen WAP-Browser. Mitgeliefert wird
ein Nickelmetallhydrid-Akku, der es auf eine Standby-Zeit von bis zu
260 Stunden und eine Gesprächszeit von bis zu 4,5 Stunden
bringen soll. Im günstigsten Fall muss man also weniger als einmal
in der Woche den Akku laden.
Weniger neu, aber dafür billig gibt es nächste Woche Mittwoch
das Sagem MC 922 im Tchibo-Laden. In den bekannten
Kaffee-Geschäfte wird das französische Handy 39,95 Mark kosten,
im Paket mit einer D2-CallYa-Karte und einem Gesprächsguthaben
von 25 Mark. Das Gerät arbeitet im D- und E-Netz (Dual-Band),
verfügt über Vibrationsalarm und bietet T9-Worterkennungssoftware.
Ein Taschen- und ein Währungsrechner sind ebenfalls integriert.
Das Angebot gilt - wie üblich - solange der Vorrat reicht. Dass
das Handy SIM-gelockt ist, versteht sich bei dem Preis eigentlich
von selbst.
Wer gleich mehrere Handys mitnehmen will - "ein Pfund Kaffe
und ein halbes Dutzend Handys bitte" - wird damit Schwierigkeiten
haben. Denn D2-Privat rationiert seine CallYa-Karten auf eine
Karte pro Kunde. Etwas härter fasst auch T-Mobil künftig seine
Prepaid-Kunden an. Während man Handys aus Xtra-Paketen bisher auch
mit anderen Xtra-Karten oder D1-Vertragskarten beteiben konnte,
soll das Xtra-Handy in Zukunft nur noch mit der dazugehörien
Xtra-Card funktionieren. Bei der Rationierung zieht D1 ebenfalls
mit D2 gleich: nur noch eine Prepaid-Karte pro Kunde.
Der Eine oder Andere hat sicher schonmal gehört, dass sich diese
Sperrcodes auch kancken lassen. Dieses Thema hat die Zeitschrift
"connect" in ihrer heute erscheinenden Ausgabe aufgegriffen und hat
das Verfahren in einem Praxistest ausprobiert. Hacker bieten im
Internet Software an, die den Speicher des Handys überschreibt und
so das Gerät frei schaltet. Allerdings ist die Rechtslage unklar:
Der Entsperrvorgang bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
connect weist darauf hin, dass die Benutzung des Handys mit einer
anderen als der mitgelieferten Karte sogar verboten ist. Viele
Handy-Hack-Programme stammen aus dem ost- und südeuropäischen Raum.
Wenn überhaupt vorhanden, sind die dazu gehörigen Beschreibungen und
Hilfefunktionen meist in einer Fremdsprache abgefasst. Zudem ist
unklar, was genau die Programme mit dem Mobiltelefon anrichten.
Spielen sie ein komplett neues Betriebssystem auf ("Flashen"),
kann das Handy zerstört werden, wenn die Prozedur nicht perfekt
klappt. Und nicht jedes Handy lässt sich ohne weiteres knacken:
Das Siemens C25 wehrte alle Versuche der connect-Techniker
mit Erfolg ab.
- Handy im Kaffee-Laden
Nicht neu, aber dafür billig gibt es nächste Woche ab Mittwoch
das Sagem MC 922 im Tchibo-Laden. In den bekannten
Kaffee-Geschäfte wird das französische Handy 39,95 Mark kosten,
im Paket mit einer D2-CallYa-Karte und einem Gesprächsguthaben von 25
Mark. Das Gerät arbeitet im D- und E-Netz (Dual-Band), verfügt über
Vibrationsalarm und bietet T9-Worterkennungssoftware. Ein Taschen-
und ein Währungsrechner sind ebenfalls integriert. Das Angebot gilt
- wie üblich - solange der Vorrat reicht. Dass das Handy SIM-gelockt
ist, versteht sich bei dem Preis eigentlich von selbst.
Wer gleich mehrere Handys mitnehmen will - "ein Pfund Kaffe und
ein halbes Dutzend Handys bitte" - wird damit aber Schwierigkeiten
haben. Denn D2-Privat rationiert seine CallYa-Karten auf eine
Karte pro Kunde. Etwas härter fasst auch T-Mobil künftig seine
Prepaid-Kunden an. Während man Handys aus Xtra-Paketen bisher auch
mit anderen Xtra-Karten oder D1-Vertragskarten betreiben konnte,
soll das Xtra-Handy in Zukunft nur noch mit der dazugehörien
Xtra-Card funktionieren. Bei der Rationierung zieht D1 ebenfalls
mit D2 gleich: Nur noch eine Prepaid-Karte pro Kunde.
Der eine oder andere hat sicher schonmal gehört, dass sich die
SIM-Lock-Codes auch knacken lassen. Dieses Thema hat die Zeitschrift
"connect" in ihrer heute erscheinenden Ausgabe aufgegriffen und
das Verfahren in einem Praxistest ausprobiert. Hacker bieten im
Internet Software an, die den Speicher des Handys überschreibt und
so das Gerät frei schaltet. Allerdings ist die Rechtslage unklar:
Der Entsperrvorgang bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
In der Regel hat man das SIM-Lock-Handy ja deswegen verbilligt
kaufen können, weil es nur in einem bestimmten Netz funktioniert
und der Netzbetreiber die Subvention über Minutenentgelte wieder
zurückverdienen will. Knackt man nun das Handy und legt eine
andere Karte ein, verletzt man diesen Vertrag. Andererseits ist dem
Netzbetreiber auch dann nicht gedient, wenn man das subventionierte
Handy unbenutzt im Schrank liegen lässt oder gar wegschmeißt, weil
man sich zwischenzeitlich ein anderes Handy in einem anderen Netz
besorgt hat.
Viele Handy-Hack-Programme stammen aus dem ost- und
südeuropäischen Raum. Wenn überhaupt vorhanden, sind die dazu
gehörigen Beschreibungen und Hilfefunktionen meist in einer
Fremdsprache abgefasst. Zudem ist unklar, was genau die Programme
mit dem Mobiltelefon anrichten. Spielen sie ein komplett neues
Betriebssystem auf ("Flashen"), kann das Handy zerstört werden,
wenn die Prozedur nicht perfekt klappt. Und nicht jedes Handy
lässt sich ohne weiteres knacken: Das Siemens C25 wehrte alle
Versuche der connect-Techniker mit Erfolg ab.
- In eigener Sache
Sie haben es schon mitbekommen: Unser Newsletter wird immer länger
und immer umfangreicher. Neben Festnetz behandeln wir jetzt auch
Internet und Mobilfunk. Auch innerhalb dieser Gruppen wird das
Angebot immer vielfältiger - man denke nur an DSL, was vor zwei
Jahren für die meisten Leser noch ein Fremdwort war.
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