Newsletter 19/99 vom 23.09.1999
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 23.09.1999 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Neu gestalteter News-Bereich und neue Online-Suche auf teltarif
  2. Nationaler Preiskampf zwischen Microcall und UPX.
  3. Arcor stellt die Weichen für weitere Preissenkungen
  4. Auslandspreiskamp zwischen 01051 und Viatel.
  5. Mobilfunk-Millionäre
  6. Vorausbezahlte Mobilfunkkarten immer billiger
  7. So lange surfen, wie man will - für zwei Hunderter im Monat
  8. Regionale Flatrates ab DM 29,- im Monat
  9. Leichte Preissenkungen bei Internet by Call
  10. In eigener Sache: Stellenangebote
  1. Neu gestalteter News-Bereich und neue Online-Suche auf teltarif

    Der News-Bereich von teltarif, seit knapp einem Jahr online, hat ein Facelifting bekommen: Er ist nun im selben Design gehalten wie die Homepage. Ergänzt wurde eine Onlinesuche. Mit dieser können Sie schnell eine gewünschte Nachricht wiederfinden oder einfach nach Wissenswerten zu einem Thema suchen. Eingabefelder für die teltarif-interne Suchmaschine finden Sie auf der Homepage sowie auf allen News-Seiten. Wir hoffen, dadurch unser Onlineangebot noch attraktiver zu machen. In den nächsten Wochen sind weitere Updates geplant - unter anderem bei den Anbieterseiten und der Tarifdatenbank. Schauen Sie also wieder mal rein auf www.teltarif.de!

  2. Nationaler Preiskampf zwischen Microcall und UPX.

    Es ist wieder Bewegung im Markt der günstigen Telefongespräche. Bereits im letzten Newsletter war über Microcall berichtet worden, die Gespräche rund um die Uhr für 8,5 Pfennig anbieten - leider nur per Pre-Selection. UPX legt noch eins drauf - und bietet seit Mitte September Pre-Select auf den neuen Tarif "Super 8" an, bei dem Deutschlandgespräche rund um die Uhr 8,4 Pfennig pro Minute kosten. Es gilt der Minutentakt. Wer es lieber sekundengenau haben will, wählt die "BusinessLine" von UPX mit 10,7 Pfennig pro Minute. Entgegen ihrem Namen ist die BusinessLine auch für Privatkunden und Call by Call zugänglich - aber nur mit Anmeldung. Alle Details dazu wie bisher auf den Anbierseiten auf teltarif.de.

    Die Reaktion von Microcall ließ nur ein paar Tage auf sich warten: Beim Tarif "Easy National" wird ab 1. Oktober der Preis für Deutschlandgespräche zur Hauptzeit auf nur noch 7,9 Pfennig pro Minute gesenkt. Damit sind Ferngespräche bei Microcall künftig günstiger als Ortsgespräche bei der Deutschen Telekom! Entfernung spielt also keine Rolle mehr...

  3. Arcor stellt die Weichen für weitere Preissenkungen

    Mannesmann Arcor hat als erste Telefonfirma einen Interconnect-Vertrag mit der Telekom für das Jahr 2000 abgeschlossen. Hintergrund ist, dass die vor zwei Jahren von Postminister Bötsch festgesetzten Preise nur bis Ende diesen Jahres gelten.

    Der neue Vertrag sieht dieselben Preise vor wie bisher. Die Verzonung ändert sich aber. So wird der Beginn der Nebenzeit von 21 auf 18 Uhr vergezogen. Am Wochenende gilt beim Interconnect künftig ganztags der Nebentarif, während hier bisher tagsüber von 9 bis 21 Uhr der Hauptzeittarif galt.

    Der neue Vertrag muss noch von der Regulierungsbehörde genehmigt werden. Stimmt diese zu, dürfte dieses auch Signalwirkung für die Verhandlungen der anderen Telefonfirmen mit der Deutschen Telekom haben. Dann wäre damit zu rechnen, dass die günstigen Preise, die bisher nur nachts gelten, sich auch werktags nach 18 Uhr und am Wochenende durchsetzen.

  4. Auslandspreiskamp zwischen 01051 und Viatel.

    Während der Preiskampf bei Inlandsgesprächen zwischen Firmen abläuft, die zwar schon seit einiger Zeit auf teltarif aufgeführt sind, aber bisher nicht unbedingt als Discounter in Erscheinung traten, trifft man bei Auslandsgesprächen die guten alten Bekannten: 01051, Viatel und KomServ. Letztere haben bei Ihrem Servicerufnummern-Auslandsservice 01805/024 024 nun das zweite Dutzend vollgemacht, indem Südkorea, Singapur und Taiwan aufgenommen wurden. Diese können nun neben vielen europäischen Ländern, Nordamerika und einigen Ländern in Fernost sowie Ozeanien zum Preis einer 01805-Nummer erreicht werden. Dieser variiert je nach Netzbetreiber, beträgt aber in der Regel 24 Pfennig pro Minute, von Telefonzellen aus 40 Pfennig pro Minute.

    01051 erweitert zwar nicht die Länderliste, drückt aber die Preise weiter Pfennig für Pfennig. Spitzenreiter sind nun die Niederlande mit nur noch 13 Pfennig pro Minute, dicht gefolgt von Großbritannien und den USA mit 14 Pfennig. Es ist keine zwei Jahre her, da kosteten Telefonate in die USA noch 144 Pfennig pro Minute, so schnell agiert der deregulierte Markt! Wie bisher ist keine Anmeldung erforderlich - einfach die 01051 vorwählen.

    Ein paar Tage vor 01051 drehte Viatel an der Preisschraube - und senkte Belgien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und die USA auf 14 Pfennig pro Minute. Auch bei Viatel gilt wie bei 01051 der Minutentakt, die Netzvorwahl von Viatel lautet 01079.

    Tesion (Vorwahl 01023, keine Anmeldung) senkt zum 1. Oktober die Preise für Gespräche nach Österreich, Frankreich, Italien und in die Schweiz auf 23 Pfennig pro Minute. Wie bisher kommt ein Verbindungsentgelt von 6 Pfennig pro Gespräch hinzu, dafür wird sekundengenau abgerechnet. Bis Ende September gilt in die genannten Länder noch das Sonderangebot von 19 Pfennig - aber nur zur Nebenzeit werktags nach 19 Uhr bzw. am Wochenende.

  5. Mobilfunk-Millionäre

    In den beiden letzten Wochen haben gleich mehrere Mobilfunkanbieter Millionfeiern veranstaltet: E-Plus begrüßte den dreimillionsten Kunden, D2 erreicht kurz vorher die achte Million. T-D1 meldete das Überschreiten der Millionenmarke bei den verkauften Xtra-Karten. Bei allen Mobilfunknetzen gibt es zusammen nun mehr als 19 Millionen Verträge. Tendenz: Weiterhin stark steigend.

    In den Netzen D1 und D2 sind bereits derart viele Nutzer, dass neue Rufnummern vonnöten werden. Neben der 0171 und der 0170 wurde nun auch die 0175 dem D1-Netz zugewiesen. D2 belegt 0172, 0173 und neu die 0174. Es dürfte aber noch etwas dauern, bis aus den neuen Rufnummernbereichen auch Nummern an Endkunden verteilt werden.

  6. Vorausbezahlte Mobilfunkkarten immer billiger

    Zur Zeit spielt sich die Konkurrenz im Mobilfunkbereich hauptsächlich über die vorausbezahlten Karten ab. Hier war T-D1 vor zwei Monaten mit der Einführung der "Nummer 1" für die Xtra-Card vorgeprescht. Zu dieser im D1- oder Festnetz frei wählbaren Rufnummer kosten Telefonate rund um die Uhr 38 Pfennig pro Minute. Jetzt bedankt sich die Deutsche Telekom bei den Kunden für das rege Interesse an Xtra mit einem Sonderangebot: Im Oktober werden lediglich 18 Pfennige pro Minute berechnet. Damit sinkt der Preis für Mobilgespräche bei T-D1 vorübergehend unter den für Festnetzgespräche bei der Muttergesellschaft Deutsche Telekom zur Hauptzeit.

    Bereits vor einer Woche hatte E-Plus die Preise bei Free & Easy Weekend gesenkt. Nach 20 Uhr und am Wochenende kosten netzinterne Gespräche nun nur noch 29 Pfennig, während der Hauptzeit fallen 69 Pfennig pro Minute an. Verbindungen ins Festnetz und andere Mobilnetze wurden ebenfalls etwas günstiger und kosten nun DM 1,69 in der Hauptzeit und DM 0,69 sonst. Getreu dem Namen der Karte bleibt der günstige Wochenendpreis für Verbindungen ins Festnetz bestehen: 29 Pfennig pro Minute.

    Bei Viag Interkom (E2-Netz) entfällt der bisher berechnete Verbindungspreis, wenn man im D1-Netz eingebucht ist und ein Anruf auf die Mailbox weitergeleitet wird. Bisher war das eine kleine Gebührenfalle, denn Viag-Handies buchen sich je nach Verfügbarkeit in das E2-Netz oder das D1-Netz ein. Damit erreicht Viag die beste Netzabdeckung Deutschlands, wie die Zeitschrift "connect" vor kurzem in einem Test ermittelt hatte. Grundsätzlich gelten auch in beiden Netzen dieselben Tarife. Gespräche aus dem Viag-Netz werden allerdings im 10-Sekundentakt abgerechnet, während beim D1-Roaming ein Minimum von 60 Sekunden gilt.

    Bevor das Direktroaming mit D1 ermöglicht wurde, bediente sich Viag des Umweges über die Schweiz: Der Kunde erhielt eine SIM-Karte, die sich über eine Extra-PIN als Karte der Schweizer Swisscom ausgab, mit der man aufgrund internationaler Roaming-Verträge in allen Mobilnetzen Deutschlands telefonieren konnte. Dieses "Swisscom-Roaming" dürfte seinem Ende zugehen. So hat Viag erstmals SIM-Karten ausgeliefert, bei denen dieses nicht mehr möglich ist.

    Ohne Grundgebühr, aber trotzdem nicht Prepaid, sind drei neue Mobilfunk-Angebote von Victor Vox. Bei diesen bezahlt man in etwa dieselben Preise, wie bei den an Privatkunden gerichteten Einsteigerverträgen der Netzbetreiber. Der Wegfall der Grundgebühr hat jedoch zwei Haken: Das Handy muss man selber mitbringen - und Monat für Monat gilt ein Mindestumsatz von DM 24,- (E-Plus-Netz) bzw. DM 29,- (D-Netze).

  7. So lange surfen, wie man will - für zwei Hunderter im Monat

    Sylin-Tek bietet unter dem Namen Surf1 eine echte Flatrate an. Pro Monat sind allerdings DM 359,- zu entrichten - mit Sicherheit kein Pappenstiel. Die Flatrate lohnt sich somit nur für hartnäckige Freaks, die länger als sechs Stunden pro Tag online sind. Andernfalls ist Internet by Call die günstigere Variante. Auch die lange Laufzeit von einem Jahr dürfte viele Nutzer vor Sylin-Tek abschrecken. Unterschreibt man für zwei Jahre, sinkt der monatliche Preis auf DM 259,-, bei drei Jahren Laufzeit bezahlt man "nur" noch DM 199,-. Es ist fraglich, ob man im schnellebigen Festnetzbereich eine derart lange Laufzeit akzeptieren sollte: In zwei bis drei Jahren dürften Flatrates für unter DM 100,- bundesweit angeboten werden. Denn erste derartige Angebote gibt es bereits in einigen Regionen, siehe den nächsten Abschnitt.

    Ecore wollte sein Produkt "Internet Unlimited" erst im November starten. Zur Zeit läuft eine Pilotphase mit einer beschränkten Kundenzahl, um das Surfverhalten zu studieren und danach den endgültigen Preis festzulegen. Doch nun hat man dem Druck der Kunden - oder dem des Marktes - nachgegeben, und startet ab Mitte Oktober mit einem "Internet Unlimited Alpha". Der monatliche Preis beträgt DM 299,-, die Einrichtung DM 249,-. Zu welchen Konditionen man dann später auf das endgültige "Internet Unlimited" wechseln kann, steht noch nicht fest - es sollen laut Ecore aber höchstens DM 299,- werden. Vorteil von Ecore im Vergleich zu Surf 1: Man legt sich nicht auf ein Jahr fest, sondern kann monatlich kündigen.

  8. Regionale Flatrates ab DM 29,- im Monat

    In der westsächsischen Stadt Werdau hat die Firma Ost Tel Com ein eigenes Kabelnetz verlegt - und bietet demnächst über dieses auch Internetdienste an. Ein 50-Megabyte-Paket kostet DM 29,- im Monat, 100 MB kommen auf DM 49,-. Die Onlinezeit ist hingegen kostenlos. Das macht das Angebot vor allem für Onlinechats interessant. Mit der richtigen Chatsoftware dauert es selbst in einem geschwätzigen Chatraum Stunden, bis ein Megabyte voll ist. Für umfangreiche Downloads ist das OstTelCom-Angebot hingegen weniger interessant. Zwar ist das Netz mit bis zu 768 kbit pro Sekunde schön schnell, mit DM 0,49 pro Megabyte aber auch sehr teuer. Bei Internet-by-Call über ISDN kommt ein Megabyte hingegen nur auf ca. 10 bis 20 Pfennig, je nach Minutenpreis und Verbindungsqualität.

    In Leipzig verlangt die PrimaCom DM 99,- pro Monat, ebenfalls für den Onlinezugang über Kabel. Hier hat PrimaCom noch kein Volumenlimit genannt - behält sich dieses aber vor.

    In Berlin ist es nicht das Fernsehkabel, sondern das Telefonkabel der Berlikomm, dass den Weg zur Flatrate ebnet. Bei allen folgenden genannten Anbietern braucht man dazu einen Anschluss bei der BerliKomm. IN-Berlin bietet etwa eine Flatrate für DM 244,48 an. Zu diesem Preis kann man nicht nur beliebig lange online gehen, sondern ist auf Wunsch auch jederzeit aus dem Netz erreichbar (Rückruf des Providers). Wer es eine Nummer kleiner will, bekommt ein 100-Stunden-Paket für DM 97,79 im Monat.

    Bei MiND und Bembel gibt es ein night-Paket, bei dem man täglich zwischen 22 und 6 Uhr für pauschal DM 77,- im Monat surfen kann. Will man bereits ab 18 Uhr online, verdoppelt sich der Preis fast auf DM 142,-

    Die günstigste Angebot in Zusammenarbeit mit Berlikomm dürfte weiterhin sireco bieten: 100 Onlinestunden im Monat für DM 50,-. Ist man länger online, werden DM 1,20 pro "Überstunde" berechnet.

  9. Leichte Preissenkungen bei Internet by Call

    Beim Internet by Call bewegen sich die Preise um Zehntelpfennige. So bietet Federle, die nun unter Networking People Internet Communications GmbH firmieren, Internet nach 18 Uhr für 4,75 und nach 21 Uhr für 3,8 Pfennig pro Minute an. Ginko hat die Preise vereinheitlicht und verlangt nun 5,9 Pfennig von 5 bis 21 Uhr und 4,9 Pfennig nachts. KDT senkt beim "BusinessNet" auf 4,8 Pfennig rund um die Uhr im Sekundentakt. Beim Private-Tarif gelten sogar 4,5 Pfennig tagsüber bzw. 3,0 Pfennig nach 21 Uhr - aber nur während der ersten fünf Onlinestunden. Danach werden pro Minute 5 Pfennig Aufschlag berechnet - bis nach 16 Stunden und 40 Minuten wieder derselbe Preis erreicht wird, wie anfangs.

    Für lange nächtliche Sessions sind vor allem die Provider zu empfehlen, die über ein Ortsgespräch erreicht werden. Bisher war das vor allem Dellnet, nun ist auch Comundo dazugekommen. Das Ortsgespräch für die Einwahl kostet 3 Pfennig pro Minute, wird aufgrund der 12-Pfennig-Einheiten der Deutschen Telekom allerdings im ungünstigen 4-Minutentakt abgerechnet. Wählt man den Optionstarif Select 5/30, sinkt der Minutenpreis auf 2,1 Pfennig. Allerdings fällt dafür eine extra-Grundgebühr von DM 5,- im Monat an. Diese rechnet sich ab ca. zehn nächtlichen Onlinestunden im Monat.

  10. In eigener Sache: Stellenangebote

    Teltarif hat sich als Infomedium fest etabliert - und sucht nun Mitarbeiter, um unseren Service weiter zu verbessern. So ist in Berlin ein Ausbildungsplatz für eine(n) Fachinformatiker/-in, Fachrichtung Anwendungsentwicklung zu besetzen. Bewerben können sich Absolventen/-innen der Realschule oder des Gymnasiums, die Interesse an Computern haben. Weitere Stellen: Ein(e) Sekretär/-in in Berlin, ein(e) Redakteur/-in ebenfalls in Berlin sowie ein(e) Marketing-Praktikant/-in in Göttingen. Die vollen Stellenausschreibungen finden Sie online unter http://www.teltarif.de/ .

Die Preisspirale dreht sich weiter und in Sachen "Flatrate" ist nun zum ersten Mal Bewegung sichtbar. Hoffen wir im Interesse aller Onlinenutzer, dass die Fixpreisangebote schnell günstiger werden - DM 300,- monatlich dürfte nur für eine Minderheit von Interesse sein.
Sie können diesen Newsletter auch abonnieren. Sie erhalten dann regelmäßig eine exemplarische Aufstellung aller Neuigkeiten auf diesen Web-Seiten. Tippen Sie dazu Ihre E-Mail-Adresse in untenstehendes Feld und klicken Sie dann auf den Knopf "Abo bestellen". Dieser Service ist für Sie kostenlos.

Unmittelbar nach dem Bestellen wird eine Willkommensmail an Sie geschickt. Heben Sie diese bitte auf, da sich darin auch die Information befindet, wie Sie Ihr Abo wieder beenden. Ihre Adresse wird von uns nur für den Versand dieses Newsletters verwendet und nicht weitergegeben.

E-Mail: