Newsletter 08/00 vom 20.04.2000
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 20.04.2000 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Rennen um das günstigste Oster-Sonderangebot
  2. Mobilfunk - e-plus setzt zum Angriff auf die D-Netze an
  3. Im Festnetzbereich fallen die Preise weiter:
  4. Auch die Auslandspreise sind nach wie vor in Bewegung
  5. Internet: freenet-Tiefstpreis sorgt für großen Andrang und lange Anmeldezeiten
  6. T-DSL-Offensive gestartet
  1. Rennen um das günstigste Oster-Sonderangebot

    Bereits seit 11. April kann man mit Super24 für 8,8 Pfennig pro Minute in die USA, für 9, Pfennig pro Minute nach Großbritannien und für 31,9 Pfennig pro Minute nach Ungarn telefonieren. Die Befristung gilt bis zum 30. April. Alle Preise gelten rund um die Uhr. Noch einmal günstiger sind die Tarife am verlängerten Osterwochenende, von Karfreitag 0 Uhr bis Ostermontag 24 Uhr. Hier kosten Ferngespräche über die 01024 3,3 Pfennig die Minute - rund um die Uhr. Für Anrufe ins Ausland gilt ebenfalls ein Sonderpreis. Befragen Sie dafür im Zweifelsfall die Tarifdatenbank auf http://www.teltarif.de/ um zu ermitteln, ob auch für Ihr Land ein gutes Angebot dabei ist.

    Nicht billiger als Super24, aber durch den Sekundentakt dennoch interessant ist 3U bei Gesprächen in die USA mit 9,9 Pfennig pro Minute. Bei diesem Sondertarif, der zwischen dem 15. und 30. April gilt, sind auch Gespräche nach Großbritannien ins Festnetz (10,9 Pfennig pro Minute) und nach Ungarn (32,9 Pfennig pro Minute) sehr günstig. Bei Gesprächen nach Ungarn hält 3U in der Zeit des Sondertarifes die Tabellenführung. Alle Gespräche lassen sich im offenen Call-by-Call über die 01078 führen.

    Für 2 Pfennig die Minute kann man über die Ostertage bei Callino über die 01075 durchs Internet surfen. Außerdem reiht sich Callino vom 21. bis zum 24. April in die Liste der Anbieter ein, die Auslandsgespräche zu Sonderkonditionen anbieten. In zwölf europäische Länder (Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden und Schweiz) und die USA kostet die Gesprächsminute dann nur 10,75 Pfennig.

    Wer zu Ostern billig ins Ausland telefonieren will, wird auch von RSL.COM umworben. In der Zeit vom 20. April bis zum 7. Mai bietet die Frankfurter Telefongesellschaft Sonderpreise. So kostet die Gesprächsminute über die 01015 von 18 bis 8 Uhr nach Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, in die Niederlande, nach Österreich und in die Schweiz nur 11 Pfennig. Wie auch sonst wird für Anrufe in die ausländischen Mobilfunknetzte ein Zuschlag in Höhe von 25 Pfennig erhoben. Abgerechet wird bei RSL.COM für Call-by-Call-Kunden minutengenau und für Preselection-Kunden sekundengenau.

    Auch GTS will es sich nicht nehmen lassen, eine Sonderaktion zur Osterzeit zu starten. Über die 01040 telefonieren Call-by-Call-Kunden in der Zeit vom 16. bis zum 24. April jeweils nachts von 21 bis 7 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztags für 13,9 Pfennig die Minute in die Auslandszone "Spezial". Zu dieser Zone gehören alle EU-Staaten, die Schweiz, Norwegen, die USA und Kanada. Auch im Inland kann man zu Ostern mit GTS etwas billiger telefonieren. Der Minutenpreis reduziert sich am Wochenende in der Zeit von 7 bis 21 Uhr von 9 auf 8 Pfennig. Nachts gilt weiterhin der günstige Minutenpreis von 3,9 Pfennig.

    Zu Ostern lockt ebenfalls die Frankfurter Interoute Telecom mit Sonderpreisen im offenen Call-by-Call. Am Osterwochenende, von Karfreitag 0 Uhr bis Ostermontag 24 Uhr, kosten Ferngespräche über die 01066 3,8 Pfennig die Minute. Auch ins Ausland kann man Ostergrüße zum Sonderpreis verschicken. 10 Pfennig die Minute kosten Gespräche nach Österreich und in die Schweiz, nach Großbritannien, Frankreich und in die USA. Abgerechnet wird, wie bei Interroute üblich, im Minutentakt.

    TÜRKEI-SPEZIAL!
    Wer am Ostersonntag, 23. April, Bekannte, Verwandte oder Freunde in der Türkei anrufen möchte, sollte sich die Call-by-Call-Vorwahl 01075 der Telefongesellschaft Callino merken. Sowohl ins türkische Festnetz, als auch in die Mobilfunknetze des Landes zahlt man an diesem Tag nur 23 Pfennig pro Minute. Regulär kostet eine Minute Türkei (Festnetz) 36 Pfennig. In die Handynetze kostet ein Gespräch sogar 99 Pfennig pro Minute. Callino kann im offenen Call-by-Call genutzt werden. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt über die Fernmelderechnung der Deutschen Telekom AG.

  2. Mobilfunk - e-plus setzt zum Angriff auf die D-Netze an

    e-plus will sein Marketing-Konzept für eine neue Werbeoffensive fit machen. Das bisherige Time&More-Konzept mit Paketpreis und Inklusivminuten - "und die Grundgebühr ist auch schon drin" - will man im Wesentlichen beibehalten, es soll aber anders verkauft werden. Unterm Strich ändert sich für Time & More-Kunden nur, dass künftig die Paketminuten auch für Anrufe in andere Mobilfunknetze genutzt werden können. Dass der Inklusivminutenpreis in Höhe von 25 Pfennig rund um die Uhr ins deutsche Fest- sowie in alle deutschen Mobilfunknetze im Vergleich zur Konkurrenz sehr günstig ist, soll für den Kunden deutlicher werden. Das ist soweit richtig, die Schwierigkeit für den Kunden liegt nur weiterhin darin, sein Telefonverhalten richtig einzuschätzen. Telefoniert er einmal weniger, dann verfallen die restlichen Minuten. Telefoniert er einmal mehr, dann kostet jede Extraminute nicht 25 sondern 99 Pfennig zur Haupt- und 39 Pfennig zur Nebenzeit.

    Wem das Time&More-Konzept nicht gefällt, der bekommt mit den neuen Businesstarife von e-plus ebenfalls eine attraktive Alternative zu den D-Netzen. Für den Privattelefonierer ist beispielsweise der Tarif "E-Plus Business Regio" interessant. Bei einer Grundgebühr von 29,95 Mark ist hier der 10-Sekunden schon inbegriffen. Die Fixkosten sind also ebensohoch wie in den D-Netzen, dafür kostet die Gesprächsminute zur Hauptzeit aber 79 statt 99 Pfennig. Anrufe am Wochenende und in die festgelegte City-Zone oder zu fünf festen Wunschrufnzummern gibt es zum werbewirksamen Tiefpreis von 15 Pfennig pro Minute. Vieltelfonieren bietet e-plus noch Business-Tarife entweder zu 44,95 Mark oder zu 59,95 Mark monatlich. Der Minutenpreis beträgt rund um die Uhr 39 bzw. 29 Pfennig. Gespräche am Wochenende und zur Wunschvorwahl oder zu fünf festen Rufnummern kosten hier ebenfalls 15 Pfennig die Minute.

    Eine kleinere Änderung wird D2-Manesmann an seinem Classic-Tarif vornehmen. Nachdem die BestCity-Option durch die Hauptzeit-Preissenkung vom 1. April obsolet geworden war, wird sie nun zum 1. Mai mit günstigeren Tarifen neu eingeführt. Anrufe zu einer festen Vorwahl kosten dann rund um die Uhr 39 statt 49 Pfennig die Minute.

    Ebenfalls für 39 Pfennig die Minute will CS-Telecom Handygespräche innerhalb Deutschlands, nach Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Kanada, Niederlande, Norwegen, Schweden und in die USA ermöglichen. Dazu muss bei CS-Telecom zum Preis von 55 Mark eine originale D1-Xtra- oder D2-Callya-Karte erworben werden, deren Wunschrufnummer auf eine Frankfurter Callthrough-Nummer eingestellt wird. Dort eingewählt, kann man dann beim Freizeichen die gewünschte Rufnummer anwählen. Neben den 39 Pfennig die Minute für den Anruf zur Wunschrufnummer sollen keine Extragebühren anfallen. Die Karten mit 50 Mark Startguthaben sind über CS-Telecom aufladbar. Bei diesem Angebot stellt sich die Frage, wie es sich rechnen kann. Teltarif wird die Zuverlässigkeit des Zugangs testen und weiter über dieses interessante Angebot berichten.

  3. Im Festnetzbereich fallen die Preise weiter:

    So hat 3U zum 15. April die Preise für die nationale Festnetztelefonie gesenkt. Langsam aber sicher nähern sich auch die sekundengenau abgerechneten Preise der von Super24 vorgelegten Marke von 4,4 Pfennig pro Minute. Nach TelDaFax mit 4,9 Pfennig pro Minute zieht 3U mit 4,8 Pfennig pro Minute nach. Dies ist der neue Preis für ein nationales Ferngespräch am Wochenende und an Feiertagen. Ebenfalls 4,8 Pfennig pro Minute werden auch wochentags in der Zeit von 18 bis 8 Uhr fällig.

    Die Frankfurter One-Tel ist auf dem Weg in die vorderen Ränge der Tariftabelle. Der Star-Reseller hat zum 13. April, seinen Minutenpreis für Ferngespräche von 9 auf 7 Pfennig gesenkt. Damit ist One-Tel tagsüber zusammen mit 01051 der zweitbilligste Anbieter.

    Die Drillisch AG hat ebenfalls drastisch ihre Preise für Festnetzgespräche gesenkt. Für nationale Ferngespräche werden ab sofort in der Zeit von 8 bis 19 Uhr nur noch 7,7 Pfennig die Minute verlangt. In der Nebenzeit kostet die Gesprächsminute nur 6,6 Pfennig (19 bis 22 und 6 bis 8 Uhr). Nachts und am Wochenende werden 4,7 Pfennig pro Minute fällig. Abgerechnet wird im Minutentakt.

    Gigabell (01036) hat seit 1. April folgende neue Tarife: Ferngespräche kosten jetzt 9,9 Pfennig zur Haupt- (9 bis 18 Uhr) und 6,9 Pfennig die Minute zur Nebenzeit. Der Minutenpreis für Anrufe in alle Mobilfunknetze sinkt von 75 Pfennig auf 55 Pfennig rund um die Uhr. Abgerchnet wird bei Gigabell immer im fairen Sekundentakt, leider ist eine Anmeldung erforderlich.

    Gleiches gilt für die KDD-Conos AG, die ihre Preise für nationale Gespräche gesenkt hat. So werden werktags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr 8,8 Pfennig pro Minute für ein nationales Ferngespräch fällig. Nach unserer Datenbank ist dieses zur Zeit das günstigste sekundengenau abgerechnete Angebot zur Geschäftszeit. Schade, dass Pre-Selection erforderlich ist und man hauptsächlich Geschäftskunden anspricht. Nachts und am Wochenende kostet ein Ferngespräch 5,9 Pfennig pro Minute.

    Ein besonderes Schmankerl hat nach mehrfachen Ankündigungen und Testläufen die Mox Telecom AG anzubieten: Ihr werbefinanziertes kostenloses Telefonangebot wurde nun auch im Vorwahlbereich 03 gestartet. Dieser umfasst Berlin und die neuen Bundesländer. Allerdings ist der Dienst vorläufig auf 100.000 Telefonkunden und vier Wochen beschränkt. Er gilt für Orts- und Ferngespräche ins Festnetz. Der Teilnehmer wählt sich wie bisher schon in Nordrhein-Westfalen über die kostenlose Nummer 0800-0030000 in den Computer von Mox ein, und muss einmalig einige Fragen zu seiner Person beantworten. Nachdem er so "freigeschaltet" wurde, kann er den Dienst nutzen. Er muss sich dafür wieder einwählen, einen Werbespot ertragen, und kann dann drei Minuten kostenlos telefonieren.

  4. Auch die Auslandspreise sind nach wie vor in Bewegung

    Als relativ neuer Anbieter in Deutschland hat One-Tel (Anmeldung für die 01098 erforderlich) die Preise für Auslandsziele bereits zum 1. April gesenkt. Für Anrufe nach Frankreich, Finnland und in die Niederlande ist One-Tel beispielsweise mit 11 Pfennig die Minute ein sehr günstiger Anbieter. Auch nach Großbritannien und Schweden verlangt One-Tel 11 Pfennig die Minute.

    Der Düsseldorfer Telefon-Discounter 01051 hat seine Preise für zehn Länder gesenkt. Billigster Anbieter kann 01051 allerdings in keines der genannten Länder werden. Am nächsten zur Tabellenspitze liegt der Preis für Anrufe nach Australien mit 17 Pfennig die Minute. Nach Belgien und Frankreich beträgt der neue Preis 14 Pfennig, nach Dänemark 15 und nach Finnland, Italien und Östereich bei 16 Pfennig die Minute. Wie bisher rechnet 01051 minutengenau ab und sagt den Preis vor Gesprächsbeginn automatisch an. In jedem Fall ist der 11,1-Pfennig-Preis von Super24 aber niedriger.

    Ab 21. April ist die 01039 von First Telecom die billigste Vorvorwahl für eine Reihe von weiter entfernten Ländern. 16 Pfennig pro Minute kostet dann z.B. ein Anruf nach Neusseland. Ebenfalls ganz vorn liegt der Tarif für einen Anruf nach Japan. 19 Pfennig kostet eine Minute ins Land der aufgehenden Sonne. Die weiteren Minutenpreise mit Spitzenplätzen sind: Ägypten (89 Pfennig), Argentinien (56 Pfennig), Brasilien (41 Pfennig), Bosnien-Herzegowina (51 Pfennig), Bulgarien (53 Pfennig), Chile (26 Pfennig), Costa Rica (46 Pfennig), Dominikanische Republik (33 Pfennig), Indien (1,10 Mark), Israel (25 Pfennig), Kolumbien (46 Pfennig), Monaco (22 Pfennig), Mexico (38 Pfennig), Peru (68 Pfennig), Russland (42 Pfennig), Südafrika (58 Pfennig), Südkorea (25 Pfennig), Taiwan (27 Pfennig), Thailand (64 Pfennig), Tunesien (67 Pfennig) und Venezuela (58 Pfennig). Abgerechnet wird im Minutentakt. Die Tarife gelten nur im offenen Call by Call, nicht für Pre-Selection-Kunden. Sie sind auf das Festnetz der jeweiligen Länder beschränkt. Mobilnetze im Ausland kosten einen Aufpreis.

    Dass die Preise nicht immer abwärts gehen, zeigt die MobilCom-Tochter TelePassport. Seit 1. April gilt eine neue Tarifstruktur bei gleichzeitig eingeführten neuen Preisen. Langfristig sollen nur noch die Tarife TelePassport-Privat (mit Minutentakt) und TelePassport-Profi (mit Sekundentakt), jeweils im registrierten Call-by-Call oder mit Preselection angeboten werden, wobei für Preselection-Kunden zur Zeit keine zusätzlichen Vorteile bestehen. In beiden Tarifen wurde das Länderschema für Auslandsgespräche geändert. Dabei sind vor allem unsere westeuropäischen Nachbarn sowie USA und Kanada mit 24 Pfennig pro Minute billiger geworden.

    Der Schrecken kommt jedoch bei der genaueren Betrachtung der Ländereinteilung: Finnland gehört jetzt zur Gruppe 2 und kostet 49 statt vorher 30 Pfennig die Minute. Griechenland klettert immerhin um 9 auf ebenfalls 49 Pfennig pro Minute. Australien macht einen gewaltigen Sprung von 80 Pfennig auf 1,49 Mark pro Minute. Auch die teuerste Gruppe 4 klettert insgesamt von 1,60 Mark auf 2,49 Mark pro Minute. Wenn man sich überlegt, dass die billigsten TelePassport-Auslandstarife gerade mal das Niveau der Deutsche Telekom erreichen, fragt man sich, was diese Tarifpolitik bewirken soll.

  5. Internet: freenet-Tiefstpreis sorgt für großen Andrang und lange Anmeldezeiten

    Zwei Wochen ist es nun her, dass die Mobilcom-Tochter freenet pünktlich zur Aktionärsversammlung der Muttergesellschaft den Internetzugang zu einem Preis bekanntgegeben hat, mit dem sie die Konkurrenz weit unterbietet. Doch noch immer gibt es Kunden, die sehnlichst auf den Brief warten, der ihnen bestätigt, dass sie wirklich zum Tiefstpreis surfen können. Die meisten Kunden der ersten Stunde halten den Brief allerdings schon in Händen und freuen sich zumeist auch über gute Verfügbarkeit. Wer sich für den Power-Tarif angemeldet hat, stutzte allerdings nicht schlecht, als er in dem Brief etwas über eine Einwahlgebühr in Höhe von 6 Pfennig las. Dabei handelt es sich allerdings um einen Druckfehler. Beim Anmeldevorgang selbst gab es vor allem in den ersten Tagen technische Schwierigkeiten. Mobilcom begründet die Fehler und die Verzögerungen mit dem enormen Andrang auf die neuen Angebote.

    Mit 2,5 ohne bzw. 1,9 Pfennig pro Minute mit 20 Stunden Mindestabname bietet freenet einen Preis bei dem nicht viele Mitbewerber folgen können. Denn schon die Interconnect-Gebühren (IC), die Telefonfirmen für die Durchleitung an die Deutsche Telekom zahlen müssen, betragen zur Hauptzeit brutto mindestens 1,98 Pfennig pro Minute, also knapp 0,1 Pfennig mehr als Freenet vom Kunden verlangt. Weitere Kosten von freenet, wie für den Betrieb der Einwahlknoten oder für die Verbindungen ins Internet, sind noch gar nicht eingerechnet. Damit das Angebot dennoch rentabel ist, muss Freenet weitere Einnahmequellen nutzen. Vielleicht spekuliert man darauf, dass einige Kunden die 20 Onlinestunden nicht voll ausschöpfen oder vornehmlich zur Nebenzeit surfen, in der der Interconnect-Tarif günstiger ist. Vor allem aber dürfte Freenet darauf setzen, dass ein nicht unbedeutender Teil der Onlinekunden nach der Einwahl erstmal auf der Freenet-Homepage hängen bleibt. Die dort anfallenden Klicks und Views haben aufgrund von Bannerwerbung ebenfalls einen Wert.

    Unterboten werden kann der freenet-Tarif wohl nur von Vollanschlussanbietern, die keine IC-Gebühren abführen müssen. So bietet der Citycarrier KielNET ab 1. Mai den Internetzugang für 1 Pfennig die Minute an. Voraussetzung ist allerdings eine Grundgebühr von 9,50 Mark und eben der Direktanschluss bei KielNet.

    Interessant ist auch der Internetzugang von Drillisch, für den im Gegensatz zu den oben erwähnten Angeboten keine Anmeldung erforderlich ist. Mit 2,9 Pfennig die Minute kann man in der Nebenzeit günstig und mit 3,9 Pfennig in Hauptzeit auch nicht gerade teuer surfen.

  6. T-DSL-Offensive gestartet

    Die Deutsche Telekom hat ihre angekündigte T-DSL-Offensive gestartet. Seit 1. April kann man sich für die Marktstudie "T-Online Speed" anmelden und bekommt dafür pro Monat bis zu 50 Highspeed-Onlinestunden umsonst. Weiterhin bezahlen muss man allerdings den monatlichen Grundpreis von 96,49 Mark für den T-DSL-Anschluss. In diesem ist aber bereits ein ISDN-Anschluss enthalten. Wenn man dessen Kosten von 44,89 Mark abzieht, verbleiben 51,60 Mark, die man für T-DSL selber bezahlen muss. Die einmalige Bereitstellungsgebühr beträgt 299 Mark, bzw. 229 Mark, wenn man bereits über ISDN verfügt.

    Das Angebot gilt nur, wenn man in einem Haus wohnt, in dem die schnelle Leitung bis Ende des Jahres geschaltet werden kann. In Frage kommen dafür bestimmte Gebiete in circa 60 Großstädten. Geschaltet wird die 768-kbit/s-Variante. Bei dieser sind Downloads mit maximal 768 kbit/s und Uploads mit bis zu 128 kbit/s möglich. Überschreitet man das 50-Stunden-Kontingent, werden 3 Pfennig pro Minute berechnet.

    Die Ermäßigung gibt es allerdings nur, wenn man jeden Monat einen Fragebogen mit 30 bis 50 Fragen online beantwortet. Kommt man einen Monat mal nicht dazu, wird für diesen Monat der Standardpreis für T-Online-Speed 50 berechnet, das sind 99 Mark. Vergisst man zweimal hintereinander, das Formular auszufüllen, fliegt man sogar ganz aus dem Programm. Regulär endet die Marktstudie am 30. April 2002 und ist auf 100.000 Teilnehmer beschränkt, die sich bis zum 31. Juli 2000 angemeldet haben müssen. Eine Ermäßigung für andere DSL-Varianten oder auf die Anschlussgebühr gibt es nicht.


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