- In eigener Sache
Einen neuen Service bietet Ihnen teltarif seit einigen Tagen: Infos
zum Mobilfunk. Neben den Mobilfunk-Meldungen im Newsticker möchten wir
Ihnen auf den Seiten unseres "Handyberaters"
praktische Tipps und konkrete Entscheidungshilfen an die Hand geben, die
Ihnen bei der Wahl von Vertrag, Netz und Anbieter nützlich sein werden. Es
ist geplant, diesen Service in den nächsten Tagen und Wochen weiter
auszubauen - erst heute ist zum Beispiel eine neue Seite über das
Callback-Verfahren hinzu gekommen. Schauen
Sie doch einmal vorbei!
- Duell der Giganten
"Feindliche Übernahme", "Abwehrschlacht" und "totale Zerschlagung"
sind nur einige der martialischen Vokabeln, die auch bei teltarif
im Zusammenhang mit einer mehr oder minder erzwungenen Fusion
zweier Unternehmen verwendet wurden. Der weltgrößte Mobilfunk-Anbieter
Vodafone Airtouch ist buchstäblich "wild" entschlossen, den Düsseldorfer Mannesmann-Konzern aufzukaufen - mit oder notfalls auch ohne dessen Zustimmung. Der wiederum
wehrt sich mit allen
ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. In Rede steht eine Gesamtsumme
von über 230 Milliarden Mark, was der zweitgrößte Übernahme-Coup
aller Zeiten wäre. Vodafone will mit eigenen Aktien bezahlen, Mannesmann soll auf der Suche nach Partnern sein, die den Deal
verhindern helfen. Ängste werden geschürt, Emotionen werden geweckt,
Manager, Politiker und die Mitarbeiter sind in Aufruhr. Am Freitag
soll eine neue Offerte von Vodafone auf den
Tisch kommen, und man wird sehen, ob sich die Aktionäre von Mannesmann
verlocken lassen.
- Dezente Variationen
UPX, der Telefon-Discounter aus Zittau, hat den
PhoneLine-Tarif neu strukturiert: Seit 1. November gibt's nur noch einen
Preis rund um die Uhr. Schön übersichtlich. Schade, dass
Mobilfunkverbindungen jetzt mit 82,3 Pfennig ziemlich teuer
geworden sind. Auf der anderen Seite lässt sich neuerdings
ab 15,9 Pfennig pro Minute ins Ausland (Preisbeispiel: USA)
telefonieren. Bei dem angebotenen Sekundentakt sind viele
Ziele durchaus konkurrenzfähig.
Talkline hat den Preselection-Tarif
"EasyLine" zum 15. November
neu aufgelegt. Privatkunden können drei Festnetznummern aussuchen
und diese ab 22 Uhr für 2,9 Pfennig pro Minute im 60/60-Takt
anrufen.
Drillisch hat das offene Call by Call
per 15. November ärgerlich verteuert. Vor
allem am Wochenende muss man tagsüber statt bislang
6,95 Pfennig nun 11,95 Pfennig pro Minute löhnen, es sei denn, man
wohnt in einer der Drillisch-Superregionen. Dafür sind Auslandsziele
etwas günstiger geworden. Weniger interessant als ursprünglich angekündigt:
Der neue Internet-by-Call-Tarif, der nicht
weniger als ein halbes Dutzend (!) Varianten zwischen 3,79 und
5,79 Pfennig pro Minute vorsieht.
Tendenziell werden die Preise für die Telefon-Endkunden im nächsten Jahr weiter sinken, weil die Interconnection-Gebühren billiger
werden. Diese "frohe Botschaft" hat der Präsident der Regulierungbehörde,
Klaus-Dieter Scheurle, kürzlich verkündet.
- Discounter auf Kundenjagd
"Al di Günstig-Anbieter wollen nur das eine": mit Schnäppchen neue
Kunden locken. 01051 hat neue Auslandstarife seit 13. November
im halben Dutzend, darunter Großbritannien für 13 und die
Schweiz für 17 Pfennig pro Minute. Heute ist Polen für 38 Pfennig pro Minute hinzugekommen - günstiger hat's niemand
(im offenen Call by Call).
Bei Callino kann man die Türkei
über die 01075 für 36 Pfennig pro Minute erreichen, im Preselection
sogar noch einen Pfennig darunter.
First Telecom bietet seit 8. November u.a. Österreich für 18 und
Italien für 20 Pfennig pro Minute an; alle drei genannten Firmen
rechnen im Minutentakt ab.
- Kleine Ursache - große Wirkung?
Verbindungen in die Mobilfunknetze hierzulande werden möglicherweise demnächst günstiger.
Denn MCI WorldCom hat jetzt bei der
EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel Beschwerde gegen
fünf namhafte europäische Mobilfunk-Betreiber erhoben, darunter auch die Telekom-Tochter T-Mobil. Der Vorwurf:
Überhöhte Interconnection-Gebühren. Der Schaden: Geschätzt
3,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die Aussicht:
Im Schuldfall niedrigere Preise. Die wären dem Verbraucher sicher
nur recht...
Die Regulierungsbehörde hat sich massive Kritik der Mobilfunk-Netzbetreiber zugezogen. Die beklagen sich, dass die
Behörde im nächsten Jahr UMTS-Lizenzen zur Versteigerung bringen will,
die gar nicht den vollen Umfang der Multimediafähigkeiten dieser
Technologie der dritten Generation erlauben würden. Dem entgegnet
die Behörde, dass das Frequenz-Spektrum so aufgeteilt worden sei,
um so viele Lizenzen wie möglich zu vergeben.
Etwas handfester einige Kurzmeldungen mit konkretem Tarifbezug:
Preselection-Kunden von Viag Interkom
telefonieren seit 15. November für 45 Pfennig rund um die Uhr
ins eigene Mobilfunknetz. Marktführer D2-Mannesmann
hat den Preis für die Prepaid-Karte D2 CallYa von 149 auf 99,50 Mark
gesenkt. Auch die monatlichen Grundpreise für
zusätzliche Fax- und Datenrufnummern haben die Düsseldorfer verbilligt - von bisher 11,50 Mark auf nur noch 1,95 Mark. Komserv hat seinen
Nummern-Service über 01805-024024 zu Mobiltelefonen aus Kostengründen abgeschaltet. Auch die Deutsche Telekom routet Mobilfunk-Verbindungen
in Einzelfällen, vor allem zu den
neuen E-Plus-Anschlüssen
mit der 0178-Vorwahl, anscheinend über das Ausland. Volle Absicht oder
technische Panne - nichts Genaues weiß man nicht.
- Neue Technik lässt weiter auf sich warten
Konvergenz von Mobiltelefonie und Internet, das war das große Thema
bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin Ende August/Anfang
September. Mit dem Handy ins Internet, Nachrichten lesen, Börsenkurse
abrufen, selbst den Lottoschein ausfüllen, das alles soll möglich
sein, wenn, ja wenn man denn nur wappen könnte. T-Mobil hat den
Start seiner WAP-Dienste per 5. November
verkündet. Einziger Knackpunkt: Ein Gerät, mit dem die Dienste zu
nutzen wären, ist derzeit nicht zu haben. Nokias 7110, das einzige
WAP-fähige Handy auf dem Markt, ist nach Darstellung des Produzenten
im vergangenen Monat "ausgeliefert" worden. Man fragt sich, wohin.
In den T-Punkten wird das WAP-Handy frühestens im Dezember erwartet,
D2-Shop-Betreiber richten sich auf Wartezeiten bis ins nächste Jahr ein.
Gut Ding' braucht manchmal Weile.
- Kampf mit Haken und Ösen
T-Online ist mit seiner jüngsten
Werbe-Kampagne ("3 Monate T-Online zum Nulltarif") der Zentrale zur
Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs aufgefallen. Abmahnung, Unterlassungserklärung, neue Reklame - so schnell kann's gehen. Es kann
auch anders gehen: Mit neuen Preisen, die komplett genannt werden.
Silyn-Tek ("Surf1") senkt seine Flatrate-Tarife per 1. Dezember auf 299,- bis 189,-
Mark Monatsgebühr bei ein- bis dreijähriger Vertragslaufzeit.
Billiger gesurft werden kann bei UUNET: knUUt 1.0 bietet seit
1. November einen Nacht-Surf für
2,3 Pfennig pro Minute bei sekundengenauer Abrechnung und
19,- Mark Monatsgebühr. Tagsüber: 5 Pfennig über eine
0800-Einwahlnummer.
Auch Arcor Online hat seine Surf-Tarife reduziert. Aber Vorsicht:
"sunny" gibt es zweimal, zum Telefonieren und zum Surfen. Was erst
später deutlich wurde: es muss auch
zweimal bezahlt werden.
Überhaupt nichts bezahlen muss man bei tesion)): Zum 1. Advent
bietet die baden-württembergische Regionalgesellschaft 24 Stunden lang
kostenloses Surfen, allerdings nur nach Anmeldung.
Und überhaupt nicht mehr surfen können EASY-Kunden von Microcall.
Unter Hinweis auf Sicherheitsprobleme wurde kurzerhand die ganze
Plattform abgeschaltet.
Schließlich konnte die gesamte Online-Branche heute aufatmen:
Das Landgericht München hat den früheren Deutschland-Geschäftsführer
von Compuserve, Felix Somm, vom Vorwurf der Verbreitung von
Kinder-Pornographie im Internet freigesprochen. Ein
wegweisendes Urteil, nach dem Vermittler von (illegalen) Internet-Inhalten
- im Gegensatz zu deren Urhebern - nicht ohne weiteres haftbar
gemacht werden können.
- Schnell und günstig
Die Hamburger NGI bietet Firmenkunden einen ADSL-Zugang ab 299,- Mark
brutto im Monat. Der Zugang kann in allen Städten genutzt werden, in
denen ein ADSL-Anschluss der Deutschen Telekom bereits zur Verfügung steht.
QS Communications hat in Köln seinen SDSL-Dienst
gestartet - bis zu 35fache ISDN-Geschwindigkeit über die normale
Telefonleitung. Der Preis für "Speedway", die Standleitung
zum Internet: ab 295,- Mark zuzüglich
Installationskosten.
- Spiel der großen Zahlen
Alle Welt redet von Mannesmann/Vodafone, derweil die Deutsche Telekom eine weitere
"kleinere" Firmen-Übernahme vermeldet: Mit dem französischen
TK-Unternehmen Siris hat sich der Ex-Monopolist eigenen Angaben
zufolge einen der führenden Festnetzanbieter in Frankreich
einverleibt. Kaufpreis: Umgerechnet 1,37 Milliarden Mark. Zuvor war die Telekom mit dem
französischen Mobilfunk-Anbieter Bouygues in Verbindung gebracht worden - sicher nicht nur eine Retourkutsche für den Aufkauf
von E-Plus-Anteilen durch France Télécom im vergangenen Monat.
Befremdet waren schließlich die Interessenten und Bieter
für das TV-Kabelnetz der DTAG, als ihnen die Telekom unvermittelt
neue Verkaufsbedingungen nannte: Nunmehr
sollen zunächst nur
etwa 35 Prozent der Anteile an den regionalen Kabelgesellschaften
direkt verkauft und rund 40 Prozent an die Börse gebracht werden.
Chance auf Mehreinnahme sagt die Telekom - Versuch, die Kontrolle
zu behalten, sagt die Konkurrenz. Und die Regulierungsbehörde sagt:
Da kann sie keinen Einfluss nehmen. Ob das den Wettbewerb
fördert?
.
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