Newsletter 04/00 vom 24.02.2000
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 24.02.2000 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. CeBIT eröffnet
  2. Telekom stellt vier Flatrate-Varianten vor
  3. MSN: Comeback mit Preishammer
  4. Deutsche Telekom: Umfassende Preisreform Festnetz
  5. 01051: Neues Maß bei Inlandsgesprächen am Tag
  6. Weitere Sparmöglichkeiten bei Auslandsgesprächen
  7. Call by Call bis Ende des Jahres gesichert
  8. Mobilfunk: Bis zu 150 Prozent teurer!
  9. Mit SMS ins Fernsehen
  10. GlobalTel: Direktzugang über 00800
  11. Mobilcom bietet Vollanschluss in acht Städten
  12. Regionalcarrier: HanseNet als Sparpreistreiber
  13. Telekom verkauft NRW-Kabelnetz
  1. CeBIT eröffnet

    Ab heute, 9 Uhr öffnet die weltgrößte Computer- und Telekommunikationsmesse CeBIT ihre Pforten für Fachbesucher aus aller Welt. Auch teltarif.de ist als Aussteller vertreten. Wenn Sie wollen, schauen Sie doch bei uns auf Stand A34/622 in der Halle 6 vorbei. Wir werden unter anderem zeigen, wie wir unsere Website erstellen und täglich pflegen.

    In Ihren Eröffnungsreden hoben Telekom-Chef Ron Sommer und Bundeskanzler Gerhard Schröder die Bedeutung der Informations- und Telekommunikationsindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland hervor. Es bestehen gute Chancen, dass bei der Internet-Entwicklung Europa demnächst die USA erreichen oder sogar abhängen wird - weil man beim mobilen Internetzugang diesseits des Atlantiks viel weiter ist als jenseits.

    Zur CeBIT haben eine Vielzahl von Firmen neue Preise, Tarife und Produkte angekündigt, so dass dieser Newsletter fast doppelt so lang geworden ist wie sonst. Eine gute Möglichkeit, den Trubel online zu verfolgen, ist unsere eigens für die CeBIT eingerichtete Startseite http://www.cebit.teltarif.de . Darauf zu klicken, kann sich für Sie lohnen: Es gibt drei Top-Handys zu gewinnen, unter anderem das noch rare WAP-fähige Nokia 7110. Selbstverständlich können Sie auch bei einem Besuch an unserem Stand an dem Gewinnspiel teilnehmen, das wir zusammen mit GetMobile veranstalten.

  2. Telekom stellt vier Flatrate-Varianten vor

    Mit gleich vier Varianten des Thema "Flatrate" ging die Deutsche Telekom aus Anlass der Einweihung ihrer Berliner Hauptstadt-Repräsentanz am 11. Februar in die lang erwartete Offensive in Sachen unbegrenzten Internetzugangs. Von 5 über 10 bis unter 100 Mark im Monat lautet dabei die Bandbreite des preislichen, von D-Kanal über ISDN bis ISDN DSL die des technischen Angebots.

    Für nur 5 Mark im Monat kann der T-ISDN-XXL-Kunde künftig sonntags "umsonst" surfen und telefonieren - letzteres innerhalb Deutschlands Festnetz außer Sonderrufnummern. Der genaue Starttermin steht aber noch nicht fest. So wird die Regulierungsbehörde dieses Angebot sicherlich einer genauen Prüfung hinsichtlich seiner Wettbewerbskonformität unterziehen.

    10 Mark extra im Monat (zum ISDN-Anschluss) soll die "ISDN@ctive" genannte Schmalspur-Flatrate kosten, die Surfen über den D-Kanal mit Handy-Bandbreite von 9.600 bit/s erlauben wird - genug für E-Mail-Versand und grafikarme Internetseiten. Bei Bedarf wird - kostenpflichtig - der eine B-Kanal oder gleich beide zugeschaltet. Zur CeBIT wird ein Test in Hannover und Berlin gestartet - teltarif hat gebeten, ebenfalls unter den Testern sein zu dürfen. Wir werden also weiter berichten.

    Die meisten Kunden dürfte aber das Angebot einer "echten" Flatrate mit ISDN-Geschwindigkeit für "unter 100 Mark" monatlich anlocken. Vorgestern wurde auch auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der CeBIT der Starttermin genannt: 1. Mai. Mit dem neuen Angebot wäre die Deutsche Telekom in der Tat auf einen Schlag Preisführer bei den Flatrate-Angeboten.

    Die Flatrate wird auch Resellern angeboten werden, wie Telekom-Chef Ron Sommer bereits auf der Pressekonferenz angekündigt hatte. Grund ist die augenblickliche Regulierungssituation. Insbesondere AOL fordert in den Medien immer wieder lautstark die Gleichstellung ein.

    Für den besonders anspruchsvollen Surfer ist das breitbandige T-ISDN DSL vorgesehen, das den ersten 100.000 Kunden zum Sonderpreis von unter 100 Mark monatlich angeboten werden soll, wobei die Grundgebühr für den ISDN-Anschluss und 50 Onlinestunden im Monat bereits inklusive sind. Hier gibt es Gerüchte, dass die Deutsche Telekom bereits wenige Tage nach dieser Ankündigung mit einer beispiellosen Anmeldungswelle für DSL-Anschlüsse überrannt worden ist. Den Erfolg hat sie mit dem Angebot aber auch verdient, denn kostengünstiges DSL für Endverbraucher haben die konkurrierenden regionalen Carrier noch nicht im Programm.

    Zum politischen Teil der Telekom-Initiative gehört die Ankündigung, allen rund 40.000 Schulen in Deutschland einen kostenlosen ISDN-Anschluss und T-Online-Zugang zu spendieren, für den auch keine Minutenentgelte anfallen sollen. Darüber hinaus will die Deutsche Telekom jährlich 20.000 PCs für Schulen spenden - damit bald "in jedem Klassenzimmer ein Computer steht". Eine lobenswerte Initiative. Eine sogenannte "Schüler-Flatrate" soll es Schülern ermöglichen, für rund eine Mark pro Tag zwischen 14 und 18 Uhr ohne weitere Kosten zu surfen.

    Inzwischen hat AOL mit der Aktion "Schulen ans Netz" gekontert: Für 19,90 pro Monat bietet AOL Schülern im Alter zwischen 6 und 16 Jahren eine Online-Freistunde pro Tag; Mehrverbrauch wird allerdings mit den AOL-Standardtarifen von 3,9 Pfennig pro Minute und 6 Pfennig pro Einwahl abgerechnet.

    Am Pressetag vor CeBIT-Start hat auch o.tel.o die Einführung einer Flatrate noch im ersten Halbjahr 2000 angekündigt. Der Preis steht zwar noch nicht fest, dürfte sich aber im Rahmen der Vorgaben der Deutschen Telekom bewegen. Arcor-Chef Harald Stöber prognostizierte für die bereits angebotene Arcor-Flatrate, die derzeit noch 149 Mark monatlich kostet und nur in Verbindung mit einem ISDN-Vollanschluss zu haben ist, einen Preis von "unter hundert Mark" noch in diesem Jahr. Vorteil bei Arcor: Es wird in wenigen Monaten auf ein "Schmalspur"-DSL mit 128 kbit pro Sekunde umgerüstet. Das ermöglicht Surfen im doppelten ISDN-Tempo und hält dennoch beide ISDN-B-Kanäle für normale Telefongespräche frei.

  3. MSN: Comeback mit Preishammer

    Internet by Call hat seit 17. Februar - zumindest tagsüber - einen neuen Namen: Microsoft Network. 3,3 Pfennig pro Minute ohne Grundgebühr und ohne Anmeldung bei sekundengenauer Abrechnung über die Einwahlnummer 01088-0192658 ist das derzeit günstigste Angebot in dieser Kategorie. Allerdings ist auf Grund des regen Zuspruchs der Zugang derzeit total überlastet; MSN kündigt für die nächste Woche eine Erweiterung der Kapazitäten an.

    AddCom wird zum 1. März einen Spitzenplatz in der Nebenzeit (18 bis 9 Uhr und am Wochenende ganztags) mit dem neuen Preis von 2,9 Pfennig pro Minute bei 60/60-Takt beanspruchen. Tagsüber werden künftig 4,9 Pfennig pro Minute (statt bislang 5,9) berechnet. Eine Grundgebühr fällt nicht an. Alle weiteren Daten für das Angebot, das eine Anmeldung verlangt, finden Sie wie üblich auf unserer Homepage http://www.teltarif.de/ . Klicken Sie dazu zunächst auf die Seite mit der Liste der Internetprovider - einen Link darauf finden Sie im rechten Navigationsbereich auf der Homepage. Auf der dann erscheinenden Seite finden Sie auch AddCom.

    3,49 Pfennig pro Minute tagsüber und 2,89 in der Nebenzeit und am Wochenende sind die neuen Preise von Nikoma ab 1. März - aber nur für Preselection-Kunden, Stundenten und Behinderte in den neuerdings 21 "nikocities". Das sind die Städte, in denen Nikomas Netzpartner Star Telecom eigene Übergabepunkte zur Telekom unterhält. Alle übrigen "nikocity"-Bewohner müssen 9,90 Mark monatliche Grundgebühr zahlen und in den "nikocity Power"-Tarif wechseln, wenn sie die neuen Preise nutzen wollen - zweckmäßig ab 12,7 und mehr Online-Stunden tagsüber im Monat.

    Besonders interessant: Neukunden, die sich bis zum 29. Februar bei Nikoma anmelden, erhalten 10 echte Online-Freistunden, während derer man nicht einmal Telefongebühren bezahlt. Man kann den Dienst also ohne eine Verpflichtung einzugehen ausführlich testen.

    Bei der MobilCom-Tochter freenet.de kostet der Internetzugang im Powertarif ab 1. März nur noch 2,9 statt bislang 3,3 Pfennig pro Minute im Minutentakt. Unverändert die 20 Stunden Mindestnutzung für 39,60 Mark im Monat plus 6 Pfennig Einwahlgebühren pro Verbindungsaufbau. Letztere machen das Angebot aber deutlich teurer, als es den Anschein hat. Bei einer Nutzungszeit von zehn Minuten ergibt sich beispielsweise ein effektiver Minutenpreis von 3,5 Pfennig. Als "Schnupper-Angebot" versteht sich der neue "Super-Tarif", der nach Anmeldung zwei Onlinestunden gratis bietet und danach dieselben Konditionen wie der Normal-Tarif von FreeNet, nämlich 5 Pfennig pro Minute bei 60/60-Takt.

    Doch da ist Konkurrent Arcor inzwischen günstiger: Ab heute werden nur noch 4,9 Pfennig pro Minute für deren Internetzugang berechnet. Es bleibt beim Minutentakt. Wer DM 9,90 extra im Monat zahlt, bekommt mit "Sunny" Minutenpreise von 2,9 bzw. 3,9 Pfennig pro Minute. Die Nebenzeit beginnt dabei werktags um 18 Uhr und umfasst auch das komplette Wochenende.

  4. Deutsche Telekom: Umfassende Preisreform Festnetz

    Gespannt erwartet wurden auch die neuen Inlandspreise der Deutschen Telekom. Auffällig: Analoganschlusskunden zahlen in Zukunft mehr als ISDN-Kunden. So gilt für letztere ab 1. März ein Preis von 6 Pfennig pro Minute für nationale Ferngespräche ab 18 Uhr und am Wochenende ganztags, während Analoganschlusinhaber weiterhin 12 Pfennig pro Minute werktags zwischen 18 und 21 Uhr bezahlen. Generell wurde der Beginn der Hautzeit werktags von 9 auf 7 Uhr vorgezogen, was morgens Ferngespräche und bei ISDN-Kunden auch Ortsgespräche teurer macht. Beim Analoganschluss bleiben die Ortsgespräche hingegen unverändert.

    Schon wenige Tage später konterte 3U mit einer Verlängerung der Nebenzeit: Die 5,9 Pfennig pro Minute, die bisher nur nachts Anwendung fanden, sind jetzt werktags ab 18 Uhr und am Wochenende ganztags das Maß der Dinge bei sekundengenauer Abrechnung. Ironie: Auch schon vor der Preissenkung hatte 3U das günstigste Angebot mit sekundengenauer Abrechnung und ohne Anmeldung. Die Vorwahl zum Sparen: 01078.

    Ebenso interessant ist der neue Preis (ab 1. März) in der Freizeit im offenen Call by Call über die 01070 von Arcor. 5 Pfennig pro Minute werktags von 18 bis 21 Uhr und vor allem am Wochenende tagsüber (7 bis 21 Uhr) sind derzeit laut teltarif-Datenbank unerreicht. Es wird im Minutentakt abgerechnet. Nach 21 Uhr sinkt der Tarif sogar auf 4 Pfennig.

    Es hat in den letzten Tagen diverse Änderungen gegeben. Leider ist es schwierig, komplette Preislisten im Newsletter abzubilden. Von daher: Schauen Sie einfach wieder mal auf unserer Homepage http://www.teltarif.de/ rein und berechnen sich Ihre individuelle Tariftabelle. Mit dem Link "Neue Tarife ab dem 01.03.2000 berücksichtigen", der sich zur Zeit unter jeder Tabelle befindet, können Sie bereits heute prüfen, wie die Tarife in einer Woche aussehen werden.

  5. 01051: Neues Maß bei Inlandsgesprächen am Tag

    Mit dem neuen Kampfpreis von 8 Pfennig pro Minute für Inlandsgespräche tagsüber, die 01051 aus Anlass seines einjährigen Betriebsjubiläums verkündete, gelang dem Düsseldorfer Discounter am 18. Februar der Sprung zurück an die Spitze der teltarif-Datenbank, die zwischenzeitig 3U mit 8,9 Pfennig pro Minute - allerdings bei Sekundentakt - innehatte.

    Günstiger telefonieren kann man seit 14. Februar auch über die 01040 von GTS, deren 3,9 Pfennig pro Minute bei 60/60-Takt zur Zeit das preiswerteste aller Angebote im offenen Call by Call ab 21 Uhr sind. Für Preselection-Kunden gilt tagsüber für deutschlandweite Ferngespräche ein Preis von 13 Pfennig pro Minute im Sekundentakt, CbC-Kunden zahlen 15 Pfennig im Minutentakt.

    Am CeBIT-Pressetag überraschte interoute mit neuen Preisen für offenes Call by Call über 01066 und Preselection. Die 3,8 Pfennig zwischen 22 und 8 Uhr sind das zur Zeit günstigste Angebot im offenen Call by Call.

    Ganz kostenlos - weil werbefinanziert - sollte man ab 20. März über das neu gegründete Berliner Unternehmen at-commerce telefonieren können. Aber der Termin wurde schon wieder gestrichen, weil von Seiten Dritter Rechtsmittel eingelegt wurden. Geschäftsführer Dieter Krautwald kennt die Werbetelefonie aus Erfahrung: Maximal 3 Werbespots pro Anrufer mit je 3 Minuten Zeitguthaben - ähnlich wie bei Mox, wo Krautwald zuvor als Vertriebsleiter tätig war.

    Ein guter Werbegag ist die sogenannte Smartbox von Tele2, die es im neuen Preselection-Tarif "Tarifbörse" für 3,90 Mark im Monat gibt. Vorteil: USA für 10, Mobilfunkverbindungen für 38 Pfennig pro Minute. Da das Gerät als Least-Cost-Router beworben wird, sollte man genau hinschauen: Viele der günstigsten Anbieter sind bei dem Tarifvergleich der Smartbox nicht dabei! Zudem wickelt die Box zur Zeit alle Gespräche über das Netz von Tele 2 ab - die haben einfach einen Tarif erzeugt, der die Angebote von fünf namhaften Telefonfirmen kombiniert.

  6. Weitere Sparmöglichkeiten bei Auslandsgesprächen

    Discounter 01051 hat mit der Dominikanischen Republik (37 Pf./Min.), Mexiko (41), Bermuda (42) und Kolumbien (53) vier Auslandsziele mit Wirkung vom 18. Februar standesgemäß an die Spitze der teltarif-Datenbank gebracht, auch wenn der Durchschnitts-Telefonierer die genannten Länder eher seltener anrufen wird. Abgerechnet wird wie gewohnt im Minutentakt.

    Sekundengenaue Abrechnung und per 1. März top-günstige Preise in buchstäblich näher liegende Länder bietet interoute, wie zum CeBIT-Start bekannt gegeben wurde: Die Niederlande und Schweden für je 12, Dänemark für 14 und Spanien für 18 Pfennig pro Minute sind derzeit das "Maß aller Dinge" in der teltarif-Datenbank. Sparvorwahl: 01066.

    tesions Länderquartett Österreich, Frankreich, Schweiz und Italien liegt ebenfalls nah und ist mit 15 Pfennig pro Minute bei Sekundentakt per 1. März auch nominell günstiger. Österreich ist damit so preiswert wie bei keinem anderen Wettbewerber; allerdings wird im offenen Call by Call über die 01023 eine Verbindungsgebühr von 6 Pfennig erhoben.

    Nicht die allerbilligsten, aber sehr wohl faire Preise bietet KomTel ab 1. März für die meisten EU-Länder, die USA, aber auch Hongkong und Australien mit 24 Pfennig pro Minute im Sekundentakt. Verfügbar per Direktanschluss oder im registrierten Call by Call über die 01046. Alles weitere für die Anmeldung wie Hotline-Nummer usw. finden Sie wie üblich auf unserer Webpage.

    Starke Ähnlichkeit mit den zum 1. Februar gesenkten Preisen der Deutschen Telekom haben die neuen Auslandstarife bei Arcor (01070) per 1. März. Beispiel: Dänemark, Norwegen, Spanien für 24 statt 46 Pfennig pro Minute, aber auch: Japan und Australien für indiskutable 1,56 Mark. Die neuen Preise gelten auch im offenen Call by Call und werden im Minutentakt abgerechnet.

    Ebenfalls Minutentakt berechnet GTS bei Auslandsgesprächen über die 01040 ihren Call-by-Call-Kunden, die die neuen Preise von 23 (statt 29) Pfennig pro Minute für die Ausland-Spezial-Zone, also einige westeuropäische Ziele, USA und Kanada, in Anspruch nehmen möchten. Am Wochenende werden tagsüber nur 19 Pfennig pro Minute berechnet - es gibt aber für die meisten Länder günstigere Anbieter, wie die teltarif-Datenbank ausweist.

  7. Call by Call bis Ende des Jahres gesichert

    Das Inkasso für das "Liberalisierungs-Fanal" Call by Call bleibt nach der Entscheidung der Regulierungsbehörde vom 21. Februar bis Ende 2000 so wie es ist: Die Deutsche Telekom muss weiterhin die Rechnungsanteile ihrer Konkurrenten auf ihrer Rechnung ausweisen, einziehen und (nach Abzug einer Provision) weiterleiten. Außerdem muss sie bis 30. Juni ein neues Angebot für diese Leistung unterbreiten, deren Preise "diskriminierungsfrei" sein müssen. Ab Anfang nächsten Jahres sollen die Wettbewerber Reklamations- und Mahnwesen dann selbst durchführen. Im Gegenzug erhalten sie die dazu erforderlichen Bestands- und Verbindungsdaten der Endkunden von der DTAG.

  8. Mobilfunk: Bis zu 150 Prozent teurer!

    T-Mobil senkt für Telly-Kunden zum 1. April den Preis für Gespräche zum Festnetz tagsüber von 1,29 Mark auf 99 Pfennig pro Minute. So wird die enorme Preisspanne im Vergleich zu den günstigen City-Gesprächen (18 Pf./Min.) etwas abgemildert. Firmenkunden zahlen für Verbindungen ins eigene Firmennetz ebenfalls ab 1. April nur noch 17,4 Pfennig brutto.

    E-Plus erweitert seine Business-Tarife um eine City-Option für 15 Pfennig pro Minute. Sie gilt für alle Verbindungen zu einer vorher festgelegten Vorwahl.

    Auch für die beliebten Time&More-Tarife gelten ab April neue Preise, wie am Pressetag der CeBIT mitgeteilt wurde. Die Inklusivminuten der unverändert in Paketen zwischen 20 und 1000 Minuten erhältlichen Tarife kosten 25 Pfennig. Aber Achtung: Mehrverbrauch wie auch Gespräche in Fremdnetze lässt sich E-Plus künftig einheitlich zur Hauptzeit mit 99 Pfennig vergüten. Bisher galt, dass der Minutenpreis für diese Extraminuten um so kleiner ist, je größer das vorbestellte Paket war. Wer Time&More 1000 orderte, bezahlte nur noch 39 Pfennig pro Extraminute. Der neue Tarif bedeutet hier eine satte Preiserhöhung um 154 Prozent! Im Gegenzug sinkt die Grundgebühr zwar von 299,- auf 275,- Mark, wenn man weiterhin den 10/10-Takt wählt, doch das kann die Verteuerung an anderer Stelle nicht ausgleichen. Bestandskunden von E-Plus, die eines der größeren Minutenpakete (ab Time More 60 oder 120) beziehen, sollten genau prüfen, ob sie bei den neuen Tarifen nicht draufzahlen. Im Zweifelsfall sollte man bei E-Plus der Umstellung auf den neuen Time&More-Tarif widersprechen.

    Auf jeden Fall zum Vorteil des Kunden sind hingegen die Änderungen bei der Free&Easy-Weekend-Karte: Bei dieser kosten Gespräche zu anderen E-Plus-Kunden künftig 29 Pfennig pro Minute rund um die Uhr. Das führt zu der paradoxen Situation, dass bei E-Plus netzinterne Gespräche für die Nutzer der grundgebührfreien Weekend-Karte künftig günstiger sind als bei vielen grundgebührbehafteten Verträgen.

  9. Mit SMS ins Fernsehen

    Chatten per Handy und Teletext im Fernsehen - die neueste Variante des SMS-Versandes will die Springer-Tochter interactive media auf der CeBIT vorstellen. Handy, Faxgerät oder E-Mail haben als bisherige Empfängermedien sicher nicht ausgedient, bekommen aber durch die neue Technik womöglich Konkurrenz. Als Absender tritt man unter Pseudonym auf. Kostenpunkt: Nicht mehr als eine normale SMS zum Handy, so die Vorankündigung.

    Ebenfalls angekündigt: Der Versand von E-Mail oder Fax per SMS vom Viag-Handy aus. Der Preis: 39 Pfennig bzw. 1,39 Mark; Starttermin im April.

    T-D1-Kunden können jetzt den Service nutzen, sich eingegangene Nachrichten auf ihrer T-Net-Box (im Festnetz) per kostenloser SMS auf ihrem D1-Handy anzeigen zu lassen. Ein Anruf von unterwegs, um die T-Net-Box abzuhören, kostet allerdings die bei Mobilgesprächen üblichen Gebühren.

    Viag-LOOP-Kunden, die ihre 333 kostenlosen SMS schon vor dem 15. März verschickt haben, können vorerst keine weiteren Nachrichten mehr verschicken. Das Abrechnungssystem steht noch nicht; man kann also keine weiteren SMS bestellen. Übrigens: Die schöne Zeit der fälschlich günstigeren Abrechnung von Gesprächen mit der LOOP-Karte VIAG -> andere Mobilfunknetze (39 statt 69 Pfennig pro Minute) ist vorbei, seit VIAG per 18. Februar den Preis für LOOP-Gespräche ins Festnetz am Wochenende auf 18 Pfennig pro Minute umgestellt hat.

    Dass der Mobilfunkmarkt "ohne Ende" boomt, belegt der zehnmillionste Kunde bei D2, der am 14. Februar gemeldet wurde. Per Ende des Jahres wird der Bestand an Mobilfunk-Kunden in Deutschland nach Schätzungen von Ericsson auf 35 Millionen angewachsen sein.

  10. GlobalTel: Direktzugang über 00800

    Callback-Kunden von GlobalTel können sich jetzt auch direkt ins Netz einwählen, wenn sie sich durch Eingabe des Account Codes nach der Einwahl unter 00800-0000-2468 identifizieren. Befindet man sich in Deutschland, kosten Gespräche vom Handy ins deutsche Festnetz 22 und in die Mobilfunknetze 26 US-Cent, also etwa 52 Pfennig. Die Direkteinwahl ist derzeit in 23 Ländern möglich, kostet aber jeweils andere Preise abhängig vom Ausgangsland. Abgerechnet wird im 60/6-Takt.

  11. Mobilcom bietet Vollanschluss in acht Städten

    Ab sofort will MobilCom als Alternative zur Deutschen Telekom in zunächst acht Städten einen direkten Telefonanschluss anbieten. Derzeit macht MobilCom in Hamburg, Nürnberg, Dortmund, München, Stuttgart, Berlin, Frankfurt und Köln Angebote. Düsseldorf, Hannover und Karlsruhe sollen neben weiteren, noch unbekannten Städten bis Mitte des Jahres folgen. So soll ein Analoganschluss 29 Mark, ein ISDN-Mehrgeräteanschluss 39 Mark und ein ISDN-Anlagenanschluss 49 Mark kosten.

    Lokal und ins Internet bietet MobilCom dabei attraktive Tarife: Gespräche innerhalb des Mobilcom-Ortsnetzes sollen kostenlos sein. Ortsgespräche zu Anschlüssen außerhalb des eigenen Netzes kosten dabei tagsüber 6 und abends 3 Pfennig pro Minute. Internet wird mit 2,9 Pfennig bzw. 1,9 Pfennig pro Minute (bei DM 19,90 Grundgebühr) zu Buche schlagen.

    Fern- und Auslandsgespräche sind nach dem derzeitigen Stand weniger werbewirksam. So soll es deutschlandweit bei dem bekannten 12, 8 und 4 Pfennig-Staffeltarif bleiben, Auslandsgespräche sind noch gar nicht bekanntgegeben.

    Für den Verbraucher sollte ein Wechsel wohlüberlegt sein: Denn nach der Umschaltung des Anschluss im Telekom-Hauptverteiler ist das übliche Call-by-Call-Verfahren nur noch stark eingeschränkt möglich.

  12. Regionalcarrier: HanseNet als Sparpreistreiber

    Von den Regionalcarriern hat sich die Hamburger HanseNet als Vorreiter weiterer Preissenkungen verdient gemacht. Türkei, Ungarn und Slowenien für 38 Pfennig pro Minute im Sekundentakt sind sehr gute Werte in der teltarif-Datenbank. Leider gilt das Angebot aber nur für Preselection- und Vollanschluss-Kunden von HanseNet ab 1. März. Im offenen Call by Call sind ebenfalls ab 1. März nationale Ferngespräche in der Nebenzeit, also auch ganztags am Wochenende, für 5,9 Pfennig pro Minute möglich, allerdings im Minutentakt.

    CNE bietet seit 16. Februar einen ISDN-Vollanschluss in Essen an, bei dem ein Internetzugang mit 4 E-Mail-Adressen und 5 MB Speicherplatz im monatlichen Grundpreis von 39 Mark inklusive ist. Der Internet-Minutenpreis beträgt zwischen 3,9 und 1,9 Pfennig bei Sekundentakt. Hier sinkt der Preis abhängig von der Nutzung; der niedrigste Preis gilt erst ab der 51. Onlinestunde.

  13. Telekom verkauft NRW-Kabelnetz

    Die US-Investorengruppe Callahan übernimmt zum 1. Juli zunächst 55 Prozent des Telekom-Kabelnetzes in NRW, an das rund 4,2 Millionen Haushalte angeschlossen sind. Über den Preis wurde offiziell nichts bekannt, Branchenkenner gehen aber von einem einstelligen Milliardenbetrag aus. Nach einem Entscheid der Brüsseler EU-Kommission muss sich die Telekom aus wettbewerbsrechtlichen Gründen von ihrem Kabelnetz trennen: So sind auch bereits die Verhandlungen für die regionalen Kabelgesellschaften in Niedersachsen und Bayern laut Telekom weit fortgeschritten.

    Kurz zuvor hatte die Telekom bereits den Vollzug eines Joint-Ventures mit Beta Research, einem Tochterunternehmen der Kirch-Gruppe, gemeldet. Die d-box vom digitalen Fernsehen soll für TV-orientierte Multimediaplattformen weiter entwickelt werden. So soll es zukünftig via d-box und Fernsehgerät möglich sein, Zugang zu Internet-Inhalten, Multimedia-Diensten und Video-on-Demand zu erhalten.

    T-Online setzte in der letzten Woche seine Internationalisierungs-Strategie fort: Mit der Übernahme von Club Internet, dem drittgrößten Online-Anbieter in Frankreich, will die Onlinetochter der Deutschen Telekom im Nachbarland Fuß fassen: T-Online gewinnt so weitere 320.000 Kunden und rund 80.000 zusätzlichen E-Mail-Accounts.

    Nicht nur deutsche Unternehmen zieht es derzeit nach Frankreich, sondern auch Deutschland ist für französische Unternehmen ein interessanter Markt: So will France Telecom bei der kommenden Versteigerungen von Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard UMTS mitbieten. Ebenso gibt man sich kampfbereit: Für Übernahmen stünden kurzfristig bis zu 40 Milliarden Euro bereit.


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