Newsletter 01/00 vom 13.01.2000
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 13.01.2000 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Flatrate als Heißluftballon
  2. Internet - Neue Preise, neue Anbieter
  3. Auslandsgespräche wieder billiger
  4. Nationaler Markt: Talkline etwas günstiger
  5. Mobilfunk mit mehr Service
  6. 0190-Nummern auf dem Prüfstand
  7. Fusionsfieber im Markt
  8. Zukunftsmusik aus der Branche
  9. Gut gerutscht
  1. Flatrate als Heißluftballon

    Es war zu schön, um wahr zu sein: 89 Mark Monatsgebühr plus 89 Mark Einrichtungsgebühr bei dreimonatiger Laufzeit - und fertig ist Deutschlands billigste Flatrate im neuen Jahr 2000. Doch das Angebot von cTOnline hielt dem Nachrechnen von teltarif nicht stand. Schon ab 50 Stunden monatlicher Nutzungszeit hätte der Anbieter zugezahlt - und deshalb hat cTOnline die Flatrate zurückgenommen, kaum 24 Stunden nach ihrem Start.

    Surf1 hat dagegen alle bisherigen Versprechen gehalten; für die private Flatrate gelten rückwirkend ab 1. Januar Monatspauschalen zwischen 139 und 179 Mark plus Einrichtungsgebühren zwischen 129 und 199 Mark, je nach Vertragsdauer. Auch die Minutenpakete werden günstiger - die 20 Stunden gibt's ab 1. Februar für 35 Mark plus 40 Mark Einrichtungsgebühr; größere Pakete sind entsprechend preiswerter.

  2. Internet - Neue Preise, neue Anbieter

    Wirklich kostenlos, also auch ohne Telefongebühren kann surfen, wer mindestens fünf Jahre Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk ist. Limit: 10 Stunden im Monat, danach ist Schluss, ab dann wird bezahlt. Schade, dass dieses Angebot so exklusiv ist!

    An jedermann, der keine Grundgebühr bezahlen will, wendet sich das neue Angebot von LibertySurf: 4,9 Pfennig tagsüber und 3,9 Pfennig in der Nebenzeit bei Minutentakt ohne Vertragsbindung sind ein faires Angebot eines neu am deutschen Markt auftretenden französisch-englischen Konsortiums. Internet heißt eben auch "international". Die weiteren Daten finden Sie wie üblich auf teltarif.de. Klicken Sie dazu auf unserer Startseite auf den Link "Internetanbieter". Sie können aber auch den Anbieter direkt ansteuern - tippen Sie einfach http://www.teltarif.de/libertysurf in das URL-Fenster Ihres Browsers. Unser Webserver führt Sie dann automatisch auf die richtige Seite.

    AddCom hat als einer der ersten Internet-Provider auf die neu festgelegten Interconnect-Gebühren reagiert und die Nebenzeit vorverlegt, so dass seit 1. Januar die 3,9 Pfennig pro Minute im Minutentakt schon ab 18 statt bislang erst ab 21 Uhr gelten. Derselbe Preis gilt auch durchgehend am ganzen Wochenende, da lohnt es sich besonders. Tagsüber sind die 5,9 Pfennig pro Minute unverändert geblieben.

    Modifiziert hat Alpha Telecom seinen Internet-Zugang Alphasurf, den es seit 1. Januar in drei Varianten gibt. Vielsurfer zahlen 3,9 Pfennig pro Minute bei 14,90 Mark Grundgebühr, Normalsurfer 4,4 Pfennig pro Minute bei 8,90 Mark Grundgebühr und Wenigsurfer 6 Pfennig pro Minute ohne Grundgebühr jeweils im neuen, unfreundlicheren Minutentakt. E-Mail-Adresse und 5-MB-Homepage kosten jeweils zwei Mark extra.

    Ebenfalls 6 Pfennig pro Minute ohne zusätzliche Grundgebühr ist der Preis für T-Online-by-Call, das allerdings nur in Verbindung mit einem ISDN-Anschluss der Deutschen Telekom angeboten wird.

    4 Pfennig pro Minute bei 20 Mark monatlichem Mindestumsatz zuzüglich 4 Pfennig Einwahlgebühren verlangt die Nahetal Internet Service GmbH i.G., die neu am deutschen Markt ist.

  3. Auslandsgespräche wieder billiger

    39 mal Spitzenreiter in der teltarif-Datenbank - das kann First Telecom seit 8. Januar von sich behaupten, und zwar bei Auslandsgesprächen im offenen Call by Call über die 01039. Hong Kong (15 Pf./Min.), Japan (22), Luxemburg (25) oder China (63) seien nur beispielhaft genannt; Interessenten mögen sich den Preisvergleich online auf http://www.teltarif.de/ für ihr Wunschland selber ausrechnen lassen - einfach auf die Standardabfrage klicken. Wie immer bei FT: 2 Pfennig Verbindungsgebühr extra und Minutentakt. Anmeldung ist aber nicht erforderlich

    Am Tag zuvor hatte 01051 eine ihrer beliebten pfennigweisen Preissenkungen verkündet - Hong Kong (18 Pf./Min.), die Philippinen (60) und China (66) standen seinerzeit auf dem Plan; ganz frisch sind noch die neuen Preise für Moskau und St. Petersburg (je 34) sowie die Ukraine für 74 Pfennig pro Minute im Minutentakt - ebenfalls je einen Pfennig billiger als zuvor. Eher "unstandesgemäß" bei 01051: Eine dezente Erhöhung für Gespräche nach Polen; sie kosten ab 8. Januar 43 statt zuvor 38 Pfennig pro Minute. Grund: Verschlechterte Einkaufsbedingungen.

  4. Nationaler Markt: Talkline etwas günstiger

    Auch Talkline gibt die anstehenden Vergünstigungen der neuen Interconnect-Regelung weiter und verbilligt und verlängert zugleich die Nebenzeit. Statt 8 werden ab 17. Januar zwischen 18 und 22 Uhr nur noch 6,9 Pfennig pro Minute (bei Minutentakt) für nationale Ferngespräche über die 01050 verlangt - bis 21 Uhr bedeutet das den Spitzenplatz in der Tarifdatenbank. Verbindungen in die Mobilfunknetze kosten künftig durchgehend 59 Pfennig pro Minute, also 10 Pfennig weniger als bislang.

    o.tel.o wird ab Februar in neun deutschen Großstädten mit einem eigenen ISDN-Anschluss am Markt sein. In der monatlichen Grundgebühr ist dieser identisch mit dem Angebot von "Mutter" Arcor, aber vor allem bei Verbindungen in die Mobilfunknetze lässt sich der eine oder andere Pfennig durchaus sparen.

    Preiswerter werden Verbindungen in die Mobilfunknetze bei Callino zum 1. Februar. Call-by-Call-Kunden zahlen künftig 89 Pfennig pro Minute, Preselection-Kunden 49.

    Ganz "einsparen" wird Mox das Call by Call mit Anmeldung. Neuanmeldungen werden seit 3. Januar nicht mehr angenommen - zu hoher Aufwand, so die Begründung.

    Ein geplatzter Wechsel eines Großkunden schließlich soll die Ursache für das Aus von Prokscha & Prokscha sein: Das TK-Unternehmen aus Hof hat Insolvenzantrag gestellt - der vornehme Begriff für "pleite".

  5. Mobilfunk mit mehr Service

    Wer den Netzbetreiber wechselt, kann künftig wahrscheinlich seine Mobilfunknummer behalten. Eine dahingehende Entscheidung noch in diesem Jahr hat jetzt die Regulierungsbehörde in Aussicht gestellt. Von der sogenannten Rufnummernportabilität erwartet die Behörde eine Intensivierung des Wettbewerbs und damit auch Preissenkungen.

    VIAG-Mobilfunkkunden werden künftig auch während des Gesprächs zu D1 "umgebucht", wenn sie den Versorgungsbereich des E2-Netzes verlassen. "Handover" heißt der Service, der allerdings erst in Planung ist.

  6. 0190-Nummern auf dem Prüfstand

    Betreiber von 0190er-Nummern bekommen in diesen Tagen Nachricht über geänderte Geschäftsbedingungen. Den "Stöhnlines" geht es dann an den Kragen, wenn Sittenwidrigkeit vorliegt. Absender sind sechs in diesem "Gewerbe" tätigen TK-Unternehmen, die bei einem Treffen Ende vergangenen Jahres einen gemeinsamen Kriterien-Katalog aufgestellt haben.

    Die DTAG, KomTel, Star und andere umtreiben aber auch ganz handfeste ökonomische Sorgen: Nämlich die mangelnde Zahlungsmoral mancher "Telefon-Freier", die unter Hinweis auf einschlägige Gerichtsurteile einfach nicht löhnen. Professionelle Animateure werden künftig jedenfalls nicht mehr so einfach ihr Geld über 0190 verdienen. Telefonsex wird es trotzdem weiterhin geben - wahrscheinlich per Vorkasse.

    Gerichtsnotorischen Zank liefern sich derzeit Topware und TelDaFax wegen ihrer Auskunft-CD-ROMs. Topware ("D-Info") möchte, dass TelDaFax den Hinweis auf den Datenbestand bei der TelDaInfo von "Winter '99" auf "Oktober '99" ändert; das Landgericht Hamburg hat eine Einstweilige Verfügung erlassen, gegen die TelDaFax Widerspruch einlegt.

  7. Fusionsfieber im Markt

    AOL und Time Warner planen die größte Unternehmensfusion der Wirtschaftsgeschichte. Bis Ende des Jahres wollen der weltweit größte Internet-Anbieter und der weltgrößte Medienkonzern per Aktientausch zusammengehen. Gemeinsamer Börsenwert: Umgerechnet 665 Milliarden Mark. Die Zustimmung von Wettbewerbsbehörden und Aktionären steht aber noch aus. Der EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti kündigte eine Untersuchung der Auswirkungen auf den europäischen Markt an; der Internationale Journalistenverband sieht die Meinungsvielfalt bedroht. Aufhalten lassen wird sich die Branche dadurch wohl kaum.

    Dagegen ist selbst der schwelende Übernahmekampf zwischen Vodafone Airtouch und Mannesmann ein wenig in den Hintergrund geraten. Die groß angekündigte "mobile Internet-Plattform" von Vodafone, die im Juli zur Verfügung stehen und vor allem die Aktionäre ködern soll, entpuppte sich allerdings bei näherem Hinsehen als nur geringfügig innovativ. Immerhin stehen mit IBM, Sun Microsystems, Infospace.com, Ericsson und Nokia namhafte Technik- und Content-Provider an der Seite von Vodafone.

    Auch die Deutsche Telekom bleibt um internationale Geltung bemüht. Einerseits wird ihr Interesse am Kauf des französischen Internet-Providers Club Internet nachgesagt, andererseits bietet sie bei der Versteigerung von UMTS-Lizenzen in Spanien mit.

    Ein paar Nummern kleiner: TelDaFax, die 1999 ein Rekordvolumen von 4,9 Milliarden Gesprächsminuten vermittelten, davon allein 1,3 Milliarden im letzten Quartal.

  8. Zukunftsmusik aus der Branche

    Trotz Rekordzahlen, Rekordumsätzen und Rekordgewinnen: Trends im TK-Markt kommen eher selten aus Deutschland. In Schweden soll es ab 1. Februar - zunächst im Testbetrieb - eine Telefonpauschale von umgerechnet 22 Mark geben. Damit kann man dann so viele Inlands- und Stadtgespräche führen, wie man will.

    Auch in Österreich ist eine Telefonpauschale in Planung, die für umgerechnet rund 35 Mark monatlich unbegrenztes landesweites Telefonieren ermöglichen soll.

    In den USA soll zum 1. April ein werbefinanzierter Breitband-Internetzugang per DSL verfügbar sein, den Kunden kostenlos nutzen können. Bleibt zu hoffen, dass sich manche der guten Ideen auch in Deutschland bald blicken lassen.

  9. Gut gerutscht

    Der viel diskutierte Y2K-Bug entpuppte sich - zum Glück - als viel weniger dramatisch als befürchtet. In ein paar Kernkraftwerken fielen zwar Überwachungsanlagen für die Radioaktivität aus, aber von Kernschmelze, Flugzeugabstürzen und anderen GAUs blieben wir verschont.

    Auch die von vielen Telefongesellschaften befürchteten Netzüberlastungen nach Neujahr, weil jeder das Telefon ausprobiert, blieben zumindest im Festnetz aus. Hart erwischt hat es aber die Mobilnetze: Wer in einer der Riesenpartys wie der in Berlin war, hatte echte Probleme, seine mobilen Neujahrsgrüße in die Welt zu senden. Besonders hart erwischt hatte es dabei das junge Viag-Netz. Statt einer Verbindung vom Festnetz -> Mobilnetz kam wiederholt die Ansage: "Die von Ihnen gewählte Rufnummer ist nicht vergeben. Bitte rufen Sie die Auskunft an." So etwas darf auch bei Netzüberlastung nicht passieren - hier müssen die Techniker also noch etwas nachbessern.

    Echte Y2K-Fehler gab es zuhauf auf Websites, die per Java-Script das aktuelle Datum im Text anzeigen. Besonders schön der Fehler auf der Website von Gigabyte: Je nach Browser wurde das Jahr 2100 oder gar 4000 verkündet. Schlug man im Quelltext nach, fand man oberhalb der fehlerhaften Datumsfunktion den Hinweis, dass diese Y2K-compliant sei. Da hatte wohl der Programmierer nicht ausreichend getestet.

    Bug hin oder her: Das teltarif-Team hofft, dass Sie gut im neuen Jahr angekommen sind. Selbstverständlich werden wir Sie weiterhin mit aktuellen Nachrichten und Tarifen versorgen, ob online auf unserer Website oder offline im Newsletter. Und wenn Sie mit uns zufrieden sind, dann empfehlen Sie uns doch einfach weiter - leiten Sie z.B. diese E-Mail mit einem kurzen Anschreiben an Freunde oder Bekannte weiter.


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