Newsletter 20/99 vom 07.10.1999
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 07.10.1999 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Weitere Neuerungen auf teltarif
  2. Internet: Wettstreit der Giganten
  3. Weitere Internet-Preissenkungen
  4. Leichte Bewegung im Festnetz
  5. Mobile (Preis)bewegungen
  6. Callback im Wechsel
  7. Kostenlos telefonieren in ganz NRW
  8. Elefantenhochzeit
  9. Auch die Deutsche Telekom benutzt teltarif
  1. Weitere Neuerungen auf teltarif

    So wie der gesamte Telefonmarkt bleibt auch teltarif in reger Bewegung - zu Gunsten der Leser, wie wir tollkühn unterstellen. Neueste Errungenschaft: Eine Druckversion für unsere Tariftabellen, die für bessere Übersicht und weniger Tinten- und Papierverbrauch sorgt. Sie sparen also Zeit und Geld. Sagen Sie's ruhig weiter!

    Zum Erzeugen der Druckversion rufen Sie bitte zunächst die normale Tariftabelle auf - und verwenden dann den Link für die Druckversion, der unter der Tabelle steht.

  2. Internet: Wettstreit der Giganten

    Nach dem Kampf um Festnetz-Anteile ist nun die Schlacht um Kunden fürs Internet entbrannt. Marktführer T-Online und Herausforderer MobilCom über- bzw. unterboten sich zu Wochenbeginn mit Angeboten, die es in der Tat in sich haben.

    MobilCom verlangt für die Online-Minute im Paket nur noch 3,3 Pfennig plus 6 Pfennig pro Einwahl bei 20 Stunden Mindestnutzung pro Monat ohne Grundgebühr. Starttermin ist der 15. Oktober.

    Bereits zum 1. Oktober rückwirkend verkündete T-Online eine Preissenkung um einen auf 5 Pfennig pro Online-Minute. Ab demselben Termin entfällt auch der Einwahl-Obulus von 6 Pfennig. Ab 1. November gibt es für 19,90 Mark pro Monat T-Online pro. Der Minutenpreis sinkt bei dieser Variante auf 3 Pfennig rund um die Uhr. Wie bisher muss man sich für T-Online anmelden. Die neuen Preise dürften dafür sorgen, dass so schnell niemand T-Online die Rolle als führender Onlinedienst streitig macht.

    Beide großen Anbieter hatten damit auf Mitbewerber AOL reagiert, die die Nummer zwei auf dem deutschen Markt sind. Deren Paket, das AOL aufgrund von erfolgreichen Klagen der Konkurrenz nicht mehr "pauschal" nennen darf, kostet 9,90 Mark im Monat zuzüglich 3,9 Pfennig Minutenpreis plus 6 Pfennig pro Einwahl. Die "Bertelsmänner" wollen ihrerseits mit einer millionenschweren Werbekampagne und Boris Becker an der Spitze der Herausforderung begegnen. Solange der Kunde Sieger bleibt: nur zu!

  3. Weitere Internet-Preissenkungen

    Natürlich sind auch die kleineren Internet-Provider nicht untätig gewesen auf der Suche nach Kundschaft und neuen Produkten. Surf1 z.B. versucht, seine Flatrate durch Verlängerung der Vertragslaufzeit zu verbilligen. Zwei- und Drei-Jahres-Abonnenten erhalten nach 12 Monaten 15 Prozent, die Drei-Jahres-Abos nach 24 Monaten abermals 20 Prozent Preisnachlass. Hier wird die zu erwartende Kostensenkung bereits von vornherein einkalkuliert.

    Digital Transfers bietet den Nonstop-Surf für 299 Mark pro Monat bei einmonatiger Vertragslaufzeit an. Bei dieser Gelegenheit: Für T-Online ist das Thema "Flatrate" derzeit entgegen anderslautenden Gerüchten immer noch keines.

    Billigeres Internet gibt es darüber hinaus bei VEW Telnet (4,8 Pfennig pro Minute rund um die Uhr), bei AddCom (ab 3,9 Pfennig), Germany.Net (2,9 Pfennig nachts; mit 3,9 Pfennig am Wochenende der Spitzenreiter im Internet by Call) sowie bei KomTel (4,6 Pfennig rund um die Uhr per 0800er-Einwahl). Auch bei Callino ist seit 1. Oktober Internet by Call verfügbar - für 5,9 bzw. 4,5 Pfennig pro Minute.

    Um die Übersicht zu behalten, empfiehlt sich die Internet-Abfrage auf teltarif, die immer beliebter wird: Monatliche Surfzeit oder Kostenlimit eingeben und eine Liste der günstigsten Angebote als Antwort erhalten. Sich beim richtigen Provider anmelden und das Netzwerk neu konfigurieren müssen Sie aber noch selber.

    Damit das Internet keine Männer-Domäne bleibt, gibt es die Aktion www.frauen-ans-netz.de: ein kostenloses Training für Internet-Einsteigerinnen in 101 Städten bundesweit.

  4. Leichte Bewegung im Festnetz

    Mit Bedacht zu "genießen" sind die deutlich spärlicher verkündeten Preissenkungen im nationalen Bereich. Drillisch bietet seit 1. Oktober für nationale Ferngespräche 9,8 statt bislang 11 Pfennig pro Minute im offenen Call by Call über die 010050. Die übrigen Preisreduktionen des Kölner Anbieters spielen sich in der zweiten Stelle hinter dem Komma (!) ab. Ärgerlich: statt 60/15-Takt gilt künftig 60/60-Takt - da ist die Preissenkung nur noch die Hälfte wert.

    Ebenfalls zum 1. Oktober hatte Microcall seine (Kampf-)Preise gesenkt. 7,9 bzw. 3,5 Pfennig pro Minute für nationale Gespräche im Festnetz, 34,3 Pfennig für Verbindungen zum Mobilfunk sind aller Achtung wert. Doch immer wieder melden Leser von teltarif, dass sie mit der Anmeldung Probleme haben. Die Hotline ist erst nach zig Anwahlversuchen zu erreichen und auf der Website standen lange falsche Informationen bezüglich eines Mindestumsatzes (den es nun doch nicht gibt) - das ist die Kehrseite des Discounttarifs.

  5. Mobile (Preis)bewegungen

    Mit einem erfreulichen Preisrutsch bei Verbindungen in die D-Netze will Mannesmann Arcor sein Terrain ausbauen. Per 1. Oktober sinken die Gebühren für Call-by-Call-Gespräche ins D2-Netz von 94 auf 59 Pfennig pro Minute tagsüber; D1 wird von 96 auf 69 Pfennig reduziert. Auch Preselection-Kunden und "sunny"-Nutzer kommen in den Genuss nennenswerter Vergünstigungen. Vorteil bei Arcor: Da ohne Auslandsumweg geroutet wird, ist die Sprachqualität immer erstklassig und Merkmale wie die Rufnummernübermittlung funktionieren problemlos.

    RSL COM betätigt sich nun auch als Mobilfunk-Service-Provider. "CleverMobil light" heißt das neue Produkt der Frankfurter, mit dem man seit 1. Oktober bei 14,95 Mark Grundgebühr zu allerdings teureren Preisen als im Original bei D1, D2 und E-Plus telefonieren kann. Eine schöne Sache für denjenigen, der vergleichsweise wenig mobil kommuniziert oder sich vor allem anrufen lässt.

    Mehr mobile Entfaltungsmöglichkeit bietet E-Plus voraussichtlich ab kommendem Frühjahr. Dann nämlich soll die "Free&Easy"-Karte roamingfähig werden. Wegen der aufwendigen Abrechnungsmodalitäten dauert's aber noch und vielleicht lassen sich ja einige Leute bis dahin von dieser Meldung abschrecken: Handys taugen nämlich als "Wanzen". Durch schlichte Kombination der Funktionen "automatische Rufannahme" und "Klingelton aus" kann das Mobiltelefon als Abhörgerät missbraucht werden. Tip: Einfach abschalten, wenn man ein fremdes Handy rumliegen sieht!

  6. Callback im Wechsel

    Die einen kommen - die anderen gehen. So lässt sich die Bewegung im Bereich Callback in den vergangenen 14 Tagen beschreiben. Sakon hat seinen Dienst in Deutschland zum 1. Oktober ganz eingestellt, die Spatzen hatten es schon von den Dächern gepfiffen. Kunden mit Restguthaben sollen dieses erstattet bekommen. Moral von der Geschicht': Trau' nicht gleich dem Billigsten nicht.

    MDS bietet dagegen reduzierte Preise per 30. September. Gespräche innerhalb Deutschlands für umgerechnet 30 Pfennig pro Minute sind dann unschlagbar, wenn sie - was möglich ist - vom Handy aus geführt werden. Achtung: Bestandskunden müssen sich ummelden!

  7. Kostenlos telefonieren in ganz NRW

    Kostenlos telefonieren - das geht bei Mox Telecom seit 1. Oktober in ganz NRW und im nördlichen Rheinland-Pfalz (Vorwahlgebiet 02). Drei Minuten auf Kosten eines Sponsors sprechen kann jeder, der sich zuvor einen Werbespot angehört hat, und der sich vor allem bei Mox als Testperson hat registrieren lassen. Die Ratinger Telco hatte schon im Sommer mit einer ähnlichen Werbeaktion auf sich aufmerksam gemacht.

  8. Elefantenhochzeit

    Um richtig dickes Geld (in Aktien) ging es bei der Übernahme der US-Telco Sprint durch MCI Worldcom, die am Dienstag vermeldet wurde. Umgerechnet 236 Milliarden Mark werden bewegt - die größte Firmenfusion, die es jemals gegeben hat. Auch die Deutsche Telekom profitiert von dem Mega-Deal: Sie wird sich dem Vernehmen nach von ihrem Zehn-Prozent-Anteil an Sprint trennen. Der Wert des Aktienpäckchens hat sich in den drei Jahren im Besitz der DTAG auf rund 20 Milliarden Mark mehr als verfünffacht. Da sind die 850 Millionen US-Dollar, die der deutsche Ex-Monopolist am Tag zuvor für einen 35-Prozent-Anteil an der staatlichen kroatischen Hrvatske Telekommunikacije hingeblättert hat, kaum mehr als die sprichwörtlichen "Peanuts".

    Um etwas mehr - nämlich rund 3,3 Milliarden Mark geht es bei der geplanten Übernahme eines etwa 17-prozentigen Anteils an E-Plus, den die France Télécom erwerben möchte. Für die Franzosen, die sich ja im Sommer mit (Ron) Sommer über Telecom Italia zerstritten hatten, wäre es so etwas wie süße Rache: Der erste Schritt auf "feindliches" Gebiet. Voraussetzung ist allerdings, dass RWE und VEBA als Mehrheitseigentümer an E-Plus auf ihr Vorkaufsrecht verzichten würden. "Geld stinkt nicht" ist ein Sprichwort, dass sicher auch in Vorstandsetagen nicht unbekannt sein dürfte.

    Schließlich steht auch auf dem innerdeutschen Markt eine freundliche Übernahme an, die von TelDaFax durch Talkline. Fast möchte man sagen: Alles Gute dort!

  9. Auch die Deutsche Telekom benutzt teltarif

    Zum Schluss noch ein Schmankerl in eigener Sache: Wir wissen, dass teltarif ein viel gelesenes und gern zitiertes Online-Magazin in der TK-Branche ist. Unbekannt war uns, dass die Abfrage-Ergebnisse unserer Tarifdatenbank als Argumentationshilfe von aufgeregten Advokaten genutzt wird. So geschehen in einer Abmahnung, die 01051 jetzt von Anwälten der Deutschen Telekom erhalten hat. Aber lesen Sie doch bitte selbst. So sehr uns unser Gewicht auch freut - dies ist der Ehre nun fast zuviel...

Erstaunlich schon, dass sich die Deregulierung in '98 vor allem auf die Festnetzpreise auswirkte und erst jetzt die Internet-Preise so richtig ins Rutschen kommen. Wer das Internet vor allem zur Geschäftszeit nutzt, bezahlte früher allein 8 Pfennig für die Einwahl per Ortsgespräch. Künftig sind es hingegen nur noch etwas über 3 Pfennig - eine Preisreduktion von ca. 60%!
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