- T-DSL Flatrate sticht die Konkurrenz aus!
DSL - Surfen mit bis zu 12facher ISDN-Geschwindigkeit - wird ab
Anfang September immer erschwinglicher und auch für Kunden mit
einem Analoganschluss interessant. Neben den teilweise erheblich
gesenkten Aufpreisen auf den bestehenden Telefonanschluss locken
neuerdings auch sehr günstige DSL-Flatrate-Angebote:
Ab dem 1. September können T-DSL-Nutzer mit der
T-Online-Flatrate DSL für 49 Mark
pro Monat ohne Zeitlimit und mit Highspeed surfen. In diesem
Grundpreis ist auch noch der T-Online PC-Schutzbrief enthalten,
der nahezu alle Hardware-Schäden am heimischen Computer abdeckt.
Zusätzlich muss ein monatlicher Grundpreis für den T-DSL-Anschluss
bezahlt werden. Dieser liegt für Kunden mit T-Net-Analoganschluss
bei 29,89 Mark, für Kunden mit T-ISDN-Anschluss bei
14,98 Mark. Diese Preise gelten bis zum 31. Dezember
2002, wenn die Beauftragung von T-DSL bis zum 31. Dezember
diesen Jahres erfolgt. Bei Auftragserteilung ab dem 1. Januar
2001 gelten höhere Aufpreise: 19,90 Mark bei T-ISDN und
39,89 Mark bei Analoganschluss. Damit ist T-DSL flat ab
dem 1. September sogar monatlich 15,11 Mark billiger als
die T-ISDN-Flatrate!
Ebenfalls ab dem 1. September beschleunigt
Arcor sein DSL-Angebot, das bislang auf lediglich
128 Kilobit pro Sekunde beschränkt war. Entsprechend
werden auch die Preise für die DSL-Flatrate-Angebote angepasst.
Der Aufpreis für die DSL-Flatrate mit 768 Kilobit zum
ISDN-Direktanschluss von Arcor beträgt 79 Mark monatlich.
Damit kostet diese Variante der Arcor-DSL-Flatrate komplett
138,90 Mark und damit monatlich 30,03 Mark mehr als das
vergleichbare Produkt der Deutschen Telekom.
Arcors DSL-Flatrate mit 128 Kilobit kostet künftig 30 Mark
weniger, komplett mit dem Arcor-Direktanschluss also monatlich
108,90 Mark.
Wer bei Arcor DSL beantragt hat, technisch aber erst zu
einem späteren Zeitpunkt angeschlossen werden kann, surft für
die Übergangszeit via ISDN per Kanalbündelung zum gleichen Preis
ebenfalls mit 128 Kilobit pro Sekunde. Nachteilig an dieser
Lösung ist, dass dann keine Leitung mehr für Telefonate übrig bleibt,
während DSL keinen der beiden B-Kanäle von ISDN belegt. Derzeit hat
Arcor in den Städten Hamburg, Berlin, Hannover, Düsseldorf, Köln,
Essen, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und München bereits einen
Großteil der Stadtviertel mit eigener DSL-Technologie ausgestattet.
Der weitere Netzausbau soll zügig vorangetrieben werden.
- Flatrate: Surf1 im Sommer-Schlussverkauf; DUSnet nur
solange Vorrat reicht
Wer immer schon mit den Flatrate-Angeboten von
Surf1 geliebäugelt hat, kann nun bis zum
15. Oktober einen Teil der Einrichtungsgebühren sparen.
Voraussetzung ist, man beauftragt den in Schwerin beheimateten
Reseller CDM-AdNewMedia über dessen Web-Site www.adnewmedia.de oder
telefonisch unter der Rufnummer 01805/706670. So spart man bei dem
Surf Unlimited Privat genannten Flatrate-Tarif von CDM-AdNewMedia
gegenüber der Flatrate Privat vom Bitburger Originalanbieter
30 Mark Einrichtungsgebühr. Bei den vorausbezahlten Tarifen
Surf 180 und Surf 360, die dem Prepaid-Tarif Surf1-n-Go
mit dem entsprechenden Tageskontingent entsprechen, beträgt die
Ersparnis jeweils 20 Mark. Die Flatrate-Preise entsprechen
dem Original-Angebot und starten bei 69 Mark monatlich. Alle
weiteren Tarifinformationen und Leistungsbeschreibungen entnehmen
unsere Leser bitte den Anbieterseiten zu
Surf1 auf unserer Homepage www.teltarif.de .
Einige andere Flatrate-Anbieter haben derzeit wenig Glück mit der
Vermarktung ihrer Produkte und ziehen teilweise gar den Ärger ihrer
Kunden auf sich. Sonnet geriet zunächst in
die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass die Verbindungen konsequent
und ohne Rücksicht auf laufende Downloads nach exakt einer Stunde
getrennt wurden. Zur Monatsmitte wurden dann zahlreiche Kunden mit
der fristlosen Kündigung durch den Provider konfrontiert, angeblich
weil mit Mehrfacheinwahl per ISDN-Kanalbündelung und gewerblicher
Nutzung "Missbrauch" des Sonnet-Angebots betrieben worden sei.
Derzeit bestehen massive Einwahlprobleme, von denen offenbar alle
0800er Einwahlnummern des Providers betroffen sind. Eine offizielle
Stellungnahme aus dem Hause Versatel,
dem Sonnet-Betreiber, erfolgte hierzu bislang noch nicht.
Noch bedeckter gibt sich WebX, Anbieter
der mit 19,95 Mark billigsten, aber auf 70 Megabyte
Transfervolumen beschränkten Flatrate. Ohne nähere Informationen zu
geben, verkünden Homepage und Anrufbeantworter des Betreibers, dass
man ab der zweiten Septemberwoche mit neuen Produkten auf dem Markt
auftreten wolle. Was dann mit den bisherigen Angebot geschieht,
wie Bestandskunden behandelt werden, und ob bei einer Umstellung des
Angebotes die gezahlten Einrichtungsgebühren angerechnet werden,
blieb trotz Nachfrage von Teltarif ungeklärt. Vermutlich nutzten
zu viele Kunden von webx die Möglichkeit, über die WebX-Flatrate
stundenlang zu chatten. Die Kalkulation eines volumen- statt
zeitbasierten Tarifs kann nämlich nur dann aufgehen, wenn die
Nutzer auch genügend viele Webseiten ansurfen, so dass merklicher
Traffic über die Leitung geht.
Ein weiterer Flatrate-Anbieter, die Düsseldorfer
DUSnet, musste bereits drei Tagen nach
Markteinführung einen Anmeldestopp verhängen. Wie viele Nutzer
sich innerhalb der kurzen Zeit für das Angebot zu 69 Mark
anmelden konnten und wann DUSnet wieder Anmeldungen annimmt,
steht noch nicht fest. Vom Andrang überrascht habe man, so ein
DUSnet-Sprecher, die "Notbremse" ziehen müssen.
- Internet: Sinkende Verbindungspreise, Sonderaktionen und Gratis-Stunden
Der Preisverfall im Internet-Bereich geht, zum Vorteil der Kunden,
weiter. Unterschiedliche Gebühren für Haupt- und Nebenzeit,
Grundgebühren und ärgerliche Einwahlentgelte scheinen langsam der
Vergangenheit anzugehören.
So auch bei Arcor: Seit dem
23. August gilt im Tarif Online&power ein Minutenpreis
von lediglich 1,9 Pfennig rund um die Uhr. Die bisherige
Grundgebühr von monatlich 19,95 Mark entfällt, allerdings
wird eine Mindestnutzung von 20 Stunden pro Monat
berechnet. Das entspricht 22,80 Mark. Für Wenigsurfer
ist der neue Tarif Online easy interessant: Bei einem
Minutenpreis von 2,8 Pfennig rund um die Uhr beträgt die
monatliche Mindestnutzung 10 Stunden (16,80 Mark).
Der Internet-by-Call-Tarif basic zu 3,3 Pfennig pro
Minute wird weiterhin angeboten. Hier wird allerdings ein
Verbindungsentgelt von 6 Pfennig pro Einwahl erhoben.
Kunden mit einem Arcor ISDN-Anschluss oder Pre-Selection erhalten
bei Wahl von einem der drei aktuellen Internet-Tarife monatlich
zusätzlich 60 Freiminuten. Nutzer des "alten" Tarifs Online
power profitieren ab der nächsten Abrechnungsperiode automatisch
von der Preissenkung.
Mit einer monatlichen Freistunde lockt auch die Düsseldorfer
o.tel.o: Sowohl Bestands- als auch Neukunden
der Telefontarife o.tel.o direct und o.tel.o komplett erhalten
60 Gratisminuten, wenn sie den Internettarif online 01011
nutzen. So spart man in der Freistunde nicht nur die Minutenentgelte
von 2,9 Pfennig an Wochentagen sowie 2,2 Pfennig am
Wochenende, sondern auch die Einwahlgebühren von 6 Pfennig
pro Einwahl. Wer schon Kunde für die genannten Tarife ist, muss
nichts weiter unternehmen, denn o.tel.o stellt die betroffenen
Kunden automatisch um.
Sicherlich interessant und für die Kunden natürlich auch
von Vorteil ist, dass das günstige Internet-by-Call-Angebot von
Callino durch die Reseller MDS-Online,
T-Link, Absolventen.NET, eXpressNet und X-Serv noch um
0,4 Pfennig pro Minute unterboten wird: Der Minutenpreis von
2,5 Pfennig wird im Minutentakt abgerechnet. Es ist keine
Anmeldung erforderlich und weitere Kosten, wie Grundgebühr,
Mindestumsatz oder Einwahlentgelte, fallen nicht an. Alle
erforderlichen Einwahlnummern und die in den DFÜ-Einstellungen
anzugebenden Benutzernamen und Passwörter finden Sie online
auf http://www.teltarif.de/ auf den
Anbieterseiten der jeweiligen Reseller.
An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren eifrigen
Newsletter-Lesern für einen bedauerlichen Tippfehler in der vorigen
Ausgabe entschuldigen: Alle, die uns auf fälschlich angegebenen
Sekundentakt bei AddCom hingewiesen
haben, sagen wir herzlichen Dank! Sie hatten natürlich Recht, das
AddCom-Angebot mit einem Minutenpreis von 2,48 Pfennig wird
tatsächlich im Minutentakt abgerechnet. Die ersten 50000 Nutzer
dieses Angebots surfen einmalig für vier Wochen nach der ersten
Anmeldung sogar für nur einen Pfennig pro Minute rund um die
Uhr! Wer noch in den Genuss dieser Aktion gelangen möchte,
sollte mit der Anmeldung nicht länger zögern: Das Kontingent von
50000 Kunden teilen sich neben AddCom auch die Reseller
Flat4You, alpha11 und econonet.
Ebenso flink müssen Schüler sein, die ab dem 1. September
den Schülertarif von AddCom nutzen wollen. Zunächst
20000 Schülern im Alter zwischen 14 und 18 Jahren bietet
AddCom monatlich fünf Freistunden. Darüber hinaus gilt dann der
Minutenpreis von 2,48 Pfennig im Minutentakt. Die Eltern müssen
die Anmeldung auf der Website von AddCom (www.addcom.de) vornehmen
und eine Kopie des Schülerausweises ist einzureichen. Pro Schüler
ist das Angebot allerdings auf sechs Monate befristet.
- Kostenlose Internet-Telefonate mit Go2Call
Zum Abschluss noch der Hinweis auf eine Möglichkeit, über das
Internet "kostenlose" Telefongespräche innerhalb der Bundesrepublik,
in die USA, nach Großbritannien und Irland zu führen: Go2Call
verlangt für die Anmeldung lediglich einige Angaben zur Person
und die Nennung einer E-Mail-Adresse. Gewählt wird nach Erhalt
des persönlichen Passwortes über ein Java-Applet, das aussieht
wie die Tastatur eines normalen Telefons. In diesem Fenster wird
auch Werbung eingeblendet, über die das Angebot finanziert wird.
Zur Nutzung benötigt man einen PC mit Lautsprechern und Mikrofon,
besser noch ein Headset. Zusätzlich bietet
www.go2call.com die Einrichtung
einer personalisierten Seite, auf der man sein eigenes Telefonbuch
anlegen kann. Bei unserem Test erfolgte der Verbindungsaufbau
schnell und zuverlässig.
- Preissenkungen im Festnetz
Interoute Telecom hat seine Preise für
Ferngespräche im offenen Call by Call gesenkt und bietet damit eine
Alternative zu One.Tel. Von Montag bis
Freitag kostet ein Gespräch in der Hauptzeit von 8 bis 17 Uhr
nur noch 6,3 Pfennig. Unverändert blieb der Preis für die
Zeit von 17 bis 18 Uhr mit 5,8 Pfennig. Am Abend von
18 bis 22 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 22 Uhr sinkt der
Preis auf 4,4 Pfennig pro Minute. Die Abrechnung erfolgt
im Minutentakt.
Mit dieser Senkung schiebt sich der Tarif Easy Route 66
von Interoute in der wichtigen Zeit von 9 bis 16 Uhr an
so bekannten Mitbewerbern wie Super24,
FITphone, 01051 und
o.tel.o vorbei. Interoute steht nun neben
One.Tel mit ebenfalls 6,3 Pfennig pro Minute auf dem vordersten
Platz der Tariftabelle.
Bei Gesprächen im Festnetz mischt nun auch
Arcor wieder im Marktgeschehen mit. Im neuen
Tarif "Arcor sunny city" werden ab 15. September nur noch
2 Pfennig für Gespräche zu anderen Arcor-Kunden innerhalb
derselben Stadt berechnet. Voraussetzung ist allerdings ein
Vollanschluss bei Arcor sowie eine zusätzliche monatliche Grundgebühr
von 9,90 Mark. Ferngespräche sind in diesem Tarif jedoch mit
12 Pfennig pro Minute zur Hauptzeit nicht gerade günstig.
Auslandsgespräche gibt es für Vollanschlussinhaber gar erst ab
18 Pfennig pro Minute.
Interessanter ist da schon das Call-by-Call Angebot von
Arcor (Vorwahl 01070). Wochentags werden zwischen 18 und
21 Uhr für Inlandsgespräche nur noch 4,2 Pfennig pro
Minute berechnet. Damit schiebt sich Arcor zusammen mit
Super24 zwischen 18 und 20 Uhr auf
Platz 1. Am Wochenende bleibt es hingegen beim alten Preis:
4,4 Pfennig pro Minute.
Ein interessantes Angebot bietet EconoNet für Pre-Selection-Kunden.
Wer sich bei EconoNet anmeldet, erhält ein Startguthaben
von 100 Mark. Dieses kann nach Herzenslust vertelefoniert
werden. Es wird keine Grundgebühr erhoben und es gibt auch keine
Mindestvertragslaufzeit. Call by Call mit anderen Anbietern
kann weiterhin genutzt werden. Kleiner Wermutstropfen: Es
wird ein monatlicher Mindestumsatz von 4,90 Mark erwartet.
EconoNet ist Wiederverkäufer von Pronet.
Beide Anbieter greifen auf den selben Netzbetreiber, Star Telecom,
zurück und bieten daher auch identische Tarife an. Wer jedoch
schon bei einer anderen Telefongesellschaft für die Netzvorwahl
01098 freigeschaltet ist, muss dies löschen lassen, bevor eine
Anmeldung bei Pronet/EconoNet möglich ist.
Es stehen zwei Tarife zur Auswahl: Pronet Standard
mit Sekundentaktung und Pronet Top2000 mit Minutentaktung.
Im Top2000-Tarif kann man zum Beispiel ab 19 Uhr und am
Wochenende bundesweit für 3 Pfennig pro Minute telefonieren.
Alle weiteren Tarife finden Sie auf unseren Pronet-Anbieterseiten
auf unserer Homepage www.teltarif.de .
Folgen Sie dabei zunächst in der Karteikarte "Festnetz" dem Link
auf "Festnetz-Anbieter", dann dem Link auf Pronet.
Die Büdelsdorfer MobilCom reiht
sich in die Liste der Anbieter von 0700-Rufnummern ein. Für eine
monatliche Grundgebühr von 9,90 Mark kommt man bei MobilCom in
den Genuss der lebenslangen Wunschrufnummer mit der Vorwahl 0700.
MobilCom verlangt für diesen Service keine Einrichtungsgebühr, auch
fallen bei der Anrufweiterleitung keine Verbindungsentgelte an.
Allerdings kann man eingehende Telefonate beim 0700er-Angebot
von MobilCom nicht auf das Handy weiterleiten lassen. Die
Weiterleitung beschränkt sich auf drei Festnetznummern innerhalb
Deutschlands. Will man das Routing der Weiterleitung ändern,
fallen dafür dann jedes Mal 9,90 Mark an. MobilCom leitet
die Gespräche an eine Mailbox weiter, wenn der Angerufene einmal
nicht abheben sollte. Einen vergleichbaren 0700-Service gibt es
bei der MobilCom-Tochter Super24 hingegen kostenlos.
Für die Vergabe der 0700-Wunschrufnummern ist in Deutschland die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) zuständig.
Sie erhebt, unabhängig davon bei welchem Anbieter man sich die Nummer
dann schalten lässt, einen Betrag von einmalig 125 Mark.
Ganz neu auf dem Markt ist ein regionaler Anbieter in Gütersloh.
Die Gesellschaft mit dem Namen GTelnet
stellt als Alternative zur Deutschen Telekom Vollanschlüsse bereit.
Möglich sind Analog-, ISDN- und Internet-Breitbandanschlüsse im
Ortsnetzbereich von Gütersloh.
In Gütersloh und Umgebung telefoniert man tagsüber für
6 Pfennig pro Minute, bundesweite Ferngespräche kommen auf
10 Pfennig. Wenn man das Glück hat, dass der Gesprächspartner
ebenfalls über einen Anschluss bei GTelnet verfügt, telefoniert
in der Hauptzeit für 5 Pfennig pro Minute. In der Nebenzeit
wird jeweils nur der halbe Preis berechnet. Beim Internetzugang
bietet GTelnet eine interessante Flatrate für 69 Mark im Monat.
Die normalen Internetverbindungen sind mit 4 Pfennig in der
Minute Rund um die Uhr recht teuer.
Verabschieden kann man sich langsam aber sicher vom
"Langen Dackel". Die Düsseldorfer Telefongesellschaft
GTS, die vielen durch das possierliche
Tierchen aus der Print- und Fernsehwerbung bekannt sein dürfte,
zieht sich aus dem Privatkunden-Geschäft zurück. Call-by-Call über
die 01040 wird nur noch bis zum Jahresende möglich sein. Quasi als
Abschiedsgeschenk wurde der Preis für Telefonate zwischen 21 und
7 Uhr von 3,9 auf 3,8 Pfennig die Minute gesenkt.
Der GTS-Auskunftsdienst unter der 11822 wird bereits zum
1. Oktober eingestellt.
- Ausland mal billiger, mal deutlich teurer
Die schlechte Nachricht zuerst:
Ab dem 1. September erhebt
die Deutsche Telekom bei Telefongesprächen
in die Mobilfunknetze einer Reihe von Ländern einen Aufschlag von
29 Pfennig pro Minute. Grund dafür sind die erhöhten Gebühren,
die die Netzbetreiber der Länder der Telekom in Rechnung stellen,
wenn sie deren Gespräch übernehmen bzw. weiterleiten.
Folgende Länder sind betroffen: Andorra, Belgien, Dänemark,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien (mit Insel
Man, Kanalinseln und Nordirland), Irland, Island, Italien
(inkl. Vatikanstadt), Jugoslawien, Kroatien, Liechtenstein,
Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich,
Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien,
Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und Zypern.
Der Zuschlag von 29 Pfennig pro Minute gilt für den
Telekom-Standardtarif sowie für die Optionstarife AktivPlus,
Select 5/10 und Select 5/30.
Wie bereits in den vergangenen Wochen liefern sich
drei Call-by-Call-Anbieter einen erbitterten Preiskampf
um die Tabellenspitze bei einigen Auslandszielen.
KDD-Conos, 01051
Telecom und Super24 rangeln im Bereich
von Zehntel-Pfennigen.
Fangen wir mit der jüngsten Preissenkung von
Super24 (Vorwahl 01024) an. Hier die
Minutenpreise:
- Australien 13,4 Pfennig
- Bahamas 27,4 Pfennig
- Bulgarien 51,4 Pfennig
- China 47,4 Pfennig
- Dominikanische Republik 30,4 Pfennig
- Hongkong 12,4 Pfennig
- Singapur 22,4 Pfennig
Bereits einige Tage vorher hatte Super24 mit folgenden Tarifen
die Tabellenspitze erobert:
- Dänemark 8,8 Pfennig,
- Finnland 10,9 Pfennig,
- Frankreich 8,8 Pfennig,
- Großbritannien 8,8 Pfennig,
- Italien 9,8 Pfennig,
- Kanada 8,8 Pfennig
- Niederlande 8,8 Pfennig,
- Österreich 9,8 Pfennig,
- Schweden 8,8 Pfennig,
- Schweiz 8,8 Pfennig,
- Ungarn 33,9 Pfennig und
- USA 8,8 Pfennig (ohne Alaska und Hawaii).
Nur wenige Stunden vor der letzten Preissenkung von Super24
hatte KDD-Conos (Vorwahl 01063) die Tarife
ins Ausland reduziert. Insgesamt sind die Gesprächskosten
für 68 Länder gesenkt worden. Einige Beispiele für die
Minutenpreise:
- Australien 13,5 Pfennig
- Dominikanische Republik 30,5 Pfennig
- Israel 24,5 Pfennig
- Korea (Süd) 22,9 Pfennig
- Litauen 53,5 Pfennig
- Russische Föderation 40,9 Pfennig
- Moskau 20,5 Pfennig
- Thailand (auch in die Mobilfunknetze) 58,5 Pfennig
Abgerechnet wird bei KDD-Conos im vorteilhaften 30-Sekundentakt,
bei dem man im Schnitt deutlich weniger Geld verschenkt als beim
Minutentakt. Einige Ziele wurden jedoch auch teurer. Betroffen
davon sind Gespräche in die Mobilfunknetze von Australien, Brasilien,
Großbritannien, Israel, Norwegen, Österreich und der Türkei,
weiterhin Gespräche nach St. Petersburg, in die Slowakische
Republik und nach Slowenien.
Weniger umfangreich ist die Liste der Preissenkungen bei
01051 Telecom (Vorwahl 01051). Drei Länder,
drei Preise: Anrufe nach Belgien kosten 8 Pfennig, nach
Neuseeland 10 Pfennig und nach Ungarn 30 Pfennig pro
Minute. Abgerechnet wird, wie gewohnt bei 01051, im Minutentakt.
Ebenfalls wie immer gibt es die kostenlose Tarifansage vor dem
Gespräch.
Ums Ausland geht es auch beim Sommertarif von
Tesion, der zunächst bis zum 31. August
gelten sollte. Er wird jetzt bis 31. Dezember verlängert.
Somit kann man auch in den nächsten vier Monaten über die
Netzkennzahl 01023 montags bis freitags zwischen 19 und 9 Uhr
sowie am Wochenende rund um die Uhr für 9,9 Pfennig pro Minute
nach Italien, Frankreich, Österreich und in die Schweiz telefonieren.
In der Hauptzeit (werktags von 9 bis 19 Uhr) berechnet tesion
15 Pfennig pro Minute. Die Abrechnung erfolgt sekundengenau,
wobei Call-by-Call-Kunden pro Gespräch einen Zuschlag von
6 Pfennig zahlen. Für Anrufe in Mobilfunknetze der jeweiligen
Länder wird ein Zuschlag von 30 Pfennig pro Minute erhoben.
- Festnetz zu Mobilfunk: Einen Pfennig günstiger bis Ende September
Die Erfurter Super24 (01024) hat
wieder das billigste Angebot für Telefonate in die deutschen
Mobilfunknetze. Der neue Preis in Höhe von 38,9 Pfennig die
Minute gilt bis zum 30. September.
Nur 0,1 Pfennig teurer ist die Düsseldorfer
01051 Telecom (Vorwahl 01051). In einer
ebenfalls bis zum 30. September befristeten Aktion kosten Gespräche
in alle deutschen Mobilfunknetze 39 Pfennig in der Minute bei
Abrechnung im Minutentakt.
Gerade bei kurzen Gesprächen, wie sie zum Handy nicht
ungewöhnlich sind, kann man allerdings noch mehr sparen, wenn
man sich für einen Anbieter entscheidet, der nicht im groben
Minutentakt abrechnet. 3U (01078) und
TalDaFax (01030) berechnen beispielsweise 47,9
bzw. 48 Pfennig pro Minute, rechnen aber sekundengenau ab.
- Mobilfunk: D1 und D2 vergeben Gesprächsguthaben, Viag erlässt
die Grundgebühr für Neukunden
Ab dem 4. September steht allen D2-Neukunden mit Laufzeitvertrag
die neue Option "Take10" zur Verfügung.
D2-Mannesmann reagiert damit auf
die Get10-Option von T-D1. Im monatlichen Grundpreis -
z.B. 24,95 Mark bei D2-Fun - sind dann bereits 10 Mark
Gesprächsguthaben enthalten. Das Guthaben kann für Inlandsgespräche
ins deutsche Festnetz (außer Sonderrufnummern) oder Verbindungen in
die inländischen Mobilfunknetze genutzt werden. Bestandskunden
können die Take10-Option erst einen Monat später buchen.
Wer sich für Take10 entscheidet, kann aber nicht gleichzeitig die
BestCitySpecial-Option nutzen. Damit verteuern sich beim Wechsel
von BestCitySpecial auf Take10 die Ortsgespräche zur Hauptzeit von
15 auf 99 Pfennig die Minute. Für Wenigtelefonierer ist die
neue Option dennoch interessant. Ein Wechsel ist unter der Nummer
0172/22044 möglich und kostet 11,50 Mark. Zum Vergleich: Bei T-D1
ist der Wechsel kostenlos, aber nur im Telly-Vertrag möglich.
Auch technisch gibt es von D2-Mannesmann etwas neues zu
berichten. Der Branchenprimus nutzt im Großraum der Expo-Stadt
Hannover nun mit Halfrate den dritten GSM-Sprachcodec neben Fullrate
und Enhanced Fullrate. Alle vier deutschen Netzbetreiber haben
neben der schon immer zur Verfügung stehenden Fullrate in den letzten
Jahren die Enhanced Fullrate eingeführt, die eine erheblich bessere
Sprachqualität im Handynetz ermöglicht. Halfrate wurde ebenfalls
von verschiedenen Netzbetreibern im In- und Ausland getestet,
aber wegen der sich dadurch ergebenden schlechten Sprachqualität
meist wieder verworfen. D2 kommt aus Kapazitätsgründen offenbar
trotz der Nutzung der neuen Frequenzen im Bereich um 1800 MHz
nicht um die Halfrate herum, denn durch diese Technik verdoppelt sich
die Anzahl der gleichzeitig zur Verfügung stehenden Sprachkanäle.
So ist es möglich, den noch immer ungebrochenen Kundenansturm zu
bewältigen.
Einen Kundenansturm wünscht sich offenbar
auch Viag Interkom für sein
Fixed-Mobil-Integration-Produkt Genion. Wer seit dem 4. August
einen Genion-Vertrag abschließt, zahlt bis Jahresende keine
monatliche Grundgebühr - das wird durch eine groß angelegte
Werbekampagne in allen Medien bekannt gemacht. Weniger bekannt ist
allerdings, dass dies auch für Citypartner-Bestandskunden gilt,
die sich innerhalb des Aktionszeitraums für ein Upgrade zu einem
Genion-Vertrag entscheiden. Sobald Genion geschaltet ist, entfällt
bis 31. Dezember die bisherige Citypartner-Grundgebühr von
19,95 Mark. Ab Januar sind dann monatlich nur 24,95 Mark
zu zahlen - 5 Mark weniger als bisher bei Genion. Weiterhin
wurde teltarif erneut bestätigt, dass die Upgrade-Kunden wie
bisher 29 Pfennig pro Minute für Gespräche in andere
Mobilfunknetze zahlen. Die aktuelle Preisliste für Neukunden,
in der diese Gespräche 10 Pfennig teurer berechnet werden,
gilt für Upgrade-Kunden also nicht! Trotzdem müssen wir nochmals
auf eine verbleibende Unklarheit hinweisen: Auf den aktuellen
Vordrucken für den Erweiterungs-Auftrag (Druckstand: 07/2000)
steht noch, dass der Kunde mit seiner Unterschrift die aktuelle
Genion-Preisliste akzeptiert. Da dies immer wieder zu Verwirrung
und Nachfragen führt, wäre es Viag Interkom angeraten, mit neuen
Formularen für Rechtssicherheit bei den Anträgen zu sorgen.
Mit einem ganz neuen Dienst ist Viag Interkom in
Liechtenstein gestartet.
"Montel" steht
aber nicht nur im Fürstentum zur Verfügung, sondern auch in
Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem einheitlichen Preis.
Unabhängig davon, in welchem der genannten Länder man sich gerade
aufhält, kostet jedes Gespräch in eines dieser Länder 0,30 Euro
pro Minute, allerdings zuzüglich Mehrwertsteuer. Das entspricht
einem Preis von 68 Pfennig pro Minute - und damit nur ca. einem
Drittel des bei uns zur Zeit üblichen Preises für mobile Gespräche
von Deutschland nach Österreich. Derselbe Preis gilt auch für mobile
Datendienste und den WAP-Zugang. Abgehende SMS kosten jeweils
0,15 Euro.
Der Clou: Ankommende Gespräche sind innerhalb des Montel-Netzes
für den Montel-Kunden kostenlos. Roaming-Zuschläge fallen in
Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht an. Ganz billig ist
das Handy für den Alpen-Reisenden allerdings nicht. Die monatliche
Grundgebühr liegt bei 35 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer - das
sind 79,41 Mark. Privatkunden scheiden damit als Nutzer aus,
und auch Geschäftskunden dürften nur dann von Montel profitieren,
wenn sie sich regelmäßig außerhalb des Heimatlandes, aber innerhalb
einem der anderen Montel-Länder aufhalten.
Billiger kommt man weg, wenn man sich - wie online in unserem
Reise-Ratgeber beschrieben - Prepaidkarten
der jeweiligen Reiseländer zulegt und so die Roaming-Gebühren umgeht.
Dabei hat man allerdings den Nachteil, dass man nicht mehr unter
einer einheitlichen Nummer erreichbar. Außerdem muss man an der
Grenze immer die SIM-Karte wechseln. Das wird aber leichter, wenn
man sich einen Multi-SIMcard-Switch
zulegt. Damit ist es nicht mehr nötig, ständig zum Wechsel der
SIM-Karte das Handy zu zerlegen. Stattdessen werden einmal bis zu
drei Karten in das Modul gelegt und mit einem Knopfdruck wechselt
man - bei ausgeschaltetem Handy - von einer zur anderen. Man könnte
dann beispielsweise in das Modul eine deutsche, eine französische
und eine schweizer Karte legen. Überquert man die Grenze, genügen
ein paar Knopfdrucke und man telefoniert zu den Konditionen
für Inländer. Das Multi-SIMcard-Switch-Zubehör wird für
159,99 Mark im Web-Shop
trade5.de
angeboten, der mit dem taiwanesischen Hersteller einen vierwöchigen
Gebietsschutz vereinbart hat. Im Moment wird der Switch nur als
Zubehör für das Motorola v3688 angeboten. In Kürze soll es aber für
allen gängigen Modelle von Motorola und Nokia verfügbar sein.
Zum Schluss noch eine Hiobsbotschaft für alle Sparfüchse, die mit
Callback die Gebühren der Mobilfunk-Anbieter umgehen. Der Bisherige
Billigst-Anbieter MDS verabschiedet sich
zum 1. September von der Tabellenspitze. Als Grund für die
Preiserhöhung nennt MDS neue Interconnection-Gebühren. Ferngespräche
innerhalb Deutschlands kosten demnächst 12 US-Cent, vom
Mobilfunk zum Mobilfunk werden dann 30 US-Cent fällig. Von
Deutschland in die USA kostet eine Gesprächsminute 12 US-Cent.
Betroffen sind auch Bestandskunden.
- UMTS: 100 Milliarden - wofür?
Die größte Auktion der deutschen Wirtschaftsgeschichte ist beendet,
der Kampf um den UMTS-Markt kann also beginnen - zumindest
theoretisch. In der ersten Runde haben sich sechs Bieter für
eine Gesamt-Summe von knappen 100 Milliarden Mark jeweils
eine "kleine UMTS-Lizenz" - bestehend aus zwei Frequenzblöcken -
gesichert. Damit haben die Firmen schon mal für jeden potentiellen
deutschen Kunden - vom Säugling bis zur Oma - stolze 1200 Mark
verbucht. Zwischen 16,37 und 16,58 Milliarden Mark müssen
Mannesmann Mobilfunk, T-Mobil, VIAG Interkom, e-plus/Hutchison,
MobilCom/France Télécom und die Group 3G aus der spanischen
Telefónica und der finnischen Sonera jeweils binnen zehn Tagen an
die Staatskasse überweisen. In der zweite Runde haben sich dann
alle Bieter - außer Viag Interkom - für "lächerliche" 561 Millionen
Mark eines der zusätzlichen "halben" Frequenzpakete gesichert, um die
"kleinen" Lizenzen aus der ersten Auktion etwas zu erweitern.
Über die wirtschaftlichen Hintergründe zu der UMTS-Auktion
wurde in praktisch allen Medien berichtet. Analysten wurden
eilig herbeigerufen, um ihre Meinung Kund zu tun. Die Frage, was
UMTS wirklich leisten kann, kam dabei allerdings meisten zu kurz.
Schneller Internet-Zugang, Videokonferenzen, Börsengeschäfte oder
Online-Reisebuchung - soviel ist klar, das soll der Mobilfunkstandard
der dritten Generation ermöglichen. Doch schon jetzt zeichnen sich
Wolken am UMTS-Himmel ab. Die maximale Datenrate von 2 Mbit/s -
entsprechend der 31-fachen ISDN-Geschwindigkeit - lässt sich nämlich
nur im Idealfall erreichen, wenn das Netz voll hochgerüstet ist,
sich der Nutzer nicht vom Fleck bewegt und am besten noch mit seinem
Wunder-Handy allein auf weiter Flur steht.
Der erste Punkt, das Netz voll hochzurüsten, ist noch am
leichtesten zu erreichen. Aus Kostengründen werden sich die
Netzbetreiber aber anfangs auf 384 kbit - die 6-fachen
ISDN-Geschwindigkeit - beschränken. Die zweite Einschränkung ist
die Mobilität des Nutzers. Bei Tempo 120 auf der Autobahn beträgt
die Übertragungsrate beispielsweise nur ein Fünftel des Maximums,
bei Tempo 300 im ICE nur noch ein Vierzehntel. Die größte
Einschränkung dürfte aber sein, dass der Nutzer eine Frequenz
für sich allein benötigt, um die vollen 2 Mbit/s auszukosten.
Anders als bei der jetzigen GSM-Technik erfolgt die
Datenübertragung nicht auf verschiedenen Kanälen im Frequenz- oder
Zeitmultipex, sondern es werden alle Verbindungen gleichzeitig
auf der gleichen Frequenz gefunkt. Jede Verbindung wird vom
Sender mit einem speziellen Schlüssel codiert, der nur dem
Empfänger zur Verfügung steht. So kann dieser aus dem Rauschen
der sich überlagernden Übertragungen die für ihn bestimmten Daten
herausfiltern. Je mehr Leute UMTS nutzen wollen, desto langsamer
wird also für alle die Datenübertragungsrate.
In Ballungszentren haben somit die alten Netzbetreiber die Nase
vorn, weil sie einfache Sprachverbindungen auch über das bestehende
GSM-Netz abwickeln können, während UMTS für Videokonferenzen und
ähnliche Breitband-Anwendungen frei gehalten wird.
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