- Arcor-Flatrate für 149 Mark
Dem Gerücht folgte schnell die Bestätigung:
Arcor Online bietet eine Flatrate
für 149 Mark im Monat. Start ist der 1. Januar 2000,
Voraussetzung ein ISDN-Komplettanschluss bei Arcor. Problem:
Dieser ist zunächst nur in zehn deutschen Großstädten verfügbar.
Nachteil: Nutzer der Flatrate müssen auch die relativ teuren
Arcor-Festnetzpreise beim Telefonieren bezahlen.
Zum Vergleich: British Telecom
ermöglicht die Einwahl zum eigenen Internet-Provider zum
monatlichen Pauschalpreis. Rund um die Uhr kostet dies umgerechnet
109 Mark. Auf der Insel besteht außerdem die Wahlmöglichkeit
zwischen einer Tages- oder Nacht- bzw. Wochenend-"Flatrate".
- Sekundengenauer Surf ab 2,9 Pfennig
Bundesweite Einwahl über eine 0800-Nummer, sekundengenaue
Abrechnung und Minutenpreise von 2,9 bzw. 4,4 Pfennig pro
Minute bei 6,60 monatlicher Grundgebühr - das sind die Eckdaten
eines neuen Internet-Angebots bei DUSnet.
teltarif meint: Eine faire Offerte.
Minutenpreise zwischen 2,3 und 4,6 Pfennig ebenfalls bei
Sekundentakt verlangt Microcall
für seinen Internetzugang für EASY-Kunden. Hier fallen
allerdings 30 Mark Grundgebühr im Monat sowie eine einmalige
Aktivierungsgebühr in derselben Größenordnung an. Ganz schön
exklusiv, und das ist wohl auch beabsichtigt.
- Telestrom breitet sich aus
Erst pfiffen die Spatzen es von den Dächern, dann wurde
noch fleißig dementiert, schließlich aber doch verifiziert:
Mobilcom und der Berliner
Energieversorger BEWAG haben ein Joint Venture verabredet und wollen
zunächst in Hamburg Billig-Strom anbieten.
Noch bevor "Best Energy" offiziell vorgestellt wurde,
verkündete auch Talkline eine
Vertriebspartnerschaft mit der
Berliner ares AG. Produkte beider Unternehmen werden künftig im
Paket vertrieben; Neukunden können sich fürs erste ein Guthaben
von 20 Mark sichern - auf die Telefongebühren oder die
Stromrechnung, je nachdem, bei wem der Vertrag abgeschlossen
wurde.
In diesem Bereich der Konvergenz dürfte sich künftig noch
einiges tun. Zum einen erschließen sich die Partner zusätzliches
Kundenpotential, zum anderen ergeben sich die gern zitierten
Synergieeffekte, wenn man später z.B. auch gemeinsam abrechnet.
Schon vorher abgerechnet hat Vossnet bei seinen Kunden, und zwar
eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 60 Mark, lange bevor der
erste Strom geliefert wird. Das kam der Bremer Staatsanwaltschaft
so merkwürdig vor, dass diese jetzt gegen
den Strom-Discounter und Internet-Provider ermittelt. Vossnet will
daher die Bearbeitungsgebühr künftig erst dann kassieren, wenn der
Strom auch wirklich fließt. Zur Zeit gibt es noch Probleme mit der
Durchleitunng - nicht nur bei Vossnet.
- Für 1 Pfennig im D1-Netz telefonieren
Was teltarif bereits im letzten Newsletter angekündigt hat, tritt zum
1. Februar in Kraft: die Preissenkung für Gespräche vom Festnetz
ins C- und D1-Netz bei der Deutschen
Telekom. 48 Pfennig pro Minute rund um die Uhr werden
künftig verlangt - gegenüber dem aktuellen Tarif tagsüber
eine Reduzierung um die Hälfte. Wer zusätzlich Aktiv Plus
zur Monatsgebühr von 9,90 Mark gebucht hat, kommt mit
39 Pfennig pro Minute rund um die Uhr noch günstiger weg.
Viag Interkom beglückt seine
LOOP-Kunden seit letztem Sonntag mit neuen Preisen: Am Wochenende
sowie an Werktagen netzintern in der Nebenzeit kostet das mobile
Telefonieren nur noch 39 Pfennig pro Minute. Übrigens
funktioniert ab sofort das Transfer-Roaming: Man kann sich mit
LOOP-Handys auch im D1-Netz einbuchen. Dabei kann auch der noch bis
zum Jahresende laufende Sondertarif von 1 Pfennig pro Minute
am Wochenende zum Viag-Netz (aus)genutzt werden. Zwei Wochenenden
gibt's ja noch in diesem Jahr.
Billiger ist nur noch kostenlos. Und dafür bietet Arcor ab
sofort Persönliche 0700-Rufnummern.
Allerdings nur in Verbindung mit Arcor Twin Star ISDN, also
Preselection auf Festnetzanschluss plus Kauf eines D2-Handys.
Ebenfalls kostenlos ist das neue SMS-to-Email-Gateway von
Pitcom, über das Emails vom Handy aus
verschickt werden können. Natürlich ist nur die E-Mail-Weiterleitung
ins Netz umsonst; der Netzbetreiber verlangt die üblichen Gebühren
für die SMS an Pitcom.
Und noch einmal kostenlos: Der neue Infoservice via SMS
von E-Plus mit Meldungen über neue Tarife und Services des
Düsseldorfer Mobilfunkbetreibers. Ohne Aufpreis schließlich
bietet NGI seinen Internetkunden Unified
Messaging. Mit der NGI-Box lassen sich
alle eingehenden Nachrichten wie E-Mails, Telefaxe, Anrufe oder
SMS zentral empfangen und beliebig über das Internet - unabhängig
vom Standort - abrufen.
- Telefongrüße vom Weihnachtsmann
In die lange Liste der (vorweihnachtlichen) Sonderaktionen
reihte sich zuletzt interoute
mit "Millenium-Preisen" ein. Vom 15. Dezember bis zum
15. Januar 2000 sind 17 interessante Auslandsziele in Europa
und Nordamerika zu Vorzugspreisen von 12 bzw. 16 Pfennig pro
Minute zu erreichen, im offenen Call by Call und im Sekundentakt.
Allerdings "nur" tagsüber zwischen 8 und 17 Uhr; in
der restlichen Zeit fallen die üblichen Gebühren von 18
bzw. 24 Pfennig an.
Comundo, der Internet-Zugang von
Lycos, bietet 6 Stunden Gratis-Surf an Heiligabend zwischen
18 und 24 Uhr. Hier ist vorherige Anmeldung erforderlich.
Wer Silvester zufällig in Düsseldorf bei der Jahrtausend-Party
auf dem Burgplatz verbringt, der kann in den Genuss kostenloser
Telefongrüße in alle Welt kommen. ISIS,
der dortige Regionalanbieter, stellt zwei Stunden lang
20 Telefone zur Verfügung. Es könnte ein Gedränge geben.
Stark gefragt war mal wieder eine Sonderaktion von
01051: Diesmal wurde eine Viertelstunde
kostenloses Telefonieren versprochen, wenn man Telefonnummer und
Email-Adresse registrieren ließ. Dann meldete der Discounter, die
Freiminuten gäbe es erst im Januar. Auf wütenden Protest zahlreicher
Interessenten hin wurde den bereits Registrierten (und Verärgerten)
eine Extra-Gratiszeit von nochmals 15 Minuten für Dezember
gewährt, zusätzlich zu der Viertelstunde im Januar.
- Ausland günstiger als Inland
First Telecom hat zum 1. Dezember
15 Auslandsziele im Preis reduziert, und zwar sowohl für die
Preselection-Angebote als auch im offenen Call by Call. Kurios:
Großbritannien und die USA sind mit 13 bzw. 14 Pfennig pro
Minute günstiger als Inlandsverbindungen zur Hauptzeit.
Auch die Calling Card von Mox bietet
seit 6. Dezember günstigere
Preise zu 17 Auslandszielen. USA, Großbritannien und die
Niederlande sind für 13,9 Pfennig pro Minute zu erreichen.
Econophone-Reseller callando hat
zum 7. Dezember die Tarifstruktur vereinfacht und ebenfalls
Preise gesenkt. Bei Sekundentaktung, die das Unternehmen aus
Neckarsulm im Gegensatz zum Originaltarif anbietet, können
Geschäftskunden ab 16 Pfennig pro Minute ins Ausland
(Großbritannien) telefonieren.
- Kostenlos telefonieren - Werbung ertragen
Bis zu einer Viertelstunde können Interessenten, die sich
registrieren lassen, über Mox kostenlose,
deutschlandweite Festnetz-Ferngespräche führen. Der "Preis": Je ein
Werbespot von ca. 30 Sekunden Dauer pro 3 Minuten Gespräch.
Der im Frühherbst schon getestete Service startete am 7. Dezember
zunächst in NRW und soll ab Mitte nächsten Jahres bundesweit
verfügbar sein.
Gar nicht mehr verfügbar ist ab 27. Dezember die 01085
von GTS-Westcom. Der günstige
Call-by-Call-Anbieter, der Sekundentakt offeriert, ist Anfang
September in GTS-Esprit aufgegangen
und hat seinen Bestandskunden dort Preselection angeboten.
- Highspeed-Internet per TV-Kabel
Ein Hochgeschwindigkeits-Internetzugang steht in einigen ausgewählten
Regionen von NRW sowie in Berlin und Cottbus Kunden der Concepta
Kommunikationstechnik GmbH zur Verfügung, und zwar per Fernsehkabel.
Die Technik von Nortel Dasa bietet Datenübertragungsgeschwindigkeiten
bis zu 10 Mbit/s. Kostenpunkt: 59 Mark pro Monat plus
Modem-Miete oder -Kauf zuzüglich der "normalen" Gebühr für den
Kabelanschluss. Eine Technik, die sicherlich Zukunft hat, wie
auch der andauernde Poker um den Verkauf
des Kabelnetzes der Deutschen Telekom
beweist.
Umgekehrtes, nämlich Fernsehen über die Telefonleitung,
wollen Bertelsmann und der britische Video-on-Demand-Anbieter
Video Networks in Deutschland verbreiten. Mehrere Pilotprojekte sollen im ersten
Halbjahr 2000 unter Verwendung der ADSL-Technik ihren Betrieb
starten, u.a. in Hamburg, NRW und Berlin.
ADSL-Technik bietet ab Januar 2000 das Berliner Unternehmen
TCP/IP in 40 deutschen Städten für Internet-Standleitungen
an. 2-, 4- und 6-Mbit/s-Leitungen werden zu Preisen ab 990 Mark
zuzüglich einer Einrichtungsgebühr von ebenfalls 990 Mark zur
Verfügung stehen.
- Börsengeflüster
Ein Mann wechselt die Seiten: Arne Börnsen, Vizepräsident der
Regulierungsbehörde tritt zum Jahresende in den Dienst der
Düsseldorfer Unternehmensberatung A.T. Kearny. Börnsen hatte
sich mit Chefregulierer Klaus-Dieter Scheurle über den Kurs der
Behörde gegenüber der Deutschen Telekom überworfen. Nun werden
in Zeitungsberichten Parallelen zum
"Fall Bangemann" nachgezeichnet, der nach seinem Ausscheiden aus
der EU-Kommission zur spanischen Telefonica wechselt. Hier wie
dort werden mögliche Interessenskonflikte vorausgesehen.
Noch überraschender kam am letzten Freitag die Meldung
der Übernahme von E-Plus durch die
niederländische KPN. Im Oktober hatte DTAG-Erzrivale France
Télécom einen Vertrag mit den E-Plus-Gesellschaftern RWE und VEBA
unterzeichnet, doch nun nahm BellSouth als weiterer Anteilseigner am
Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber sein Vorkaufsrecht war und brachte
die Holländer zum Zuge.
Dass im Haifischbecken TK-Branche jeder mit jedem "dealt",
bewiesen am Mittwoch Mobilcom und debitel: Beide haben eine strategische
Allianz gegründet, um im nächsten Jahr
eine der heiß begehrten neuen UMTS-Mobilfunklizenzen zu ersteigern.
- Kuriositäten und Begebenheiten am Rande
Ein Jahr Überleben als Gefangener im Internet - das ist die Ambition
von Dotcomguy, der zum 1. Januar
2000 in Dallas/Texas ein leeres Haus beziehen und 12 Monate
lang (fast) ausschließlich über das Internet kommunizieren will.
Immerhin winkt dem 24-jährigen Amerikaner ein stattliches Honorar
für die Mischung aus Selbsterfahrung und Werbegag.
Nicht ganz gelungen sein soll der kostenlose
Nikolaus-Surf von
Talkline sowohl am 6. als auch am
12. Dezember. Mehrere teltarif-Leser berichteten entnervt
von ebenso unzähligen wie erfolglosen Einwahlversuchen bei Talknet.
Manchmal kann ein Schuss eben nach hinten losgehen.
Die Hotline der Deutschen
Telekom hat einem Kunden (und teltarif-Leser)
geraten, bei ISDN-300 auf die
kostenpflichtige Gebührenübermittlung am Ende eines Gespräches
zu verzichten. Der Grund: Die Anzeige sei sowieso falsch.
Dieses ist der letzte Newsletter von teltarif vor Weihnachten. Wir
wünschen Ihnen ein paar erholsame Feiertage!
.
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