- T-ISDN XXL: Sonntags kostenlos telefonieren und surfen
Von den vier von der
Deutschen Telekom
angekündigten Flatrates wurde vorgestern die erste von der
Regulierungsbehörde genehmigt. Ab 1. Juni können
T-ISDN XXL-Kunden dann für eine
monatliche Grundgebühr von 59,90 Mark am Sonntag beliebig lang
ins deutsche Festnetz telefonieren, ohne dass zusätzliche Kosten
entstehen. Gegenüber dem herkömmlichem ISDN-Mehrgeräteanschluss
bedeutet dies einen Aufpreis in Höhe von knapp 15 Mark.
Ausserdem sind bei "XXL" viele Komfortmerkmale und der Optionstarif
AktivPlus enthalten.
Bei dem Pauschaltarif handelt es sich aber vorerst um einen Test,
der bis zum Ende des Jahres beschränkt ist. Danach soll geprüft
werden, wie stark das Angebot genutzt wird. Erst dann solle über
eine mögliche vorliegende Wettbewerbsverzerrung entschieden werde,
erläuterte Regulierungsbehörden-Chef Scheurle. Private Telefonfirmen
und Online-Anbieter befürchten, dass die Telekom bei XXL nicht
kostendeckend arbeitet und auf diesem Wege Konkurrenten ausbooten
will. Prinzipiell seien Pauschaltarife "zukunftsweisend", sagte
hingegen Scheurle. Das Interesse der Verbraucher an der Erprobung
solcher Tarifmodelle wiege somit schwerer als die Gefahr möglicher
Wettbewerbsbeeinträchtigungen.
Der Branchenverband VATM, in dem zahlreiche Telekom-Konkurrenten
zusammengeschlossen sind, nannte die Entscheidung unverständlich.
"Dieser Versuch hätte zusammen mit den Wettbewerbern gestartet
werden müssen", kritisierte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner
in Bonn. Die Privatanbieter würden der Telekom ihrerseits ebenfalls
gern einen Pauschaltarif für die Nutzung deren Netzinfrastruktur
zahlen, um bei dem günstigen Endkundentarif mithalten zu können.
"Jetzt können wir nach Ende der Testphase lediglich zählen, wie
viele Kunden wir verloren haben", monierte Grützner.
Bei T-ISDN XXL ist zunächst nur das Telefonieren umsonst.
Um auch kostenlos Surfen zu können, kann man zusätzlich T-Online Pro
beziehen, das monatlich aber knapp 20 Mark kostet.
Doch es geht auch günstiger: Da bei XXL alle sonntags alle
nationalen Gespräche kostenlos sind, wählt man einen derjenigen
Internetprovider, bei denen man nur für die Einwahl bezahlt,
während der Zugang selber kostenlos ist. Ein Beispiel dafür
ist DellNet, die in Kooperation mit
Viag Interkom arbeiten.
- UMTS-Milliardenpoker: Von Großbritannien nach Deutschland
Noch vor einem Monat konnten mit dem Kürzel "UMTS" nur wenige etwas
anfangen. Seitdem sich aber die Telefonriesen mit Milliardengeboten
um die Mobilfunk-Lizenzen streiten, hat das Thema sogar seinen Weg
auf die Titelseiten einiger Tageszeitungen gefunden. "Universal
Mobile Telecommunications Systems" heißt das Kürzel ausgeschrieben
und steht für einen neuen Mobilfunkstandard, der Datenübertragung
mit dem Handy in 31-facher ISDN-Geschwindigkeit erlaubt und so eine
Fülle mobiler Multimedia-Anwendungen schon bald möglich macht.
So wird es in zwei Jahren möglich sein - das nötige Kleingeld
vorausgesetzt - seinen zuhause gebliebenen Kollegen direkt vom Strand
eine E-Mail mit dem Foto der neuen Urlaubsbekanntschaft zu schicken.
Sogar mobile Videotelefonie soll möglich werden.
Klar, dass bei diesem Mobilfunk-Quantensprung jede
große Telefongesellschaft dabei
sein will. Weltweit soll die neue Technik zuerst in
Japan zur Verfügung stehen, in Deutschland
fällt der Startschuss ca. 2002.
Inzwischen wurde der Abkürzung UMTS noch eine zweite Bedeutung
zugedichtet: "Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Schulden" -
so denkt z.B. Finanzminister Hans Eichel über die Milliardensummen
und weist aufkeimende Begehrlichkeiten
seiner Kabinettskollegen beharrlich zurück. Ursprünglich hatte das
Finanzministerium einen Erlös in Höhe von 1,45 Milliarden Mark
eingeplant. Nach dem Milliardenpoker um die britischen Lizenzen wird
in Deutschland aber ein Auktionserlös von ca. 120 Milliarden
Mark erwartet.
In England ist der Hammer am 27. April für umgerechnet
75,45 Milliarden Mark gefallen. Das kanadische Konsortium
TIW zahlt für die einem neuen Anbieter vorbehaltene A-Lizenz
4,38 Milliarden Pfund und Mannesmann-Mutter Vodafone blättert
5,96 Milliarden Pfund für die B-Lizenz hin. Ex-Monopolist
British Telecom bekommt die C-Lizenz für 4,03 Milliarden Pfund
und die deutsche Telekom-Tochter One2One erhält für vier Milliarden
Pfund die D-Lizenz. Die Mannesmann-Tocher Orange hat sich die
E-Lizenz für 4,09 Milliarden Pfund gesichert, muss allerdings
aus Kartelrechtlichen Gründen im Zuge
der Fusion zwischen Vodafone und Mannesmann abgespaltet werden.
Die A- und B-Lizenz sind etwas üppiger ausgestattet als die
anderen drei, daher auch der höhere Preis. Mobiles Telefonieren
werden natürlich alle ermöglichen, aber wenn es auf höchste
Datenraten ankommt, haben A und B die Nase vorn.
In Deutschland können hingegen die Telefonfirmen selber
entscheiden, wie viele Lizenzen es am Schluss geben wird und
wie viel Bandbreite diesen jeweils zugeordnet wird. Dazu werden
die für UMTS verfügbaren Frequenzen in zwölf Pakete aufgeteilt.
Zwei Pakete müssen von einer Telefonfirma mindestens ersteigert
werden, das entspricht dann in etwa den kleineren britischen Lizenzen
vom Typ C, D oder E. Es können aber auch drei der Frequenz-Pakete
von einer Firma ersteigert werden, was der britischen B-Lizenz
gleichkommt.
In Deutschland wollen für die vier bis sechs UMTS-Lizenzen
zwölf Unternehmen oder Konsortien Gebote abgeben. Außer den vier
aktiven Mobilnetz-Betreibern (T-Mobil, D2-Mannesmann, e-plus und
Viag-Interkom) haben acht weitere Bieter eine Zulassung für die im
Sommer geplante Versteigerung beantragt. Im Vorfeld hatten bereits
debitel/Swisscom, MobilCom/France Telecom und Talkline/Tele Danmark
ihre Bewerbung für eine UMTS-Lizenzen angekündigt. Zu den weiteren
ausländischen Firmen zählen das Konsortium Group 3 G aus
der spanischen Telefonica, der finnischen Sonera und der britischen
Orange ebenso wie der französische Mischkonzern Vivendi und die
deutsche Mobil-Tochter des US-Anbieters MCI WorldCom. Die neuen
Bewerber Auditorium Investments Germany SARL und die Nets AG halten
sich über ihre Partner noch bedeckt.
Hinter dem Rätselraten steckt mehr als bloße Geheimniskrämerei:
Die Bonner Regulierer müssen nach dem Eingang der Bieter-Meldungen
zunächst sichten, ob die eingereichten Unterlagen vollständig
sind und dann die Eignung der Firmen beurteilen. Zuverlässig,
leistungsfähig und fachkundig haben die Bieter für die
Mobilfunk-Lizenzen im UMTS-Standard zu sein, so steht es im Gesetz.
Die Regulierungsbehörde muss dies eigentlich bei allen Interessenten
genau prüfen. In vielen Fällen hat sie sich diese Arbeit aber
schon gemacht, wie bei den vier deutschen Mobilfunk-Platzhirschen.
Auch andere Firmen, die bereits Telefon-Lizenzen in Deutschland
besitzen, wie MCI Worldcom aus den USA, brauchen die Prüfung nicht
zu fürchten.
Haben die Aspiranten die erste Stufe überstanden, müssen sie
noch eine "Trockenübung" absolvieren: Zwei Mobilfunk-Experten und
zwei Ersatzleute aus jedem Konsortium werden dann je einen Tag
lang in die Filiale der Regulierungsbehörde nach Mainz geladen,
wo die Lizenzen für einen bis zu dreistelligen Milliardenerlös
versteigert werden sollen. Zunächst wird der Ernstfall in einem
kleinen PC-Netzwerk durchgespielt, Dabei versuchen die von der
Außenwelt fast vollständig abgeschnittenen Repräsentanten ihre
zunächst noch von Behördenmitarbeitern gespielten Konkurrenten bei
einer Test-Auktion zu übertrumpfen. Nach diesem Testlauf soll dann
voraussichtlich im Juli der Ernstfall folgen.
- Surfen im Drei-Minuten-Takt für 1,9 Pfennig
Wer sich beeilt, kann noch bis zum 7. Mai bei Talknet 100
Gratis-Minuten absurfen. Die Einwahl erfolgt über die Nummer
01050/019251, Benutzername ist "sonderaktion" und das Passwort lautet
"computerbild". Die 100 Gratisminuten stehen allen zur Verfügung,
die sich zum erstenmal mit der obigen Kennung einwählen. Wird die
Verbindung unterbrochen, gilt ab der nächsten Einwahl allerdings
wieder der Standard-Tarif in Höhe von 4,8 Pfennig die Minute - auch
wenn man seine 100 Gratisminuten noch nicht verbraucht hat.
Compuserve bietet
ab dem 8. Mai einen neuen Internet-Tarif: Mit
CompuServeOffice kann man dann von 9 bis 18 Uhr
für 1,9 Pfennig im Internet surfen, wenn man sich zuvor auf
der Homepage www.compuserve.de
oder unter der Telefonnummer 0800-5111777 angemeldet hat. Weitere
Telefonkosten, Einwahl- oder Grundgebühren fallen nicht an. Abends
wird es dann teurer: Hier kostet der Aufenthalt im weltweiten
Datennetz 4,9 Pfennig pro Minute. Registrierte Nutzer erhalten eine
E-Mail-Adresse und 20 MB-Webspace für die persönliche Homepage. Die
Abrechnung erfolgt im Drei-Minuten-Takt (!) über die Rechnung der
Deutschen Telekom. Mit dem Tagespreis von 1,9 Pfennig belegt
CompuServeOffice den Spitzenplatz der Internet-Tariftabelle, die
bis dahin noch von Freenet mit 2,5 Pfennig pro Minute im Call By
Call ohne Mindestumsatz und Grundgebühr gehalten wird.
AOL Deutschland will mit CompuServeOffice sein bislang
aus den beiden Online-Diensten AOL und CompuServe bestehendes
Produktportfolio um eine weitere Marke ergänzen. CompuServeOffice
ist nicht an die beiden Online-Dienste gebunden. Zielgruppe sind
professionelle Nutzer, die sich überwiegend tagsüber im Internet
aufhalten, zum Beispiel Mittelständler, Freiberufler oder
Telearbeiter.
Das Internetportal Yahoo hat seinen Partner für den
Internetzugang gewechselt. Seit dem 3. Mai surft man
bei Yahoo-Online nicht
mehr zum Arcor-Tarif in Höhe von 4,9 Pfennig die Minute,
sondern bekommt ein Angebot des neuen Kooperationspartners
Gigabell. Der Minutenpreis ist mit
2,89 Pfennig zwar deutlich günstiger, dafür wird aber im
ungünstigen 3-Minuten-Takt abgerechnet, und es fällt pro Einwahl
eine Gebühr in Höhe von 5 Pfennig an. Einmal E-Mail-Abholen
kostet also neu 13,67 Pfennig - fast dreimal so viel wie
bisher!
Auffällig ist die Ähnlichkeit zum
Comundo-Tarif des
Internetportal-Konkurrenten Lycos. Die Einwahlgebühr ist identisch,
und der Minutenpreis liegt bei Yahoo einen hundertstel Pfennig
niedriger. Auch mit dem 3-Minuten-Takt wollte Yahoo vermutlich
Lycos unterbieten, wo bis vor zwei Wochen im noch schlechteren
4-Minutentakt abgerechnet wurde. Doch da dort auf den Minutentakt
umgestellt wurde, hat Lycos wieder die Nase vorn. Beide Anbieter
spielen ganz vorne in der Tariftabelle mit, können aber nicht die
Spitze erobern. Sie sind aber beide aufgrund der Einwahlgebühren
und der schlechten Taktung nur für längere Surf-Sessions zu
empfehlen.
Auch für Kunden, die direkt bei Gigabell angemeldet sind, gelten
neue Preise. Im callOKAY-Tarif
ohne Grundgebühr kostet die Minute - ebenso wie bei Yahoo -
2,89 Pfennig, und es wird eine Einwahlgebühr in Höhe von
5 Pfennig verlangt. Gigabell-Direktkunden werden allerdings
minutengenau abgerechnet, nicht wie bei Yahoo im 3-Minutentakt.
Im myOkay-Tarif wird die monatliche Grundgebühr von
17,90 Mark auf 9,90 Mark gesenkt. Dafür bekommt man einen
sehr ordentlichen Minutenpreis: Rund um die Uhr kostet das Surfen
nur 1,89 Pfennig die Minute. Allerdings schlägt auch hier jede
Einwahl mit 5 Pfennig zu Buche und verschlechtert das Angebot
bei Nutzung zu anderen Zwecken als für lange Online-Sitzungen
deutlich.
Kurz vor Ostern hat AddCom noch neue Preise für den
Internetzugang bekanntgegeben. Mit 2,48 Pfennig
in der Nebenzeit wird auch eine neue Bestmarke
für Internet-by-Call erreicht. Zwar ist Freenets
Powertarif günstiger, verlangt
aber eine Mindestnutzung von 20 Stunden im Monat.
Mit 3,88 statt vorher 4,9 Pfennig zur Hauptzeit
schließt Addcom zwar wieder näher zur Spitze auf, kann aber
dennoch nicht mit anderen anmeldepflichtigen Angeboten wie Freenets
EnterPrice-Tarif oder NGIs Standardangebot mithalten.
Angesichts der vielen Angebote fällt es immer schwerer, den
Überblick zu bewahren und den "richtigen" Online-Dienst
herauszufiltern. Daher hier nochmal Werbung für unsere
Internet-Abfrage, die Sie online auf
http://www.teltarif.de/ finden. Bei dieser
geben Sie Ihr ungefähres Surfverhalten ein, entweder in Form
des Betrages, den Sie monatlich maximal ausgeben wollen, oder
die Zahl der Stunden, die Sie online sind. Dazu schätzen Sie
noch ob, wie oft Sie online sind. Die Tarifdatenbank berechnet
dann die für Sie wirklich günstigsten Provider zur jeweiligen
Tageszeit.
- Flatrate: Einer weniger und einer mehr
Callando zieht sich aus dem
Flatrate-Geschäft zurück: Noch bevor einer der Kunden wirklich
zum Pauschaltarif surfen konnte, hat man das angekündigt Produkt
wieder aus dem Programm genommen und den angemeldeten Interessenten
stattdessen die Flatrate von Erotikwelt
Online empfohlen. Bei dieser wird man allerdings bei jeder
Einwahl auf die Startseite eines virtuellen Sex-Shops geführt -
nicht jedermanns bzw. jederfraus Sache.
In dem Markt der teilweise durch Werbung
finanzierten Internet-Flatrates will ab Mitte Mai auch
Flashconnect mitmischen. Es solch
sich dabei um eine jugendfreie Alternative zum Erotikwelt-Angebot
handeln.
Überschaubarer werden unterdessen die Flatrate-Angebote der
Bitburger Silyn-Tek GmbH, bekannt unter
dem Namen Surf1. Seit dem 1. Mai gibt es dort nur noch einen
Pauschal-Tarif mit einer Einrichtungsgebühr von 129 Mark und
monatlichen Kosten in Höhe von 139 Mark. Statt einer bis zu
jährlichen gilt künftig einheitlich die monatliche Kündigungsfrist.
Mit dem neuen Preis dürfte Surf1 seine bereits vorhandene
Marktführerschaft weiter ausbauen.
- Festnetz-Inland: Preissenkung für eine Stunde
Super 24, Telefon-Discounter aus
dem Hause MobilCom, hat seine
Preise zum Mai leicht korrigiert. Die Nachtzeit wurde um eine
Stunde verlängert, so dass nun zwischen 7 und 8 Uhr statt
4,4 nur noch 3,3 Pfennig pro Minute fällig werden.
Damit verdrängt Super 24 zu dieser Zeit die bisher führende Interoute vom Platz 1.
Ab heute sollen über die 01024 auch die vier deutschen
Mobilfunknetze erreichbar sein. Als wir das Angebot allerdings kurz
nach 24 Uhr testeten, klappte es noch nicht. Unabhängig davon
gilt es vorerst nur für den Monat Mai, da der Telefon-Discounter
zunächst Erfahrungen im Bereich Mobilfunk und mit der Netzauslastung
sammeln möchte. Zum Zeitpunkt, da dieser Newsletter
Mit 39,9 Pfennig ist Super24 um 0,1 Pfennig billiger
als die 01051 Telecom GmbH, die bisher den
niedrigsten Preis im offenen Call by Call ins Mobilfunknetz
angeboten hat.
Wer Super 24 nutzen will, sollte einmalig die 01024-031
wählen. Hört man dann "Willkommen bei TelePassport", gelten die
Tarife von TelePassport, zu denen man sich in der Vergangenheit
angemeldet hatte, nicht die von Super 24. Nach der Ansage
"Willkommen bei Super 24", stehen dem günstigen Telefonieren
höchstens noch überlastete Leitungen im Wege. Abgerechnet wird
im Minutentakt.
Der Kölner Telekommunikationsanbieter o.tel.o hat mit Wirkung
zum 1. Mai die Preise geändert. Im Call by Call (01011) führt
o.tel.o für nationale Festnetzgespräche eine neue Lunch-Time-Zeitzone
in der Mittagszeit von 12 bis 14 Uhr ein. Hier kostet
ein Ferngespräch nur 6,9 Pfennig in der Minute und nähert
sich damit in dieser Zeit dem Spitzenplatz in der Tariftabelle.
Dies ist ein "Geheimtipp" für Leute, die den überlasteten Leitungen
der Konkurrenz ausweichen wollen. Dafür entfällt aber leider
ein anderer "Geheimtipp": Bisher konnte man abends in der Zeit
von 21 bis 23 Uhr über o.tel.o für 4 Pfennig in der
Minute telefonieren. Doch wurde die etwas teurere Freizeit-Zone um
zwei Stunden nach hinten verlängert, so dass zwischen 21 und 23 Uhr
nun 5 Pfennig pro Minute fällig werden - eine Preissteigerung
von immerhin 25 Prozent!
Microcall stellt seine
Pre-Selection-Tarife Easy-National und Easy-International mit
Wirkung zum 31. Mai ein. In einer E-Mail an die Kunden hat
Microcall darauf hingewiesen, dass es kein Folgeprodukt geben wird.
Die Kunden müssen bis Ende Mai bei der Deutschen Telekom selber
ihre Pre-Selection auf die von Microcall benutzte 01088 löschen
lassen. Wer das vergisst, kann laut Microcall ab 1. Juni keine
Ferngespräche mehr führen, da die Nutzung der 01088 ab diesem Termin
gesperrt werden wird.
Nach wie vor widersprüchliche Aussagen erhält man von
verschiedenen Stellen der Deutsche Telekom
AG (Pressestelle, Kundenhotline etc.) zu den Tarifsenkungen für
Telefonate vom Festnetz in die Mobilfunknetze. Klar ist demnach
nur, dass ab 1. Mai zu D2 Mannesmann die gleichen Preise
gelten wie bereits seit Januar ins D1-Netz. Telekom-Kunden ohne
Tarifoption zahlen demnach 48 Pfennig pro Minute, T-ISDN 300-
oder Aktiv Plus-Nutzer zahlen nur 39 Pfennig. Anders als
bisher gilt allerdings der Minutentakt, was Anrufe zu Mobiltelefonen
über die Telekom abends teurer macht.
Die E-Netze passen ihre Interconnection-Preise für eingehende
Gespräche aus dem Telekom-Festnetz am 1. Juni an. Dennoch soll
der neue Minutenpreis von 57 Pfennig (bzw. 48 Pfennig mit
Aktiv Plus) ins E2-Netz von VIAG Interkom bereits ab 1. Mai gelten,
während für die neuen Preise ins E-Plus-Netz (54 Pfennig ohne
Aktiv Plus, 45 Pfennig mit Optionstarif) dem Vernehmen nach
der 1. Juli angestrebt wird.
Andere Quellen besagen, dass die Preise für Kunden ohne
Optionstarif generell zum 1. Mai eingeführt werden, während
die Sonderkonditionen für Aktiv Plus- und T-ISDN 300-Kunden
erst acht Wochen später - nach entsprechender Genehmigung der
Regulierungsbehörde - in Kraft treten. teltarif wird auf jeden
Fall weiter berichten.
- Verschiebungen bei Auslandstarifen - Australien für 15,9 Pfennig
Mit 15,9 Pfennig pro Minute bietet
Super24 einen neuen Bestpreis für
Gespräche nach Australien. Damit ist Super24 um 0,1 Pfennig
günstiger als Interoute, die bisher
den niedrigsten Preis im offenen Call by Call nach Australien hatten.
Ebenfalls gesenkt wurden die Tarife für Großbritannien und die USA
auf 9,9 Pfennig pro Minute. Einige Sonderaktionen vom April (z.B. die
USA für 8,8, Schweden für 10,5 oder Ungarn für 31,9 Pfennig
pro Minute) werden hingegen nicht verlängert; hier steigen die vom
Kunden bei Super24 zu zahlenden Tarife also wieder leicht.
Für alle Gespräche über die 01024 von Super24 gilt
der Minutentakt; Gespräche in Auslands-Mobilfunknetz sind
nicht möglich. Kunden, die in der Vergangenheit bei TelePassport angemeldet waren, sollten
sicherstellen, dass sie nicht mehr dort registriert sind, da sonst
deren Preise und nicht die von Super24 Anwendung finden.
GTS hat seine Sonderpreise zu Ostern
jetzt ins reguläre Angebot übernommen. Allerdings werden einige
Länder durch das geänderte Auslandschema deutlich teurer. Mit dem
"langem Dackel" telefoniert man jetzt sowohl als Call-by-Call- als
auch als Preselection-Kunde tagsüber (7-21 Uhr) für 23 Pfennig
und nachts sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztags für
13,9 Pfennig die Minute in die Auslandszone "Spezial". Andorra,
Finnland, Färöer, Griechenland, Island, Liechtenstein, Luxemburg
und Monaco wurden allerdings aus dieser Spezial-Zone in die "Europa
A"-Zone verbannt und kosten daher künftig mit 47 Pfennig die
Minute mehr als doppelt so viel wie vorher. Auch für Anrufe in
Mobilfunknetze der Spezial-Zone fällt neuerdings ein Aufschlag in
Höhe von 35 Pfennig an. Umgekehrt rutscht die Türkei aus der
"Zone B" in die "Zone A" und verbilligt sich somit auf
47 Pfennig pro Minute.
- Mobilfunk: Netz wechseln, Nummer behalten
Die Nutzer von Mobiltelefonen in Deutschland können ab Februar 2002
bei einem Anbieterwechsel ihre bisherige Telefonnummer mitnehmen.
Zur Zeit muss man als Handy-Nutzer in Deutschland bei einem Wechsel
des Netz-Anbieters sowohl auf die bisherige Vorwahl (0170 bis 0179)
verzichten als auch auf die eigentliche Handy-Nummer. Nicht einmal
die Rufnummernmitnahme innerhalb eines Netzes, zum Beispiel
bei Umstieg von einer Prepaid-Karte zu einem Laufzeit-Vertrag,
funktioniert problemfrei.
Die Telekom-Tochter
T-Mobil will zum Sommerurlaub ihren
XtraCard-Kunden das Telefonieren
im Ausland erleichtern. Bisher war dies nur mit Roaming-Karte und
zusätzlichem Vertrag möglich, in Zukunft soll es genauso einfach
gehen, wie das Telefonieren im Inland. Das neue Angebot soll
zunächst für die 20 wichtigsten europäischen Urlaubsländer
gelten. Genauere Angaben, insbesondere zu den Kosten, sind noch
nicht bekannt. Der Start ist für Mitte bis Ende Juni geplant.
Der Mobilfunk-Anbieter Viag-Interkom ermöglicht jetzt allen
seinen Kunden Gespräche zu den internationalen Freecall-Nummern
mit der Vorwahl 00800. Die Freigabe der Vorwahl 00800, für D1-
und D2-Kunden schon lange eine Selbstverständlichkeit, ist wichtig,
da man auf diesem Wege nicht nur Calling-Card-Dienste erreicht,
sondern auch die Kundenbetreuungen zahlreicher Firmen, die in
mehreren Ländern tätig sind. Nach wie vor nicht anwählbar ist die
Vorwahl 00800 für Kunden, die im E-Plus-Netz telefonieren.
- Die Tricks der Telefonfirmen - Preiserhöhungen werden oft geschickt versteckt
Preissenkungen werden bei den Telefonfirmen normalerweise mit großem
Aufwand laut kundgetan. Immer häufiger passiert es aber, dass
sich in den zum Teil wilden Tarifstrukturen auch Preiserhöhungen
verstecken. Insbesondere Call-by-Call-Kunden sind betroffen,
da sie nicht über derartige Veränderungen von den Telefonfirmen
informiert werden.
Ein beliebtes Beispiel sind die Auslandszonen. Hier fällt
es leicht, generelle Preissenkungen für die Zonen zu verkünden.
Strickt man aber die Zuordnung einzelner Länder zu den Zonen um,
so kann es vorkommen, dass Länder auf einmal sehr viel teurer
werden. Als besonders schlechtes Beispiel zeigte sich hier GTS. Die Länder Andorra, Finnland, Färöer,
Griechenland, Island, Liechtenstein, Luxemburg und Monaco wurden
Anfang dieser Woche in eine andere Zone verbannt und kosten mit
47 Pfennig die Minute mehr als doppelt so viel wie vorher.
Ein anderes beliebtes Spiel ist die Einführung eines Aufschlags
für Anrufe in ausländische Mobilnetze. Zwar wird das Festnetz im
jeweiligen Land billiger, aber Mobilfunkanschlüsse deutlich teurer.
Mit etwas Glück findet man den Preis für diesen Zuschlag am Ende
vielseitiger Tariftabellen. So hat Viatel
z.B. seine Preissenkungen von Anfang März zurückgenommen und diese
Gelegenheit gleich genutzt, den Aufschlag für Telefonate in die
Mobilnetze im Ausland zu erhöhen.
Auch die Veränderung von Zeitzonen wird gern zur
versteckten Preiserhöhung benutzt. So geschehen bei
o.tel.o. Zwar senkt man die allgemeinen
Tarife zugegebenermaßen recht deutlich, aber an einer Stelle wird
es auch teurer. Im vorliegenden Fall wurde die etwas teurere
Freizeit-Zone um 2 Stunden nach hinten verlängert, so dass man nun
von 21 bis 23 Uhr 1 Pfennig in der Minute mehr zahlt. Schade denn
o.tel.o war nach 21 Uhr ein "Geheimtipp" mit gutem Preis bei sehr
guter Verfügbarkeit.
Noch ein Trick: Verlängerung der Taktung. Wie wir
oben vorgerechnet haben, bewirkt das neue Schema bei
Yahoo Online, dass kurze Besuche im
Internet 179 Prozent teurer geworden sind. Erst dann, wenn
man mindestens drei Minuten bleibt, spart man wirklich mit den
neuen Preisen im Vergleich zu den alten.
teltarif.de wird sich auf jeden Fall weiterhin
bemühen, den Telefonfirmen genau auf die Finger zu schauen!
.
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