- Komplette Tarife von
Tele 2 eingetragen.
- Neuer Anbieter Telco Global Communications,
eine Tochter von EconoPhone.
- Neuer Anbieter Esprit Telecom - leider
noch ohne Tarife.
- Ab 1. März wird der Telekom-Gebührenimpuls teilweise
unbrauchbar.
- Widersprüche im beantragten
City-Plus-800-Tarif der
Telekom: Zwei Telefonanschlüsse sind unter Umständen billiger
als einer!
- Deutliche Erweiterung der Länderliste in der
Tarifdatenbank.
- Technische Probleme: Den letzten Newsletter gab es zweimal - und
letzten Samstag und Sonntag morgen waren die Seiten kaum erreichbar.
Von
Tele 2 hatte ich bisher nur eine
veraltete bzw. vorläufige Ländertarifliste gehabt. Inzwischen hat
mir Tele 2 die aktuellen Tarife direkt als Datei zugeschickt -
vielen Dank! Die Ländereinteilung ist ähnlich wie bei der Telekom,
aber etwas feiner untergliedert.
Komplett neu auf den Seiten ist Telco Global Communications, eine Tochter von EconoPhone.
Ich habe eine kopierte Tarifliste erhalten, die noch einen
ziemlich chaotischen Eindruck macht. So sind die Ländernamen alle
noch englisch. In einigen Fällen scheint auch die Umrechnung von
britischen Pfund in Deutsche Mark vergessen worden zu sein - so halte
ich 53 Pfennig (Hauptzeit) bzw. 41 Pfennig (Nebenzeit) nach
Puerto Rico für wenig glaubhaft. Ein weiteres Manko bei Telco ist
der Strukturvertrieb. Ich habe jedenfalls ein "Opportunity Meeting"
mit einem ziemlich flauen Gefühl in der Magengegend verlassen.
Esprit Telecom ist inzwischen ebenfalls
eine eigene Seite gewidmet. Tarife habe ich aber noch nicht in
Erfahrung bringen können. Ein Anruf bei der 0130-Nummer führt auf
eines der Voicemail-Systeme, die viele leidgeprüfte Talkline-Kunden
bereits kennen. Angeblich will man aber ab 1. März starten.
WGs werden sich freuen: Der Rabatt ab der elften Gesprächsminute
beim Tarif 10plus der
Telekom wird nicht etwa in Form von verlängerten Einheiten gewährt,
sondern durch eine Vergünstigung der Einheiten selber. Der
Gebührenzähler der Telekom läuft also
im selben Tempo weiter wie bisher. Erst in der Rechnung wird der
Unterschied sichtbar. Wer also bisher über den Zähler abgerechnet
hat (WGs, Bürogemeinschaft, etc.), muß sich in Zukunft etwas anderes
einfallen lassen. Besonders fragwürdig finde ich diese Aktion, da
sich die Telekom damit ins eigene Knie schießt: Man wird in Zukunft
mehr Einzelverbindungsnachweise für solche Kunden drucken müssen,
die auf einer pfenniggenauen Abrechnung untereinander bestehen,
was die Kosten nach oben treibt. Telekomkunden, die bisher wegen
des dann fehlenden Gebührenimpulses kein Call by Call verwendet
haben, werden sich ihre Entscheidung nochmal überlegen, wenn auch
bei der Telekom der Gebührenimpuls nicht mehr korrekt funktioniert.
Immerhin sind einige der neuen Firmen (z. B. TelDaFax) in der Lage,
einen angenäherten Gebührenimpuls zu simulieren.
Ein weiterer Knoten der Telekom ist der beantragte aber
noch nicht genehmigte Tarif CityPlus-800. Dieser ermöglicht,
800 Einheiten a 90 Sekunden zu je 6 Pfennig zu kaufen, die dann
zu vorbestimmten Gesprächszielen abtelefoniert werden können.
Zur Geschäftszeit bedeutet das eine Ersparnis von 50%. Das
Problem: CityPlus kann pro Anschluß höchstens einmal in Anspruch
genommen werden. Die Grundgebühr eines Analoganschlusses beträgt
DM 24,60 im Monat. Die Ersparnis durch CityPlus, wenn man
das Kontingent optimal ausnutzen kann, beträgt aber DM 48,01.
Mit anderen Worten: Vieltelefonierer am Ort können im Falle der
Genehmigung von CityPlus-800 Geld sparen, indem Sie zusätzliche
Telefonanschlüsse legen lassen und die Gespräche dann auf alle
Leitungen aufteilen! Sowohl für die Telekom als auch für deren
Kunden bleibt zu hoffen, daß der Regulierer hier auf einem
vernünftigeren Tarif besteht - beispielsweise auf einem Rabatt
von 40% auf alle Einheiten, wenn man sich verpflichtet, ein
gewisses Mindestkontingent abzunehmen.
Die Tarifdatenbank kennt jetzt mehr
Länder als vorher. Das ist vor allem der umfangreichen Preisliste
von Tele 2 zu verdanken, die alle
Länder einzeln aufzählt, die bei der Telekom pauschal unter "Welt 4:
alle übrigen Verkehrsbeziehungen" zusammengefaßt werden.
Zum Schluß möchte ich mich für zwei technische Probleme
entschuldigen: Den letzten Newsletter haben die meisten von Ihnen
zweimal erhalten. Der Grund dafür war ein Mailserver an der Uni
Tübingen: Normalerweise werden bei einer E-Mail die Informationen
über Absender und Empfänger und die Mail selber getrennt übertragen.
Das hat diverse Vorteile, zum Beispiel braucht nur eine Kopie des
Newsletter verschickt zu werden, um diesen an die weit über 100 Leser
bei T-Online zuzustellen. Nun hat das letzte Mal ein Mailserver an
der Universität Tübingen einen Fehler gemacht - und den Newsletter am
Samstag zunächst ohne Empfängerinformation gespeichert. Am Montag
versuchte ein Systemverwalter, das Problem so gut wie möglich zu
beheben, wahrscheinlich waren über das Wochenende viele hundert
E-Mails falsch behandelt worden. Der Mailserver wurde angewiesen,
im Text jeder Mail den ursprünglichen Empfänger derselben nachzulesen
und dann die Mail nochmal an diesen abzuschicken. Im Falle des
Newsletters hatte das zur Folge, daß er nochmal an den kompletten
Verteiler gesendet wurde!
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